Angaben zur Story
Autor: Phoenix
E-Mail: Phoenixfellowers@aol.com
Altersfreigabe: PG-13
Teil: 3/6
Spoiler: Season 3
Inhalt: Geschehnisse zwischen Shane und Carmen, nach der letzten Folge der dritten Season
Genre: Romantik/ Drama
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Shane/Carmen
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "The L Word". It all belongs to the writers and of course Showtime.
Danke für Kommis und hier kommt Teil 3.
Verzeih mir - Teil 03
Mir ist schon wieder so heiß, alles scheint zu verbrennen, ich fühle mich so schläfrig, so matt, kann mich nicht bewegen.
Ein Stechen in meiner Brust lässt mich kaum atmen, ich habe keine Kraft mehr, alles tut so weh. Mein Kopf er schmerzt so, ein lautes Hämmern übertönt meine eigenen Gedanken.
Was tue ich überhaupt hier, warum bin ich hierher gegangen, was ist los mit mir. Ich erinnere mich daran wie ich draußen allein im Schnee gelegen habe, warum habe ich das getan, warum nur, ich kann mich nicht mehr erinnern, mein Kopf er schmerzt so.
Ich schließe meine Augen, versuche zu atmen, aber ich kann nicht, ich kann einfach nicht, es tut so weh. Ich will schreien, doch meiner Kehle entfährt nur ein Gurgeln. Mir ist so heiß, ich verbrenne, ein glühendes Feuer schließt meinen Körper ein, ich halte es nicht mehr aus.
Jemand hält mich fest, ganz fest, dieser Geruch, er ist so wohltuend, ich kenne ihn. Er erinnert mich an ein seltsames Gefühl, so warm, so angenehm. Mein Körper tut so weh, ich will das nicht mehr, will weg, doch ich kann nicht, bin vollkommen starr und alles schmerzt so sehr.
Etwas flüssiges fließt mein Gesicht hinab, mein Mund fängt es auf, es schmeckt nach Blut, so metallisch, so warm.
Wann hört dieser Schmerz endlich auf, ich kann nicht mehr, habe das Gefühl zu fallen, in einen tiefen Abgrund und nur diese schützenden Arme halten mich fest.
Ich kneife meine Augen zusammen, irgendetwas blendet mich, ich höre Stimmen, was ist nur los, es tut so weh.
Meine Augen sie brennen so, ich ertrage es nicht mehr, ich rutsche ab, die Armen lassen mich los. Ich falle tiefer und tiefer, kann mich nicht bewegen, alles tut so weh. Bilder rauschen an mir vorbei, mein Vater, sein seltsames Lächeln, so gutmütig, so hinterhältig, er greift nach mir, er tut mir weh. Er soll mich los lassen. Ich schreie, es tut so weh in meiner Brust und ich falle weiter und Bilder fliegen an mir vorbei.
Carmen, sie sieht so verlassen aus, ich kenne dieses Bild nicht, kann mich nicht daran erinnern, wie kommt es in meinen Kopf. Es tut alles so weh, mein Körper verbrennt, ich schreie, doch niemand hört mich.
Eine Frau taucht vor mir auf, dunkle Haare, diese grünen Augen, sie weint, ihre Tränen, wie Regentropfen an einem grauen Tag.
Ich kenne diese Frau, sie kommt mir so bekannt vor. Sie sieht mich an, sieht in meine Augen, ein trauriges Lächeln stiehlt sich auf ihr Gesicht. Ich fühle mich plötzlich so anders, als wäre ich wieder ein kleines Kind. Ich fühle mich so winzig, so unbedeutend und innerlich so schwer. Ich habe Angst, mein Herz pocht so schnell, es tut so weh.
Die Frau sie starrt mich immer noch an, sie spricht zu mir, diese Stimme, ich kenne sie, so dunkel und doch so warm und liebevoll.
„Verzeih mir“ sagt sie, wieder und wieder, es kommt mir alles so bekannt vor. Ich will diese Frau umarmen, will dass sie mich festhält, doch ich kann mich nicht bewegen, es geht einfach nicht, ich kann nicht, es tut so weh.
Ich will schreien, ich will bei ihr sein, will in ihren Armen liegen, will dass sie aufhört zu weinen.
„Mum“ schreie ich, wieder und wieder, doch sie hört mich nicht, sie hört mich einfach nicht.
Neben ihr taucht jemand auf, ein Mädchen, mit langen dunklen Haaren, mit einem traurigen Lächeln. Ihr schmutziges, gelbes Kleid, ich kenne es. Ihre Augen, ich kenne sie, habe sie schon einmal gesehen. Wer ist sie, was macht sie bei meiner Mum, wo bin ich nur.
Sie entfernen sich von mir, ich versuche nach ihnen zu greifen, doch ich kann mich nicht bewegen. Ich falle weiter und weiter, es rauscht in meinen Ohren. Meine Mum lächelt mir in der Ferne zu, das kleine Mädchen es winkt mit ihrer schmutzigen Hand.
