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5.08 - Lay Down The Law

Ein schwarzes Motorrad fährt rasant schnell in einen Fabrikhof hinein. Die Fahrerin ist ganz im schwarzen, hautengen Leder gekleidet, unter ihrem Helm trägt sie eine Stoffmaske, ebenfalls schwarz. Professionell checkt sie mit einem Minifernglas die Umgebung ab, es ist helllichter Tag. Als sie schlagartig in Richtung Feuertreppe der Fabrikhalle rennt, sehen wir eine große Pistole an ihrer Hüfte im Halfter baumeln. In Windeseile stürmt sie die Treppe bis hinauf zur Eingangstür des Gebäudes. Innen bewegt sie sich zügig, aber dennoch sehr vorsichtig wie eine Katze. Sie klettert sicher auf die Deckenabstützung der Halle, zieht ihre Pistole und feuert ohne mit der Wimper zu zucken auf einen Angestellten, der sich unter ihr im Gang befindet. Diese Aktion bleibt, dank des Schalldämpfers an ihrer Waffe, unentdeckt. Behände klettert sie weiter auf den Dachstreben ihrem Ziel entgegen, als ein weiterer Angestellter auf sie aufmerksam wird und unverzüglich seine Waffe zieht. Doch die Motorradfahrerin tritt ihm den Revolver gekonnt aus der Hand. Ihr reichen wenige Tritte und Schläge um ihren Angreifer k.o. zu schlagen. Sie bahnt sich weiter furchtlos ihren Weg durch das fremde Gebäude…
Niki, ihr Agent und ihre Managerin sitzen wie gebannt auf ihren Kinosesseln und folgen den Bildern auf der Leinwand. Niki kommt in diesem Agententhriller hervorragend zur Geltung, die Aufnahmen sind eine Sensation!
Der Film läuft weiter. Die Motorradfahrerin knackt das Sicherheitsschloss zur Chefetage mit Leichtigkeit. Vorsichtig betritt sie das Heiligtum der Fabrik, doch nicht vorsichtig genug: Hinter ihr taucht plötzlich ein junger Mann mir der Pistole im Anschlag auf, sie hat wohl verloren… Da reißt sie sich die Maske vom Gesicht, wir erkennen Niki Stevens als Darstellerin. Nun erinnert die weitere Szene irgendwie an den Film „Mr and Mrs Smith“, denn der junge Mann begrüßt seine Ehefrau, die ihm einfach nur einen Besuch abstatten wollte… Langsam zieht sie ihre hautenge Lederjacke aus, unter der sie ein knappes Top mit Spaghettiträgern versteckte. Lasziv geht sie auf ihren Mann zu, drückt ihn auf die Couch, legt sich auf ihn und beginnt, ihn leidenschaftlich zu küssen…
Nikis Agent ist begeistert, ihn hält es nun nicht mehr auf seinem Sessel. Nach dieser brillanten Leistung wird er für Niki Stevens beim nächsten Film acht Millionen Dollars Gage verlangen können! Niki fehlen die Worte. Ihre Managerin vermutet, es wird sicherlich sogar bis auf zwölf Millionen Dollars steigen…

Der Titelsong beginnt…

Shane und Jodie trainieren für den großen Wettbewerb, der zu Gunsten einer Stiftung für Brustkrebsforschung veranstaltet wird, auf ihren Mountainbikes. Sie fahren durch ein Waldgebiet und machen an einer kleinen Parkbank Rast.
Sofort beginnt Shane über Molly zu sprechen, sie mag sie wirklich weil sie so anders ist. „Heterosexuell nennt man das.“, grinst Jodie sie an, doch Shane ist sich da mal gar nicht so sicher. Sie kennt Unmengen heterosexueller Frauen, doch Molly passt da nicht hinein. Jodie zieht Shane auf, sie vermutet, Molly ist eine Hete bis sie es demnächst nicht mehr ist… Interessiert möchte sie wissen, ob Molly denn wirkliches Interesse an Shane hat? Shane ist sich nicht sicher. Sie berichtet, sie hat sie vor wenigen Tagen angerufen, doch es ging nur ihr Lebensgefährte ans Telefon. Jodie winkt ab, sie sieht keine Zukunft bei Shane und Molly. Shane aber wurde dadurch nur neugieriger, sie genießt es irgendwie. Sie plant, Molly demnächst einmal auszuführen, vielleicht ins Theater. Obwohl sie selbst Theater hasst, aber für Molly würde sie es tun. Jodie schlägt eine Dinnerparty vor, die sie gerne veranstalten würde. Sie bräuchten dafür aber mehrere Paare als Gäste, sonst fällt es auf. Shane schlägt Sam und Tina vor, doch Jodie kann mit dem Namen Sam nichts anfangen, bis Shane ihr verrät, es ist die Filmassistentin am Set. Jodie ist sofort einverstanden. Pause beendet, es geht zurück auf die Räder. Nebenbei will Shane wissen, ob Bette Jodie dazu gebracht hat, für diesen Wettbewerb zu trainieren, doch dies ist für Jodie ein privates Anliegen, weil ihre Tante auch an Brustkrebs erkrankte und es Gott sei Dank überlebte…

Nikis Agent knallt Tina in ihrem Camper am Filmset ein Hochglanzblättchen auf den Tisch, worauf als Überschrift groß geschrieben steht: IST NIKI AUCH IM WIRKLICHEN LEBEN EINE LESBE? Als Beweis sind Fotos vom Ölwrestling in der Shebar abgedruckt, eine fatale Geschichte für Tina und ihren Film. Der Agent ist kurz vor dem Herzinfarkt, Niki hat morgen Abend eine Blockbuster-Premiere, die ihre ganze Karriere entscheiden wird und da kann sie sich solche Gerüchte um ihr Privatleben nun wirklich nicht erlauben! Jeder zerreißt sich nur noch das Maul darüber, was seine Klientin in Tinas anrüchigem Film wohl macht? Er wird sie von diesem Projekt abziehen! Tina ist entsetzt. Sie springt von ihrem Sitz und fleht den Agent fast an, es sich doch nochmal zu überlegen. Diese ganze Propaganda ist auch für ihren Film nicht gut, sie sollten zusammen eine Lösung finden. Doch er bleibt bei seiner Entscheidung, er kann sich nicht erlauben, dass alle Welt über Niki denkt, sie würde keine Penisse mögen! Tina bittet weiter um eine andere Lösung. Ganz ruhig redet sie auf Nikis Agenten ein, er möchte ihr bitte einfach nur zuhören, sie hat eine Idee. „Repräsentierst du gerade auch einen vielversprechenden jungen Schauspieler?“, fragt sie mit blitzenden Augen. Niki muss sich morgen Abend bei ihrer Filmpremiere einfach nur mit einem stattlichen, jungen und sympathischen Mann zeigen, also einem Mann, dessen Penis sie leiden mag. Der Agent wird schlagartig ruhig, er findet Gefallen an der Idee und schlägt einen jungen Griechen vor, der wohl als Playboy bekannt ist, weil Tina ihn kategorisch ablehnt. „Niki würde niemals einen Exfreund von Paris (Anm.: Paris Hilton) daten!“, sie schüttelt mit dem Kopf, „Niki ist eine Schauspielerin, keine bekloppte Erbin!“. Beide überlegen angestrengt weiter, welchen süßen, netten, vorzeigbaren Kerl sie ihr an die Seite geben wollen als plötzlich Greg in den Camper stürzt um Tina seine Hosen für den nächsten Dreh zu zeigen. Er entschuldigt sich höflich für die Störung, er wusste nicht, dass Tina beschäftigt ist. Tina stellt ihm Nikis Agenten Kevin vor, der ihn begeistert mit einem lockeren Handschlag begrüßt. Als Greg den Camper wieder verlassen hat, kommentiert Kevin mit einem Nicken, er würde Greg nicht von der Bettkante stoßen. Tina versteht sofort. „Ein Penis, den jeder mag!“, grinst sie siegesbewusst…

