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Angaben zur Story

Titel: Is it love?
Autor: eve
E-Mail: eve_0815@web.de
Altersfreigabe:
Teil: 4/?
Spoiler: Season 2, größtenteils aber Fiction
Inhalt: Alice hat Dana ihre Zuneigung gestanden. Beide haben sich eingestanden, dass sie sich anziehend finden, konnten ihre wahren Gefühle aber noch nicht erkennen. Dana ist nach wie vor mit Tonya verlobt und das Geschehen nimmt seinen Lauf….
Genre: Komödie/Romantik
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Alice/Dana
Disclaimer: I do not own the characters in this story, nor do I own any rights to the television show "The L Word". It all belongs to the writers and of course Showtime.

Das ist erst mein zweiter Versuch, eine Fanfic zu schreiben, allerdings der erste Versuch eines Mehrteilers. Über Kommentare (positiv und negativ) würde ich mich freuen

Is it love - Teil 4

Ich falle müde ins Bett. Als ich gerade einschlafen will, klingelt es an meiner Tür. Super, welche Katastrophe hat der Tag denn noch für mich übrig? Ich schleppe mich, dieses Mal mit Schlafanzug, zum Türöffner und frage wie gewohnt über die Gegensprechanlage nach, wer dort ist.
„Ich bin´s Dana!“ Mir stockt der Atem.
„Dana? So spät? Was ist passiert?“
„Ich muss mit dir reden.“ Ein Kribbeln fährt durch meinen Körper und zittrig drücke ich auf den Türsummer. Ich frage mich, warum sie mit mir reden will. Vielleicht hat sie wieder einmal irgendein Problem mit Tonyas Hochzeitsvorbereitungen und will sich bei mir darüber auslassen.

