Angaben zur Story
Autor: Beccy
Altersfreigabe: NC-17
Teil: 1/1
Spoiler: keine Spoiler
Inhalt: Tim erwischt Jenny und Marina
Genre: Romantik/Sex
Hauptcharakter(e)/Paar(e): (Jenny/Marina)
Disclaimer: I do not own the characters in this Story, nor do I own any rights to the Television Show "The L Word". It all belongs to the writers and of course Showtime
... und führe mich nicht in Versuchung
„Denn ich bin schwach. Viel schwächer, als ich dachte. Es ist als...“. Jennys Finger rutschten von den Tasten ihrer Schreibmaschine. Mit einem Fluch erhob sie sich und stand auf. Ihre Gedanken bildeten einen immer stärker werdenden Strudel, der sie unaufhaltsam in die Tiefe zu reißen schien. Sie wusste gar nicht mehr, was sie eigentlich schreiben wollte und ihr Atem begann schneller zu werden. Was war nur los mit ihr? Es war doch Tim, den sie liebte. Ihm gehörte doch ihr Herz. Ihm hatte ihr Herz gehört.
Doch ihr gehörte ihr Körper und ihre Seele. Mit Haut und Haaren war sie dieser Frau verfallen, deren Augen sie zu durchbohren schienen, deren Hände sich auf ihrem Körper wie 1000 heiße Nadeln anfühlten und deren Küsse so sehr nach Sünde schmeckten.
Und doch konnte sie nicht von ihr ablassen. Dabei hatte sie es sich doch geschworen. Sie wollte damit aufhören! Sie wollte nicht länger auf diese verlockende Stimme in ihr hören, die ihr flüsterte „Nur noch einmal“...Oh gottverdammt, es soll aufhören!
Die Erinnerungen an die letzte Nacht kamen in kleinen Puzzleteilen, die es galt zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Gepaart mit einem fast unerträglichen Schmerz stieg Erregung in ihr auf, als sie realisierte, was geschehen war. Seine Augen...so voller Wut, Traurigkeit, Verzweiflung. Ihre Zunge so voller Gier, Durst und Verlangen.
Langsam fügte sich das Puzzle, die Teile rückten an ihre Stelle. Jenny betrachtete gedanklich das Gesamtbild, das sich ihr nun bot und musste ein wenig lächeln.
Es war eine wundervolle laue Nacht gewesen. Sie hatte an der Schreibmaschine gesessen und wie besessen auf die Tasten geschlagen. Die Worte sprudelten nur so aus ihr heraus, geprägt von einer fast unterschwelligen Leidenschaft, die jederzeit in Wut umzuschlagen Drohte. Tim hatte dieses Gefühl in ihr entfacht. Sein Misstrauen rief in ihr so eine unglaubliche Zerstörungswut hervor, dass sie versuchte, die Worte als tödliche Giftpfeile zu benutzen. Wie wild hämmerte sie 3 Stunden lang mit diesem manischen Blick in ihren wunderschönen blauen Augen auf die Tastatur, in der Hoffnung, sich zu beruhigen. Doch es schien alles nichts zu helfen. Jedes ihrer verzweifelten Worte kam ihr so verloren und sinnlos vor. Also war sie aufgestanden und hinaus gelaufen.
Hinaus in die Nacht, die sie umfing wie eine Geliebte und sie sanft aufnahm und davontrug. Gedankenleer und ziellos lief sie umher, schlenderte durch die Straßen. Sie nahm nichtmal die Leute wahr, die ihr entgegenkamen und die sie anstarrten. Die sich fragten, was dieser Frau wohl geschehen war, die so traurig und herumirrend in ihrem schwarzen Kleid barfüßig auf dem Weg zu irgendeinem unbekannten Ziel zu sein schien.
Doch Jenny schenkte niemandem von ihnen Beachtung. Erst, als sie eine Stimme vor sich vernahm, blickte sie auf.
„Guten Abend, schöne Frau.“ Ihr Herz schien für einen Moment nicht mehr zu schlagen, eine Hitzewelle strömte durch ihren Körper und ebbte sogleich mit einer Kälte ab, die sie frösteln ließ. Marina. Sie war genau die Person, die sie jetzt nicht hatte treffen wollen – nicht jetzt in ihrem Zustand.