Tasha trainiert in der Sporthalle der Kaserne. Am Sandsack lässt sie ihren Aggressionen freien Lauf. Im Hintergrund ist auch Oberst Davis dabei ihre Kondition am Punchingball zu drillen. Tasha reißt ihren Mut zusammen und geht zu ihr herüber. Als Oberst Davis sie bemerkt, bekommt Tasha aber nur die Frage heraus, ob sie den Punchingball nun auch mal bearbeiten dürfte? Frau Oberst überlässt ihr das Trainingsgerät und verschwindet aus der Halle. Tasha schlägt nur wenige Sekunden darauf, dann dreht sie sich enttäuscht weg…

Jenny bespricht mit ihrer Kostümbildnerin die Ausstattung ihrer Darsteller. Adele ist immer hinter ihr und bearbeitet emsig ihr Handy. Jenny findet die Idee nicht gut, dass Jessi Designerklamotten tragen soll, doch die Kostümbildnerin ist nur Nikis Anweisungen gefolgt, die sie mit diesem Wunsch fast in den Wahnsinn getrieben hat. Jenny nickt, sie wird mit Niki darüber reden.
Tina taucht auf, sie hat etwas mit Jenny zu besprechen, doch Jenny fordert sie hochnäsig auf, doch bitte zu warten, bis ihr Meeting beendet ist. Tina sieht genervt in die Runde und schweigt. Jenny bewundert nun das Kleid für Carina, träumerisch berichtet sie von ihrer Vorstellung, wie wunderschön Carina darin aussehen wird mit dem entsprechenden Schmuck dabei. Tina rümpft gestresst die Nase, sie muss dringend mit Jenny reden! Doch wieder wimmelt Jenny sie ab, sie soll warten! Tina atmet noch einmal tief durch, wartet noch zwei Sätze ab und verliert dann die Geduld. Sie tippt Jenny an den Arm und zieht sie zur Seite. „Mama ruft!“, entschuldigt sich Jenny bei ihrer Mitarbeiterin und verdreht die Augen.
Ein paar Meter weiter bleiben die zwei stehen, an Jennys Hals sehen wir jetzt erst einen riesigen Knutschfleck, den sie gar nicht abdecken will. Tina beginnt ganz sachlich, sie haben ein mittelschweres Problem mit Nikis Management aufgrund des Shebar-Debakels. Sie berichtet von den Hochglanzmagazinen, die alle Fotos von der Show abgedruckt haben. Jenny hat es bereits gesehen und findet es genauso beschissen. Nikis Management ist so sauer darüber, dass sie darüber nachdenken, Niki von diesem Film abzuziehen! Jenny glaubt Tina kein Wort, sie bezweifelt doch stark, dass sie dazu das Recht haben. Doch Tina bestätigt es, da sie sich nicht im Zeitplan befinden und diese Aktion ein absoluter Vertragsbruch war. Aber glücklicherweise wird es wohl nicht geschehen, glaubt Tina, jedoch bestehen sie darauf, dass Niki morgen Abend mit einem Date zu der Premiere gehen wird. Jenny nickt, Niki hat ein Date. Sie wird Jenny mitnehmen. „Kein lesbisches Date! Einen Kerl!“, bestimmt Tina in ernstem Ton. Jenny traut ihren Ohren nicht, sie nimmt an, Tina will sie auf den Arm nehmen…

Niki liegt heulend auf ihrer Couch im Camper, sie ist völlig verzweifelt. Jenny kommt herein, sie will wissen, ob das Gerücht wahr ist, das Niki einen Schauspieler morgen Abend mit zu der Premiere nimmt? Niki bekommt fast kein Wort heraus, sie jammert, dass sie das gar nicht will, es aber von ihr verlangt wird. Ihr Agent behauptet, sie würde vom Publikum nicht geliebt werden wenn jeder wüsste, dass sie lesbisch ist. Deswegen muss sie mit dem bekloppten Greg dort hingehen! Jenny reißt die Augen auf: „Mit Greg? Der unseren Tim im Film spielt?“. In diesem Moment erscheint Nikis Agent Kevin von der Toilette und stellt nachdrücklich fest, dass er Jenny morgen Abend bei der Premiere nicht sehen will. Jenny baut sich vor ihm auf, ihr ist es völlig egal, was Kevin will oder nicht will! „Wir leben nicht mehr im Jahr 1952, in dem du ihr ein Bier in die Hand drücken konntest um so zu tun, als ob sie hetero wäre!“, sie sieht ihm scharf in die Augen. Er sollte sich was schämen! Doch Greg ist da total anderer Meinung, Jenny sollte mal darüber nachdenken, ob es sehr professionell ist, als Regisseur mit seinem eigenen Filmstar zu schlafen? Und wenn sie sich so sehr um Niki sorgen würde, obwohl sie einen billigen Studiofilm über Lesben mit ihr dreht, würde sie doch wohl keinesfalls Nikis Karriere zerstören wollen, von der auch der Erfolg von „Lez Girls“ abhängt! Jenny gehen die Argumente aus. Beleidigt, wie ein Schulmädchen, beendet sie die Diskussion, weil sie sich nicht mit jemandem unterhalten kann, von dessen Nase Schnotten herunter hängen würden! Kevin grinst sie nur an, doch Jenny wird immer wütender. Sie knallt ihm ein Taschentusch in die Hand und dreht sich zu Niki. Kevin weiß genau, sein Gesicht ist sauber und wirft das Taschentuch ungenutzt weg. Er wendet sich an Jenny, sie soll den Knutschfleck an ihrem Hals verdecken! „Wechsel du zuerst deine Krawatte!“, faucht Jenny zurück…

