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5.02 - Look Out, Here They Come!

Das Bild ist schwarz. Wir hören die Stimme von Tinas Boss, der mehr lesbischen Sex fordert. Die Hügel von Hollywood zeigen uns, wir sind im Filmstudio. Tina und Jenny sitzen vor dem Schreibtisch des Chefs, der bequem seine Füße auf die Tischoberfläche gelegt hat und sich lautstark darüber beschwert, dass beide ihm erzählt hätten, Lesben hätten ständig mit ihren Freundinnen Sex, also will er es auch in dem Film so sehen! Tina wie auch Jenny sehen ihn entgeistert an. Er greift sich das Skript, auf das er mit einem Filzstift in dicken Lettern „MEHR SEX!!“ gekritzelt hat, blättert zu einer bestimmten Szene und bedauert, darin eine gute Möglichkeit für eine heiße Szene zu verpassen. Er glaubt, in dieser Szene sollten Bev und die Maskenbildnerin Shaun miteinander schlafen. „Das würde niemals passieren!“, sind sich die zwei Frauen entrüstet einig. Doch der Boss gibt nicht so schnell auf. Wir sehen nun seine Idee: Bev, im Hosenanzug und offener Jacke, unter der keine Bluse ist, sondern nur der schwarze BH hervor lugt, und Shaun stehen sich abwartend gegenüber. Sie fallen gierig übereinander her während wir den Chef reden hören, dass im Film alles möglich sei, auch wenn es im richtigen Leben niemals passieren würde. Tina hält dagegen, Bev wäre schließlich mit Nina zusammen und allein aus dem Grund sei diese Szene schon unmöglich. Sofort hören Bev und Shaun in dem Phantasiebild auf und stellen sich gelangweilt nebeneinander. Der Boss argumentiert, Bev betrügt Nina doch auch mit der Klempnerin, wo sei denn da das Problem? Jenny gefällt die Idee, Bev als notorische Betrügerin darzustellen. Tina kämpft um ihren Standpunkt, dadurch würde die Affaire mit der Klempnerin an Wichtigkeit für den weiteren Verlauf der Beziehung zwischen Bev und Nina verlieren. Wieder knutschen Bev und Shaun in dem Phantasiebild wild herum. Der Chef sieht Tinas Argument ein und schlägt eine neue Variante vor: Nina und Shaun! Diesen Gedanken sehen wir nun auch überdeutlich dargestellt, abrupt verschwindet Bev in unserem Bild und Nina liegt unter Shaun. Jenny ist entrüstet: “Nein! Nein! Niemand möchte Nina beim Sex sehen! Keiner geht dafür ins Kino!“. Tina sieht sie stutzend an. Trotz Jennys absurden Einwands ist aber auch sie absolut dagegen, weil Nina einfach zu ehrlich sei um zu betrügen. Jenny möchte auch lieber bei der Idee bleiben, Bev als Betrügerin zu zeigen, allerdings nicht mit Shaun. Wieder sehen wir Bev im Phantasiebild gelangweilt herumstehen und auf die nächste Idee wartend. Inzwischen hat sie sich ihrer Jacke entledigt und steht nur noch in Hose und BH da. Jenny bringt Helen ins Spiel, sie schlägt vor, die beiden ein Abenteuer erleben zu lassen. In dem Phantasiebild grinst Bev Helen entgegen, schnappt sie sich und wirft sie küssend auf die Couch während wir Tina hören, dass diese Idee völlig absurd sei, da sich Bev und Helen viel zu sehr gleichen würden. In der Phantasie sehen wir Bev und Helen um die dominante Position kämpfen, beide wollen die andere führen. Jenny bemerkt, sie würden ja auch keine Beziehung eingehen, sondern nur Sex haben. „Ich kann mir das nicht vorstellen!“, schüttelt Tina den Kopf. „Niemanden interessiert, ob du es dir vorstellen kannst!“, kontert Jenny und zuckt mit den Schultern. Auch dem Boss wird es langsam zu kompliziert, er atmet tief aus und legt enttäuscht das Skript auf den Tisch. Tina sieht mit einem hoffnungslosen Blick zur Seite…

Der Titelsong beginnt…

Shane fährt mit ihrem Jeep auf ein Millionärsanwesen, wir hören sie auf ihrem Handy, wie sie Termine zum Frisieren abspricht. Auf diesem Luxusanwesen findet offensichtlich heute eine Hochzeit statt, da der Garten feierlich geschmückt wird und überall Personal herumläuft, das die Dekoration vorbereitet. An der Haustür wird Shane bereits ungeduldig erwartet. Die Dame des Hauses, eine attraktive Mittvierzigerin, bittet sie eilig hinein und bedankt sich für den spontanen Einsatz, da der Friseur ihrer Tochter aufgrund eines akuten Familienproblems sofort zur Ostküste fliegen musste. Shane wird durch die prunkvolle Vorhalle der Villa geführt. Auf der großen Wendeltreppe geht die Hausherrin vor, Shane kann sich nicht verkneifen, ihr auf den knackigen Hintern zu starren.
Oben angekommen erreichen sie das Zimmer, in dem sich die Braut mit ihren zwei Brautjungfern zum Ankleiden befindet.
Die Mutter stellt Shane ihre Tochter Madison vor, die sie nur schüchtern anlächelt. Dann die Brautjungfern Abigale, die von Shanes Anblick geradezu begeistert ist, und Gina, die eher skeptisch dreinschaut. Die Hausherrin gibt Shane knapp 2,5 Stunden um die Mädels zu frisieren, anschließend muss sich Shane auch bitte um ihre Haare kümmern…

Im Planet ist schon reichlich los, Max steht am Tresen und organisiert sich etwas zu trinken als Kit ihn amüsiert fragt, ob Tina dort am Tisch tatsächlich gerade ein Date hat? Tina sitzt mit einer attraktiven Brünetten am Rande des Lokals, gerade zeigt sie ein Foto von Angelica und berichtet von dem künstlerischen Talent ihrer Tochter. „Ist Bette Künstlerin?“, möchte ihre Verabredung mit hochgezogenen Augenbrauen wissen. Tina klärt sie breit grinsend über Bettes bisherigen Werdegang auf und lobt sie in den höchsten Tönen, dabei bemerkt sie, wie sehr sich Bette wünscht, dass Angelica später einmal eine Künstlerin wird. Ihr Gegenüber stutzt, sie fragt sich, ob diese Entscheidung nicht ganz allein bei Angelica liegen sollte? „Natürlich…“ entgegnet Tina überrumpelt, Bette und sie würden ihre Tochter niemals zu etwas drängen wollen…