Ich öffne meine Wohnungstür und schon steht Dana davor. Sie schaut mich böse an und ohne jede Erklärung oder Vorwarnung ruft sie fassungslos „Shane?!“
Aha, Tonya hat es ihr also schon erzählt. „Selbst wenn!“ antworte ich patzig „Wo ist Dein Problem?“ Ich will sie zappeln lassen. Ich will wissen, warum es sie ärgert.
„Ich meine, ich dachte….“ sie geht aufgeregt umher „Ausgerechnet Shane?! Was willst du mit ihr?“
Sie wirkt verletzt. Ich habe ein Nachsehen mit ihr und will die Sache aufklären.
„Tonya hat mir unterstellt, dass ich in Shane verliebt sei und wir haben uns einen kleinen Spaß daraus gemacht.“
Sie wirkt erleichtert und bleibt stehen. Sie sieht mir tief in die Augen.
Um nicht einem tief sitzenden Verlangen nachzugeben, entferne ich mich aus ihrer Nähe und gehe ein großes Stück rückwärts bis zur Wand, an die ich mich anlehne. Verständnislos sehe ich sie an „Aber warum regt dich das so auf, dass du hier mitten in der Nacht aufschlägst?“
Sie atmet tief ein und aus, ohne mich aus den Augen zu lassen. Meine Beine zittern und ich kann nur hoffen, dass sie mir nicht ihren Dienst versagen.
„Ich…“ sie seufzt „ich weiß auch nicht.“ Mein Herz setzt aus. Wie verloren steht sie da.
„Was willst du?“ frage ich. Und noch einmal „Was willst du?“ Es ist fast ein Flüstern. Meine Beine zittern immer noch und ich traue mich nicht, meinen festen Standpunkt an der Wand aufzugeben.
Dana setzt sich langsam in Bewegung. Sie kommt wie hypnotisiert auf mich zu. Ich kann meine Augen nicht von ihren wenden. Es ist, als ob eine unaufhaltsame Kraft sie auf mich zu treibt. Mein Herz hat sich langsam wieder seiner ureigensten Aufgabe erinnert und pocht wie wild bis in meine Ohren. Mein Atem geht schnell und mein Körper hat eine Starre angenommen, die jede Flucht unmöglich macht – was soll´s, Flucht ist sowieso das Letzte, an das ich gerade denke.
Dana hat mich fast erreicht. Ich kann ihren Geruch wahrnehmen. Sie riecht so gut. Sie beißt sich auf ihre Unterlippe, greift zum Lichtschalter und schaltet das Licht aus. Lediglich das Flurlicht wirft noch einen Lichtschein in unsere Richtung. Noch ein Schritt trennt uns. Ich kann nicht viel mehr als ihre Silhouette sehen. Ihre braungebrannte Haut schimmert im dämmrigen Licht, ihre Augen funkeln. Sie ist so sexy, so heiß. Als ihre Hände die meinen berühren, schließe ich die Augen. Unter endlosen Schüben von Gänsehaut und einem wilden Getummel von Schmetterlingen in meinem Bauch, versuche ich, das Atmen nicht zu vergessen.
Ich kann ihren Atem auf meiner Haut spüren, der letzte Schritt ist getan. Ihre Hände streichen langsam und zärtlich meine Arme hinauf und enden an meinem Hals. Ich atme tief ein und aus und öffne meine Augen. Ihr Gesicht ist direkt vor meinem. Das ist wohl der erotischste Moment meines Lebens. Sie beugt sich in endloser Langsamkeit zu mir herüber und küsst mich so sanft und zärtlich, dass ich nicht weiß, wie mir geschieht. Ihre Lippen und ihre Zunge sind so warm und weich.
Auch wenn wir uns zuvor schon einmal geküsst haben, das was hier gerade geschieht, ist tiefer, wahrer, ehrlicher. In diesem Kuss steckt soviel Sehnsucht und Zärtlichkeit, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe.
Beinahe in Zeitlupe löst sie sich von mir. Ich öffne meine Augen und sehe, oh nein, in ein erschrockenes Gesicht mit weit aufgerissenen Augen. Was ist jetzt?
Dana stolpert fast zurück. „Oh Gott, Alice, was war das? Ich bin doch verlobt! Was passiert da zwischen uns?! Wieso kann ich meine Finger nicht von dir lassen?!“
„Liebst du Tonya?“ flüstere ich noch vollkommen außer Atem.
„Bis vor kurzem habe ich das noch gedacht, ja, aber jetzt…“ Sie schüttelt hilflos und ungläubig mit dem Kopf. Auch sie ist außer Atem
Ich nehme all meinen Mut zusammen und löse mich trotz zittriger Beine von der Wand, um auf sie zuzugehen. „Dana, hast du das gleiche gespürt wie ich?“
Sie hebt den Kopf und schaut mich beinahe verletzt an. „Alice, ich…“ Ich lasse sie nicht ausreden, denn ihr Blick sagt mir alles. Ich gehe mit einem schnellen Schritt auf sie zu und ziehe sie gleichzeitig fest an mich heran. Meine Lippen drücke ich fest und ohne Widerspruch zu erdulden an ihre heran. Als ich meinen Mund von ihrem löse, lehne ich meine Stirn an ihre. Ich flüstere „Dana, bitte geh nicht.“ Sie fasst meinen Kopf mit ihren Händen und zieht mich wieder näher an sich heran. Dann küsst sie mich erneut mit einer Leidenschaft, die ich kaum zu beschreiben vermag. Es scheint, als lege sie ihre ganze Seele hinein. Abrupt schiebt sie mich zurück.
„Nein, Dana, nein, bitte nicht!“ flehe ich.
Sie seufzt und löst sich langsam aber bestimmt aus meinem Griff. „Ich kann nicht.“
Sie wendet sich von mir ab und geht in Richtung Tür. Obwohl ich ihre Wärme und ihren Körper noch an mir spüre, laufen mir eiskalte Schauer über den Rücken. Mein Herz sinkt auf den Boden. Ich kann nicht glauben, dass sie diese Art von Leidenschaft zwischen uns beiden ignorieren will.
„Dana, spielst du mit mir?“ Plötzlich bin ich mir unsicher. Habe ich mir nur eingebildet, dass sie mehr als sexuelle Anziehung für mich empfindet? Meine Gedanken überschlagen sich und pendeln zwischen dem Wissen, dass Dana einer der ehrlichsten Menschen ist, die ich kenne und der Angst, ich könnte mich in etwas verrannt haben, was nicht existiert.
An der Tür angekommen dreht sie sich um „Glaubst Du das wirklich?“ fragt sie mit Tränen in den Augen.
„Nein.“ Ich schüttele mit dem Kopf. Dann ist sie verschwunden. Langsam und kalt laufen mir Tränen über die Wangen. Einsam bleibe ich in meiner Wohnung zurück.