Das Training ist beendet, Tasha kommt vom Duschen in die Umkleidekabine, in der Oberst Davis bereits fertig angezogen ihren Spint verschließt. Nach Tasha betritt eine schlanke Blondine die Kabine, sie hat sich kein Handtuch umgeworfen und ist splitternackt. Ihr gehört der Spint neben dem von Oberst Davis. Tasha verkneift sich jeden Blick zu der Frau, doch Oberst Davis kann sich dem Anblick nicht entziehen, sie mustert den Körper der jungen Frau akribisch genau…

Shane sitzt mit ihrem Handy in der Hand in der Maske des Filmstudios und wartet auf Arbeit. Die Schauspielerin, die Shaun darstellt, kommt mit einer Flasche Whiskey und zwei Gläsern herein. Ihr Plan ist, sich heute Abend so richtig zu betrinken. Ohne Vorwarnung setzt sie sich auf Shanes Schoß und verrät ihr die Fortsetzung ihres Plans: Danach will sie mit Shane Sex haben! Shane ist überrumpelt, abwehrend hält sie die Hände hoch und wundert sich, weil die Schauspielerin doch immer behauptete, absolut hetero zu sein? Die Darstellerin wirkt verzweifelt, sie glaubt in diesem Film elendig zu versagen und Jenny würde sie bereits jetzt hassen! Shane versucht sie zu beruhigen, Jenny hat so etwas niemals gesagt und sie versagt auch nicht. Doch die junge Frau lässt sich nicht von ihren Plänen abbringen, stürmisch beginnt sie, Shane zu küssen. Shane wehrt sie ab, schließlich sind sie Arbeitskollegen! „Aber du schläfst doch mit jeder!“, entgegnet die Darstellerin entrüstet. Das scheint Shane gar nicht zu gefallen, doch ihr Gegenüber will nicht diskutieren, sie zieht sich abrupt das T-Shirt vom Körper. Shane wirkt langsam amüsiert von so viel Hilflosigkeit und versucht sie immer noch vom Schoß zu bekommen als plötzlich die Tür aufgestoßen wird und eine andere Schauspielerin herein kommt. Diese bleibt in der Bewegung stocken bei dem Anblick, der sich ihr bietet. Shane grinst verlegen, sie bittet um eine Sekunde Zeit. Die andere Darstellerin geht wortlos wieder hinaus. „Du ziehst dich jetzt an und gehst nach Hause, ich werde mit ihr reden.“, bestimmt Shane mit ruhiger Stimme…

Bette kommt nach ihrem Arbeitstag direkt zu Jodie in ihre Atelierwohnung. Jodie ist bereits schwer beschäftigt mit den Vorbereitungen zur Dinnerparty, von der Bette noch nichts weiß. Jodie plant ein Marokkanisches Essen. Bette möchte wissen, wen Jodie alles eingeladen hat, somit zählt Jodie auf: Amy und ihre neue Partnerin, Shane und Molly. Bette ist von der Idee, Molly dabei zu haben, wenig begeistert. Sie hält Molly für nicht vorurteilsfrei in Bezug auf Homosexualität. Jodie verrät, dass Shane wohl ein Auge auf sie geworfen hat, was Bette nicht wirklich verwundert. Sie weiß, Shane liebt die Herausforderung. Nebenbei erwähnt Jodie noch, sie hätte auch Tina und Sam eingeladen. Bette ist geschockt und sie lässt es sich auch anmerken. „Warum Sam?“, will sie wissen. Jodie glaubt, die zwei wären zusammen, doch Bette bestreitet dies vehement. Ihrer Partnerin ist es eigentlich wurscht, sie hatte nur das Gefühl, Tina würde gerne mit Sam anbändeln. Bette wird sauer. Ruhig, aber dennoch voller Ärger fragt sie Jodie, ob es ihr jemals in den Sinn gekommen sei, sie vorher zu fragen, bevor sie Tina und Sam einlädt? Jodie schüttelt amüsiert den Kopf, sie versteht nicht, warum Bette sich so darüber aufregt. Bette ringt nach Worten. Ihr stinkt es gewaltig, dass Jodie krampfhaft versucht, gute Freundschaft mit den Exfreundinnen vorzuspielen. Das ist nicht Bettes Welt. Die Vorstellung, eine lustige Dinnerparty mit Jodies Ex Amy und ihrer Ex Tina zu verbringen, ist für sie eher ein Alptraum! „Du musst ja nicht erscheinen.“, entgegnet Jodie trocken. Auf diese Antwort war Bette so gar nicht gefasst, ihr stockt der Atem. Jodie schneidet weiter ihr Gemüse. Bette sieht sie einige Sekunden lang an, beruhigt sich schlagartig und flüstert, sie wird auf jeden Fall erscheinen. Sie findet ihr Lächeln wieder und bietet ihre Hilfe bei der Zubereitung an. Jodie lässt sich ihren Ärger nicht anmerken, kann es sich aber nicht verkneifen, Bette als Strafe mit dem Zwiebelschneiden zu beauftragen. Bette nimmt diese Strafe einsichtig an…

Am nächsten Morgen legt Tasha ihre Uniform an. Heute ist der große Tag ihrer Verhandlung. Akribisch genau schließt sie ihr Jackett und bindet sich die Schuhe zu. Sie setzt ihre Mütze auf, dann betrachtet sie sich ängstlich im Spiegel…

Oberst Davis trifft in der Kaserne ein, mit strenger Mine betritt sie das Gebäude, in dem die Verhandlung statt finden wird. Gefolgt von Tasha und ihrem Anwalt, einiger Zeugen und auch Alice erscheint wenig später.
Alice begibt sich in den Warteraum der zivilen Zeugen, wo sie auch schon von Oberst Davis mit einem Lächeln begrüßt wird. Ohne Punkt und Komma, und ohne ihr Grinsen zu verlieren, macht sie Alice darauf aufmerksam, dass alle Fragen heute kurz, klar, deutlich und vor allem wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Es wird eh nicht lange dauern, bemerkt Oberst Davis beim Verlassen des Raums… Alice sitzt verloren auf ihrem Stuhl, sie fühlt sich ziemlich unwohl in ihrer Haut…

