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Angaben zur Story

Autor: -Kate-
E-Mail: angel-kate2@web.de
Altersfreigabe: PG-13
Teil: Teil 16 / Kapitel 14
Spoiler: Season 1
Inhalt: Angst und Selbstvorwürfe… aber lest selbst!
Genre: Drama
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Shane/Anna, Bette, Alice
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "The L Word". It all belongs to the writers and of course Showtime.
The excerpt of “The Dreaming” belongs to Barbara Wood.

Author`s Note:
@ Briddi: Ja, ich hatte auch einen Profi, der mir alles über SHT erklärt hat, war also nicht wirklich meine eigene Leistung. Ich hab das alles nur aufs Papier gebracht.
Ob Shane wieder gesund wird oder nicht, kann ich dir natürlich noch nicht verraten… aber du wirst es sicherlich bald herausfinden! ;-)
@ like_shane: Du hattest echt Tränen in den Augen? Wow! Mir ist gesagt worden, dass ich traurige/dramatische Szenen besser umsetzen kann als lustige Anscheinend ist das wirklich so…
@ Cla: Du hast noch nie etwas so Gutes gelesen? O.o. Das ist das beste Kompliment, das mir je gemacht wurde! Danke!!
@ dreamer: Danke! Freue mich wie immer, dass dir die Story gefällt! Und nein, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Ich wurde zweisprachig aufgezogen, aber meine erste Muttersprache ist Englisch.
@ Janale: Na ja, „schnell“ ist bei mir wohl das falsche Wort! Ich brauch immer ewig für ein Kapitel. Hoffentlich hat es sich wenigstens gelohnt!?
@ rockergirl: Nein! Bitte keinen Herzinfarkt! Ich brauch dich doch noch zum kommentieren *g*. Bei den medizinischen Angaben hatte ich, wie gesagt, Hilfe. Und das Deutsch nicht meine Muttersprache ist, würde man vielleicht merken, wenn meine Freundin nicht immer so fleißig nachkorrigieren würde ;-)
@ JB: Schön, dass dir die Story gefällt!
@ kusserst: Meine Güte… noch jemand, der sagt, das sei das Beste, was er je gelesen hat. Ich bin geschmeichelt! Vielen vielen Dank!!
@ Peppermint: Ja, wie gesagt, ich bin nicht die Schnellste, wenn`s ums Schreiben geht… aber jetzt ist der Teil ja da! Viel Spaß beim Lesen!!
@ Snaf: Stimmt, es gibt nicht mehr viele Teile, die Fanfiction neigt sich langsam dem Ende zu. Und das Ende wird natürlich nicht verraten… *g*
@ jasmin: Oh… Entzugserscheinungen wegen mir? Das alles, weil ich so langsam bin ;_; Na ja, jetzt ist der nächste Teil ja da! Ich freu mich, dass dir die Story so gut gefällt! Viel Spaß beim Lesen!!

The Power of Love - Teil 16


Anna`s POV:

Stillschweigend sitze ich am liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Tina hat sich wirklich Mühe gegeben. Doch ich kann nichts essen. Ich bringe einfach nichts runter.

Ich bin immer noch müde. Der Jet Lag zeigt eindeutig seine Wirkung. Aber das ist mir egal. Das Einzige, an das ich im Moment denken kann, ist Shane.
Warum musste das passieren? Warum? Diese Frage stelle ich mir schon den ganzen Morgen. Warum passiert immer den Menschen etwas, die ich am meisten liebe? Die ich am meisten brauche? Was um alles in der Welt mache ich denn falsch?

„Anna, ist alles in Ordnung?“
Tina sieht mich über den Tisch hinweg an. Und ich frage mich, wie sie mich so ansehen kann. Wie sie mich so etwas fragen kann.
„Nichts ist in Ordnung!“, sage ich. Etwas zu laut. Zu hart.
„Tut mir Leid.“
Ich seufze und stütze meinen Kopf in die Hände.
„Nein. Mir tut es Leid. Ich hätte dich nicht so anfahren dürfen. Es ist nur….“