„Nein lass mich nicht allein Mum bitte“ schreie ich, doch sie hören mich nicht.
Ich falle weiter und weiter, es tut so weh, mein Kopf droht zu zerbersten, es soll aufhören.
Wieder mein Vater, diese Augen, so hasserfüllt, er schreit mich an, ich verstehe ihn nicht, wo bin ich, wo kommen diese Bilder her.
Er greift nach mir, will mir etwas sagen, ich verstehe ihn nicht. Woher kommen diese Bilder, woher kommt dieses Gefühl, es soll auf hören. Ich sehe meinen Bruder, er weint, streckt seine Hand nach mir aus, ich kann sie nicht greifen, alles tut so weh.
Die Frau meines Vaters, sie steht still vor mir, sie weint, warum nur, warum weint sie, woher kommt dieses Bild. Da sind noch mehr Leute, sie lachen, sie fassen mich an, es schmerzt alles so, mein Herz pocht so schnell, so hart, es droht zu zerspringen.
Mir wird so schlecht, ich kann nicht mehr. Alles brennt so, es tut so weh. Ich ertrage das nicht mehr, kann nicht mehr atmen, bin so steif, so unbeweglich. Die Bilder um mich herum beginnen sich zu drehen, schneller und schneller, mir wird so schlecht.
Ich sehe Dana, sie sieht so unglücklich aus, ich will nach ihr greifen, doch ihr Bild zerfällt zu Staub, einfach so.
Da ist Alice, sie sieht mich ängstlich an und Jenny, da ist Blut, überall Blut, dieses Blut, es macht mir Angst. Ich will nicht mehr, die Bilder strömen auf mich ein, es wird so dunkel, mein Herz es pocht langsamer. Ich bin so müde, so unendlich müde. Alles tut so weh, es wird schwarz um mich herum. Ich kann nicht mehr denken, alles ist still, ich verschwinde in Dunkelheit, alles ist vorbei.
Der Arzt ist endlich da, sie haben mich von ihr weggerissen. Shane liegt immer noch auf dem kalten Boden, man hat Decken über sie gelegt. Sie zuckt und krampft, was ist nur mit ihr los. Sie schreit nach ihrer Mutter, sie soll sie nicht allein lassen, was träumt sie, was passiert mit ihr.
Ihre Nase blutet, ihr Gesicht ist so blass, sie krümmt sich vor Schmerzen, es soll endlich aufhören. Sie schwitzt, wie kann dass sein, ihr müsste so kalt sein.
Der Arzt telefoniert, ich kann seine Worte nicht verstehen, höre nur Shanes Gestöhne, es ist so schrecklich.
Alice und Jenny halten sie fest, ihre Gesichter sehen so erschrocken, so versteinert aus. Ich kann mich schon wieder nicht bewegen.
Der Arzt sagt etwas von einem Hubschrauber, was passiert hier nur, es ist wie ein schrecklicher Traum, ich will aufwachen, will endlich aufwachen.
Shanes Augen flackern, man kann das weiße in ihnen sehen, was ist nur mit ihr, ich habe solche Angst.
Alice hält ihren Arm fest, der Arzt spritzt ihr irgendwas, die Nadel glitzert gefährlich im Sonnenlicht.
Shane wird langsam ruhiger, sie hört auf zu stöhnen, nur ein leises Röcheln ist noch zu hören, was ist nur mit ihr.
Sie sieht so verschwitzt aus, so erledigt, so krank, das Blut aus ihrer Nase, spritzt heraus, es sieht so schrecklich aus, ich will das es aufhört.
Ich beginne zu weinen, meine heißen Tränen tropfen an mir hinab, in den eisigen Schnee.
Mein Blick ist starr auf Shane gerichtet, ihr Kopf liegt jetzt auf Alice Schoß, der Arzt misst den Blutdruck, den Puls, während Jenny versucht mit ihrem Schal das Nasenbluten zu stoppen und ich steh einfach nur da, ich kann nichts tun.
Ich lasse mich in den Schnee sinken, er ist so kalt, ist so nass, ich nehme ihre Hand, sie ist noch immer so eisig.
In der Ferne höre ich einen Hubschrauber, der Arzt rennt zu dem Geräusch hin. Es ist so laut und doch kommen mir die Geräusche so weit weg vor, als wäre ich ganz wo anders, irgendwo nur nicht hier.
Ich höre Schritte, es kommen Leute, sie drängen sich um Shane.
Alice und Jenny stehen auf, Alice legt ihre Hand auf meine Schulter, sie ist so kalt, so zittrig.
„Komm Carmen lass den Sanitätern Platz zum arbeiten. Wir können jetzt nichts mehr tun“ sagt Jenny und ich werde hoch gezogen.
