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5.03 - Lady of the Lake

Alice berichtet von einem verrückten Traum, den sie in der vergangenen Nacht über Jenny hatte. Sie selbst, Shane und Helena waren in die Rolle von Charlys Angels geschlüpft…
Wir sehen die drei als wahre Tussis im Planet mit einer Pistole in der Hand posieren als Bettes Stimme anfängt, uns die Geschichte von drei Lesben zu erzählen: „Es war einmal in einer Zeit, da sich drei Lesben regelmäßig in einem Café trafen. Doch ich änderte ihre Gewohnheiten und ließ sie für mich arbeiten. Mein Name? Bev.“ Auch Nina spielt in dieser Geschichte eine Rolle, sie ist die Mittelsperson zwischen Bev und ihren drei Engeln, kurze schwarze Haare und eine dicke Hornbrille auf der Nase.
„Guten Morgen, Lesben!“, tönt es durch den Telefonlautsprecher, „Ich habe eine neue Mission für euch. Ihr müsst dabei verdeckt ermitteln.“. Alice befürchtet, dass das verdeckte Arbeiten ihre Frisur ruiniert, doch Bev verspricht, sie würde sowas niemals zulassen oder gar verlangen! Helen ist mit dabei, auch mit Shaun kann Bev sicher rechnen. Allerdings bezweifelt Shaun die Funktionalität dieser Gaydar-Waffen, die sie in den Händen halten. Nina dreht sich zum Eingang des Lokals und stellt fest, es würde gerade eine gute Gelegenheit sein, die Dinger auszuprobieren, da Jessi in diesem Augenblick den Raum betritt. Wir sehen Jessi hereinkommen, sie wirft mit Elan ihren Kopf zur Seite um ihre Haare durch den aufkommenden frischen Wind wehen zu lassen. „Schnappt sie euch!“, befiehlt Nina. Schon hüpfen die drei Engel wie beim Ballett los, streng auf ihre Frisur achtend. (Diese Szene erinnert mich doch sehr an Baywatch, als die Blondine stets in Zeitlupe zu ihrem Einsatzort rannte…) Kaum in der Mitte des Cafés angelangt, schwingen sie ihre Gaydar-Pistolen durch den Raum, unbeachtet von dem Rest der zahlenden Gäste. Sie können sich nicht wirklich für ein Ziel entscheiden, so setzen sie die Waffen immer wieder neu an. Sie vermitteln dabei den Eindruck, als ob sie noch niemals zuvor eine Waffe in den Händen gehalten haben. Da nimmt Helen plötzlich das Zielobjekt Jessi ins Visier, im Hintergrund liest Nina seelenruhig die Tageszeitung. Helen muss, bevor sie ihre Pistole abfeuert, noch kurz ihre Frisur zurechtrücken, dabei entgeht ihr, dass Jessi sich bückt. So trifft ihr Laserstrahl versehentlich Alice, die gerade ihr Make-Up im Spiegel überprüft. Auf dem Display der Waffe erscheint das Testergebnis: Bisexuell! Jessi hat ihre Schuhe zugebunden und steht nun vor dem Tresen, hinter dem sich Shaun versteckte und mit einem Ruck ihre Waffe auf Jessi richtet. Sie drückt sofort ab. Jessi ist über den rosa Laserstrahl auf ihrem Körper fast erschrocken und starrt Shaun mit kritischen Augen an, als ob sie Angst hätte, dass das Ergebnis ihres Tests an die Öffentlichkeit gerät. Shauns Display springt immer wieder von homosexuell zu heterosexuell, es kann sich nicht entscheiden und tillt…

Der Titelsong beginnt…

Neuerdings trifft sich die Clique wohl wieder im Fitnessstudio, Alice und Tina beginnen ihr Training und treffen Shane, die bereits fleißig ihre Bauchmuskeln bearbeitet. Es ist halb sechs morgens, eine wahrhaft unchristliche Zeit um zu schwitzen, aber Shane hat dem Sex endgültig abgeschworen und muss sich anderweitig auspowern. Shane entschied vor drei Tagen, sich ab sofort auf die wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren und den Hauptgrund ihrer ständigen Schwierigkeiten einfach zu eliminieren. Sie beteuert, sie fühlte sich in ihrem gesamten Leben noch nie so frei und stark, wie in den letzten Tagen. Wenige Meter von ihnen entfernt ist auch Jenny bereits fleißig. Ihre Assistentin Adele reicht ihr die Hanteln mal rechts, mal links und freut sich ein Loch in den Bauch, überhaupt an Jennys Seite sein zu dürfen. Tina beobachtet es kritisch, doch Alice kann irgendwie nachvollziehen, dass die junge Frau Jenny so vergöttert. Tina verzieht das Gesicht, sie findet es abscheulich und vermutet vielmehr, Adele hat einfach nicht mehr alle Latten am Zaun!
Alice wechselt das Thema auf Denise, Tinas letztes Date. Doch Tina glaubt, absolut nichts mit ihr gemein zu haben, auch wenn ihre Freundinnen sie nun für einen Snob hielten! Shane unterbricht, sie bestätigt Tina, tatsächlich ein Snob zu sein, aber trotzdem lieben ihre Freundinnen sie. Alice stellt fest, Tina muss also eine Frau aus anderen Kreisen kennen lernen, oder aus ihrem eigenen Berufszweig? Aber Tina hat keine Lust auf Frauen aus dem Filmgeschäft. „Ok, dann eben eine aus der Kunstwelt!“, gibt Alice erschöpft auf. Sofort beginnt sie, von einer Künstlerin zu erzählen, doch Tina verzieht nur das Gesicht. „Schau mich nicht so an! Ich versuche nur, dir zu helfen!“, stellt Alice fest.
Shanes Aufmerksamkeit gilt bereits nicht mehr dem Gespräch, sie stockt in der Bewegung als sie Jenny auf dem Laufband entdeckt. Jenny spaziert ganz gemütlich, macht aber den Eindruck, als ob sie jede Sekunde zusammenbricht. Adele bringt ihr eilig eine Flasche Wasser, Jenny nippt erschöpft daran und spreizt ihren rechten Arm vom Körper ab. Für Adele das Zeichen, erneut den Puls zu messen.
„Ich glaube, ich muss kotzen….“, flüstert Tina angeekelt…

