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4.11 Literary License To Kill

Die Kamera dreht sich um Kits Gesicht, die angestrengt versucht, den Sex mit ihrem noch unbekannten Partner zu genießen. Gerade scheint es, als ob er mit seinem Mund zwischen ihren Beinen den richtigen Punkt erwischt hat, doch dann ist es abermals vorbei und Kit spürt wieder nichts. Hoffnungslos bittet sie ihn, aufzuhören und sich zu ihr zu legen und siehe da! Ich muss mich korrigieren! Es ist eine Partnerin! Papi rückt entmutigt nach oben, renkt sich demonstrativ ihren Kiefer wieder ein und beteuert, dies wäre ihr in ihrem gesamten Leben noch nie passiert! Kit schwört glaubhaft, es liegt nicht an Papi. Zaghaft gesteht sie sich achselzuckend selbst ein, wohl doch keine Lesbe zu sein…

Der Titelsong beginnt…

Alice bekommt eine Motorradfahrstunde von Tasha, die sich mutig als Sozius hinter sie gesetzt hat. So schlecht fährt Alice gar nicht, gibt Tasha am Ende der Fahrt lächelnd zu. Alice überrascht sie zudem noch mit einer Einladung zu einem Kurztrip nach Mexico Anfang Mai, wenn ihre neu überarbeitete Website online geht. Tasha ziert sich etwas, sie nimmt so teure Geschenke nicht leicht entgegen. Alice zieht sie flirtend über die Straße als plötzlich ein Auto ungebremst auf sie zu rast! Gerade kann Tasha sie noch auf den Bürgersteig schubsen und selbst hinterher hechten, wobei ihr Erinnerungen aus dem Irak durch den Kopf schießen. Alice beschimpft den unaufmerksamen Fahrer aufs Gröbste während sie sich ihre schmerzende rechte Hand hält. Tasha ist immer noch nicht ganz zurück aus ihren angsteinflößenden Gedanken…

Angus liest am Tresen des Planets in Jennys Buch ‚Lez Girls‘ als Kit und Papi Arm in Arm das Lokal betreten, sich aber kurz darauf voneinander lösen und Kit sich neben Angus erst einmal eine Kopfschmerztablette einwirft. Angus prophezeit, Bette wird mit absoluter Sicherheit ausrasten, wenn sie das Buch zwischen die Finger bekommt! Kit interessiert diese Lektüre und ihre Schwester gerade herzlich wenig. Angus sieht fragend zu Papi herüber, zögernd möchte er wissen, ob zwischen Kit und ihr etwas läuft? Kit lässt ihn aber im Ungewissen, das geht ihn definitiv nichts an, außerdem wundert es sie, dass sich plötzlich jeder um ihre Privatangelegenheiten kümmert! Angus will sich garantiert nicht in ihre Angelegenheiten mischen, er weiß aber, Kit ist vieles, doch bestimmt nicht lesbisch! Aber wenn Papi sich nur halb so viel um Kit sorgen würde, wie er es tut, würde sie nicht zulassen, dass Kit wieder zu trinken beginnt! Kit sieht ihn wütend an als sie mit fast drohendem Ton bemerkt, daran hätte er vielleicht denken sollen bevor er die Lippen der Babysitterin an seinem *pieps* hat lutschen lassen…

