Erinnerungen.
Erinnerungen sind Teil eines jeden Menschen. Sie können gut oder schlecht sein, freudig oder grausam. Jeder trägt Erinnerungen mit sich, meist ein Leben lang. Manche wünscht man fort, und doch bleiben sie für immer im Gedächtnis, im Bewusstsein.
Erinnerungen bestehen aus angesammeltem Wissen. Aber dieses Wissen erscheint manch einem völlig unnütz. Es kann belasten, einengen.
Erinnerungen können einen Menschen prägen. Ereignisse, die einem in Erinnerung bleiben, können das ganze Leben bestimmen. Es gibt keinen Ausweg, kein Entkommen.
Erinnerungen dienen dazu, die Vergangenheit nicht zu verlieren. Sie wird gespeichert und ist jederzeit abrufbar. Es gibt Menschen, die gerade diese Vergangenheit, oder einen Teil davon, vergessen wollen, und doch geht es nicht.
Gerade die schlimmen, grausamen Erinnerungen bleiben für immer im Gedächtnis. Ereignisse stürzen Menschen in ein Trauma, das sie ein Leben lang begleitet. Unaufhaltsam. Unauslöschlich.
Erinnerungen können schmerzlich sein. Und dieser Schmerz ist manchmal begleitet von unfassbarem Leid.
Körperlicher Schmerz ist schlimm. Er kann heilen.
Seelischer Schmerz ist schlimmer. Er bleibt. Für immer.
Erinnerungen können ebenso schön sein. Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage, Ausflüge, Erfolge oder einfach nur an warme, sonnige Tage, bereiten viel Freude. Sie bleiben gerne im Gedächtnis.
Erinnerungen können aber, so wie meine eigenen, auch von einer Ambivalenz geprägt sein. Sie liegen zwischen gut und schlecht, zwischen freudig und grausam.
Ich habe Dinge erlebt, die jeder andere gern vergessen würde. Schlimme Dinge, die mir fast den Verstand raubten. Und doch haben sie etwas Gutes hervorgebracht. Sie haben mir das größte Glück der Welt geschenkt. Und dafür bin ich sehr dankbar. Ich, Shane McCutcheon.