Im Planet ist um diese Uhrzeit bereits die Hütte voll (Anm.: Wann macht der Laden denn schon auf und schlafen die Gäste überhaupt irgendwann???). Jodie sitzt mit ihrem Übersetzer Tom an einem Tisch, ihnen schräg gegenüber sitzt Max mit seiner Mitarbeiterin Grace. Tom findet Max immer noch süß, auch wenn er ein Transmann ist. Max berichtet Grace von Toms Blicken in den Toilettenräumen vor einigen Tagen. Grace findet Tom wirklich nett, sie fragt, ob Max sich zu ihm hingezogen fühlt? „Nein, natürlich nicht!“, Max ist überrascht, diese Frage zu hören. „Den letzten Transmann, mit dem ich mich getroffen habe…“, beginnt Grace zu berichten. „Naja, ich war ja noch ziemlich unentschlossen.“, unterbricht Max. „…war auch noch nicht operiert. Sie war ein Goldstern, eine butch-Lesbe, so wie du. Bis sie zu Jake wurde“, fährt Grace fort. Max sieht sie erstaunt an. „Und Jake entpuppte sich als schwul.“, beendet Grace wissend grinsend ihren Satz. Max wirft einen verstohlenen Blick zu Tom, wendet sich erneut zu Grace und erwähnt seine verrückte Theorie, dass unsere Gene nicht bestimmen, ob wir uns zu Männern oder Frauen hingezogen fühlen, sondern dass wir uns einfach vom gleichen Geschlecht angezogen fühlen. Grace lächelt ihn beistimmend an und fordert ihn auf, ab jetzt auch dementsprechend zu handeln. Wieder wirft Max einen interessierten Blick zu Tom…

In der Umkleidekabine des Fitnessstudios sind die Freundinnen bereits geduscht und fast umgezogen. Jenny reicht Adele ihre verschwitzten Klamotten damit sie sie wäscht. Adele nimmt sie gerne entgegen. Tina und Alice rollen genervt mit den Augen. Shane versucht weiter hinten an den Spinten sich umständlich die Hose zu schließen, ihr T-Shirt hat sie erst halb übergeworfen. Eine dunkelhaarige junge Frau in Unterwäsche bleibt neben ihr stehen und streicht ihr vorsichtig bewundernd über den Bauch. Shane windet sich zur Seite, sie verbittet sich jede Berührung und wehrt die attraktive Brünette ab. „Sie schafft es nicht!“, behauptet Tina kopfschüttelnd, als sie die Szene beobachtet. „Nein. Sie wird es nicht schaffen!“, stimmt ihr Alice zu.
An der Wand hängt ein Plakat mit dem Aufruf für das jährliche „Pink-Ride“, ein Teamwettbewerb. Als Alice es entdeckt, geht Jenny stolz an den Freundinnen vorbei, sie wird an dem Wettbewerb teilnehmen und trainiert deswegen so hart. Alice glaubt ihren Ohren nicht, doch Jenny berichtet, es sei für einen guten Zweck. Der Erlös dieser Veranstaltung geht an die medizinische Krebsforschung. Spontan schlägt Tina vor, mit der Clique als Team daran teilzunehmen. Shane findet diesen Vorschlag gar nicht schlecht, sie könnten das Team ja „Team Dana“ nennen. Alice und Tina sind begeistert. Tina möchte auch Bette mit dabei haben, Jenny erinnert daran, dass bestimmt auch Jodie ein wertvolles Teammitglied wäre. „Natürlich auch Jodie...“, stöhnt Tina leise. Shane stellt fest, dass Jodie Dana doch gar nicht kannte, aber Jenny entgegnet, dies sei völlig egal, da auch Jodie Brüste besitzt. „Punkt für Jenny!“, wirft Alice ein. „Leute, ihr müsst wirklich hart für diesen Wettbewerb trainieren, ansonsten schafft ihr es nicht!“, erteilt Jenny den guten Ratschlag. Alice blickt entgeistert ins Leere, Tina muss ungläubig schlucken und Shane bricht fast in Gelächter aus. Alle drei entscheiden sich aber dann, Jenny bis auf weiteres zu ignorieren. Alice möchte Tasha bitten, das Team zu trainieren. Als Ausbilderin kennt sie sich da sicher aus. Tina hinterfragt bei dieser Gelegenheit Tashas geplatzten Irakeinsatz, doch Alice druckst kleinlaut herum, er wäre nur verschoben oder so, genaueres wüsste sie auch nicht und Tina möchte doch Tasha bitte selbst fragen…

Im Gefängnishof ist gerade wieder Ausgang, die Frauen laufen in ihren roten Overalls über den umzäunten Platz. Helena spaziert beschwingt zwischen den Insassinnen hindurch. Als eine Mitgefangene sie herannahen sieht, greift sie sofort in ihre Tasche und holt etwas hervor (Zigaretten?), um es Helena zu übergeben. „Vielen Dank. Wirklich nett, mit euch Geschäfte zu machen!“, grinst Helena beim Umdrehen und visiert bereits eine andere Insassin an, bei der sich das Spiel wiederholt. Unschuldig an ihrem Zahnstocher kauend geht Helena locker an einem Wärter vorbei in Richtung Hauswand, wo Dusty bereits auf sie wartet. „Jede hat bezahlt.“, lächelt Helena zufrieden. Dusty möchte wissen, ob es ihr dabei gut geht? Helena nickt und strahlt über das ganze Gesicht. Zusammen mit einem Kuss überreicht sie Dusty die erhaltene Ware…