In der Prunkvilla möchte Gina von Madison wissen, warum sie unbedingt heiraten will. Schließlich war sie diejenige, die immer behauptet hat, dass nur Verlierer heiraten! „Um Daddy glücklich zu machen.“, antwortet Abigale ironisch für ihre Schwester. Schon wird Shane ins Kreuzverhör genommen, Abigale ist neugierig, ob sie verheiratet ist? „Nein.“, grinst Shane. „Hast du einen Freund?“, stichelt sie weiter. „Nein.“, kommt wieder nur kurz, Shanes Lächeln wird breiter. „Eine Freundin?“, fragt Abigale mit blitzenden Augen. „Jetzt nicht mehr.“, murmelt Shane während sie weiterhin fleißig mit Madisons Haaren beschäftigt ist. Gina stellt fest, dass Shane dann ja niemals heiraten könnte, wird aber von Madison scharf unterbrochen, das wäre ja auch gegen das Gesetz! „Sie könnten ja schließlich so tun als ob!“, verteidigt Gina ihren Gedanken. Shane glaubt, das wäre für sie nichts, jedoch kennt sie durchaus Frauen, die dies machen. Inzwischen sitzt Madisons Frisur perfekt, da springt Gina von ihrem Sitz und will als nächstes frisiert werden…

Tinas Date im Planet scheint nicht so gut zu laufen, ihre Gesprächspartnerin sitzt ihr leicht verkrampft gegenüber und hört Tina gelangweilt zu als diese immer noch über Angelicas Zukunft philosophiert. Plötzlich biegt Bette um die Ecke und entdeckt die zwei. Sie kann es sich nicht verkneifen nachzuschauen, was dort vor sich geht und nähert sich dem Tisch. Als Tina sie bemerkt, strahlt sie über ihr ganzes Gesicht, winkt sie näher und stellt ihr Denise vor. „Die berühmte Bette!“, wird Bette von Denise begrüßt. „Berühmt?“, Bette weiß nicht, worüber Denise spricht und wird aufgeklärt, Tina hätte ihr bereits ausführlich von ihr erzählt. Tina sieht Denise geschockt an und berichtigt, sie hat lediglich über Angelica gesprochen. Bette lädt beide zu sich an den Tisch auf der gegenüber liegenden Seite ein, an dem bereits Jodie wartet, doch Denise wollte eh gerade gehen deswegen kann Tina sich gerne zu ihnen setzen. „Bist du sicher?“, fragt Tina besorgt. „Absolut!“, antwortet Denise erleichtert und schnappt sich ihre Tasche. Bette lässt beide grinsend allein, damit sich die zwei verabschieden können. Tina möchte dieses Treffen gerne wiederholen, aber Denise hat kein weiteres Interesse. Sie gibt Tina den guten Rat, erstmal in Ruhe darüber nachzudenken, was sie wirklich will…

Helena sitzt auf ihrem oberen Etagenbett und beobachtet neugierig ihre Mitgefangene, die angestrengt Liegestütze macht um sich fit zu halten. „Zeit zum Duschen!“, ruft ein Wärter und öffnet die Zellentür…

Zurück im Planet. Max muss aufs Klo, davor steht Tom, Jodies Übersetzer, und wartet darauf, dass die Kabine frei wird. Max stellt sich mit verschränkten Armen neben ihn und wartet mit. Tom wirft einen unauffälligen Blick auf Max‘ Beule in der Hose, dann höher übers T-Shirt und grinst ihn schließlich unschuldig an. In diesem Augenblick öffnet sich die Kabinentür, zwei Frauen kommen gackernd heraus und laufen schnell ins Lokal. Max geht hinein, gefolgt von Tom, der ihm begeistert auf den Hintern starrt…
Alice hat sich mit an Bettes Tisch gesellt. Neugierig fragt sie Tina nach Denise. Bette wird hellhörig als Tina bemerkt, sie würden sich garantiert nochmals treffen. Sofort möchte Bette wissen, was Denise beruflich macht. Jodie findet die Frage abscheulich, das wäre doch fürchterlich egal, doch Bette ist nur neugierig. Auch Alice glaubt, dass es absolut egal ist, was Denise beruflich macht, denn sie ist süß und gut für Tina. Bette gibt klein bei und wechselt das Thema auf Tasha, ob sie nun bleibt oder doch noch in den Irak muss? Alice druckst herum, es wäre besser, wenn sie Tasha diese Frage selbst stellen…
Tom setzt sich freudestrahlend zurück auf seinen Platz und berichtet, er habe gerade neben dem süßesten Kerl überhaupt gestanden! Er kann ihn aber jetzt gerade im Lokal nicht ausfindig machen und zeigt ihn den Damen später…
Alice bekommt eine SMS von Shane, die von der Größe der Villa von Tinas neuem Boss schwärmt. „Die ist nicht so groß wie sein Ego!“, murmelt Tina genervt. Alice klärt auf, Shane macht die Haare der Töchter für die Hochzeit. „Hochzeit!!!“, Tina lässt ihre Gabel fallen. Siedend heiß fällt ihr ein, sie muss schnellstens ihr Kleid dafür abholen und stürzt aus dem Laden…
Bette möchte von Alice wissen, wie Shane die Trennung von Paige verkraftet? Alice weiß, Shane geht’s gut. Jodie hinterfragt das Gerücht, ob Paige tatsächlich aus Wut und Enttäuschung das WAX niedergebrannt hat? Bette findet es offensichtlich, sie sollte nur froh sein, dass Shane sie nicht dafür anzeigte. „Wer hätte gedacht, dass es einmal so sehr eskalieren würde?“, grinst Alice. Jodie versteht die Bemerkung nicht. Bette erklärt, früher hieß es, wenn Shane einen Raum betritt, bricht mindestens eine Frau in Tränen aus. Aber nun wird nicht mehr geweint, sondern gleich das WAX abgefackelt…