Tina steht auf und kommt zu mir. Legt ihren Arm um mich.
„Ist schon gut. Beruhige dich.“
Ich sehe sie an.
„Tina, wenn… wenn sie stirbt, dann… ich könnte nicht weiter leben. Ich könnte das nicht durchstehen.“
„Hör mir jetzt mal ganz genau zu…“, sagt sie und erneut sehe ich ihr tief in die Augen, während eine leise Träne über meine Wange kullert. „Shane wird nicht sterben. Sie ist stark. Und sie liebt dich. Sie würde dich nicht einfach allein lassen.“

„Ich hab sie auch allein gelassen. Und nur wegen meiner Dummheit liegt sie jetzt in diesem Krankenhaus und kämpft um ihr Leben.“
„Selbstvorwürfe helfen ihr jetzt auch nicht.“
„Ich fühle mich schuldig, verstehst du?“
„Du bist aber nicht schuld daran.“
Wieder seufze ich.

„Die Vorstellung von ihr in diesem Bett… die Vorstellung, dass sie dort ganz alleine liegt, macht mich verrückt.“
„Dann fahr zu ihr. Rede mit ihr. Lies ihr etwas vor.“
„Meinst du, sie kann uns hören?“
„Ich weiß es nicht. Aber ich glaube fest daran.“

Ich nicke leicht. Dann hebe ich meinen Kopf.
„Kannst du mich in die Klinik fahren?“
Tina lächelt und nickt.
„Klar.“

~*~

Bette`s POV:

Ich sitze in meinem Büro an meinem Schreibtisch und kann mich nicht konzentrieren. Kann nur an Shane denken.
Ich habe eben von meinem Chef den Auftrag bekommen, Verträge, die mit einigen Ausstellern abgeschlossen worden sind, durchzugehen. Doch ich sitze nur da. Starre auf die Papiere.

Dann schießt mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf.
Dave.
Verdammt. Ich habe ihn vorgestern einfach stehen gelassen. Auf der Straße. Ich bin mit Shane in den Krankenwagen gegangen. Hatte nicht mal mehr die Möglichkeit, ihm zu danken.

Ich greife nach meinem Handy, das in meiner Handtasche steckt und gehe meine Kontaktliste durch. Dave. Er ist tatsächlich noch eingespeichert.
Ich drücke auf den grünen Hörer und hoffe inständig, dass er immer noch die gleiche Nummer hat.

Ich warte ein paar Sekunden. Und jemand hebt ab.
„Dave Colvin.“
Danke. Danke. Danke.
„Dave? Hi, hier ist Bette.“
„Bette. Hallo. Schön, von dir zu hören. Ich wollte dich eigentlich schon anrufen, aber ich wusste nicht….“
„Ist schon gut, ich… ich rufe an, weil ich dir danken will. Danke, dass du den Krankenwagen gerufen hast und….“
„Das war das Mindeste, was ich tun konnte.“
„Trotzdem. Ich wäre in diesem Moment nicht in der Lage gewesen, ein Telefon zu bedienen. Also noch mal: Danke!“
„Wie geht es eigentlich deiner Freundin. Shane, oder?“
„Ja… es geht ihr, nun ja… schlecht. Ich… ich weiß nicht, was ich machen soll. Niemand kann etwas für sie tun und das macht mich wahnsinnig.“
„Hat man den Kerl, der ihr das angetan hat, denn schon geschnappt?“
„Ja… es war irgendein Drogendealer. Shane wollte ihm nichts abkaufen. Da ist er ausgerastet. Ich schätze, die Polizei ruft mich in den nächsten Tagen an, sie wollen mich verhören. Vielleicht muss ich sogar vor Gericht aussagen.“
„Ich würde auch aussagen. Schließlich hab ich alles gesehen.“
Ich lächle, auch wenn er es nicht sehen kann.
„Danke.“

Wir reden noch eine Weile. Über Bilder. Ausstellungen. Künstler. Er versucht, mich abzulenken. Doch niemand kann mich im Moment von Shane ablenken.

~*~

Alice`s POV:

„Ist alles okay?“
Ich schrecke hoch. Dana steht vor mir.
„Ja… mir geht`s gut. Wo warst du?“
Sie beugt sich zu mir herunter und küsst mich sanft auf die Schläfe.
„Beim Training. Ich wollte dich nicht wecken, also hab ich mir einfach deinen Schlüssel genommen.“
Ich nicke kurz.