„Marina..HI! Was ...was machst du Denn hier?“ Brachte Jenny schließlich hervor. Marina verzichtete auf eine Antwort und nahm sie stattdessen mit einem Grinsen an die Hand und zog sie voran. Immer weiter und weiter liefen die Frauen, ohne auch nur ein Wort zu sprechen.
„Wohin gehen wir Denn?“ Jenny schaute sich um. Sie waren in einer kleinen Straße, gesäumt von ein paar Bäumen und Häusern mit einem gepflegten Vorgarten. Die Laterne, die inmitten der Straße eines der Häuser beleuchten sollte, war kaputt und gelegentlich zuckte das Licht, als versuchte es, sich verzweifelt am Leben festzuhalten. Jenny starrte die Laterne an. Aber noch bevor sie irgendetwas Denken konnte, verabschiedete sich das Licht der Laterne mit einem lauten Zischen und Summen. Alles verstummte wieder.
„Nun komm schon!“ Rief Marina, die nun in einem der Vorgärten stand. War das IHR Haus? Sie war noch nie zuvor bei Marina gewesen, sie hatte noch nie gesehen, wie es eigentlich bei ihr aussah. Warum musste es ausgerechnet heute sein?
Jenny folgte nach einem kurzen Zögern und schaute sich um. Der Rasen passte zu Marina. Er war wild und ungebändigt, dennoch aber schön anzusehen – gerade wegen dieser Wildheit. Die Haustür sah aus wie die des Durchschnittsamerikaners, Jenny musste lächeln, als sie entdeckte, dass selbst Marina eine „Welcome-“Fußmatte vor ihrer Haustür hatte.
Das Haus selbst war dunkel. Marina machte auch keine Anstalten, einen Lichtschalter anzuknipsen und so lief Jenny blind ins Dunkle, nicht wissend, was sie erwarten würde. Ihre Sinne waren geschärft, angestrengt versuchte sie, die Umrisse zu deuten. Ihre Finger tasteten an der Wand entlang und ihre Nase nahm nur einen einzigen Duft wahr – den von Marina. Dieser Duft, der ihr eine Gänsehaut über den Rücken laufen ließ und ihr den Verstand vernebelte. Ihre Gedanken wirbelten durcheinander. Es war, als habe man ihr Herz und Verstand ausgeschaltet und die Fernbedienung weggeschmissen. Ein blindes Verlangen machte sich in ihr breit – diese Dunkelheit, das Unwissen und die Neugier lösten in ihr Erregung aus.
Marina lief einige Meter vor ihr. Abrupt blieb sie stehen und warte bis Jenny wieder mithalten konnte. Immernoch schweigend liefen sie nebeneinander her. Marina warf ihr einen Blick von der Seite zu, der Jenny veranlasste stehen zu bleiben. „Okay, was soll das Ganze? Hör mal, Marina, ich bin heute wirklich nicht in der Stimmung für Spielchen. Ich hab gerade wirklich genug....“ Noch ehe sie diesen Satz beenden konnte, hatte Marina sie schon an die Wand gedrückt und hielt ihre Hände umklammert. Sie schaute Jenny tief in die Augen, mit diesem Blick, der so verdammt anziehend wirkte. Sie begannen sich wild zu küssen, mit einem Verlangen und einer Gier auf den Anderen. Marinas Hände glitten über Jenny Brüste, während sich ihre Zungen ineinander verschlungen.
„Oh Gott....“ Jenny stöhnte, als sie Marinas Finger ihren Oberschenkel hinaufgleiten spürte. Sie wünschte sich so sehr, Marina würde.... doch bevor sie auch nur gedanklich den Wunsch äußern konnte, hatte Marina schon von ihr abgelassen und führte sie in einen größeren, dunklen Raum, wo sie eine Kerze entzündete. Jetzt erst konnte Jenny erkennen, wo sie war. Im Schlafzimmer. Die rote Satinbettwäsche kühlte ihre erhitzte Haut, als sie auf dem Bett landete.