Im Planet verabschiedet Bette sich gerade von Jodie. Nebenbei erwähnt sie, dass sie wohl am Wochenende doch keine Zeit hat und arbeiten müsste. „Musst du nicht!“, Jodie ist entrüstet. Doch Bette verteidigt sich, sie müsse wirklich zu dem Empfang, zu dem sie der Galerist David Hagny geladen hat. Einige ihrer Hauptsponsoren werden ebenfalls dort sein, sie sollte sich dort wirklich blicken lassen. Jodie ist bitter enttäuscht, sie veranstaltet diese Wochenenden nun schon seit 11 Jahren mit ihren Freunden und dieses Jahr wollte Jodie zum allerersten Mal jemanden mitbringen. Bette strahlt sie glücklich an, sofort entscheidet sie sich um und wirft ihre Pläne mit den Worten „Sch*** auf David Hagny!“ über Board um mit Jodie das Wochenende zu verbringen. Beide küssen sich liebevoll als Alice und Tina das Lokal betreten. Tinas Gedanken sind bei ihrem Gesichtsausdruck nicht schwer zu erraten. Bette verabschiedet sich von der gesamten Gruppe und gibt Alice die Anweisung, nicht zu persönlich zu werden! „Ich? Niemals!“, beteuert Alice grinsend.
Alice setzt sich zu Jodie und bedankt sich bei ihr für diese Gelegenheit, sie für ihren Podcast interviewen zu dürfen. Shane und Tina setzen sich ebenfalls mit an den Tisch. Tina erkundigt sich, was Bette denn gerade mit David Hagny hatte? Jodie berichtet amüsiert, Bette hätte elegant versucht, sich vor dem bevorstehenden Wochenende zu drücken, an dem sie endlich ein paar ihrer Freunde kennenlernen soll. „Sie hat’s nicht geschafft?“, bezweifelt Tina. „Wir haben eine Vereinbarung getroffen.“, Jodie sieht Tina dabei fest in die Augen…
Max möchte die Kamera für den Podcast aufstellen, dabei wird er erneut von Tom geradezu fixiert. Jodie schaut ihm grinsend zu. In der Zwischenzeit ruft Alice auf ihrem Laptop „OurChart.com“ auf um ein Date für Tina zu finden. Tina ist absolut gegen diese Idee, doch Shane und Alice überreden sie, zumindest einmal einen Blick hinein zu werfen. Auch Jodie ist recht an dieser Website interessiert, sie rückt näher heran. „Ok, erst rufen wir alle Frauen aus L.A. auf.“, beginnt Alice überzeugt. Während die Frauen ausgiebig über OurChart diskutieren, werden Toms Blicke zu Max immer auffälliger. Er gibt sich einen Ruck und spricht Max auf seine Videokamera an. Max weiß genau wovon er spricht, er nennt sofort Bezeichnung und Leistung seiner Kamera, wobei er noch die Möglichkeiten der gleichzeitigen Übertragung auf den PC, wie auch auf das Band in der Kamera selbst, erläutert. Tom ist von so viel technischen Raffinessen total überfordert und fragt nicht weiter nach…
Während Shane mit Alices Haaren beschäftigt ist, durchstöbern die Frauen immer noch OurChart. Alice findet tatsächlich eine potentielle Kandidatin für Tina, auch Tina ist von dem Bild nicht abgeneigt, doch Shane wehrt sofort ab. Alice soll weiter suchen. „Warum? Sie ist süß!“, wundert sich Alice. „Ja, sie ist süß aber eine Null im Bett!“, begründet Shane. Tina und Alice drehen sich erstaunt zu Shane und fragen gleichzeitig, wie Shane dies denn wissen kann? Shane nickt nur…

Tasha besucht ihren Militäranwalt ein zweites Mal. Diesmal hält sie die offizielle Anklage in ihren Händen. Der Anwalt blättert genervt darin herum und liest die Anklage wegen homosexuellem Verhalten in der Armee laut vor. Tasha ist sich bewusst, dass er eigentlich ihren Fall gar nicht übernehmen wollte, aber er fällt ihr ins Wort, er hätte ja nun wohl keine andere Wahl mehr, sei der Prozess noch so lächerlich! Es sei denn, Tasha würde einen Zivilanwalt beauftragen. Doch Tasha möchte ihn gerne als ihren Beistand wissen. Desinteressiert liest er die Beweisführung vor: 1) Im März 2007 wurde Tasha mit einer Gruppe Frauen gesehen, die offensichtlich Lesbierinnen waren. Eine der Frauen hatte einen Arm um Tasha gelegt. 2) Ebenfalls im März 2007 wurde Tasha erneut mit derselben Frau gesichtet, mit der sie eine Unterhaltung führte, die einem Beziehungsstreit ähnelte. Tasha hält dagegen, selbst wenn sie tatsächlich gesehen worden wäre, wüsste sie, von wem es kommt und dieser Soldat hat ein offensichtliches Problem mit ihr. „Wer die erste Beschuldigung angab, ist hier nicht verzeichnet, aber die zweite ist von deinem kommandierenden Offizier Dixon, der auch als Zeuge aussagen wird.“, liest der Anwalt nach. Tasha ist bestürzt, lässt es sich aber wenig anmerken. Der Anwalt liest die dritte Anschuldigung vor: Eine weibliche Kameradin hat Tasha beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Tasha ist entsetzt, das ist eine glatte Lüge! Der Anwalt ist ziemlich unbeeindruckt von Tashas Worten, er macht sie darauf aufmerksam, dass sie sich in der Beweispflicht befindet. Wenn es eine Lüge ist, muss Tasha durch Beweisführung diese Soldatin der Lüge überführen. So geht es vor dem Militärgericht, nicht andersherum…

Alice und Jodie sind mittendrin in der Aufnahme für den Podcast. Alice möchte nun, nachdem sie ausgiebig über Sex im Allgemeinen gesprochen haben, etwas mehr von Jodie über Kuschelsex erfahren. Jodie sieht sie mit großen Augen an, für diese Art Sex wäre sie nicht zu haben! Für sie gibt es nichts Schlimmeres als zögernder, langsamer und vorsichtiger Sex. Sie wäre niemals bereit, in einer Beziehung den ‚lesbischen Bett-Tod‘ zu erleben, die ganze Zeit nur zu kuscheln und dann einzuschlafen. „Ich bin doch kein Teddybär!“, Jodie verzieht angewidert das Gesicht. Shane hört die ganze Zeit interessiert zu und hebt bei dieser Aussage beide Daumen. „Stopp mal, war das das Zeichen für lesbisch?“, Alice macht Jodies Gebärde nach, die ihr daraufhin die richtige Gebärde dafür zeigt: Daumen und Zeigefinger gespreizt voneinander unter das Kinn. Alice findet diese Geste gar nicht sexy, da zeigt Jodie ihr noch eine andere Gebärde für dieses Wort: Den Daumen und Zeigefinger beider Hände zu einem Kreis zusammenfügen und aneinander reiben. Das findet Alice schon viel besser. Jetzt wird Alice richtig neugierig, sie möchte nun die Gebärden für einzelne Sextechniken wissen, die Jodie ihr breitwillig umschreibt. Shane hat eine Zwischenfrage, sie möchte die Gebärde für „fuck“ als Schimpfwort und dann als Aufforderung zum Sex erfahren, Tom übersetzt fleißig und schaut bei dem letzteren Wort genau in Max‘ Augen. Alice erfragt, wie Bette sie zum Sex auffordert, aber diese Antwort ist Jodie eindeutig zu persönlich, also kein Kommentar. Kit steht inzwischen auch dabei und hält sich bei dem letzten Satz die Ohren zu, sie will definitiv nicht hören, was ihre Schwester mit Jodie im Bett veranstaltet…