„Ist wirklich alles in Ordnung?“
Ich sehe sie an und mir steigen Tränen in die Augen. Ich schüttle den Kopf.
„Ist was mit Shane? Geht es ihr schlechter?“
Wieder schüttle ich den Kopf.
„Nein… nein, ich… ich mach mir nur solche Vorwürfe. Bei unserem letzten Treffen hab ich ihr vorgeworfen, dass sie nicht in der Lage wäre, ihre Gefühle zu zeigen und… verdammt, ich will sie nicht verlieren.“
„Das wirst du nicht. Sie wird leben.“

Ich seufze.
„Selbst wenn, die Chancen stehen schlecht, dass sie wieder genau so wird wie früher. Vielleicht wird sie ein totaler Pflegefall.“
„Sie wird kämpfen. Und wir müssen versuchen, sie nach Kräften zu unterstützen. Wir müssen für sie da sein.“
Ich nicke leicht und lehne mich an sie.

„Weißt du was? Lass uns ins Planet gehen. Einen Kaffee trinken. Uns etwas ablenken.“
Eigentlich ist es eine gute Idee. Ablenkung tut uns allen gut.
„Okay.“

~*~

Anna`s POV:

„Joanna überkam im ersten Augenblick Angst, als sie die Schlange sah. Aber als sie mit großen Augen auf den gewaltigen regenbogenfarbigen Körper blickte, als sie die märchenhaften Symbole und Bilder um sie herum, als sie die Brüste der Schlange betrachtete und erkannte, dass sie als ein weibliches Wesen dargestellt war, erfasste sie große Ehrfurcht und eine wunderbare innere Ruhe.
Joanna ahnte, dass diese Schlange vor vielen, vielen Jahren, vielleicht Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden an die Felswand gezeichnet worden war. Wie viele Hände hatten dieses einzigartige Kunstwerk erschaffen? Während sie sich langsam der Schlange näherte, die viele Meter groß und so lang war, dass Joanna ihr Ende nicht sah, staunte sie über die künstlerische Vollkommenheit dieser Felszeichnung – jede einzelne Schuppe auf dem Schlangenleib war mit großer Sorgfalt gezeichnet und koloriert. Die Schlange wand sich bunt schimmernd in Ehrfurcht gebietender Entfaltung ihrer ganzen Kraft von einem Ende der Höhle zum anderen. Zahllose Generationen mussten an diesem Werk beteiligt gewesen sein.
Während Joanna noch immer wie gebannt die riesige Regenbogenschlange betrachtete, entdeckte sie unter der Farbe bunte Gesteinsschichten im Fels. Geschwungene rote, orangene, braune und grüne Streifen zogen sich über die Wand. Je länger sie darauf blickte, desto deutlicher wurde ihr bewusst, dass die Schlange bereits im Stein vorhanden gewesen war, lange bevor die Farbe auf die Felswand aufgetragen wurde.
Sie sah sich in der Grotte um. Die hohe gewölbte Decke, die säulenartigen Stalaktiten, die primitiven Felszeichnungen an den Kalksteinwänden und das geisterhaft grüne Schimmern schufen die Atmosphäre eines überirdischen Heiligtums.
Ein kleiner Fluss wand sich durch die Grotte. Joanna entdeckte überall auf dem Felsboden verstreut Trinkgefäße – Kürbisflaschen, Kokosnussschalen, Becher aus Rinde und Ton, ausgehöhlte Steine. Sie alle waren mit denselben mystischen Symbolen versehen, die die Regenbogenschlange umgaben – Symbole für Leben und Sterben, dachte Joanna, Symbole der Weiblichkeit. Hier hatten jahrtausendelang die geheimen Rituale der Frauen stattgefunden. Denn hier kam das Wasser aus dem Bauch der Erde, hier begann das Leben.
Joanna griff nach einem Tonbecher und tauchte ihn in das kristallklare Wasser. Sie hob den Becher an die Lippen und trank.“

Ich blicke von meinem Buch auf. Frage mich, ob Shane mich hören kann.