Bette ist auf dem Weg in ihr Büro. Um sie herum beginnen die Studenten zu gackern, kaum dass sie an ihnen vorbei geht. Verwundert dreht sie sich zu ihnen, doch die jungen Leute halten sich die Hand vor den Mund und drehen weg. Irritiert betritt sie ihr Büro, in dem Phyllis bereits mit einem Buch in der Hand auf sie wartet und ohne eine weitere Begrüßung von Bette wissen will, ob der Charakter Beth in dieser Geschichte tatsächlich von ihr abgeleitet ist? Bette sieht das Buch ‚Lez Girls‘, in dem Phyllis herumblättert. Es wird gerade überall auf dem Campus gelesen, die Studenten reden zurzeit über nichts anderes. Phyllis liest den Satz vor, in dem Beth in dem Buch vorgestellt wird: „…die sexuelle Ausbeutung wird von Beth gefühlvoll ausgeübt indem sie mit ihrer kompetenten Erscheinung jede Frau, die ihren Weg kreuzt, nur benutzt…“. Bette kann sich nicht vorstellen, dass diese Figur irgendetwas mit ihr gemeinsam hat und reißt ihrer Chefin das Buch aus der Hand. „Will uns Jodie deswegen verlassen?“, fragt ihre Chefin interessiert. Bette fällt aus allen Wolken als Phyllis ihr Jodies Memo vorlegt, indem diese bekannt gibt, umgehend die Schule zu verlassen um im ‚Forest Refuge Art Center‘ in New York eine Ausstellung vorzubereiten. Doch nach wenigen Sekunden fängt sie sich wieder und beglückwünscht Jodie zu diesem Erfolg. Wenn sie sich hier nicht wohl fühlt, betont Bette, sollten sie sie nicht aufhalten. Phyllis versteht die Welt nicht mehr, als Bette und Jodie bei ihr zu Hause waren, waren sie so verliebt, das kann doch nicht urplötzlich vorbei sein? Bette sieht ihr ernst in die Augen, sie möchte darüber jetzt nicht reden. Phyllis atmet enttäuscht aus, dreht sich zur Tür, hält das Buch hoch und bemerkt mit einem ironischen Grinsen, sie kann kaum abwarten zu erfahren, was mit Beth und der Klempnerin passiert… Bette sieht ihr genervt hinterher. Sie weist James an, ihr sofort eine Ausgabe von diesem beschissenen Buch zu besorgen, aber als Werbegeschenk des Verlags, sie will auf gar keinen Fall auch noch für diesen Mist bezahlen!

Max sitzt wieder in einer Konferenz mit seinen Kollegen und seinem Chef. Sein Satellitenprojekt wird als nächster Punkt auf der Tagesordnung aufgerufen, sofort beginnt Max mit der Einführung. Doch bevor er in die Details gehen kann wird er von dem ‚Frauendiskriminierer‘ unterbrochen, der ihn grinsend darauf aufmerksam macht, längst nicht mehr der Projektleiter für das Satellitenprogramm zu sein! Da er es vorzog, lieber in den Urlaub zu fahren, haben sie ihn durch eine Kollegin ersetzen müssen. Der Mann zeigt auf die Mitarbeiterin, die Max noch vor wenigen Wochen mit seinem Coming Out in der Firma verteidigt hat. Die Frau senkt ihren Blick. Er war nicht in Urlaub, verteidigt sich Max, er hat seine Mutter beerdigt! Das spielt keine Rolle, entgegnet der Chef, der zahlende Kunde wollte eh einen Führungswechsel. Max sieht fassungslos von seiner Kollegin zu seinem Chef, schließt die Augen und schüttelt den Kopf. Ohne ein weiteres Wort stürzt er aus dem Konferenzraum…

Tasha muss bei ihrem Vorgesetzten antreten, dem Dinge zu Ohren gekommen sind, die ernsthafte Konsequenzen für sie haben könnten. Zwar ginge ihn ihr Lebensstil nichts an, aber er will nie wieder etwas davon in der Kaserne hören! Genauso wünscht er nicht, dass die Soldaten, für die Tasha ein Vorbild darstellt, davon Wind bekommen! Wenn er sie deswegen nochmals antreten lassen muss, sieht er sich gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Sie soll in Zukunft vorsichtiger sein, rät er ihr mit stechendem Blick…