Tasha hat nun Platz genommen und versucht, die Anschuldigungen so gut wie möglich zu beschwichtigen. Sie lässt sich ausgiebig über ihren Kameraden Brown aus, der sie damals beim Pferderennen gesehen hat. Dieser Soldat wäre einfach nur faul und zu nichts zu gebrauchen, mit dieser Anklage sieht er eine gute Gelegenheit, seiner Ausbilderin eins auszuwischen. Die Soldatin, die sie der sexuellen Belästigung anklagt, ist eigentlich eine fleißige, sorgfältige und gute Kameradin, die es bestimmt noch weit bringen wird, aber Tasha schwört, sie niemals auch nur angefasst zu haben! Außer ein einziges Mal, als sie sie getröstet hat weil sie ihren kleinen Sohn zu Hause zurücklassen musste um zurück in den Einsatz zu gehen. „Hast du sie umarmt, als du sie getröstet hast?“, der Anwalt schaut Tasha messerscharf in die Augen. Tasha weiß nur, dass sie in der Armee bleiben will, doch ihr Gegenüber schüttelt genervt den Kopf. Darüber hätte Tasha nachdenken müssen, bevor sie sich entschied, lesbisch zu werden! Er befindet sich nun in der ausweglosen Situation, beweisen zu müssen, dass Tasha keine Lesbe ist, denn nur so ist dieser Fall zu gewinnen. „Lass‘ mich eine Sache ein für allemal klarstellen!“, entgegnet Tasha in einem ganz ruhigen und bedachten Ton. „Ich habe mich niemals dafür entschieden, lesbisch zu sein. Aber ich entschied mich für die Armee.“ Sie hat 2 Abschlüsse mit Bravour von der Militärakademie, sie bekam die Tapferkeitsmedaille weil sie im Einsatz 3 Amerikanern und 2 Irakern das Leben rettete. Sie musste zusehen, wie sich die Innereien ihres Unteroffiziers bei einem Bombenattentat in den Irakischen Sand saugten, er starb in ihren Armen. Und nur für die Akten: Auch diese Umarmung war sicherlich nicht romantischer Natur! Tasha glaubt fest an die Amerikanische Demokratie und ist ohne mit der Wimper zu zucken bereit, ihr Leben dafür zu geben! „Glaubst du wirklich, ich gehöre hier nicht her?“, fragt sie ihren Anwalt provozierend. Ihr Gesprächspartner ist für einen kurzen Moment sprachlos. Zögerlich schlägt er ihr eine Lösung vor, die er bereit ist, vor Gericht für sie zu vertreten: Die Frau, die sie damals umarmte, wird sich als Tashas Cousine entpuppen. Das Streitgespräch war ein Disput über die Auswahl des Altenheims für ihre Großmutter. Tasha sieht ihn entgeistert an, ihr bleibt wohl keine andere Wahl…

Nach der Aufnahme des Podcast sind Alice, Shane und Jodie wieder in OurChart vertieft. Max möchte kurz mit Alice reden, er hält seinen Laptop in der Hand, doch Alice wimmelt ihn ab. Max ist hartnäckig, stolz verrät er, er selbst habe auch einen Podcast gemacht und möchte Alices Meinung darüber erfahren. Alice grinst ihn verständnislos an, in dieser Sekunde klingelt ihr Handy. Tasha hat keine guten Nachrichten, Alice verlässt den Tisch um in einer ruhige Ecke zu telefonieren…

Es ist bereits Abend, Jodie und Bette sind mit dem Auto auf der Landstraße unterwegs in ihr Wochenende. Jodie fährt, Bette bearbeitet wild ihr Handy. „Hör auf zu arbeiten!“, befiehlt Jodie und reißt ihr das Gerät aus der Hand. Bette entschuldigt sich schuldbewusst und starrt nach vorne. Jodie möchte ihrer Partnerin verraten, wen sie gleich alles kennenlernen wird. Sie zählt zwei Männer auf und noch ein weiteres taubes Paar. Bettes Augen weiten sich leicht ängstlich als Jodie kurzfristig das Steuer loslässt um in Gebärdensprache zu reden. Bette erkundigt sich nach Michelangelo, Jodies besten und engsten Freund. Jodie beteuert, Bette wird ihn lieben! Dabei verlassen ihre Hände abermals das Lenkrad und der Wagen kommt leicht von der Spur ab. Bette greift ins Steuer, man sieht ihr die Panik förmlich an. Doch Jodie ist gelassen, sie plaudert weiter gut gelaunt mit beiden Händen über ihren besten Freund, ein genialer Künstler, Kurator und Journalist. Bei dem Wort Kurator wird Bette hellhörig, aber ihre Freundin nimmt ihr sofort jede Hoffnung. Bette würde ihm nicht mal 10 Minuten ihrer kostbaren Zeit widmen, da ist sich Jodie sehr sicher. „Mach mich nicht zu einem solchen Snob!“, grinst Bette leicht pikiert. „Du bist aber einer.“, kontert Jodie. Trotzdem können ihre Freunde es kaum erwarten, Bette kennenzulernen. Bette gibt zu, ziemlich nervös zu sein…

Alice betritt ihre Wohnung, in der Tasha schon auf sie wartet. Ohne Worte überreicht sie ihr die Anklageschrift, die sich Alice fluchend ansieht. Tasha berichtet, bei dem Militäranwalt gewesen zu sein. Alice blättert weiter durch die Akte und bemerkt, dass nirgendwo ihr Name steht. Jedoch ist sich Tasha 100%ig sicher, Alice ist den Anklägern sehr gut bekannt! Nachdem Alice sich durch die Zeilen gewühlt hat, legt sie das Schriftstück zur Seite und hat nur noch eine Frage: Was müssen sie tun, um diesen Fall zu gewinnen? Tasha sieht sie traurig an, fast flüsternd antwortet sie, um zu gewinnen muss sie lügen. „Ist das nicht gegen deinen militärischen Ehrenkodex?“, Alice nimmt Tashas Hand. Ob sie für eine Weile aus Tashas Leben verschwinden soll? Tasha schüttelt heftig den Kopf, das will sie keinesfalls. Alice versichert ihr mit aller Kraft, dass sie dazu bereit wäre, wenn es nötig ist, sie würde alles tun…