Im Gerichtssaal beginnt die Verhandlung. Der Richter liest aus den Akten vor, wer sich hier versammelt hat und warum. Er liest die gesamte Anklage, inklusiv der beiden möglichen Urteile, die am Ende gesprochen werden können, vor und möchte anschließend von Tasha wissen, ob sie noch irgendwelche Fragen zu diesem Gericht oder dem Verfahren in Bezug auf ihre Rechte hat? „Nein, Sir!“, Tasha wirkt sehr gefasst.
Der Anwalt hält sein Eröffnungsplädoyer, er erwähnt Tashas mehrfache Orden für Tapferkeit und ihren heldenhaften Einsatz im Irak. Er schließt aus, dass es auch nur den geringsten Zweifel an Tashas Diensten und ihrer absoluten Loyalität gegenüber dem Militär geben könnte. Oberst Davis ist nun an der Reihe dem Gericht ihre Version von Tasha zu vermitteln. Sie erklärt den Richtern die Richtlinien und Regeln des Militärs, nämlich Disziplin und Gehorsam. Sie wird dem Gericht Beweise vorlegen, die Tasha dem homosexuellen Verhalten überführen werden. Somit sei es die Pflicht des Gerichts, nach dem geltenden Militärrecht Captain Tasha Williams vom Dienst zu suspendieren und unehrenhaft aus der Armee zu entlassen. Zufrieden setzt sie sich wieder auf ihren Platz…

Das Planet hat wieder auf! Einige Gäste sitzen draußen auf Holzstühlen unter kleinen Sonnenschirmen. Kit zeigt Shane eine Ausgabe eines Hochglanzmagazins, in dem Nikis Story verbreitet wird und verflucht die Shebar-Schlampen aufs Neue.
An einem Tisch etwas abseits sitzt Phyllis mit ihrer Tochter Molly, sie hält ihre gerade eine Predigt, ihre Tochter dürfte keine Freistellungsjahr an der Uni beantragen! Doch Molly möchte diese Pause für sich nutzen um herauszufinden, was sie wirklich will. Sie glaubt nicht daran, dass die Welt noch mehr Anwälte benötigt. Ihr bevorstehendes Leben erscheint ihr total sinnlos, sie wird heiraten und die statistischen 2,5 Kinder zur Welt bringen, die Sommerferien an der Küste verbringen… Phyllis stimmt ihr freudig zu, genau so soll ihre Tochter leben. „Ich will das nicht!“, Molly wird laut. Ihre Mutter weiß es besser, Molly wollte dieses Leben immer genau so. „Was sagt Richard dazu?“, fragt sie empört. Molly wird wieder leiser als sie zugibt, sich letzte Woche von ihm getrennt zu haben. Phyllis ist bestürzt. Er betete den Boden an, auf dem Molly wandelte! „Genau das war so langweilig!“, schreit Molly fast. Richard ist leidenschaftlicher Golfspieler und bekommt Medizin gegen seinen frühzeitigen Haarausfall! Molly deprimiert diese Beziehung! Phyllis verteidigt ihren Schwiegersohn in spé mit ruhigen Worten, er ist eben nur menschlich. Molly könnte doch nicht allen Ernstes alles, was sich die zwei zusammen aufgebaut haben, so einfach wegwerfen! „Und das sagst ausgerechnet du!“, Molly sieht ihrer Mutter zweifelnd in die Augen. Phyllis versteht diese Anspielung ganz genau, fast beleidigt möchte sie erfahren, was Mollys Vater überhaupt dazu sagt? „Du hast sein Leben ruiniert.“, antwortet Molly schnippisch. Phyllis gibt auf, Molly auf emotionale Weise überzeugen zu wollen und versucht es mit Vernunft, indem sie behauptet, Leute ohne anständige Ausbildung enden wie…sie sieht sich verzweifelt im Planet um, entdeckt Shane am Tresen und zeigt auf sie…diese Leute enden wie Shane! „Was stimmt mit ihr nicht?“, fragt Molly provozierend, die Arme vor der Brust verschränkt. Sie ist Friseurin, und genau dies werden Leute ohne anständige Ausbildung: Sie rutschen ab in die Service-Branche! Molly kann nicht fassen, dass ihre Mutter ein solcher Snob ist! „Ich dachte, du seist mit Shane befreundet?“, Molly schüttelt enttäuscht den Kopf. Doch Phyllis weist jede Freundschaft weit von sich, Shane ist nur gut genug um mit ihr zu feiern und Spaß zu haben, aber sicherlich nicht für ernste Themen! Jetzt regt sich Molly richtig auf, sie wirft ihrer Mutter vor, Shane doch gar nicht richtig zu kennen um solche unfairen und arroganten Behauptungen aufzustellen! Phyllis jedoch ist sich sicher, sie wüsste genug über Shane. Shane ist eine Weiberheldin, eine Spielerin. Genau der Typ, in den man sich in der Schule verliebt, bevor man es irgendwann besser weiß! Molly hat genug gehört, mit einem Satz springt sie vom Stuhl, schnappt sich ihre Tasche und will gehen. „Wo willst du hin?“, will ihre Mutter bestürzt wissen. „Ich schnapp‘ mir jetzt Shane, werde lesbisch und wir werden ein paar chinesische Kinder adoptieren!“, faucht Molly zurück und geht zum Tresen. Phyllis ruft ihr energisch hinterher, sie soll Shane ja nichts von dem erzählen, was sie gerade über sie gesagt hat!
Molly hört gar nicht mehr zu, am Tresen begrüßt sie Shane mit einem Lächeln. Shane ist sehr überrascht, sie rechnete nicht damit, nochmal etwas von Molly zu hören, gibt sie cool vor. Molly entschuldigt sich dafür, nicht zurückgerufen zu haben als Shane sie anrief. Auch daran kann Shane sich angeblich nicht erinnern. Molly nickt amüsiert, selbstbewusst fragt sie, ob sie beide heute Abend etwas zusammen unternehmen wollen.
Phyllis traut ihren Augen kaum als sie diese Szene von ihrem Tisch aus beobachtet.
Shane reagiert mit Abstand, sie schlägt vor, Molly könnte sie später ja mal anrufen und dann könnten sie weiter entscheiden. Molly erklärt sich grinsend einverstanden und verlässt das Planet. Shane sieht ihr zufrieden hinterher…

Die erste Zeugin wurde in den Gerichtssaal gerufen. Eine Soldatin, die im Irak unter Tasha gedient hat. Sie wird von Tashas Anwalt befragt und bestätigt, Tasha sei eine kompetente Vorgesetzte, die immer einen Überblick über die Lage hat. Sie sei fair und ehrlich und hat den Respekt ihrer Einheit. In den gefährlichsten Situationen fühlte sie sich unter Captain Williams immer sicher. Als sie gefragt wird, ob sie irgendeine Kenntnis darüber hätte, was die heutigen Anklagepunkte beträfe, antwortet die Soldatin mit einem klaren Nein. Der Anwalt möchte nun wissen, inwiefern seine Mandantin der Soldatin geholfen hätte, einen anderen Einsatzplatz zu bekommen und warum? Aber die Soldatin bestätigt, selbst ihre Vorgesetzte darum gebeten zu haben, rein aus privaten, familiären Gründen. Auch würde sie jederzeit erneut gerne wieder unter Captain Tasha Williams dienen. Der Anwalt ist mit dieser Aussage sehr zufrieden und überlässt Oberst Davis das Feld…