In der Villa geht’s derweil so richtig zur Sache, Shane und Gina sind sich näher gekommen, um nicht zu sagen sehr, sehr nahe…wow…

Wir wollen nicht länger stören und wechseln zu Tasha auf die Militärbasis. Sie betritt das Büro des Militäranwalts, der sie freudig mit leichtem Machogehabe, das Tasha aber nur allzu gerne erwidert, begrüßt. Als er sie endlich nach dem Grund ihres Besuchs fragt, gibt Tasha selbstbewusst zu, sie möchte sich rechtlich beraten lassen weil sie glaubt, dass sie demnächst angeklagt werden wird. Zwar ist sie noch nicht offiziell benachrichtigt worden, aber sie nimmt an, ihr steht eine Anklage wegen homosexuellem Verhalten bevor. Der Anwalt sieht ihr lange in die Augen, wendet sich kopfschüttelnd ab und behauptet, viel zu viel um die Ohren zu haben, als sich auch noch darum kümmern zu können. Tasha versucht, ihn zumindest zu einem guten Ratschlag zu bewegen, doch wieder schüttelt der Anwalt den Kopf. Tasha soll sich darüber bewusst werden, ob sie überhaupt noch länger im Dienst bleiben möchte. Diese Möglichkeit lehnt Tasha aber konsequent ab, sie hat dem Militär ihr gesamtes Leben gewidmet und ist nicht bereit, dies zu ändern! Er weiß jedoch nach seiner langjährigen Erfahrung, dass sich solche Beschuldigungen zu 99% als wahr erweisen und jede Verteidigung deswegen sinnlos ist. Tasha sieht schuldbewusst auf den Boden. „Wenn sich die Beschuldigung als wahr erweist,“ fährt der Anwalt fort, „will dich das Militär eh nicht mehr, was ja wohl auch verständlich ist, oder?“ Wieder sieht er ihr scharf in die Augen…

Im Planet geht Max zurück an seinen Tisch, schon zeigt Tom mit glänzenden Augen auf ihn, da sei ja der hübscheste Junge, den er je gesehen hätte. „Max???“, schießt es aus Alice. Tom fleht darum, dass Max schwul ist. Bette grinst in sich hinein, Alice prustet ihr Lachen hinaus und sieht fragend zu Bette. „Was?“, Tom wird neugierig. „Er ist nett.“, lächelt Bette. „Er, sie, er…“, Alice ringt mit den Händen um Hilfe, „…sie, er ist nur nicht schwul…nicht mehr…“, bringt sie heraus. „Nicht mehr?“, Tom ist verwirrt. „Nicht direkt.“, verbessert Bette. Tom versteht nun gar nichts mehr. „Er war mal eine Lesbe.“, klärt Alice endlich auf. „Er ist ein Transmann.“, Bette bringt es auf den Punkt. Tom ist geschockt…
Derweil serviert Kit einen neuen Kaffee an Max‘ Tisch. Bei der Gelegenheit erkundigt sich Max nach einer Frau, die ihm schräg gegenüber sitzt und in Jennys Buch „Some Of Her Parts“ liest. Kit weiß, das Mädchen sitzt dort nun schon seit drei Tagen in denselben Klamotten. Allerdings fiel ihr nie auf, dass sie Jennys Buch in den Händen hält. Interessiert nähert sie sich dem Mädchen, die erschrocken ihre Lektüre zur Seite legt und sofort annimmt, zahlen zu müssen. Doch Kit hält sie zurück, sie wollte ihr nur ein neues Getränk bringen, wenn sie noch einen Wunsch hätte. Die junge Frau entschuldigt sich, sie könne leider nicht mehr verzehren, da sie es sich gar nicht leisten kann. Kit bedauert ihre hohen Preise, sie lädt sie deshalb zu einer Kleinigkeit ein, was die junge Dame verschämt akzeptiert.
Da dies nun geklärt ist, möchte Kit als nächstes wissen, wie das Buch denn so ist? „Ich lese es zum fünften Mal, Jennifer Shector ist meine Lieblingsautorin!“, gibt das Mädchen begeistert zu. Kit zeigt zu Max und verrät, er würde mit Jenny zusammen leben und sie möchte sich doch zu ihm setzen. Nach großer Ziererei wechselt die junge Frau doch den Tisch und stellt sich als Adele vor…

In der Villa darf Shane inzwischen die Frisur des Bräutigams bearbeiten. Draußen stehen bereits alle Gäste, die Braut und auch die Brautjungfern. Gina winkt ihr schüchtern zu. Plötzlich zieht sich Abigale oben auf der Treppe einige Haarsträhnen aus der perfekten Frisur und ruft panisch nach Shane, die ihr die Haare schnell wieder richten soll…

Jenny betritt total genervt das Planet, sie hält ihr Kleid für heute Abend in der Hand. Dreist drängelt sie sich am Tresen vor um ihre Getränkebestellung los zu werden. Als Kit sie anspricht, lässt sich Jenny sofort über ihre bedauernswerte Situation aus, ihre bekloppte Assistentin hat gekündigt und nun muss sie alles alleine auf die Reihe bekommen. Den ganzen Morgen hat sie geschrieben und nun ist nur noch eine Stunde übrig, um ein Hochzeitsgeschenk zu besorgen. Kit hört ihr gar nicht zu sondern möchte ihr Adele vorstellen, Jennys ersten greifbaren Fan. Jenny hat darauf überhaupt keine Lust, ihre Fans interessieren sie nicht. Aber Kit schiebt sie förmlich an den Tisch und Jenny hat keine andere Wahl. Als sie mit einem aufgesetzten Grinsen Adele ihre Hand wie zu einem Handkuss reicht, fällt die junge Frau fast vor lauter Aufregung in Ohnmacht. Die Sarah Schuster Bücher las sie sogar bis zu 25x und hat sie für ihre Arbeit zu ihrem Drehbuch in ihrer Schauspielklasse verarbeitet. „Wie? Verarbeitet?“, Jenny lässt sich jetzt doch auf ein paar Worte mit ihr herab. „Oh, nur die eine oder andere Idee, und schon gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht.“, beschwichtigt Adele…