Tina hat gesagt, ich solle ihr irgendetwas vorlesen.
Wahrscheinlich kennt Shane das Buch nicht. Es ist mein Lieblingsbuch. „Traumzeit“ von Barbara Wood. Es geht um eine junge Frau, die das Geheimnis ihrer Eltern aufdecken möchte. Die Geschichte spielt in Australien. Ich liebe dieses Land. Leider war ich noch nie dort. Doch die australischen Ureinwohner, die Aborigines mit ihren Traumpfaden und ihren zahlreichen Mythen und Geheimnissen faszinieren mich irgendwie.

Wenn Shane wieder gesund ist, dann werde ich zusammen mit ihr dort hin gehen. Nur wir beide.
Ich seufze. Hoffe, dass wir die Möglichkeit dazu bekommen.

~*~

Bette`s POV:

Ich öffne die Tür zum Planet und gehe hinein. Alle Leute starren mich an. Ihre mitleidigen Blicke können sie sich sparen. Wie schnell sich eine solche Nachricht doch in der Szene verbreitet.
Ich sehe Kit an einem Tisch sitzen und gehe auf sie zu.

„Hi, Kit.“
Sie blickt von ihrer Zeitung auf.
„Oh, hey, Baby-Sis.“
Sie steht auf und umarmt mich.
„Wie geht`s Shane?“
Ich setze mich auf den Stuhl gegenüber von Kit.
„Na ja… den Umständen entsprechend, würde ich sagen.“
„Wird sie wieder gesund?“
Ich seufze und sehe sie an.
„Das wissen wir nicht. Wir müssen abwarten, bis sie aufwacht.“
„Dass so was ausgerechnet ihr passieren muss, wo sie schon soviel andere Sachen hat, mit dem sie fertig werden muss, das… ist einfach ungerecht.“

Ich nicke und denke daran, dass alle anderen gar nicht die ganze Wahrheit über Shane wissen. Sie wissen gar nichts von der verdammten Scheiße, die Shane schon durchstehen musste. Sie haben doch alle keine Ahnung.
„Ist alles in Ordnung?“
Mit ihrer Frage reißt sie mich aus meinen Gedanken.
„Was? Äh… ja. Ja, mir geht`s gut.“

„Hey, ihr.“
Ich drehe mich um. Alice und Dana.
„Hi“, sagen Kit und ich im Chor.

~*~

Alice`s POV:

Wir setzen uns an den Tisch.
Schweigen. Niemand weiß etwas zu sagen.
Marina kommt an den Tisch und nimmt unsere Bestellungen auf. Sie fragt nicht nach Shane. Und es ist wahrscheinlich besser so.
Sie geht wieder weg und wir schweigen weiter vor uns hin.

~*~

Anna`s POV:

Ich weine wieder. So sehr ich mich auch dagegen wehre, es geht einfach nicht. Vielleicht bin ich doch nicht so stark, wie ich immer dachte.

Ich nehme Shane`s Hand in meine und seufze. Über meine Wange rollen die Tränen.

„Shane, es tut mir so Leid. Es tut mir alles so unendlich Leid. Ich hätte nicht weggehen dürfen. Ich hätte dich nicht alleine lassen dürfen. Dann wäre das alles nicht passiert.
Aber ich musste gehen. Ich musste einfach, verstehst du?“

Wie sollte sie das verstehen?
Ich atme tief durch. Sie hat ein Recht darauf, es zu erfahren. Wenn sie wieder aufwacht, werde ich ihr alles erzählen.

„Weißt du, Shane… ich hatte vor vielen Jahren eine Freundin. Ihr Name war Laura. Wir haben uns sehr geliebt.“
Ich zögere. Warum erzähle ich ihr das? Sie kann mich doch gar nicht hören. Aber vielleicht tut es gut, wenn ich mir die ganze Geschichte endlich von der Seele rede.

„Laura und ich… wir waren glücklich. Ich meine, es war nicht einfach. Meine Eltern wussten nicht, dass ich mit ihr zusammen war. Ich konnte es ihnen nicht erzählen. Sie hätten es nicht verstanden. Niemandem haben wir es erzählt.
Aber trotzdem waren wir glücklich. Dieses eine Jahr, in dem ich mit ihr zusammen war… ich war so… erfüllt. Ich hab mich wohl gefühlt, verstehst du? Ich habe… gelebt.“

Ich verstumme. Denke an die Zeit zurück, die ich mit Laura verbracht habe. Ich muss lächeln. Und gleichzeitig weinen. Nie habe ich um sie geweint. Es scheint mir, als ob ich die Tränen der letzten 12 Jahre nun fallen lasse.