Max ruft Alice an um sich zu erkundigen, wie viel sie ihm zahlen könnte, wenn er Vollzeit an ihrer Website arbeiten würde. Alice ist gerade mit Helena in einer Edelboutique, sie gibt die Frage an ihn zurück da er doch selbst den Businessplan für sie entwickelt hat. Sie freut sich aber, Max nun ganz in ihrem Projekt involviert zu wissen. Shane gesellt sich zu den beiden, Alice klappt das Handy zu und fordert sie ohne Luft zu holen auf, mit ihr zusammen eine Uhr für Tasha auszusuchen. Helena probiert ein Ohrringpaar nach dem anderen durch. Alice rät ihr freundschaftlich, sich lieber den günstigeren Paaren zu widmen, doch Helena kauft heute auf Catherines Rechnung ein, die ihr ihre Kreditkarte überlassen hat. Wenn sie nächste Woche aus Genf zurück kommt, werden sie gemeinsam wieder Geld gewinnen, von dem Helena auf jeden Fall etwas in Alices Website investieren will. Verärgert gibt sie zu, sie hätte ihr Geld niemals beim Pferderennen einsetzen sollen, das war wirklich dumm! „Hat Catherine dir das erzählt?“, will Shane wissen. Helena nickt und gibt Catherine in ihrer Meinung nachträglich Recht. „Aber es war doch ihr Tipp!“, stellt Alice entrüstet fest. Sie selbst hätte es aber besser wissen sollen, bereut Helena inständig. „Sie verarscht dich!“, regt sich Shane auf. Helena verteidigt Catherine so hart sie kann, sie hilft ihr doch nur dabei, wieder auf eigenen Füßen zu stehen! Doch ihre Freundinnen hören ihr gar nicht mehr zu, Shane interessiert sich für eine lederne Tasche. Alice vermutet, sie ist für Paige gedacht? Doch Shane hält sich bedeckt. Helena ist bestürzt, Shane sieht doch wohl nicht noch eine andere Frau neben Paige? Wieder hält Shane ihre neugierigen Freundinnen im Ungewissen. „Du spielst doch nicht wieder deine Spielchen?“, es klingt mehr wie ein Vorwurf von Alice. Shane dreht, ohne die Mine zu verziehen, den Frauen ihren Rücken zu. Helenas Handy klingelt, Catherine meldet sich aus Europa. Sie sprach soeben mit ihrer Freundin Birdy Lam, die noch heute eine Bleibe in L.A. sucht. Catherine möchte sie in ihrer Hotelsuite wohnen lassen. Helena ist perplex, wo soll sie denn dann bleiben? Dies scheint Catherine fürchterlich egal zu sein, sie bittet Helena, umgehend die Suite zu räumen! Sprachlos legt Helena auf. Alice bekam das Gespräch mit, sie hat es kommen sehen und lädt Helena erneut ein, wieder bei ihr einzuziehen. Doch Helena möchte ihr und Tasha nicht im Wege stehen, sie weiß noch nicht, wohin sie gehen wird. Sie grinst die Verkäuferin breit an und kauft zwei Paar sündhaft kostspielige Ohrringe. Alice entscheidet für Shane, die hässliche braune Ledertasche zu kaufen, im Gegenzug ordert Shane die hässliche Uhr für Alice. Helena will alles mit Catherines Kreditkarte bezahlen…

Die Konferenz läuft ohne Max weiter. Alle sind schwer beschäftigt mit dem Vortrag eines dritten Kollegen als Max wieder zur Tür herein kommt. Er unterbricht die Rede um ‚Auf Wiedersehen‘ zu sagen, erwähnt er mit erhobenem Kopf. Stolz schreitet er von einem Kollegen zum anderen und reicht ihnen seine Hand zum Abschied, auch seinen Chef lächelt er ein letztes Mal freundlich an, er möchte bitte seiner Frau und seinem Kind die besten Wünsche ausrichten…