Marina glitt über sie und begann sie wieder wild zu küssen. Dann ließ sie von Jenny ab und glitt mit der Zunge über ihre Brüste. Jenny sog derweil an Marinas Fingespitzen, spielte daran mit ihrer Zunge und gab sich dann wieder ganz der Leidenschaft hin.
„Steh auf!“ befahl Marina plötzlich. Ohne zu wissen, was das nun wieder zu bedeuten hatte, erhob sie sich. Dann legte Marina sich hin und setze Jenny auf sich. Mit einem verheißungsvollen Grinsen schob sie Jennys Unterkörper immer weiter nach oben, bis Jenny den heißen Atem ihrer wunderschönen Liebhaberin zwischen ihren Beinen spürte. Und oh Gott, dieses Gefühl, als die Zungespitze sie berührte....Jenny krallte sich an das Bettgitter vor sich und legte den Kopf in den Nacken. Sie begann mit jedem Mal, wo Marina ihre Zunge in sie stieß lauter zu stöhnen. Verdammt, war sie erregt. Die Luft schien förmlich zu knistern, fast schon zu brennen vor Sexualität und Jenny fühlte, dass sie nicht mehr lange brauchen würde. Und auch Marina schien das zu bemerken, denn mit immer mehr Hingabe versuchte sie, ihre Geliebte zu befriedigen. Die Stöße ihrer Zunge wurde heftiger, Jenny Stöhnen immer lauter und es entfuhrt ihr ein seufzendes „fuck, ja..:“ als ihr Griff an dem Eisen immer fester wurde und sie direkt über Marina kam.
Keuchend ließ sich Jenny aufs Bett rollen und schaute Marina an. Sie küssten sich abermals, wild und voller Hunger auf den Anderen. Jenny begann den Körper, den sie so sehr begehrte mit den Lippen zu liebkosen. Sie war ja so verrückt nach ihr...sie liebte es förmlich, wie sie schmeckte und roch. In ihren Gedanken hatte sie jetzt ganz klar nur noch ein Ziel: Dieser Frau einen wunderbaren Orgasmus schenken, vielleicht das Einzigste, was sie ihr jemals geben könnte.
Sie blickte auf zu Marina, biss sich auf die Unterlippe und versuchte für den Bruchteil einer Sekunde, zu entschlüsseln, was diese dachte. Doch dann spreizte deren ihre Beine und glitt vom Bett hinab, kniete nun davor. Mit einer Leidenschaft, die Jenny selbst ein wenig erschreckte, begann sie, Marina zu lecken und an ihr zu saugen. Marina selbst honorierte dies mit einem Stöhnen und Seufzen. „Oh ja, Kleines....Genau da!“ flüsterte sie, als Jennys Zungenspitze in sie hineinglitt und sie mit einen immer schneller werdenden Rhythmus fast an den Rand des Wahnsinns zu treiben schien. Jennys Hände klebten förmlich auf den geschwitzten, feuchten Körper Marinas, als sie mit immer mehr Hingabe von ihrer Geliebten trank.
Doch plötzlich stieß Marina sie weg „Scheiße, hör auf!“ Keuchte sie. Fragend blickte die kniende, zierliche Frau auf. „Was ist denn?“ Der Blick, der zur Tür zeigte, ließ sie sich umdrehen. Es war, als rammte man ihr ein Messer in den Rücken und drehte es um. Er hätte genauso gut auf sie schießen können- vom Gefühl her wäre es dasselbe gewesen.
„Tim...ich...“ Doch Tim schaute sie nur kalt an. „Wusste ichs doch! Verdammt, Jenny!“ Er drehte sich um und lief hinaus. „Tim...Tim, jetzt warte doch... oh scheiße!“ Jenny wollte hinterherlaufen, bemerkte jedoch als sie im Vorgarten stand, dass sie ja völlig nackt war und lief schnell zurück. Marina nahm sie in den Arm und hielt sie mit aller Kraft fest, als sie sich wieder entreißen wollte.