Spät in der Nacht erreichen Bette und Jodie ihr Ziel, eine Ferienhütte irgendwo abgelegen an einem See. Innen ist bereits alles dunkel, der Rest der Truppe scheint schon längst in den Federn zu liegen. Jodie findet es nicht schlimm, dass Bette dann eben erst morgen ihre Freunde treffen wird, somit haben sie noch die ganze Nacht für sich allein…

Helena und Dusty sind mit einem Puzzle in ihrer engen Zelle beschäftigt. Das Gesamtbild ergibt eine modifizierte Landkarte, die von Dusty bearbeitet wurde. Ein Name darauf macht für Helena keinen Sinn, aber ihre Zellengenossin erklärt, es sei eine romantische, einsame Insel, auf der sie eine Hütte besitzt. Wenn sie irgendwann aus dem Gefängnis kommt, kehrt sie dahin zurück. Plötzlich erscheint eine Wärterin an der Zellentür, Helena hat Besuch und soll mitkommen. „Um diese Uhrzeit?“, empört sich Helena und sieht erschrocken zu Dusty. „Du hast anscheinend gute Freunde ganz weit oben.“, bemerkt die Beamtin. Ganz langsam schnappt sich Helena ihre Jacke, kurz vor der Zellentür verspricht sie, bald zurück zu sein. Dusty hält sie noch einen Augenblick länger auf, sie gibt ihr liebevoll das Puzzlestück, auf dem ihre kleine Insel abgebildet ist. Beide schauen sich tief in die Augen bevor Helena sich umdreht und der Wärterin in den Besucherraum folgt…
Auf der anderen Seite des Flurs sehen wir die strammen Waden einer älteren Dame, die forschen Schrittes an den Zellen und Gefangenen vorbei marschiert. Es ist tatsächlich Peggy Peabody!
„Keine Bange, Schatz! Mami ist da!“, ruft Peggy bereits an der Tür zum Besucherraum und checkt ihre Frisur im Spiegel. „Wo zur Hölle warst du?“, will Helena mit verschränkten Armen wissen. Peggy war auf Schatzjagd, gibt sie träumerisch zu. Helena versteht kein Wort. Die Schnitzeljagd endete auf einer namenlosen Griechischen Insel, berichtet Peggy weiter und schwärmt in den höchsten Tönen über den kostbaren Preis, den der Gewinner bekam, so wertvoll, so hübsch und so illegal, wie ihre Tochter… Helena kann es nicht fassen, dass ihre Mutter sich auf solche Spielchen einlässt, aber im Prinzip ist es ihr auch völlig wurscht. „Ich habe keine Zeit für solch einen Quatsch!“ Peggy ist doch sehr erstaunt, ihr kam es doch fast so vor, als ob Helena gerade jetzt alle Zeit der Welt hätte. Aber gut, dann eben kein Smalltalk. Peggy geht nun davon aus, dass Helena inzwischen ihre Lektion gelernt hat. Helena prustet vor Lachen, sie lernte eine Menge Dinge, wie z.B. auf sich selbst aufzupassen. Peggy will das alles gar nicht hören, sie unterbricht ihre Tochter harsch. Ihr Familienanwalt ist bereits unterwegs um die Kaution zu hinterlegen. Peggys Blick ist eiskalt. „Er wird dir auch neue Anziehsachen bringen.“ Helena ist innerlich auf 180, sie hat andere Pläne. Doch Peggy hört ihr einfach nicht zu, sie muss nun als nächstes Helenas Führungszeugnis wieder glaubhaft reinwaschen lassen, was sie einiges an Dollars kosten wird. „Das will ich nicht!“, Helena wird deutlich. Peggy ist über die Widerworte ihrer Tochter regelrecht erbost, sie glaubt zu wissen, was Helena will und das ist bestimmt nicht die schlechte Umgebung und diese schlechte Gesellschaft, in der sie sich zurzeit befindet! Helena aber glaubt sich nicht in schlechter Gesellschaft zu befinden, ihr ist bewusst, dass sie einen riesigen Fehler gemacht hat und ist bereit, dafür ihre Zeit abzusitzen um bei der Gesellschaft ihre Schuld zu begleichen. „Reiß dich zusammen! Du bist eine Peabody!“, ermahnt Peggy sie im messerscharfen Ton, „Peabodys haben keine Schulden! Bei niemandem! Und schon gar nicht bei der Gesellschaft!“. Mit diesen Worten dreht sie sich zackig um und verlässt ohne ein weiteres Wort den Raum. Helena blickt ihr wütend hinterher…

Am nächsten Morgen steht die Sonne bereits hoch über der kleinen Holzhütte am See. Jodies Freunde sind fleißig damit beschäftigt, das Frühstück für alle zuzubereiten. Die Tradition dieser gemeinsamen Wochenenden gebietet es, vor dem Frühstück einen Mochito zu trinken, der gerade herumgereicht wird als Jodie und Bette die Küche betreten und von der Gruppe mit Jubel begrüßt werden. Michelangelo umarmt Jodie stürmisch, auch Bette wird sofort fest gedrückt und auf die Wange geküsst. Bette ist diese freundschaftliche Geste schon fast zu persönlich, aber sie lächelt tapfer. Sogleich bekommt auch sie einen Mochito in die Hand gedrückt. „Dafür ist es noch etwas zu früh.“, lächelt Bette schüchtern und gibt das Glas zurück. Michelangelo will das nicht akzeptieren, Bette soll sich nicht so anstellen! Letzte Nacht hat sie sich ja auch nicht so geziert, wenn man an die Geräusche aus ihrem Zimmer denkt! Bette fallen fast die Augen aus dem Kopf, Jodie fragt leicht beschämt nach, ob sie tatsächlich so laut waren? Eine Freundin verrät breit grinsend, sie wäre von dem stetigen Rumsen gegen die Wand wach geworden… Bette ist es nun zu peinlich, sie entschuldigt sich und verlässt die Küche. Die Freunde schauen sich zweifelnd an, ob sie sie gerade beleidigt haben? Doch Jodie schüttelt den Kopf, hebt ihr Glas und stößt mit ihren Freunden lautstark an…