Phyllis hat sich in ihr Büro zurückgezogen um in Ruhe in dem Buch weiterzulesen. Da betritt ihr Ehemann Leonard den Raum ohne anzuklopfen. Normalerweise wäre der Mann in einer Ehe derjenige, der eine Midlifecrisis erlebt, beginnt er hektisch, aber sie hätte es wiedermal geschafft, allen Naturgesetzen zu trotzen und sich selbst eine Freundin angelacht, die halb so alt ist wie sie. Trotzdem ist er großzügiger weise bereit, ihr zu vergeben und sie zurück zu nehmen! Phyllis erhebt sich langsam aus ihrem Sessel. Sie glaubt, Leonard hat eine kleine, aber nicht unwichtige Sache vergessen…aber ihr Ehemann fällt ihr ins Wort, er sah die Mädchen in diesem Schlafzimmer und Phyllis ist garantiert nicht wie sie! Er kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, Phyllis sei tatsächlich eine Lesbe! Seine Frau sieht ihn mit großen Augen an, sie weiß nicht, was er ihr damit sagen will. Er soll gefälligst aufhören, ihre Psyche zu analysieren! Leonard gesteht ihr ein, eventuell eine kleine lesbische Neigung zu besitzen, aber die Zeiten der Experimente sind nun mal seit einer Ewigkeit für sie vorbei, immerhin ist sie bereits 58 Jahre alt! „Ich bin 56 Jahre alt!“, stellt Phyllis entrüstet fest. Na, da sollte sie doch lieber zur Sicherheit auf ihren Führerschein schauen, rät er ihr im harschen Ton. Sie hat doch wohl nicht wirklich vor, ihre gesamte gemeinsame Vergangenheit einfach so im Klo herunter zu spülen? Phyllis sieht ihn wütend an, ruhig bestätigt sie ihm, gerade die unbändige Lust zu empfinden, ihn im Klo herunter zu spülen! Er glaubt doch nicht eine Minute, er könnte sie zurückbekommen indem er sie beleidigt? Ihr ist es verdammt egal, ob sie jemals im Leben wieder eine Partnerin findet, aber ihr Leben wird ab sofort lebenswert sein, da sie nun endlich weiß, wer sie ist. Nur das zählt für sie! Ihre Vorzimmerdame klopft zaghaft an die Tür, das Auswahlkomitee ist eingetroffen. Mehrere Personen betreten gleichzeitig das Büro. „Du lässt mir keine andere Wahl!“, droht Leonard und stürmt aus dem Raum. Phyllis sieht ihm verunsichert hinterher…

Bette hat ihre Ausgabe des Buches bekommen und blättert oberflächlich darin herum als James sie an das bevorstehende Treffen mit einem Studenten erinnert, der seine erste Ausstellung plant. Bestürzt stellt sie fest vergessen zu haben, sich darauf vorzubereiten! Plötzlich schaut einer ihrer Kollegen durch die Tür, hält ebenfalls eine Ausgabe des Buches hoch und feuert ‚Beth‘ mit schelmischem Grinsen an, wacker durchzuhalten! Bette ist sprachlos. „Das geht entschieden zu weit!“, flucht sie nach einer kurzen Pause, nimmt ihr Handy und wählt entrüstet Tinas Nummer. Bette berichtet aufgelöst, sie sitzt hier gerade mit Jennys armseligem Wälzer und wundert sich, warum Tina sie nicht vorgewarnt hat? Tina wartet in einem Restaurant auf ihre Begleitung. Sie hält dagegen, es erschien ihr nicht notwendig, da Bette selbst von der Geschichte als humorvoll und witzig gesprochen hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie aber noch nicht die ganze Geschichte gelesen, wirft Bette zurück. Tina rät ihr genau das, was Bette ihr vor einiger Zeit auch geraten hat: Es ist nur eine erfundene Person! Bette soll es nicht persönlich nehmen! Verunsichert fragt Bette, ob sie tatsächlich so berechnend wirkt, wie in dem Buch dargestellt? Tina lächelt, sie sei nur ein kleiner Kontrollfreak, was aber erträglich ist. Da betritt Kate mit einem Mann das Restaurant und winkt Tina zu, die Bette am Telefon erklärt, sie muss nun auflegen weil ihre Regisseurin gerade zum Geschäftsessen erschienen ist. „Ach, du bist mit Kate Ardin verabredet? Viel Spaß!“, Bette klingt sehr sauer und legt einfach auf…