Abigales Plan ist aufgegangen, Shane richtet ihr nicht nur die Frisur auf der Couch im Salon… Als Abigale ihren Höhepunkt erlebt, schießen ihr Tränen in die Augen. Shane erschrickt, sie vermutet, sie beim Sex verletzt zu haben. Doch sie weint vor Glück und möchte, dass jeder sieht, wie glücklich sie mit Shane ist! Shane sieht zweifelnd hinaus in den Garten durch die riesigen Scheiben…

Phyllis arbeitet fleißig in ihrem Büro, sie kämpft sich durch den Berg von Papieren. „Hallo Schönheit!“, hört sie Joyces Stimme von der Tür aus und entdeckt ihre Partnerin mit einem riesigen Blumenstrauß in der Hand. Beide setzen sich. Phyllis startet langsam das Gespräch, sie möchte feststellen, dass es ihr sehr viel bedeutet von Joyce gebeten zu werden, mit ihr zusammen zu ziehen. Joyce ahnt, worauf sie hinaus will und gibt sich großzügig. Wenn Phyllis nach ihrer langjährigen Ehe noch nicht bereit zu diesem Schritt ist, soll sie sich einfach noch etwas mehr Zeit lassen, sie würde gerne warten. „Also ist es ok für dich, wenn ich mich mit anderen treffe?“, ist Phyllis erleichtert. „Was???“, Joyce verzieht die Mundwinkel. Das ist überhaupt nicht ok, völlig entsetzt möchte Joyce erfahren, ob sich Phyllis bereits mit einer anderen trifft? Noch nicht, aber sie würde sich gerne mit Camilla verabreden. Joyce springt vor Aufregung vom Stuhl, schließlich ist Camilla eine alte Freundin von ihr, zumindest eine Freundin von einer Freundin. Joyce ist außer sich vor Eifersucht, Phyllis versucht sie zu beruhigen, sie solle es doch bitte nicht persönlich nehmen. Bevor Joyce nun endgültig vor Wut platzt, besinnt sie sich und gibt Phyllis den guten Rat, es sich gründlichst zu überlegen, bevor sie eine vorschnelle Entscheidung fällt…

Adele erzählt von ihrer Arbeit an der Uni, doch Jenny sitzt eigentlich nur noch aus Höflichkeit mit am Tisch, sie hört gar nicht zu. Als Max sie fragt, warum sie nicht auf die Filmhochschule in New York geht, berichtet Adele von den gesundheitlichen Problemen ihrer Mutter, sie hatte einen Nervenzusammenbruch nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat und deswegen wollte sie nicht so weit weg zum studieren gehen. Jenny sieht Adele wie eine Bettlerin an. Kit nimmt Anteil und erkundigt sich, ob es der Mutter inzwischen wieder besser geht, was Adele bestätigt. Zuversichtlich sieht Adele zu Jenny und behauptet, in dieser harten Zeit habe ihr Jennys Buch das Leben gerettet. Eigentlich ist sie nur hier in West-Hollywood, weil sie hörte, dass das Planet Inspiration und Aufenthaltsort der Autorin ist. Sie fühlt sich so geehrt, Jenny dann auch noch tatsächlich hier zu treffen! „Das hast du ja jetzt.“, grinst Jenny sie von oben herab an. Max fällt ein, dass Jenny vorhin von einer Hochzeit gesprochen hat und Jenny verfällt erneut in Panik, weil ihre besch… Exassistentin das Geschenk nicht mehr besorgt hat. „Du kannst es ja nachreichen.“, schlägt Max vor und wird von Jenny mit einem verständnislosen Blick bestraft. Adele fühlt sich verantwortlich, Jenny die Zeit gestohlen zu haben und bietet ihre Hilfe an. „Wenn du für mich quer durch die Stadt fährst und das Geschenk abholen und mir bringen würdest…“, zweifelt Jenny. „Sofort!“, strahlt Adele und folgt Jenny zur Tür, wo sie noch das Kleid in die Hand gedrückt bekommt und für Jenny den Packesel spielen darf…

Unter der Dusche im Frauengefängnis wuselt es von kleinen, dicken, dünnen, großen, weißen und farbigen Frauenkörpern. Helena steht in der hintersten Ecke, sieht sich immer wieder verstohlen um und möchte eigentlich nicht weiter auffallen, wurde aber unglücklicherweise bereits von einer hageren, blonden Mittfünfzigerin entdeckt, die sie nicht aus den Augen lässt. Provozierend wäscht die Blonde direkt vor Helenas Augen ihre Brüste, Helena dreht sich angewidert weg und lässt vor Schreck ihre Seife fallen. Sofort steht die Blonde vor ihr, sie würde es nicht wundern, dass Helena wegen ihr die Seife hat fallen lassen. Helena grinst unschuldig, die Seife wäre ihr einfach nur aus der Hand gerutscht. Die Blonde kommt grinsend näher, Helena beschleicht leichte Panik. Doch bevor sie überhaupt merkt, was passiert, hat sie bereits ein Messer am Oberschenkel, das die Mitgefangene leicht andrückt und millimeterweise hochzieht. Helena versucht sich zu wehren und greift nach der Hand mit dem Messer, doch ihre Gegnerin ist schneller und hält ihr die Waffe direkt an die Kehle, bewundert aber Helenas Mut und Stärke. „Ich will, dass du dich einklinkst!“, zischt die Blonde nur Millimeter von Helenas Gesicht entfernt. „Was?“, Helena packt die pure Angst. Die Blonde bemerkt, dass Helena doch viel zu hübsch sei, um hier an diesem Ort zu verrotten. Dabei hält sie Helena das Messer immer kräftiger unters Kinn. „Lass‘ sie in Ruhe!“, droht plötzlich Helenas Zellengenossin von hinten. „Sie gehört mir!“. Anscheinend hat ihr Wort Gewicht, die Blonde lässt sofort von Helena und zieht sich zurück. Helena bricht in Tränen aus…