Bette sucht Tina am Set auf. „Du hättest die Einladung ablehnen können.“, wirft sie ihr ruhig vor. Tina ist sich keinen Fehler bewusst, sie dachte, Bette wüsste Bescheid. „Warum sollte ich dich zusammen mit einer Frau, die scharf auf dich ist, zu einer Dinnerparty einladen?“, fragt Bette fast enttäuscht. Tina dachte, Bette machte dies mit Absicht. Immerhin ist sie mit Jodie zusammen. „Und wir zwei haben gerade nur eine spaßige Affäre?“, Bette wird fast kleinlaut. Tina wehrt sich, sie will keine voreiligen Schlüsse ziehen, doch Bette meint es ernst. Tina sieht unsicher zur Seite. Sie atmet tief durch und gibt zu, sie will nicht, dass Bette und Jodie sich wegen ihr trennen. „Was wäre, wenn ich das wollte?“, fragt Bette testend. „Willst du das?“, Tina ist überrascht, doch es klingt ein Hoffnungsschimmer in ihrer Stimme. Bette sieht sie fast verzweifelt an, schüttelt dann den Kopf und sieht weg. Sie kann sich im Moment selbst nicht leiden, ihr Verhalten Jodie gegenüber ist das Letzte. Sie denkt an Angie, sie will nicht eine solche Mutter sein! „Was willst du dagegen tun?“, möchte Tina nach einer kleinen Pause direkt wissen. Bette lässt sich viel Zeit mit der Antwort. Dann beschließt sie, das Verhältnis mit Tina zu beenden um sich in Ruhe darüber klar zu werden, was sie eigentlich will. Tina lässt sich ihre Betroffenheit kaum anmerken und stimmt Bette zögernd zu…

Oberst Davis baut sich vor der Zeugin auf und bedankt sich zunächst für ihre wahrheitsgemäße Aussage. Sie hat da nur noch ein paar kleine Fragen, um Klarheit zu gewinnen. Wie war das nun genau mit dem Einsatzplatz, hat Captain Williams das für sie arrangiert? Die Soldatin antwortet mit einem knappen Ja. Oberst Davis erwähnt, dass es ja ein sehr glücklicher Umstand für die Soldatin gewesen ist, da nicht viele Versetzungswünsche tatsächlich in Erfüllung gehen. In der Regel verschwendet das Militär keine Zeit, jemanden in eine neue Aufgabe einzuführen, wenn derjenige seine eigentliche Aufgabe mit Bravour erfüllt. Es muss für Captain Williams ja geradezu eine Herzensangelegenheit gewesen zu sein, der Soldatin so sehr zu helfen? „Das weiß ich nicht.“, antwortet die Zeugin nervös. „Hatten Sie jemals eine sexuelle Beziehung zu Captain Williams?“, fragt die Anklägerin direkt. Die Zeugin entgegnet mit einem entsetzten Nein. Sie war nur ihre Vorgesetzte, mehr nicht. „Hat sie Sie jemals zum Essen eingeladen?“, Oberst Davis versucht, die Zeugin zu bedrängen. „Nein.“, die Antworten werden immer leiser. „Hat sie mal ihren Arm um Sie gelegt?“, hagelt es bereits die nächste Frage. Die Soldaten schließt die Augen, natürlich gab es Berührungen in und nach dem Einsatz. „Haben Sie gewusst, dass sie lesbisch ist, als sie Sie berührt hat?“, Oberst Davis sieht sich ihrem Ziel näher. „Es gab Gerüchte.“, stottert die Soldatin. Oberst Davis ist absolut davon überzeugt, dass es sehr wohl in Tashas Einheit bekannt war. Sie fordert eine klares Ja oder Nein! Die Zeugin zuckt zusammen und antwortet mit Ja. „Fühlten Sie sich dann nicht sehr unwohl, eine Sonderbehandlung von Captain Williams zu empfangen?“, Oberst Davis Augen blitzen auf. Tashas Anwalt findet, sie geht nun etwas zu weit und erhebt Einspruch, doch der Richter lehnt diesen sofort ab. Die Zeugin muss antworten. Die Soldatin atmet tief durch. Sie erklärt, sie wollte keinesfalls, dass ihre Kameraden glauben, auch sie wäre lesbisch. „Ja, es war mir unangenehm.“, bringt sie erleichtert hervor. Oberst Davis ist zufrieden und setzt sich auf ihren Platz…

Im Flur des Kasernengebäudes wartet Alice immer noch darauf, aufgerufen zu werden. Doch die Verhandlung wurde unterbrochen, Tasha kommt auf sie zu. Geknickt gibt Tasha zu, dass die erste Zeugin ihr nicht geholfen hat. Alice ist bestürzt, nervös möchte sie wissen, wann sie an der Reihe ist. Doch Tasha hat keine Ahnung, sie kennt den Ablaufplan nicht. „Ich bin nicht auf deren Seite, Tasha! Ich will nicht mal hier sein!“, Alice sieht sie ernst an. Tasha weiß das, ihr tut es aufrichtig leid, dass Alice überhaupt in die Sache so hineingezogen wurde.
Oberst Davis schießt um die Ecke, als die zwei sie bemerken, gehen sie automatisch auseinander. Doch die Anklägerin hat kein Problem damit, dass sich die beiden unterhalten. Sie suchte nach Alice um ihr zu sagen, sie wären nicht mehr im Zeitplan. „Ich muss nicht aussagen?“, in Alice erwacht Hoffnung. „Morgen. Selbe Zeit, selber Ort.“, grinst Oberst Davis zuversichtlich…

Abends beginnt Nikis große Filmpremiere. In einem bezaubernden weißen Satinkleid steigt sie, zusammen mit ihrem Agenten und mit Greg, aus der schwarzen Limousine vor dem roten Teppich des Kinos. Die Fotografen stürzen sich sofort auf die ankommenden Promis. Niki stellt sich in alle Richtungen in Pose, Greg hat ständig einen Arm um sie gelegt.
Jenny und Adele treffen zu Fuß vor dem Kino ein, sie freuen sich über diesen wunderschönen Anblick, den Niki bietet.
Nikis Agent hat die zwei sofort entdeckt und weist einen Sicherheitsbeamten an, Jenny auf keinen Fall ins Gebäude zu lassen…

Jodies Dinnerparty hat auch gerade angefangen. Bis auf Tina und Sam, die just zur Tür herein kommen, sind bereits alle Gäste da. Bette kann sich bei Sams Anblick eine stechende Bemerkung nicht verkneifen, wird aber nicht unhöflich dabei. Dann stellt sie ihnen die Anwesenden vor, die schon am Tisch Platz genommen haben, und geht zurück in die Küche…