Shane und Tina sind erneut fleißig auf den Trainingsrädern im Fitnessstudio. Shane berichtet von dem Moment, in dem ihr klar wurde, dass sich etwas in ihrem Leben ändern muss. Sie hat sich fest vorgenommen, alle 2 Wochen ihren Halbbruder Shay zu besuchen und sie will aufhören zu rauchen. Sie hat das Gefühl, sie befände sich gerade inmitten einer wichtigen Lebensprüfung und will diese bestehen. Tina versichert, dass Sex nicht alles im Leben ist. Sie selbst hat lange Zeit keinen gehabt und es prima überstanden. Allerdings hätte es keine Wunderheilung auf ihr Leben gehabt. „Wunderheilung?“, wiederholt Shane? Das Wort kannte sie bisher nicht. Sie nahm sich eh vor, ab sofort ihr Vokabular zu erhöhen und lernt 10 neue Wörter täglich aus dem Lexikon. „Was ziehst du eigentlich heute zu deinem Date an?“, will Shane neugierig wissen. Doch Tina hat keine Ahnung, was sie zu einem Treffen mit einer Herzspezialistin tragen soll…
Shane bekommt Tinas Antwort gar nicht mehr mit, sie entdeckt vor sich eine durchtrainierte Latino, die Beugeübungen macht. Shane starrt diese Frau mit offenem Mund an und tritt noch mehr in die Pedale, fast läuft ihr der Sabber von den Lippen. Tina versucht, sie mit Fingerschnippen zurück in die Realität zu holen…

Inzwischen sind die Freunde an den Strand des Sees gegangen und spielen laut lachend mit der ganzen Gruppe Fangen. Nur Bette sitzt etwas abseits in ihre Bücher vertieft. Michelangelo dreht sich zu ihr und fordert sie auf, endlich mitzuspielen, doch Bette lächelt gespielt fröhlich zurück und lehnt ab. Jodie dagegen hat viel Spaß mit ihren Freunden und heizt das Spiel weiter an. Einer aus der Truppe muss einen Schluck trinken, geht zu Bette, wo die Getränke stehen und erzählt ihr ganz nebenbei, dass Michelangelo die Hütte selbst gebaut hat. Obwohl er in Wyoming wohnt, hat er sich intensiv um die Gruppe gekümmert. Bette nickt anerkennend, doch lässt es sich deutlich anmerken, dass sie das überhaupt nicht interessiert. „Außerdem verletzt du unsere Regeln!“, fährt der junge Mann fort. Bette hebt den Kopf. Er klärt sie auf, arbeiten wäre hier definitiv nicht gestattet! Wieder lächelt Bette gespielt freundlich, sie hat wohl dann eine Ausnahmegenehmigung, da sie Workoholicerin ist. Der Typ schüttelt sanft den Kopf und läuft zurück aufs Spielfeld. Wenig später kann Michelangelo es nicht mehr ertragen, er reißt Bette das Buch aus der Hand und bestimmt, sie wäre jetzt in der Hütte am See, also muss sie auch spielen! Bette grinst entwaffnend, sie würde bitte wirklich lieber hier sitzen bleiben, doch Michelangelo zeigt keine Geduld mehr, er will Bette zu einer Aktivität zwingen. Plötzlich schnappt er sich Bette mit beiden Armen, wirft sie auf seine Schulter und rennt mit ihr zum Bootssteg. Die Gruppe unterbricht ihr Spiel und sieht dem Geschehen zu. Bette kreischt und strampelt wie verrückt, kann sich aber nicht aus seinem Griff lösen. Als Jodie erkennt, was ihr Freund vorhat, spurtet sie los um ihn davon abzuhalten, doch sie kommt zu spät: Michelangelo schleudert Bette mit Schwung in den See! Mit Gaudi hüpft er gleich hinterher. Bette schwimmt ein paar Züge bis zum Steg zurück, stemmt sich aus dem kalten Wasser und geht stocksauer an Jodie vorbei ins Haus…

Shane meditiert in ihrem Wohnzimmer, das Licht ist gedämpft und überall stehen angezündete Kerzen. Im Hintergrund hören wir das Tippen von Jennys Fingern auf ihrer Laptoptastatur. Jenny klappt den PC zu, strengstens darauf bedacht, keinen Mucks von sich zu geben um Shane nicht zu stören. Auf Zehenspitzen schleicht sie über den knarrenden Holzfußboden an ihrer Mitbewohnerin vorbei um ihre Jacke zu holen. „Ich kann nicht verstehen, wie die Leute das durchhalten!“, bemerkt Shane flüsternd.
„Hey, Jenny!“, ruft Max aus dem Nebenzimmer und hält erneut seinen Laptop in der Hand. Jenny fordert Max sofort auf, still zu sein, da Shane sich konzentrieren möchte. Fast unhörbar möchte Max Jennys Meinung über seinen Podcast wissen, sie soll es sich bitte einmal anschauen. Shane gibt auf, ihr gelingt es nicht, die nötige Entspannung und innerliche Ruhe zu finden. Nun versucht sie es mit Joga-Übungen. Jenny muss dringend ins Filmstudio, deswegen hat sie keine Zeit für Max, glaubt aber, sein Podcast ist bestimmt gut, auch ohne ihre Meinung. Max sieht ihr enttäuscht hinterher. Auch Joga gelingt Shane nicht, fluchend gibt sie auf und widmet sich Max, der ihr sein Problem erklärt. Interessiert bietet sie ihm an, sich sein Werk anzuschauen…