„Er sah mich an, als ob ich eine ansteckende Krankheit hätte!“, flucht Tasha in Alices Küche. Sie hat mit ihm schon so viel erlebt, doch dass er ein solcher Starrkopf ist, fiel ihr nie auf! Alice schlägt vor, einen Zivilanwalt für Tashas Verteidigung zu beauftragen, doch Tasha kann sich keinen Anwalt leisten und möchte auch nicht, dass Alice ihr finanziell unter die Arme greift. Außerdem würde das den Eindruck erwecken, sie läge es auf eine ehrenvolle Entlassung an. Ihr Militäranwalt sagte, es würde keinen Sinn machen, einen „Keine Fragen-keine Antworten“- Fall zu verteidigen, da sie sich zu 99% bewahrheiten. Alice glaubt trotzdem, dass Tasha gute Chancen hat, diesen Fall zu gewinnen. Außerdem versteht sie sowieso nicht, warum das Militär Homosexuelle diskriminiert! „Mir geht es nicht darum, das Militär für Homosexuelle zu öffnen!“, erklärt Tasha. Sie will nichts an der jetzigen Gesetzeslage ändern. Ihr Ziel ist es, einfach nur beim Militär bleiben zu dürfen, sonst nichts. Schließlich hat sie ihr gesamtes Leben dafür gearbeitet. „Du hast dein ganzes Leben dafür gearbeitet, dich zu verleugnen?“, Alice schüttelt verständnislos den Kopf. Ihr tut es aufrichtig leid, aber sie hat halt ihre eigene Meinung darüber. Nichts desto trotz steht sie auf Tashas Seite und kämpft es mit ihr durch, egal was passiert…

Die Hochzeit beginnt, das Orchester spielt und die Blumenmädchen werfen ihre Blüten auf den Mittelgang zum Altar. Der Hochzeitsmarsch erklingt, nun wartet der Bräutigam freudestrahlend auf seine Braut, doch stattdessen biegt Jenny in einem schwarzen Tüllkleid um die Ecke und wuselt sich durch die Sitzreihe, um am Ende neben Tina Platz zu nehmen. Ihr Auftritt wird von den Anwesenden ziemlich verurteilt. Tina sieht nur genervt aus, sieht Jennys Kleid und rollt die Augen.
Die Brautjungfern flüstern, ob jemand Shane gesehen hätte. Der Vater der Braut sieht sich suchend um, seine Tochter fehlt…
Im Haus steht die Braut vor dem Spiegel und wischt sich die Tränen aus dem Gesicht, sie beklagt sich bei Shane über ihr Schicksal. Sie wollte nur ihren Vater glücklich machen und hörte immer auf ihre Mutter, dabei hat sie ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse außer acht gelassen. „Und was willst du für dich?“, fragt Shane. Das hat sie bisher noch niemand gefragt, schluchzt Madison. „Liebst du ihn?“, will Shane wissen. Doch Madison findet ihren Verlobten einfach nur süß. Es klopft von draußen hektisch an die Tür, alles würde nur auf die Braut warten. Shane glaubt, es wäre doch schon ein Anfang wenn sie mit ihrem Zukünftigen etwas gemein hätte. Madison bestätigt, sie würden ein paar Dinge teilen und er hört ihr sogar zu, wenn sie etwas zu sagen hat. „Ist er treu?“, will Shane nun noch wissen. Da ist sich Madison ziemlich sicher. „Du hast mehr als so manch andere von sich behaupten können.“, stellt Shane abschließend fest. Madison umarmt Shane zum Dank für den Zuspruch und will sie küssen, doch Shane drückt sie zurück. Madison soll selbst herausfinden, was für sie gut ist, dabei kann ihr niemand helfen. Allerdingst ist Shane davon überzeugt, dass sie mit ihrem Zukünftigen wirklich Glück haben wird und sie dieses Glück festhalten sollte. Madison nickt. Shane geht einen Schritt zurück. „Außerdem erinnerst du mich an jemanden.“ Madison sieht betroffen auf den Boden, doch Shane meinte dies als Kompliment…

Kit ist auf dem Weg in den Besucherraum des Frauengefängnisses. Unbeeindruckt von den Rufen der Insassinnen stolziert sie mit den zwei Wärtern durch den engen Zellengang.
Als Helena ihr am Tisch gegenüber sitzt, möchte sie den genauen Wortlaut hören, den die Blonde benutzt hat. Helena überlegt angestrengt, sie glaubt, es war irgendetwas mit „Klinken“. „Einklinken?“, fragt Kit nach. Das soll bedeuten, Helena soll sich ihrer Gang anschließen, das war ein gutes Zeichen. Helena ist überrascht, was soll sie in einer Gefängnisgang? Und warum kuschte diese Frau vor Dusty, ihrer Zellengenossin, als diese sagte, Helena würde ihr gehören? Kit ist begeistert, sie erklärt, dass die Blonde bei jedem falschen Blick, den sie in Zukunft auf Helena werfen sollte, Dusty dafür Rechenschaft ablegen muss. Kit hofft nur, Dusty hat auch die Kraft, auf Helena aufzupassen. „Oh ja! Sie ist sehr stark.“, Helenas Augen beginnen zu leuchten. Helena beugt sich vor und flüstert, Dusty sei eine verrückte Mörderin. „Die deinen Hintern gerettet hat!“, bemerkt Kit. Helena hat Dusty beobachtet und bewundert ihre ständige Ausgeglichenheit. Kit ist sich sicher, Dusty ist genau die Person, die Helena hier benötigt um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Helena nickt. „Woher weißt du das alles?“ „Ich war bereits an vielen dunklen Orten.“, antwortet Kit schmunzelnd…

Alice und Tasha haben sich abends mit Bette und Jodie zum Essen in einem Restaurant verabredet. Bette möchte mehr über das Militärleben erfahren und stellt viele Fragen, die Tasha zurückhaltend beantwortet. Alice fühlt sich augenscheinlich nicht sehr wohl dabei. Bette übersetzt Tashas Antworten für Jodie in Gebärdensprache, küsst ihre Partnerin dabei flirtend und entdeckt zufällig ein paar Tische weiter ihre Chefin Phyllis mit Joyce, was sie gar nicht begeistert. Alice dachte, Phyllis hätte diese Beziehung bereits beendet, aber Jodie ist sich sicher, nachdem was sie jetzt gerade dort am Tisch sieht, dass Phyllis in diesem Moment dabei ist, Schluss zu machen…
Joyce greift verzweifelt Phyllis‘ Hand, sie kann sie nicht verlassen! „Ich bin gut für dich, bin reich, schlau und super im Bett!“, argumentiert Joyce für sich. Phyllis würde niemals eine bessere Partnerin als sie finden…