Der Sicherheitsbeamte lässt Jenny nicht aus den Augen. Zielstrebig spricht er sie an, er muss sie bitten, die Premierenfeier zu verlassen! Jenny ist verdutzt, sie zeigt ihm stolz ihre Einladung, die er ihr prompt aus den Händen reißt, in seine Jackentasche stopft und sie provokativ ansieht. „Ich mag dich nicht!“, zickt Jenny herum, holt ihr Handy hervor um Niki eine SMS zu schreiben. Der Beamte lässt beide einfach dort stehen und kümmert sich wieder um die ankommenden Promis. In der Kurzmitteilung bittet Jenny ihre Partnerin, sie hier draußen abzuholen, da sie nicht eingelassen wird. Doch Adele befürchtet, Niki scheint ihr Handy nicht dabei zu haben, sie verschwindet nämlich breit lächelnd mit Greg am Arm in das Gebäude. Sie wird mit ihrer Eintrittskarte hinein gehen und Niki Bescheid geben. Jenny möchte nur ganz kurz hier warten, es wird sich alles aufklären…
Jenny fühlt sich wie ein A*loch, betont sie, aber übt sich in Geduld…
Adele wandert selbstbewusst und stolz über den roten Teppich, lässt sich gerne von allen Seiten fotografieren und posiert sich für die Fotografen hin und her, bevor sie doch ihren Weg in das Kino findet…

Amy möchte von sam wissen, was ihre Aufgabe beim Film ist? Wir erfahren, Sam ist die Aufnahmeleiterin. Amy vermutet, in diesem Job gibt es nicht so viele Frauen, oder? Tina bestätigt dies und ist deswegen sehr froh, Sam gefunden zu haben. Bette stockt in der Bewegung, das passt ihr alles gar nicht.
Molly erzählt Shane unterdessen von ihrem Exfreund Richard, seine Liebe würde ihr nicht reichen. Sie hatten nie dieses „Zoom“, wenn Shane versteht, was sie meint. Shane versteht sie sehr gut. Sie beschließen, irgendwo in Ruhe weiterzusprechen, schnappen sich eine Flasche Wein und verdrücken sich auf die Dachterrasse. Auch davon scheint Bette nicht begeistert zu sein und schüttelt den Kopf, sagt aber nichts.
Amy spricht zu Jodie in Gebärdensprache, sie nahm an, Molly sein nicht lesbisch? Bette entgegnet, ebenfalls in Gebärden, dass Molly gar nicht hier sein sollte, doch Jodie ermahnt sie, natürlich in Gebärdensprache, die zwei in Ruhe zu lassen. Tina und Sam fühlen sich etwas ausgeschlossen vom Gespräch. Tina winkt mit der Hand um die Aufmerksamkeit der Anwesenden zu bekommen und lobt daraufhin das Essen. „Wie nennt man das?“, fragt sie laut und deutlich. Jodie versucht, es so gut wie möglich auszusprechen und bittet Bette um Hilfe, die den Namen des Marokkanischen Gerichts verkündet. Dabei entschuldigt sie sich, es war nicht ihre Absicht, die beiden vom Gespräch auszuschließen. „Das hast du aber!“, kann sich Tina nicht verkneifen. „Nein, haben wir nicht!“, behauptet Bette. „Doch, hast du.“, murmelt Tina erneut und sieht auf ihren Teller. „Was hast du gesagt?“, beugt sich Bette vor. „Nichts.“, entgegnet Tina schnippisch. Bevor die Situation eskaliert, wechselt Sam vorsichtshalber das Thema. Sie fragt nach dem Badezimmer. Jodie steht auf, um es ihr zu zeigen. Bette sitzt wie versteinert auf ihrem Platz, Tina stochert weiter in ihrem Essen.
Amy versucht die Konversation zu retten. Sie schwärmt Bette von Jodies Indischen Kochkünsten vor. Aber Bette gibt zu, diese noch nicht getestet zu haben. Tina lächelt amüsiert, sie vermutet es läge daran, weil Bette Indisches Essen nicht verträgt. Bette bestätigt dies, als Tina und sie in Indien waren wurde sie dort vom Essen sehr krank. „Sie verlor 5 Kilo“, erinnert sich Tina. Sie musste Bette förmlich zum Flughafen tragen. Auch Bette lächelt nun bei der Erinnerung und sieht Tina zärtlich an…

Auf der Dachterrasse haben es sich Shane und Molly auf einem Mauervorsprung gemütlich gemacht und nippen abwechselnd an der Weinflasche. Molly behauptet, Shanes Pläne zu kennen. Sie sieht dieses kleine, dumme Heteromädchen, die nicht weiß, wer sie ist und was sie mit ihrem Leben anfangen soll, und Shane setzt sich einfach ganz ruhig daneben und wartet solange, bis Molly mit ihr schlafen will. Shane bricht in Gelächter aus, das würde sie nun wirklich nicht denken. „Du willst nicht mit mir schlafen?“, Molly zweifelt an Shanes Worten. Shane schüttelt den Kopf. „Warum nicht?“, Molly wirkt fast beleidigt. Shane gibt ehrlich zu, schon darüber nachgedacht zu haben. Aber sie kam zu dem Entschluss, dass Molly hinterher bestimmt wieder zurück zu ihrem Freund geht und Shane vergessen wird. Danach würde es Shane ziemlich schlecht gehen und ihr würde nur noch die verblasste Erinnerung an den mittelprächtigen Sex bleiben. Sie nippt erneut an der Weinflasche. „Ich bin nicht mittelprächtig im Bett!“, grinst Molly und zieht an ihrer Zigarette. „Was auch immer für einen verdrehten Trick du auch jetzt anwenden willst! Er funktioniert auch nicht!“, ist Molly fest überzeugt. Shane grinst sie an. Sie wendet wirklich keinen Trick an, ihr gefällt einfach nur Mollys Gesellschaft, sie mag sie einfach nur. Mehr ist es nicht. Molly kann sich nicht mehr wehren, sie beugt sich zu Shane um sie zu küssen. Plötzlich zuckt sie zusammen, sie möchte, dass Shane sie nach Hause bringt. Molly entschuldigt sich für den Kuss, es war eine blöde Idee. „Siehst du?“, grinst Shane und steht auf…

Jenny wartet immer noch mutterseelenallein vor dem Kino. Sie schreibt Adele eine SMS, wo sie denn bleibt?
Adele ist bei der Feier mitten im Gespräch mit Nikis Managerin, sie verspricht ihr dafür zu sorgen, dass nichts von Nikis Privatleben öffentlich gemacht wird. Auf Jennys SMS antwortet sie nur knapp, sie wäre noch nicht an Niki heran gekommen, da sie von den Fotografen umlagert wird. Jenny soll noch Geduld haben.
Jenny liest draußen die Antwort, so langsam verliert sie ihre Geduld…