Frisch geduscht und mit trockenen Klamotten steigt Bette die Holztreppe in der Hütte hinab, die anderen wuseln in der Küche herum und bereiten das Essen vor. Mit unsicherer Mine schaut sie in die Runde. Einer der Freunde fordert sie freundlich auf, sich an den Vorbereitungen zu beteiligen. Michelangelo bietet ihr Wein an, den er aus Ermangelung an Weingläsern in ein normales Wasserglas einschenkt, und dann könnte sie mit ihm den Tisch decken. Zögerlich nimmt sie das Glas, wirft einen leidenden Blick zu Jodie und folgt Michelangelo ins Esszimmer. Dort fragt er interessiert, was Bette genau macht, um die Amerikanische Wirtschaft am laufen zu erhalten? Bette stutzt. Sie erzählt, was sie beruflich macht. „Aber du sammelst auch Kunst?“, grinst Michelangelo sie an. Er möchte ihr von der Ausstellung erzählen, die er im vergangenen Monat organisierte. Dort waren mindestens 10 Bilder, die bestimmt genauso gut, wenn nicht sogar weitaus besser sind, als das Werk, das Bette von Eric Ficial in ihrer Sammlung besitzt! Ein anderer Freund möchte erfahren, was Michelangelo so sicher macht, dass Bette einen Eric Ficial in ihrer Kollektion hat? Michelangelo lacht laut auf, dieser Künstler ist Standard in jeder dekadenten Sammlung, er wettet, Bette besitzt einen! Er grinst Bette erwartungsvoll an. Bette bezweifelt doch stark, dass auch nur eines der 10 genannten Bilder nur annähernd mit ihrem Werk von Ficial zu vergleichen ist! Michelangelo quietscht vor Freude, er hat die Wette gewonnen. Bette sieht genervt zur Seite. Jodie hat diese Szene von der Küche aus beobachtet, sie tippt Michelangelo an die Schulter und fordert ihn auf, doch bitte wenn nicht nett, doch zumindest höflich zu bleiben! „Ja, ja, bin ich doch!“, verspricht ihr Freund, dreht sie erneut zu Bette und ist sehr neugierig darauf, wie Bette darauf kommt? Bette gibt ihre ehrliche Meinung preis, sie kann nicht glauben, 10 phantastische Bilder in einer einzigen öffentlichen Ausstellung zusammen zu finden. „Wann war das letzte Mal, dass du dir die Kunstwelt außerhalb von New York und L.A. angesehen hast?“, grinst Michelangelo selbstherrlich. Bette schließt die Augen, Jodie sieht sie flehend an. „Du hast recht.“, lächelt Bette mit ihrem aufgesetzten Lächeln. Jodie atmet erleichtert aus. Bette gibt zu, schon ewig nicht mehr in einer Ausstellung gewesen zu sein und sie würde sich wirklich freuen, demnächst einmal seine besuchen zu dürfen. „Wirklich?“, Michelangelo ist außer sich vor Freude. Sofort schlägt er ein Treffen vor, zu dem er einige Bilder bereits mitbringen könnte. Als Bette freundlich zustimmt, dreht er sich zu Jodie und bestätigt ihr strahlend, Bette sei die Beste…

Tina begleitet ihr Date, eine attraktive Blondine, nach Hause. In der Vorhalle sieht sie sich bewundernd die wertvollen Bilder an den Wänden an, schüchtern bemerkt sie, sie wusste gar nicht, dass ihr Gegenüber Kunstsammlerin ist, das stand nicht in ihrem Profil auf OurChart. „Ich begann erst vor wenigen Jahren“, lächelt die Frau sympathisch. Jedoch bezweifelt sie, diese kleine Sammlung wäre sicherlich kein Vergleich zu der von Tinas Ex. Tina fällt es wie Schuppen von den Augen, sie hat beim Abendessen wieder viel zu viel von Bette geredet und entschuldigt sich im Nachhinein dafür, aber ihr Date fand es nicht schlimm. Schließlich war es ein Meilenstein in Tinas Leben und deswegen ist es auch wichtig, viel darüber zu reden. Tina ist erleichtert. „Möchtest du ein Glas Wein?“, ihre Gastgeberin winkt sie hinüber in das Wohnzimmer…

Feierabend im Planet. (Gibt’s also wirklich!) Kit hat die Einnahmen gezählt und will sie gerade in ihrem Tresor verstauen als plötzlich die Bürotür aufspringt und zwei maskierte Männer, mit Pistolen bewaffnet, das Geld fordern! Kit gefriert das Blut in den Adern…

Tina ist mit ihrer Verabredung bereits auf der Couch gelandet, die angebrochenen Gläser Wein stehen auf dem Tisch. Langsam hebt ihr ihre Partnerin das T-Shirt über den Kopf und öffnet ihr zärtlich den BH. Beide genießen ihre Vorfreude in vollen Zügen, Tina bekommt ein Kompliment über ihre tollen Brüste. Doch sie ist auch nicht untätig und öffnet ebenfalls den BH ihrer Verabredung und ist beeindruckt von der Fülle, die sich darunter verborgen hat. Grinsend gibt ihr Date zu, sich die Brüste operativ hat vergrößern zu lassen, Tina findet es enorm. Sie kann es kaum abwarten, den Rest dieses wunderschönen Körpers zu erkunden und legt sich sanft auf ihre Partnerin. Sie küsst sie vom Hals abwärts, wird dann wieder hochgezogen damit ihre Partnerin sie drehen kann. Ihr Date fordert sie auf, die Beine zu spreizen. Tina macht es, ist aber doch etwas überrascht. „Hast du etwas gegen ‚Dirty Talk‘?“, flüstert ihre Verabredung. Tina grinst, nein hätte sie nicht, und legt sich entspannt zurück während ihre Partnerin ihre Hand bereits in Tinas Hose gräbt…

Am nächsten Morgen befindet sich die Gruppe erneut am Seeufer, sie spielen mit einem als Schaukel umgebauten Autoreifen, in dem sie Jodie hin und her schubsen. Bette fährt eilig mit dem Wagen vor, sie stürzt aus dem Auto und berichtet hektisch, Jodie und sie müssten sofort aufbrechen. Michelangelo befürchtet eine neue Ausrede, doch Bette erklärt, ihre Schwester ist vergangene Nacht ausgeraubt worden und sie möchte sie nicht alleine wissen, womöglich greift sie dann noch zur Flasche! „Ein ordentlicher Schluck kann einen bei einem solchen Schock aber wieder auf die Beine bringen.“, wirft Michelangelo ein. Bette erwähnt leicht gereizt, ihre Schwester ist Alkoholikerin, somit wäre dieser ordentliche Schluck ihr Verhängnis. Sie packte bereits Jodies Sachen zusammen, es kann sofort losgehen. Jodie nickt zustimmend und schaut entschuldigend zu ihren Freunden. Michelangelo schlägt vor, Bette alleine fahren zu lassen, dann könnte Jodie das Restwochenende wie geplant mit ihren Freunden verbringen. Bette will nur schnell los, deswegen wäre sie auch mit dieser Variante einverstanden (wenn auch nicht glücklich). Aber Jodie entscheidet sich für Bette, die sich bereits wieder zum Wagen begibt. Jodie dreht sich zu einem Freund und bedauert, nicht mit zum geplanten Bowling zu kommen. Michelangelo hat Bette zum Wagen verfolgt, vor der Tür möchte er wissen, ob Bette diese Geschichte nicht frei erfunden hat, nur weil sie die Zeit hier nicht genießen kann? Bette ist entrüstet, von oben herab fragt sie ihn, ob er das ernst meint? Nur weil sie nicht mit zum Bowlen will? Sie verspricht ihm, auf keinen Fall die nächste Gelegenheit zu verpassen, seine stinkenden Schuhe erneut zu riechen, mit ihm ein schnödes Bier zu trinken und ihm ordentlich in den Hintern zu treten! Michelangelo findet diese Antwort sehr amüsant, er umarmt Bette zum Abschied freudestrahlend. Bette lässt es widerwillig über sich ergehen…