„Fuck, Marina, lass mich los! Ich muss....“ Marina packte Jenny grob an den Schultern und sah ihr tief in die Augen – und schon beruhigte sich Jenny etwas. Sie fragte sich, was es wohl wahr...es schien, als würden Marinas Augen auf sie wie eine Betäubung wirken, die sie völlig lahmlegte.
„Du musst gar nichts....außer dich beruhigen, Baby. Setz dich hin.“ Marina zeigte auf ihr Bett und Jenny befolgte stillschweigend die Anweisung. Einen Moment später kam Marina zurück, 2 Gläser und eine Flasche Wein in der Hand haltend.
Die beiden Frauen lagen eine Ewigkeit nebeneinander, die Stille wurde nur unterbrochen durch Jennys Schluchzen, das jedoch mit jedem Glas Wein weniger zu werden schien. Marina streichelte sanft ihren Arm. „Was soll ich denn jetzt tun? Ich ....ich liebe ihn doch...“ Jenny biss sich auf die Lippe. Tat sie das wirklich? Zwar war sie im ersten Moment voller Schmerz gewesen, als Tim sie beide erwischt hatte, jedoch war sie sich mittlerweile nicht mehr sicher ob es war, weil sie Tim verletzt hatte oder – wie sie eher glaubte – weil sie erwischt worden war. Marina wischte ihr mit dem Finger eine Träne von der Wange. „Bist du dir da sicher? Wenn du ihn so sehr lieben würdest, wie du sagst, wärst du nicht hier.“
Autsch. Genau ins Schwarze getroffen. Denn auch ihr war dieser Gedanke gekommen. Marina fuhr fort, „Weißt du, Kleines, kein Mann kann dir geben, was du brauchst. Ich bin mir ja nichtmal sicher, ob ich das kann. Aber kein Mann wird in der Lage sein, dich so zu verstehen, wie es eine Frau tut. Das, was du brauchst, ist mehr – viel mehr! Vielleicht gibt es niemanden, der dir voll und ganz das geben kann...ich kann nicht mehr tun, als es zu versuchen.“
Jenny schluckte. Es begann sich alles zu drehen, der Raum schien völlig in die Breite gezogen und Marina schien so fern... Sie klammerte sich an die Bettdecke und stand auf. Langsam zog sie sich an, ununterbrochen von Marinas wachsamen Augen verfolgt. „Ich gehe mal eben...ich muss einfach mal raus.“ Ein wenig trotzig lief Jenny so schnell sie nur konnte hinaus.
Wohin genau sie gelaufen war, konnte sie auch jetzt nicht mehr sagen. Sie erinnerte sich nur noch dunkel an eine schmutzige Bar, an der mit grässlich neongelber Leuchtschrift „Cat’s Diner“ blinkte. Die Frau hinter der Bar, eine etwas kräftige Frau, mit blondgefärbten unordentlichen Haaren, schenkte ihr einen mitleidigen Blick und goß ihr ohne Aufforderung etwas in ein Glas. Es war wohl Whiskey, jedenfalls brannte es und doch fühlte sich Jenny ein wenig besser.
„Kann man dir helfen, Schätzchen? Kein Mann ist diese Tränen wert!“ Erst jetzt bemerkte sie, dass sie ja weinte. Ein wenig peinlich berührt wischte sie die Tränen von ihrer Wange und sagte ein wenig zickig: „Ach...was wissen Sie schon? Geben Sie mir noch was davon.“ Mit einem Schulterzucken goß die Bardame noch ein weiteres Glas voll. Jenny kippte auch dieses hinunter und fühlte wie sich der Alkohol langsam den Weg in ihren Bauch bahnte, um dort dieses angenehme Gefühl zu verbreiten. Es war wohl eine Ewigkeit, die sie dort verbracht hatte, denn so langsam konnte sie durch die schmutzigen Fensterscheiben den Hauch eines Sonnenstrahls erahnen. Scheiße, fluchte Jenny innerlich. Sie hatte ja gar kein Geld dabei! Als ob die Frau hinter der Bar ihre Gedanken hatte lesen können, sagte diese in dem Moment „Ist schon in Ordnung, Kindchen. Du solltest jetzt zu ihm nach Hause gehen.“
Sie muss wohl einige Gläser dieses „Wundermittels“ getrunken haben, denn als sie aufstehen wollte, schwankte sie ein wenig. Etwas unbeholfen lief sie zum Ausgang und schaute sich um. Sie hatte keine Ahnung wo sie war. Sie wusste ja nichtmal, wo sie hinwollte. Zu Tim? Komischerweise hatte sie mittlerweile gar kein Verlangen mehr danach, mit ihm zu reden oder zu ihm zu gehen. Marina kam ihr in den Sinn. Ihre Worte, die doch so wahr waren.