Tina wundert sich über Bettes plötzlichen Sinneswandel, schüttelt amüsiert den Kopf und begrüßt mit strahlendem Lächeln ihre zwei Gäste. Kate zieht sich demonstrativ die Sonnenbrille etwas von der Nase um Tina bewundernd zu mustern und ihr flirtend ein Kompliment auszusprechen. Scheu bedankt sich Tina. Kate genießt ihre Macht, Tina in Verlegenheit zu bringen und grinst überheblich. Ihr Begleiter stellt sich als Kates Manager vor. Sie setzen sich. Sofort möchte Tina erfahren, wie die Arbeiten mit Jenny an dem Drehbuch voran schreiten? Kate stützt ihren Kopf in ihre Hände, sie sucht nach den passenden Worten und beginnt vorsichtig zu berichten, es sei sehr anstrengend… Ihr Manager unterbricht sie und spricht Klartext: Diese Autorin ist absolut inkompetent! Kate schwächt die Worte leicht ab, Jenny sei eine gute Schriftstellerin, aber definitiv keine Drehbuchautorin. Tina möchte die bisherige Arbeit an dem Drehbuch sehr gerne lesen und bittet um die bereits fertigen Seiten. Der Manager stellt fest, dass Kate gewiss nicht das Drehbuch für diese Jenny schreiben wird! Sie hat einfach zu viele Projekte in Aussicht um damit ihre Zeit zu verschleudern, Jenny ist eine reine Zeitverschwendung! Tina muss sie dringend loswerden! Tina ist bestürzt, damit hat sie nun nicht gerechnet. Doch irgendwie wird er sich mit Jenny abfinden müssen, da sie die Rechte an der Geschichte besitzt. Sie ist davon überzeugt, es wird sich alles arrangieren lassen, wenn nur das erste Arbeitsskript gut geschrieben ist. Kate lenkt ein, sie hätte nichts gegen Jenny, sie mag sie sogar. Und sie hat auch nicht vor, diesen Film aufzugeben, dafür würde sie es zu sehr genießen, mit Tina zusammen zu arbeiten. Sie zieht lasziv ihre Augenbrauen hoch, sieht Tina schmachtend in die Augen und hofft, wunderbare Dinge mit ihr zusammen erleben zu dürfen…

Jodie hat den jungen Studenten bereits in den Schulausstellungsräumen begrüßt, gemeinsam betrachten sie seine Werke. Er hat sich auf Malerei spezialisiert. Bette erscheint zu spät, schweigend gesellt sie sich dazu. Jodie wirft ihr einen traurigen Blick entgegen, dreht sich dann aber sofort wieder zu dem jungen Mann. Ein weiterer Verantwortlicher der Hochschule macht den Künstler darauf aufmerksam, dass es sich hier um ein Bildhaueratelier handelt und seine Malerei dafür doch etwas zu zweidimensional sei. Jodie hält dagegen, dies ist eine Kunsthochschule und bietet genug Raum zur Interpretation über jeden Schaffensprozess! Doch der Verantwortliche bleibt bei seiner Meinung. Bette gibt fast schüchtern und vorsichtig zu, derselben Ansicht zu sein. Wenn der Student sich auf Malerei konzentrieren möchte, sollte er diesen Kurs verlassen. Der Student ist bereit, seinen Bildern mehr dreidimensionalen Ausdruck zu verleihen, schlägt er bittend vor und zeigt auf ein Werk an der Wand. Jodie und Bette stehen im kurzen Abstand nebeneinander davor, beiden ist das Bild gerade ziemlich egal. Sie zittern fast vor Angst und Enttäuschung, doch keine von beiden wagt etwas zu sagen…

Paige und Jared besuchen Shane zu Hause. Nach einer herzlichen Begrüßung übergibt Shane dem Jungen ein Geschenk, obwohl sein Geburtstag ja noch etwas hin ist. Es ist die limitierte Actionfigur ‚El Panda‘, die sich Jared schon lange wünscht. Während Shane sich mit dem Kind und dem Spielzeug beschäftigt, nimmt sich Paige eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und murmelt betrübt vor sich hin, natürlich wäre es kein Geburtstagsgeschenk, morgen ist ja auch nicht Jareds Geburtstag! Shane dreht sich voller Spaß zu ihr und bittet, morgen mit Jared etwas zusammen unternehmen zu dürfen. Paige lächelt hilflos zurück, solange er seinen Geigenunterricht deswegen nicht verpasst, kann sie sich gerne mit ihm verabreden…