Später in Bettes Haus hat sie Kit auf die Couch verfrachtet. Kit zittert immer noch am ganzen Körper. „Sie klauten meine ganze Wocheneinnahme!“, winselt sie leise. Aber Bette macht sich um das Geld überhaupt keine Sorgen, sie ist einfach nur froh, dass ihrer Schwester nichts passiert ist. Kit soll nun versuchen, etwas zu schlafen. Bette verlässt mit Jodie Arm in Arm den Raum. Kit legt sich unter Tränen in die Kissen…

Alice und Tasha liegen auch schon in Schlafanzügen im Bett. Tasha sieht sorgenvoll ins Leere, Alice streichelt sie zärtlich. „Sie nehmen mir mein gesamtes Leben…“, flucht Tasha hilflos…

Am nächsten Morgen sitzt die Clique fast vollständig im Planet, sie haben eine Willkommensfeier für Helena vorbereitet. Schon kommt die Hauptperson durch die Tür und wird stürmisch begrüßt. Auch Peggy Peabody ist dabei, wird aber von den Freundinnen nicht sonderlich groß begrüßt. Gleich mit den ersten Worten stellt Helena klar, dass dies auch gleichzeitig eine Abschiedsparty ist, da sie das Land verlässt. „Wie? Du wartest nicht auf deinen Prozess?“, will Tasha wissen. Peggy stellt klar, dass eine Peabody niemals auf ein Gerichtsverfahren wartet! Sie werden nach Europa fahren. Auch Bette ist fassungslos, Helena drückt sich vor dem Prozess? Peggy versichert, ihr Anwalt wird sicherlich alles zu ihrer Zufriedenheit regeln. Eigentlich vermutete sie, ihre Tochter wäre endlich aufgewacht, aber Peggy hat nun endgültig eingesehen, dass sie Helena in ein kultivierteres Land bringen muss, weit ab vom Los Angeles‘ Lesbischen Lifestyle. Sie grinst selbstbewusst und nimmt ein Stück vom Buffet. Helena hat bisher kein Wort dazu gesagt, sie blickt nur von einer zur anderen und zuckt mit den Schultern. Die Clique ist geschockt über Peggys plötzliche Sinneswandlung, sie fühlen sich alle auf den Schlips getreten. Peggy setzt noch einen drauf, sie ist sich sicher, Helena wird in Paris bestimmt eine angemessene Partnerin finden, nicht solch einen kessen Knastvater! Helena wird richtig sauer, sie schüttelt entsetzt den Kopf, verkneift sich allerdings jeden Kommentar und setzt sich zu ihren Freundinnen. „Diesmal hast du es wirklich zu weit getrieben, Fräulein!“, schickt ihr Peggy noch hinterher. Peggy wendet sich an die Clique, ob bereits alle über diese Person namens Dusty bescheid wüssten? „Hey, das ist ja klasse!“, freut sich Kit für Helena. Der Rest der Freundinnen sieht sich fragend an. Helena lächelt sanft, es war nicht für ihre Sicherheit. Dusty ist einfach die hübscheste, interessanteste und aufgeklärteste Person, die sie jemals getroffen hat. „Oh bitte, Helena! Mach‘ mal Pause!“, stöhnt Peggy. Alle schauen betreten ins Leere, keine mag Peggy die Meinung sagen. „Unser Flug geht in ca. einer Stunde“, unterbricht Peggy die Stille, „kann ich ein Getränk für Erwachsene bekommen? Dies soll doch eine Party sein!“. Doch sonst ist definitiv niemand in Partylaune. Helena muss mal aufs Klo, sie steht auf und verlässt den Raum. Alice geht ihr hinterher, im Türrahmen hält sie sie auf um sie zu fragen, wohin Helena wirklich will? Helena kann ihr keine Auskunft darüber geben. Shane schleicht sich an den beiden vorbei um draußen eine Zigarette zu rauchen (wollte sie nicht aufhören?). „Sehen wir dich jemals wieder?“, Alice kann es immer noch nicht glauben. Auch das weiß Helena nicht, sie hofft es aber inständig. Peggy beobachtet die zwei mit Argusaugen vom Tresen aus. „Ich werde dich sehr vermissen!“, Alice sieht ihrer Freundin tief in die Augen. Helena bedankt sich für die Freundschaft und nimmt sie in den Arm. Mit einem letzten Blick auf ihre Mutter verlässt Helena das Lokal, Alice schaut ihr wehmütig hinterher.
Draußen trifft sie auf Shane. Sie schließt die Augen, atmet tief durch und schnappt sich Shanes Zigarette, sie nimmt einen tiefen Zug. „Ich verlasse euch, Shane.“, bringt sie ganz ruhig hervor. Shane nickt, das hat sie bereits mitbekommen. Aber Helena meinte nicht, mit ihrer Mutter. Sie bittet Shane, sie für einige Zeit zu decken und so zu tun, als ob Helena auf der Toilette wäre. Shane ist gerne bereit dazu, aber wüsste doch nur zu gerne, was Helena vorhat. „Ich habe das Geld versteckt.“, gibt Helena zu. Shane sieht sie überrascht an. Helena plant, ihre Freundin irgendwie aus dem Gefängnis zu bekommen und mit ihr zu verschwinden. Shane hält sich die Hand vor den Mund, sie verspricht hoch und heilig, dieses Geheimnis für sich zu bewahren. „Du hast wirklich Mut!“, grinst Shane voller Respekt. Zum Abschied umarmen sich beide fest. Shane hatte schon seit Tagen mehr keine Frau im Arm und genießt diese Berührung deswegen umso mehr. Langsam schiebt sie ihr Gesicht näher an Helena bis ihre Münder sich treffen und Shane sie leidenschaftlich küsst. Helena ist schockiert, sofort stößt sie Shane von sich. Shane bemerkt ihren Fehler, ihr ist es wahnsinnig peinlich, stotternd entschuldigt sie sich für diesen Ausrutscher. Sie wollte wirklich nichts von Helena, es ist einfach so über sie gekommen… Helena will darüber jetzt nicht diskutieren, sie muss los. Völlig verwirrt dreht sie sich um und geht entspannt los, wobei sie in ihre Manteltasche greift und das Puzzlestück herausholt. Shane sieht ihr zweifelnd hinterher, doch der Zweifel gilt wohl mehr ihr selbst…