Bette und Tina sind alleine in Jodies Wohnung, die anderen sind auf der Dachterrasse um Jodies neueste Skulptur zu bewundern. Bette dreht sich nach einer Schweigepause zu Tina und bemerkt, dies ist eine der scheußlichsten Situationen, in der sie sich jemals befunden hat! Tina sieht sie wissend an, nimmt sie in den Arm und will sie gerade küssen als Bette vorschlägt, erneut zu diesem Therapeuten Foxworthy zu gehen, damit er ihnen hilft herauszufinden, was mit ihnen vorgeht. Plötzlich wird die Tür aufgestoßen und Jodie erscheint mit ihrem Besuch. Beide driften schlagartig auseinander. Sam ist begeistert von Jodies Kreation, ist aber nun ziemlich müde und möchte gehen. Tina schließt sich an, auch sie muss morgen früh aufstehen…

Die Premiere ist vorbei, die Limousinen fahren erneut vor, um die Promis abzuholen. Jenny sieht das lächelnde und gut gelaunte Publikum aus dem Gebäude kommen, auch Adele an der Seite von Niki und Greg.
Adele nimmt Niki kurz zurück und schlägt ihr vor, draußen Greg zu küssen, damit die Presse etwas zu berichten hat. Niki ist so gut drauf, dass sie sich Greg schnappt und ihn vor laufenden Kameras leidenschaftlich küsst.
Jenny steht wie vom Donner gerührt daneben und kann nur zusehen. Danach gesellt sich Adele zu ihr, sieht Jennys Tränen und versucht, sie zu trösten. Niki macht es doch nur wegen der Fotografen, es hat nichts zu bedeuten…

Am nächsten Morgen wird die Verhandlung fortgesetzt. Diesmal sitzt einer der Soldaten auf dem Zeugenplatz, der Alice in ihrer Wohnung besucht hat und mit der Untersuchung des Falls beauftragt war. Ein Laptop wurde aufgeklappt, Alices Website OurChart.com wird gezeigt. Oberst Davis möchte von dem Soldaten wissen, was diese Website darstellt. Der Zeuge berichtet, diese Site gehört Alice Pieszecki, auf der sie regelmäßig Podcasts über ihr lesbisches Leben veröffentlicht. Oberst Davis ruft Alices private Chart auf der Website auf, eine Vielzahl von Namen erscheinen auf dem Bildschirm. Auch das kann der Zeuge interpretieren, dabei handelt es sich um eine Liste der Lesben, die bereits miteinander Sex gehabt haben. Dem Richter entgleisen fast die Gesichtszüge, Oberst Davis reißt die Augen auf. Das reicht ihr voll und ganz, sie gibt den Zeugen an Tashas Anwalt ab.
Der fragt fast gelangweilt, ob Captain Williams Name auf Alices Liste oder überhaupt irgendwo auf dieser Website auftaucht? Das muss der Zeuge klar verneinen. Mehr Fragen hat der Anwalt nicht an diesen Soldaten…
Nun muss Alice in den Zeugenstand. Sie wird mit der Bibel vereidigt. „Schön, Sie wiederzusehen.“, beginnt Oberst Davis ihre Befragung. „Ich kann das nicht behaupten.“, grinst Alice bedrückt zurück. Oberst Davis hat Alice in dieser Fernsehshow vor einigen Tagen gesehen, sie fand es sehr unterhaltend. „So, Sie sind lesbisch, Miss Pieszecki?“, lächelt die Anklägerin erwartungsvoll. Alice ist noch einigermaßen locker und beantwortet es mit einem „Vorhin war ich’s noch.“. Oberst Davis möchte wissen, wie lange sie bereits Captain Williams kennt? Alice überlegt kurz, so ca. ein Jahr, vermutet sie. „Wie beschreiben Sie ihre Beziehung?“, die Fragen kommen wie aus der Pistole geschossen. „Wir sind Freundinnen.“, nickt Alice überzeugt. „Das macht Tasha noch lange nicht zur Lesbe!“, wirft sie hinterher. Oberst Davis lacht siegessicher, das hätte sie ja auch gar nicht gefragt, Alice möchte sich bitte an die Fragen halten. „Kennen Sie viele Leute vom Militär?“, kommt schon die nächste. Alice wirft ein knappes Nein heraus. „Aus reiner Neugier: Wie kann es sein, dass eine Person wie Sie auf jemanden wie Captain Williams trifft?“, schmunzelt die Anklägerin. Tasha sieht gespannt zu. Alice stottert leicht, als sie berichtet Tasha bei einem Treffen mit Freunden kennen gelernt zu haben. „Ein lesbisches Treffen?“, hakt Oberst Davis nach. „Nein.“, Alice Blick wirkt zuversichtlich. Nun folgt die Frage aller Fragen von Oberst Davis: „Hatten Sie eine sexuelle Beziehung zu Captain Williams?“. Alice atmet tief ein. Der Richter sieht sie gespannt an. Oberst Davis grinst in sich hinein. „Wissen Sie was?“, beginnt Alice stolz ihre Antwort, „Diese ganze Geschichte ist für den Ars**! Eine verfluchte Hexenjagd!“. Oberst Davis sieht auf den Boden. Alice fährt fort, dass nur aufgrund ihrer Bekanntschaft mit Alice Tasha als Lesbe beschuldigt wird. Genauso könnte Alice glaubhaft bezeugen, Oberst Davis wäre eine Lesbe! Die Anklägerin lässt sich ihre Wut nicht anmerken und sieht Alice tief in die Augen. Alice müsste nur ‚verraten‘, dass Oberst Davis gestern in einer Homobar gesehen wurde. „Das reicht!“, unterbindet die Anklägerin jeden weiteren Satz von Alice. Doch Alice lässt sich nun nicht mehr aufhalten, hier würde es doch nur darum gehen, zu bezeugen, dass es Kontakt zu Lesben gibt, was anscheinend für eine Verurteilung schon absolut ausreicht. Alice ist überzeugt davon, dass auch Oberst Davis bei einem Abendessen in ihrer Uniform bestimmt viele Chancen bei der einen oder anderen lesbischen Dame hätte und sie unter Umständen auch nicht abgeneigt ist, diese zu nutzen! Oberst Davis ist fassungslos, sie bittet das Gericht um eine kurze Pause, damit Miss Pieszecki sich wieder sammeln kann. Der Richter beschließt eine 15minütige Unterbrechung. „Mir geht’s gut.“, grinst Alice zufrieden, Oberst Davis sieht sie sauer an und geht aus dem Raum. „Habe ich etwas Falsches gesagt?“, fragt Alice den Richter, als auch er aufsteht um den Saal zu verlassen…