Also lief sie blind drauflos, irrte in ihrem schwarzen, knielangen Kleidchen durch kleine Gassen, die sie alle ins Nirgendwo zu führen schienen. Erst als sie eine lange Straße entlang lief, in der alle Laternen bis auf eine noch brannten, wusste sie wieder wo sie war. Daheim.
Noch etwas wackelig auf den Beinen lief sie über das nasse Gras zur Tür. Da diese nicht abgeschlossen war, lief sie vorsichtig ins Haus hinein. Sie lauschte. Auf einmal hörte sie ein Geräusch und folgte diesem. Marina lag nackt auf dem Bett, wunderschön wie immer. Jennys Augen ruhten noch einen Moment voller Faszination auf ihrem Körper, bevor sie sich zu ihr legte. Mit ihren Armen hielt sie Marinas Körper fest umklammert. Diese öffnete die Augen und drehte sich um. „Ich wusste, du würdest kommen.“ Jenny hob den Kopf und stütze sich mit dem Ellbogen ab. „Wo warst du?“
Völlig fertig ließ sie sich wieder fallen. „Ich habe keine Ahnung...in irgendeiner Bar oder sowas...Hauptsache ist doch, ich bin wieder hier.“ Marina lächelte. „Ja, das stimmt. Aber was ist nun mit Tim?“ Diese verdammte Frage. Musste sie unbedingt jetzt gestellt werden? Scheiße, das war nicht der richtige Zeitpunkt um darüber nachzudenken. Aber gab es denn überhaupt einen richtigen Zeitpunkt? Warum redet alle Welt von „richtigen Zeitpunkten“? Es gibt sie überhaupt nicht. Es ist völlig unwichtig.... Jenny wusste, dass sie sich gerade selber belog. Ihr war tief im Inneren klar, dass es sehr wohl günstige und ungünstige Zeitpunkte gab.
„Herrgott, Marina...Vergiss das doch jetzt einfach mal. Ich denke, du hast Recht, mit dem, was du gesagt hast. Vielleicht bin ich einfach nicht geschaffen für einen Mann...oder überhaupt für eine verdammte Beziehung. Ich denke, ich mache es einfach immer wieder kaputt, ich würde auch dich zerstören. Ich dachte immer, du würdest mein Ruin sein, aber mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass ich deiner sein werde. Möglicherweise noch nicht jetzt, aber irgendwann später werde ich es wieder tun. Es ist...es ist einfach in mir drin, verstehst du? Ich kann nichts dagegen tun, scheiße, ich bin einfach machtlos. Ich...“. Marina sah sie an. „Heirate mich.“ Jenny zuckte zusammen wie unter einem Peitschenschlag. Wütend schaute sie auf die Frau neben sich. „Verdammt, hast du mir eigentlich zugehört?“. „Lass es uns einfach versuchen, Kleines. Wir könnten beide unseren Spaß haben...aber am Ende des Tages bist du es doch, die für mich einzig und allein zählt!“ Jennys Augen füllten sich mit Tränen, denn mit so einer Liebeserklärung – für Marina waren solche Reden nicht gerade typisch – hatte sie nicht gerechnet. Mit einem Lächeln und etwas gespieltem Trotz in der Stimme brachte Jenny schließlich hervor: „Weißt du, ich ...ich will nicht heiraten. Nicht jetzt; ich..“ Marina lachte. „Schon gut, Kleines. Komm her..:“ Sie küssten sich. Und für diesen Augenblick, in dem sie in den Armen ihrer Geliebten lag, spürte sie das wahre Glück. Nämlich von dem anderen verstanden zu werden – so, wie es Tim nie gekonnt hat.
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