Die Zeremonie ist vollzogen, die Hochzeitsfeier im vollen Gange. Tina und Shane sitzen gelangweilt nebeneinander. Die Blicke der zwei Brautjungfern suchen immer wieder nach Shane, was ihr ziemlich unangenehm ist. Tina findet diese Feier ziemlich ätzend, hier würde eine Lesbe niemals eine Sexpartnerin finden können! Shane zuckt zusammen… Sie stehen auf um sich einen Drink zu holen, dabei bemerkt Tina, Shane würde sich irgendwie merkwürdig verhalten. Doch Shane bekommt keine Gelegenheit darauf zu antworten, da Jenny auf sie zugestürmt kommt. Sie war gerade im Gespräch mit Willy, dem Vater der Braut, und die Mädchen haben alle so sehr von Shane geschwärmt, dass Jenny die Idee hatte, sie auch als Maskenbildnerin mit an den Filmset zu holen. Der Millionär war sofort einverstanden. Tina lächelt nur teilnahmslos, inzwischen hat sie es wohl aufgegeben, Jenny in ihre Schranken zu weisen. Herausfordernd möchte Jenny von Tina wissen, was sie denn als Hochzeitsgeschenk mitbrachte? „Vier Espressotassen“, antwortet diese. In diesem Augenblick bringt Adele gerade noch rechtzeitig Jennys Geschenk herein, ein limitiertes Sammlerstück. „Hübsches Geschenk.“, murmelt Tina ironisch. Adele hat nicht nur das riesige Paket zu tragen, sondern oben drauf noch einen Teller mit Torte, den sie extra für Jenny mitbrachte. Shane sieht sie lächelnd an, doch ihr Charme prallt an Adele ab, sie hat nur Augen für Jenny. Jenny probiert die Torte, verzieht angewidert das Gesicht und legt die Gabel zurück. Tina möchte sich am liebsten über sie lustig machen, lässt aber doch lieber. Adele tut es sehr leid, die falsche Torte gebracht zu haben, aber sie darf trotzdem das Geschenk auf den Gabentisch legen. Als sich Jenny und Adele entfernen, stöhnt Tina, Jenny würde ihr in letzter Zeit gehörig auf den Keks gehen! Plötzlich kommt Gina auf Shane zu, sie möchte mit ihr tanzen. Tina entdeckt ihren Chef, der sie wohl auch gesehen hat, jetzt muss sie zu ihm um mit ihm zu sprechen. Total abgenervt geht sie in den Nebenraum. Gina lässt nicht locker, doch Shane entschuldigt sich mit dem Vorwand, aufs Klo zu müssen…

Im Restaurant genießen Bette und Jodie den Abend, sie flirten miteinander und küssen sich häufig. Tasha findet diesen Anblick sehr beunruhigend, sie will nicht in der Öffentlichkeit in Verbindung mit Homosexualität gesehen werden. Alice sitzt bedrückt daneben, sie weiß um die Klemme, in der ihre Partnerin steckt. Da platzt Alice die Hutschnur, sie kann die Spannung nicht mehr ertragen und ruft Bette und Jodie zur Ordnung. Tasha aber möchte nicht, dass Alice ihr Problem verrät und beschwichtigt. Bette und Jodie wissen überhaupt nicht worum es geht, sie warten auf eine Erklärung. Alice möchte es nicht länger vor ihren Freundinnen verbergen, in einem Atemzug macht sie ihrem Kummer Luft und berichtet, Tasha wäre nur nicht im Irak, weil sie vom Einsatz ausgeschlossen wurde und ihr ein Verfahren wegen homosexuellem Verhalten angehängt wird. Tasha wird stinksauer, starrt stur vor sich hin und schweigt. Bette und Jodie trauen ihren Ohren kaum, sofort entschuldigen sich die beiden bei Tasha, hätten sie etwas gewusst, hätten sie sich anders verhalten.
„Nein. Mit tut es leid!“, entgegnet Tasha und stürzt vom Tisch um in die Halle zu rennen. Alice schließt die Augen, atmet tief durch und geht ihrer Partnerin hinterher. Sie holt Tasha im Vorraum des Lokals ein und stellt sie zur Rede. Tasha giftet sie an, sie hat Alice ausdrücklich darum gebeten, niemandem etwas davon zu sagen. Alice verteidigt sich, sie hätte es ja auch gar nicht vor gehabt, sah aber keine andere Möglichkeit. „Du kannst nur deine Klappe nicht halten!“, faucht Tasha sie an. Alice glaubt, jetzt unnötigerweise angegriffen zu werden, schließlich versuchte sie nur, ihre Freundin zu beschützen. „Du kapierst es nicht!“, stellt Tasha kopfschüttelnd fest. Nur sie allein entscheidet, wann und ob überhaupt irgendjemand davon erfährt! Alice sieht Tasha fest in die Augen, Bette und Jodie sind nicht irgendjemand, sie sind ihre Freundinnen und vertrauenswürdig! „Um die zwei mache ich mir auch keine Sorgen.“, stellt Tasha streng fest. Alice glaubt nicht richtig verstanden zu haben, doch Tasha schluckt ihre nächsten Worte lieber herunter und beruhigt sich langsam. Tasha möchte einfach nicht zum Gesprächsthema Nr. 1 mutieren und schon gar nicht jedermanns Meinung über sie hören. Die Leute sollen sich nicht in ihrer Gesellschaft eingeengt fühlen. Alice holt erneut tief Luft, ernsthaft und leise beginnt sie sich zu erklären, sie könne einfach nicht verstehen, warum Tasha so sehr Mitglied einer Institution sein möchte, die sie niemals so akzeptieren wird, wie sie wirklich ist. Aber trotzdem steht sie zu ihr, in jeder Konsequenz. Tasha atmet gerührt durch, ihre Stimme zittert als sie sich zögernd bei Alice für ihr Verhalten entschuldigt…