Wenig später betritt Alice erneut den Warteraum für Zivilisten und sieht nachdenklich durch das Fenster. Oberst Davis reißt wütend die Tür auf und fordert Alice auf, ihr zu verraten, in was Alice sie da hereinziehen will? Alice ist überrumpelt. „Spielen Sie ja keine Spielchen mit mir!“, wird Alice bedroht. Alice versteht kein Wort. Oberst Davis sieht ihr scharf in die Augen. „Hier ist der Deal: Ich brauche etwas von Ihnen. Eine Art Versicherung, dass ich nicht auf meinen Hintern aufpassen muss!“, zischt die Anklägerin hervor. Alice ist völlig irritiert. Alice soll dafür sorgen, dass Tasha im Zeugenstand keinen Fehler macht! Oberst Davis wird sie über den Soldaten Brown befragen und Tasha soll wahrheitsgemäß antworten! „Der Typ, der uns beim Pferderennen gesehen hat?“, will Alice wissen. Oberst Davis will folgende Geschichte hören: Er sah die beiden und interpretierte seine eigene Phantasie hinein, sodass er diese absurden Beschuldigungen aufgestellt hat und Tasha soll den Grund seiner Missgunst erklären! Alice versteht den Plan und nickt. „Danach will ich Sie niemals wiedersehen!“, betont Oberst Davis. Alice grinst sie an, das wird sie danach bestimmt nicht. Oberst Davis hat nicht vor, Alice noch einmal in den Zeugenstand zu rufen. Auch wird sie Tashas Anwalt nicht in diesen Deal einweihen. Es liegt allein an Alice, Tasha in den nächsten Minuten davon zu berichten! Die Anklägerin verschwindet ohne ein weiteres Wort aus dem Raum. Alice schüttelt fassungslos den Kopf, lag sie etwa nicht völlig daneben…?

Tasha schnappt draußen frische Luft. Alice rennt ihr aufgeregt entgegen und berichtet ohne Punkt und Komma von ihrem Gespräch mit Oberst Davis. Schon wird Tasha wieder ins Gebäude gerufen, nun liegt es an ihr…

Das Gericht hat sich wieder zusammen gefunden, die Verhandlung geht weiter. Tasha sitzt im Zeugenstand, sie wird von ihrem Anwalt gefragt, warum sie dem Militär dient. Glaubhaft und stolz berichtet sie von ihrer Familie, ihr Großvater sowie ihr Vater haben ihrem Land gedient und es war immer ihr größter Traum, dies auch mit voller Würde tun zu dürfen.
Oberst Davis ist nun mit der Befragung an der Reihe. Ohne Umschweife fragt sie nach Tashas Verhältnis zu Soldat Brown. Tasha erklärt, er habe unter ihr gedient. „Hatte er irgendwelche Gründe, Sie hier anzuklagen?“, fragt sie weiter. Tasha berichtet von seiner enttäuschten Reaktion, als sie der Zeugin von gestern den neuen Einsatzplatz vermittelte, obwohl Soldat Brown diesen Posten wollte. „Wir nehmen alle an, dass Sie der Soldatin diesen Job gaben, um ihr sexuell näher zu kommen.“, fährt Oberst Davis fort. Dies streitet Tasha vehement ab. Die Soldatin war einfach geeigneter für diesen Posten. Sie wurde darin bereits ausgebildet und erfüllte alle Voraussetzungen. Außerdem war sie als fleißig und zuverlässig bekannt. Soldat Brown dagegen war dafür nicht qualifiziert genug. „Glauben Sie, dass Brown Sie deswegen beschuldigt hat?“, fragt Oberst Davis unterstützend. Tasha antwortet mit einem klaren Ja. Oberst Davis fragt nochmals nach, ob Tashas Moralvorstellungen und Ethik dem des Militärs entsprechen, auch dies beantwortet Tasha mit Ja. Oberst Davis betont die Notwenigkeit, speziell in den Kampfgebieten gut ausgebildete und fähige Führungsoffiziere zu haben. Sie möchte erfahren, ob Tasha mit den militärischen Verhaltensregeln grundsätzlich einverstanden ist? Auch dies beantwortet Tasha mit Ja. „Bis heute.“, fügt Tasha schwer atmend dazu. „Was heißt das?“, Oberst Davis wird hellhörig. Tasha sammelt ihre Worte und überlegt sich genau, was sie nun sagen wird. Sie beginnt vorsichtig, dass alle Soldaten, die in den Einsatz geschickt werden, darauf vorbereitet sein sollen, von ihrer Familie und geliebten Menschen getrennt zu werden. Sie müssen ihre Liebsten bitten, sie gehen zu lassen um für ihre Freiheit zu kämpfen, um vielleicht sogar nicht wieder zurück zu kehren. Jetzt, im Nachhinein, kommt es Tasha sehr falsch vor, für etwas gekämpft zu haben, was ihr im eigenen Land verwehrt wird. Es kommt ihr falsch vor, zuzusehen, wie die Person, die sie liebt, wie eine Kriminelle verfolgt wird, obwohl sie nichts verbrochen hat. „Die Person, die Sie lieben?“, hakt Oberst Davis nach. „Ja, Alice Pieszecki.“, Tasha sieht Oberst Davis direkt in die Augen…

Alice ist auf ihrem Weg zum Parkplatz der Militärbasis als Tasha freudestrahlend hinter ihr her rennt und sie endlich einholt. Alice sieht an Tashas glücklichen Gesichtsausdruck, dass es gut ausgegangen ist. „Was ist da drin passiert?“, möchte sie froh wissen. „Ich sagte ihnen, dass ich dich liebe.“, lacht Tasha sie an. Alice ist sprachlos. Der Anwalt spricht Tasha an, er wird sie hier in der Kaserne schwer vermissen. Auch er ist sehr glücklich über diesen guten Ausgang. Er verabschiedet sich und wünscht Tasha alles Gute. Auch Oberst Davis will zum Parkplatz. Sie spricht Tasha auch nochmals an, dass es wirklich eine Schande sei. „Private Freiheit ist ein unanzweifelbares Privileg, aber private Opfer für alle anderen, damit diese auch ihre Freiheit in Zukunft genießen können, ist ein sehr nobler Grund, leider immer noch nicht normal.“, bedauert sie glaubhaft. Alice sieht Tasha ungläubig an, doch Tasha grinst nur zurück, nimmt sie in den Arm und küsst sie. Alle Soldaten, die gerade an den beiden vorbei marschieren, sehen ihnen irritiert zu, bis auf wenige, die ihnen applaudieren. Doch den beiden ist es egal, ihr Kuss wird lang und leidenschaftlich…