„Und dann… wir waren über ein Jahr zusammen, da… da ist es passiert. Es war Winter. Glatteis. Laura hatte gerade erst ihren Führerschein gemacht. Und sie… sie… es gab einen Unfall. Sie starb, Shane, sie starb. Das war der schlimmste Tag in meinem Leben.“

Ich breche endgültig in Tränen aus. Mit meiner freien Hand wische ich mir übers Gesicht.
„Ich habe sie doch so geliebt. Sie war mein Ein und Alles“, schluchze ich zwischen den Tränen.

„Ich… die letzten zwölf Jahre war ich so unglaublich unglücklich. Ich hatte nicht nur mit ihrem Tod zu kämpfen, sondern auch damit, dass ich mich niemandem öffnen konnte. Das heißt, ich hätte gekonnt… aber ich wollte es nicht. Unsere Beziehung… sie ging niemanden etwas an. Das war etwas zwischen uns. Und ich wollte, dass es zwischen uns bleibt.“

Immer noch weine ich, doch ich beruhige mich langsam wieder.
Es tut so gut, darüber zu sprechen. Auch wenn niemand da ist, der mir zuhört, ist es dennoch eine Befreiung.

„Ich habe mir Vorwürfe gemacht. Ich wollte nicht mehr leben. Nicht ohne sie. Ich war so unglücklich.
Und dann bin ich hierher gekommen. Und ich habe dich kennen gelernt.“
Ich lächle jetzt.

„Lange wollte ich mir nicht eingestehen, dass ich dich liebe. Lange habe ich mir es selber verwehrt, dich zu lieben. Die Liebe zuzulassen. Doch es ging nicht. Ich konnte mich nicht einfach vor der Liebe zwischen uns verschließen. Dafür war sie viel zu stark.
Nach Laura dachte ich, ich könnte nie wieder eine Frau so lieben wie sie. Doch du hast mir wieder gezeigt, wie man liebt. Wie man fühlt. Und es tat so gut.
Ich fühle mich wohl bei dir, verstehst du? Ich liebe dich. Und ich weiß, dass du mich auch liebst. Ich sehe es. In deinen wunderschönen grünen Augen sehe ich es.
Du kannst mich nicht einfach so alleine lassen, hörst du? Es geht nicht. Ich brauche dich. Ich habe schon Laura verloren. Wenn du mich jetzt auch noch verlässt, dann… ich könnte nicht mehr leben.“
Ich seufze.

„Bitte, Shane… lass mich nicht allein. Du bist mein Leben. Und wenn du mich verlässt, dann nimmst du mir damit auch mein Leben. Ohne dich kann ich nicht sein.“
Ich nehme ihre Hand und küsse sie.

~*~

Alice`s POV:

Ich halte diese Stille nicht mehr aus.
Natürlich ist es nicht still. Um uns herum reden und lachen die Leute. Sie sind fröhlich. Doch das Schweigen zwischen uns macht mich wahnsinnig.

„So kann es nicht weiter gehen….“
Bette sieht zu mir auf.
„Was meinst du?“
„Wir helfen Shane nicht damit, dass wir uns die ganze Zeit anschweigen.“
„Wenn wir reden, hilft es ihr auch nicht.“
„Aber vielleicht hilft es uns.“

Erneut sieht mich Bette an. Dann fängt sie langsam an zu nicken.
„Ja, das stimmt. Wir können uns jetzt nicht verkriechen. Es ist schwer, aber wir sind es, die nun stark sein müssen. Für Shane.“

Ich lächle. Und weiß, dass Bette Recht hat.
Shane war immer für uns und unsere Probleme da. Jetzt ist sie krank und braucht uns mehr denn je. Wir müssen für sie da sein. Dürfen uns nicht vor den Problemen verstecken, sondern sie in Angriff nehmen und versuchen, sie zu lösen. Und das werden wir.