„Ich mag deine Poster.“, schmeichelt Helena ihrer Zellengenossin. Wir erhaschen einen Blick auf mehrere schwarz/weiß Poster von Dorthy Dandridge. Helena kennt die traurige Lebensgeschichte dieser Schauspielerin, die mit 42 Jahren angeblich an einer Überdosis Schlaftabletten starb. Dusty möchte erfahren, ob sie umgebracht wurde? Helena jedoch kann dies nicht mit Sicherheit sagen, auf jeden Fall litt sie an Depressionen und bekam reichlich Medizin verabreicht. Genug, um dem Körper zu schaden. Dusty liegt auf ihrem unteren Bett, dreht sich zu Helena und flüstert, ihr wäre es ähnlich ergangen…
Helena spürt einen ehrlichen Moment. Sie lehnt sich leicht vor und nutzt die Gelegenheit um sich nach dem Vorfall in der Dusche zu erkundigen: „Was meintest du mit ‚sie gehört mir‘?“ Wie aus der Pistole geschossen antwortet Dusty, sie möchte rein gar nichts von Helena. Leicht geknickt zieht sich Helena an die Wand zurück, sie hat wohl eine andere Antwort erwartet…

Alice und Tasha gehen zurück zum Tisch, an den sich inzwischen Phyllis und Joyce dazugesellt haben. Bette scheint über diesen Umstand nicht sehr begeistert zu sein. Phyllis stellt sofort klar, dass sie ihnen bestimmt nicht die Sitzplätze streitig machen wollen, doch Alice findet es ok, da sie eh nur ihre Handtasche abholen wollten um dann zu gehen. Jodie fragt besorgt nach, ob wirklich alles in Ordnung ist? Tasha nickt lächelnd, sie muss morgen lediglich früh aus den Federn. „Diese Dame neben mir kommt in letzter Zeit gar nicht mehr aus den Federn raus! Ich musste sie geradezu überreden, endlich mal wieder aus dem Haus zu gehen!“, brüstet sich Joyce breit grinsend vor den Freundinnen. Phyllis lächelt leicht irritiert und nippt an ihrem Weinglas. Bette sieht genervt zu Alice, die ebenfalls die Augen verdreht. Jodie und Bette bedauern den traurigen Verlauf des Abends und wünschen Tasha alles Gute, die zuversichtlich nickt und mit Alice das Lokal verlässt. Phyllis bittet Joyce, ihr noch ein Glas Wein zu organisieren, woraufhin diese sich sofort zur Bar begibt. Kaum dass Joyce um die Ecke gebogen ist, lehnt sich Phyllis vor und fleht um Hilfe…

Die Hochzeitsfeier dauert immer noch an. Auf der Tanzfläche sehen wir Jenny mit Willy, dem Millionär, vergnügt langsam tanzen. Jenny verrät ihm, er sei der einzige Mann in ihrem Leben. Willy fühlt sich geschmeichelt, aber er übernimmt gerne diese Rolle. Jenny flirtet weiter, sie würde fest daran glauben, dass der Film eine große Wirkung beim Publikum erzielen wird, da ihr gerade heute eine junge Frau berichtete, ihr Buch hätte ihr Leben gerettet. Der Millionär hört ihr gar nicht mehr richtig zu, sondern ist in seinen Gedanken wahrscheinlich bereits mit Jenny im Schlafzimmer…
Adele steht etwas abseits der Tanzfläche und beobachtet verträumt jeden Schritt, den Jenny macht. Tina stellt sich neben sie. „Die zwei sind so süß, ich glaube ich muss kotzen…“, stöhnt sie mit Blick auf die Tanzfläche. Adele findet es so wunderbar, wie Willy es Jenny ermöglicht, ihre künstlerischen Fähigkeiten frei zu entfalten. Tinas Blick lässt vermuten, dass ihre Vermutung von eben gleich wahr wird! Doch bevor dies passiert, verabschiedet sie sich lieber. Adele möchte Shane bitte bestellen, sie wäre bereits gegangen. Adele wird es gerne ausrichten, weiß aber leider gar nicht, mit wem sie jetzt gerade gesprochen hat…

Auch Jodie und Bette wollen nun langsam aufbrechen, doch sind sie sich noch nicht einig, ob sie die Nacht bei der einen oder der anderen verbringen werden. Jodie möchte mit Bette in ihr Atelier, doch Bette hält dagegen, morgen früh raus zu müssen, um zu arbeiten. Jodie bezweifelt, dass dies der wahre Grund für Bettes Weigerung ist. Nun ist Bette aber sehr gespannt darauf, was denn dann ihr wahrer Grund sein soll? „Mein Atelier ist zu chaotisch für dich!“, grinst Jodie überzeugt. Bette hätte eben keine Lust, barfuß ohne Socken herumzulaufen, vermutet Jodie weiter. Bette gibt sich geschlagen, sie will sich sicherlich nicht nachsagen lassen, pingelig zu sein…
Beim verlassen des Lokals treffen sie erneut auf Phyllis, die beteuert, mit Joyce nun bereits Schluss gemacht zu haben, doch die scheint es nicht zu verstehen! „Mach‘ es nochmal, Phyllis! Mit manchen Lesben musst du eben mehr als nur ein Mal Schluss machen!“, kommentiert Bette im Vorbeigehen…

Shane ist auf der Hochzeit immer noch auf der Flucht vor den Brautjungfern, als plötzlich die Braut auf sie zu kommt. Sie verabschiedet sich in die Flitterwochen und möchte sich vorher aber noch für alles bei Shane bedanken. Schon steht Gina wieder auf der Matte, sie möchte nun endlich mit Shane zusammen Zeit verbringen. Unerwartet taucht Abigale auf und weist ihre Schwester an, in die Küche zu gehen um dafür zu sorgen, dass das Personal noch mehr Champagnerflaschen öffnet. Das passt Gina nun gar nicht in den Kram, doch sie fügt sich und zieht los. „Warte auf mich im Untergeschoss!“, fordert Abigale Shane auf. Dort würde eine Überraschung auf sie warten…