Schon wieder treten Träne in meine Augen, sie brennen so, ich will Shane nicht alleine lassen, habe das Gefühl sie braucht mich.
Alice nimmt mich in den Arm, und hält mich fest. Ich weine, und weine, meine Tränen scheinen kein Ende zu nehmen. Sie transportieren Shane ab, sie sieht so schwach aus, ich kann sie nicht alleine lassen.
Ich will zu ihr, doch Alice hält mich fest, sie soll mich los lassen bitte, ich will zu ihr, ich muss.
„Nein Carmen das geht nicht. Bleib hier. Ich verspreche dir wir fahren mit dem Auto ins Krankenhaus, aber du kannst jetzt nicht zu ihr. Es ist das Beste so“ sagt Alice und ich muss ihr Recht geben, auch wenn es weh tut. Ich bleibe einfach starr stehen, blicke zum Hubschrauber, sehe wie sie Shane einladen, sehe wir der Hubschrauber den Schnee aufwühlt, als er startet. Alles kommt mir so seltsam vor, so irreal, als wäre alles nur ein bizarrer Traum.
Ich lasse mich in Jennys Arme fallen, will einfach nur, dass mich jemand fest hält, einfach nur dass jemand da ist.
Wir gehen zurück zum Hotel, der Schnee knirscht unter meinen Schuhe, es ist auf einmal so kalt draußen, ich habe das vorher gar nicht bemerkt.
Hinter der Glastür des Hotels stehen Menschen, sie scheinen alles beobachtet zu haben. Ich fühle mich schon wieder so peinlich berührt, als würden sie mit ihren Blicken mein Innerstes sehen können.
Jemand kommt uns entgegen gerannt, es ist meine Mutter. Sie sieht so panisch aus, sieht mich so seltsam an, als wäre etwas mit mir, mehr interessiert sie wahrscheinlich auch nicht, das muss es wohl auch nicht.
Sie umarmt mich, hält mich fest, flüstert etwas auf spanisch, ich verstehe ihre tränenerstickte Stimme nicht.
„Mamita bitte es geht mir gut“ sage ich ihr und versuche sie zu beruhigen.
„Ich habe mir solche Sorgen gemacht Carmen. Ich dachte dir wäre etwas passiert. Der Hubschrauber und alles. Ich wusste nicht was los ist“ sagt sie und sieht mich aufgelöst an, sie hat sich Sorgen gemacht und es scheint sie gar nicht zu interessieren was passiert ist.
„Mamita ich sagte doch es geht mir gut. Du brauchst dir keine Sorgen machen wirklich. Um nichts und niemanden“ sage ich zu ihr und ich beginne zu rennen. Laufe vor meiner eigenen Mutter weg, ich hasse sie dafür, dass sie nicht wissen will was mit Shane ist, aber ich kann ich ihr wirklich einen Vorwurf daraus machen. Sie weiß gar nicht was geschehen ist, doch es macht mich alles so wütend.
Ich renne in das Hotel, die Leute springen mir hektisch und mürrisch murmelnd aus dem Weg, doch es ist mir egal, es ist mir alles egal.
Ich laufe und laufe in mein Zimmer, ich kann nicht anders, kann das alles nicht mehr ertragen.
Ich bin so wütend auf alle, am meisten auf Shane und doch mache ich mir Sorgen.
Was ist nur los mit ihr, hätte ich vielleicht doch nach ihr sehen sollen , hätte ich das alles verhindern können.
Ich stehe still vor dem Fenster in meinem Zimmer, sehe hinaus, sehe die schneebedeckten Hügel und Berge , sie sehen so friedlich aus und ich fühle mich so aufgebracht, so durcheinander. Es klopft an der Tür, ich schrecke auf, fühle mich so zitternd.
Es klopft wieder und wieder es hört einfach nicht auf, warum könnt ihr mich nicht in Ruhe lassen.
„Carmen ich bin es Tina. Wir wollen ins Krankenhaus. Komm schon mach auf“ sagte eine Stimme, Tinas Stimme, sie klingt so aufgebracht.
Ich öffne, ich muss, ich muss zu Shane, ich glaube zumindest, dass ich das muss. Ich fühle mich so leer, ausgelaugt. Kann nichts mehr fühlen, innerlich tot, als hätte als das meine Gefühle gekostet.
Die Luft im Auto ist so warm und angenehm, ich fühle mich schläfrig. Doch ich darf nicht schlafen, dafür ist jetzt nicht die Zeit, nicht jetzt.
Ich sehe die Winterlandschaft an mir vorbei ziehen, wie in einem Film, schneebedeckte Bäume und Berge, die verschlungene Straße, die immer weiter bergab führt, weiter und weiter.
Meine Lider werden immer schwerer, ich kann nicht mehr, die Müdigkeit übermannt mich.
Ich hoffe wir sind bald da, ich hoffe Shane wartet auf mich, ich bin sicher bald da. |