„Dann sehen wir uns morgen zum Essen?“, fragte Carmen, als sie die Autotür öffnete, um auszusteigen.
Ich nickte und sah ihr dabei tief in die Augen.
Sie beugte sich zu mir herüber und wir küssten uns leidenschaftlich. Dann steig sie aus dem Auto und sagte, „Bis morgen, Shane.“
„Bis morgen. Ich freue mich.“
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Ich freute mich wirklich. Dieser Kuss… es war Liebe. Das war mir damals klar, und es ist mir auch heute noch klar. Carmen war die erste Frau, die dieses besondere, unbeschreibliche Gefühl in mir ausgelöst hat.
Als sie mich zum Abschied noch einmal angesehen hat, da spürte ich, dass ich mich unsterblich in sie verliebt hatte. Wenn ich damals gewusst hätte, dass dies gleichzeitig das letzte Mal sein würde, dass sie mich so ansieht, dann hätte ich sie gar nicht gehen lassen.
Doch zu diesem Zeitpunkt wusste ich das natürlich noch nicht. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit etwas anderem beschäftigt.
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Ich fuhr schnell. Es war bereits nach halb 11 und ich musste mich beeilen. Dann klingelte plötzlich mein Handy. Ich ahnte, wer es war.
„Ja?“
„Shane.“
„Bonny, ich bin auf dem Weg. Ich bin in fünf Minuten da.“
„Das will ich dir auch geraten haben. Sie wartet schon.“
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Ich drückte auf die Klingel und die Tür wurde automatisch geöffnet. Ich ging hinein und stand auf dem dunklen Flur.
„Hallo Shane“, ertönte seine furchterregende Stimme aus dem oberen Stockwerk. Ich hatte fast Angst vor ihm.
Ich trat ein paar Schritte vor.
„Gibt es denn einen Grund, dass wir so lange auf dich warten mussten?“
Ich zögerte. „Nein. Ich war nur spät dran.“
„Lüg mich nicht an!“ Plötzlich war seine Stimme so nah, als ob er nicht weit von mir entfernt war. Ich konnte seine Schritte vor mir hören.
Dann packte er mich wie aus dem Nichts am Arm und führte mich zu ihr.
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Schon als er mich damals gefragt hat, ob es einen Grund für meine Verspätung gab, wusste ich, dass er alles weiß. Er hatte seine Spione, die mein ganzes Leben dokumentierten. Wahrscheinlich haben sie Carmen und mich sogar beim Sex gefilmt. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen.
Mir war bewusst, dass er Bescheid weiß. Aber ich durfte mir nichts anmerken lassen. Ich wusste, dass er mich früher oder später darauf ansprechen würde, und dann musste ich mir eine gute Erklärung aus den Fingern saugen.