Im Gefängnis sind bereits die Lichter aus. Helena liegt noch wach auf ihrem Etagenbett über der unruhig schlafenden Dusty, die einen Albtraum hat und sich laut stöhnend hin und her wälzt. Helena macht sich Sorgen um ihre Zellengenossin, zögerlich klettert sie herunter um Dusty sanft zu wecken. Doch sie lässt sich nicht sanft wecken, Dusty erschrickt dermaßen, dass sie mit einem Sprung aus dem Bett ist und Helena an die Kehle fasst. Sogleich bemerkt sie jedoch ihren Fehler, sie lockert ihren Griff und greift nach Helenas Hand. Aber Helena will nicht nur ihre Hand, sie beugt sich prompt vor und küsst Dusty, die diesen Kuss sofort leidenschaftlich erwidert. Beide geraten schnell in wahnsinnige Erregung, gerade als Dusty Helenas Shirt hochzieht, bringt Helena keuchend die Frage auf, ob Dusty nur jemanden verteidigt hat? Oder ob sie jemand so sehr zur Weißglut getrieben hat, dass sie unzurechnungsfähig war? „Unzurechnungsfähig?“, wiederholt Dusty mehr nebenbei. „Ja, als du gemordet hast.“, erklärt Helena unter ihrem stöhnen. „Gemordet???“, Dusty weiß nicht, wovon Helena spricht. „Ich sitze wegen Steuerhinterziehung hier!“, klärt sie hektisch auf und küsst sich weiter Helenas Bauch entlang nach unten…

Shane möchte nun auch endlich die Feier verlassen und zieht sich bereits die Jacke über als ein Bediensteter ihr eine Nachricht von der Dame des Hauses zusteckt. Überrascht liest sie die Worte auf dem Zettel. Der junge Mann hat genaue Anweisungen bekommen, er bittet Shane, ihm zu folgen…

Auch Jenny und Adele verlassen die Festlichkeiten. In der Warteschlange zur Garderobe bewundert Adele den Herrn des Hauses, es wäre unglaublich, dass er einfach so Jennys Film finanziert. Jenny sieht es etwas anders, Willy sei dankbar, bei dem Film mitwirken zu können. Auch Adele wird ihn sicherlich bald näher kennen lernen dürfen, wenn sie erst Jennys Assistentin ist. Adele sieht Jenny verblüfft in die Augen, versteht erst nach einer Nachfrage, was sie gerade gehört hat und fällt Jenny dankbar in die Arme. Sie wünscht sich nichts anderes, als ihre Assistentin zu sein und verspricht, sehr hart dafür zu arbeiten. Jenny freut sich ebenfalls, endlich wieder jemanden gefunden zu haben…
Shane betritt den Raum, der ihr von dem Angestellten gewiesen wurde. Die Hausherrin sitzt leicht bekleidet, mit Nylons und High-Heels auf einem antiken Tisch und schlürft Champagner. Shane wirkt nicht sehr überrascht, sie nimmt vorsichtshalber auch noch ein Glas. Die Dame des Hauses hat Shanes Blicke auf der Wendeltreppe genau gesehen, deswegen bräuchte Shane jetzt nicht die Unschuldsnummer auflegen. Shane wirkt nervös, doch ihre Gesprächspartnerin legt noch einen drauf: Die Blicke machten sie tierisch an! Sie irrt sich doch nicht etwa? Shane schüttelt den Kopf, immer noch sehr wortkarg. Die Lady möchte von Anfang an klar stellen, dass es nichts gäbe, was sie noch nicht ausprobierte, kein Gesetzt, das sie noch nicht gebrochen hätte und dass da nichts wäre, was sie sich nicht für Geld kaufen könnte. Langsam zieht sie ihr Negligé aus. Shane ist sprachlos. „Ich will, dass du mir die Orte zeigst, an denen ich nie gewesen bin!“, fordert die Hausherrin und sitzt inzwischen barbusig vor Shane. „Wenn ich könnte…“, stottert sie nur verlegen. „Und ob du kannst! Und du wirst!“, befiehlt ihre Partnerin in sanftem Ton, greift nach Shanes Hand und führt sie an ihren Busen. Shane lässt sich nur allzu gern auf dieses Spiel ein, sie beginnt die fremde Frau zu küssen…
In diesem Augenblick suchen Abigale und Gina in dem großen Haus nach Shane. Sie zicken sich gegenseitig in dem Vorflur zu den Privaträumen an als sie aus einem der Zimmer Gestöhne hören und neugierig werden. Hektisch stürmen sie die Tür zu dem Raum, in dem Shane mit deren Mutter gerade Sex auf dem antiken Tisch hat. Voller Entsetzen rufen sie abwechselnd „Mutter!!!“ und „Shane???“, Gina fordert ihre Mutter auf, sofort von Shane zu lassen, sie würde nur ihr gehören! Abigale beschimpft Shane als Betrügerin! Die Mutter verteidigt ihr Handeln mit dem Argument, Shane würde eine Frau brauchen, die sie an nie geahnte Orte führen kann! Shane nutzt die Gunst der Stunde, schnappt sich ihre Jacke und reißt aus. Sie ist nicht scharf darauf, Teil der weiteren Diskussion zu werden. Die Mutter entdeckt Shanes Plan, als diese gerade durch die Tür verschwindet. Alle drei rennen völlig hysterisch hinterher, Shane hat große Mühe, sich im Laufen wieder ihre Hose hoch zu ziehen. Fieberhaft sucht sie am Schlüsselboard ihren Wagenschlüssel, doch ihre Verfolgerinnen kommen immer näher. Also gibt Shane ihren Plan auf, mit dem Auto zu fliehen und flitzt aus dem Haus. Glücklicherweise fährt Jenny in dieser Sekunde mit ihrem neuen Porsche an der Vordertür vorbei, geistesgegenwärtig springt Shane in den offenen Wagen und feuert Jenny an, Gas zu geben! Die drei liebeskranken Verfolgerinnen geben aber nicht auf, sie verfolgen den Wagen die gesamte Ausfahrt entlang, bis sie enttäuscht aufgeben müssen.