Henry schneidet sich im Wohnzimmer auf dem Sofa die Fußnägel und sammelt die abgeschnittenen Enden sorgfältig in einer Schale auf dem Couchtisch. Tina sitzt am Esstisch und wühlt sich mühevoll durch den ersten Drehbuchentwurf. Immer wieder sieht sie genervt auf Henry, bis sie ihn auffordert, seine Fußnägel doch bitte woanders zu bearbeiten. Doch die Bitte prallt an ihm ab, nüchtern schlägt er vor, sie soll doch den Raum wechseln! Tinas Handy klingelt, Kate erkundigt sich nach ihrer Meinung über das Skript. Deprimiert gibt Tina zu, es ist einfach nur schlecht! Wieder beginnt Kate zu flirten. Tina wird leicht rot, sieht Henry verlegen aus den Augenwinkeln an und begibt sich lieber auf die Terrasse, um sicherzustellen, dass ihr Lebensgefährte nichts von diesem Gespräch mit bekommt. Henry sieht ihr misstrauisch hinterher. Draußen beteuert Tina, sie würde herzlich gerne mit Kate ausgehen wollen, doch leider hat sie ‚ihm‘ bereits versprochen, heute Abend hier zu bleiben. Warum sie das tat, kann sie auch nicht mehr sagen…

Max ist zu Grace gefahren, gemeinsam stoßen sie mit einem Glas Wein auf seine neugewonnene Freiheit an. Schmunzelnd betont Grace, wie stolz sie auf ihn ist, weil er es tatsächlich durchgezogen hat. Sie beugt sich vorsichtig vor und küsst ihn. Max erwidert den Kuss, seine Hände gleiten bereits über ihren Rücken und ziehen sie fordernd an sich heran. Schnell wirft sie ihr T-Shirt ab und dreht sich um damit Max ihren BH öffnen kann. Auch die Jeans ist schon ausgezogen, nur im Slip setzt sie sich auf Max‘ Oberschenkel um ihn leidenschaftlich zu küssen. Max‘ Hände streicheln ihren gesamten Körper, der sich vor ihm berauschend räkelt. Plötzlich drückt Grace ihn in den Sessel zurück, nun möchte sie ihn entkleiden, doch Max stoppt sie. Er fühlt sich in diesem Körper noch nicht wohl, in wenigen Wochen, wenn er die Operation hinter sich hat, wird sich das aber ändern. Grace möchte ihn aber jetzt schon spüren, sein Körper fühlt sich für sie bereits gegenwärtig gut an. Max entspannt sich und überlässt ihr die Führung. Verführerisch streicht sie ihm die Jeans von den Beinen und massiert den künstlichen Penis in seiner Unterhose. Sie sieht im fest in die Augen als sie sein bestes Stück mit einem Handgriff aus dem Hosenschlitz zieht und auf den Boden fallen lässt. Max ist im ersten Moment schockiert, als Grace jedoch die ganze Unterhose von seinen Beinen zieht und ihre Lippen genussvoll in seinem Schoß vergräbt, konzentriert er sich auf das Spiegelbild, das er im gegenüberliegendem Wandspiegel erblickt. Es sieht fast so aus, als ob er von ihr einen Blowjob erhält. An diesen Gedanken krallt er sich und schließt die Augen…

Spät abends liegt Bette in ihrem Bett und liest sich Jennys Buch nun genauer durch. Mit fieberhafter Verachtung blättert sie sich durch die Seiten, immer wieder fluchend, das habe sie niemals gesagt oder getan! Sie hat die Nase gestrichen voll! Schäumend vor Wut klappt sie den Schinken zu und beschwört, das sei der reinste Rufmord…

Am nächsten Morgen bereitet Henry in der Küche das Frühstück zu. Tina schleicht herein, leise bittet sie ihn um ein Gespräch. Henry sieht nicht von seinen brutzelnden Spiegeleiern auf als er sich einverstanden erklärt, er hat wohl schon länger mit diesem Augenblick gerechnet. Wenig überrascht hört er Tinas Worte, sie ist unzufrieden in dieser Beziehung. Für sie fühlt es sich so an, als ob sie sich auseinander leben. „Genau!“, bestätigt er und holt die Auflage aus dem Kühlschrank. Tina ist verblüfft ihn so zustimmend zu erleben. Gezielt fragt er, ob es jemand anderen in ihrem Leben gibt? Tina ist entrüstet, natürlich nicht! Nervös spielt sie mit einem Apfel, wobei sie mehrmals nachdenklich ihr ‚nein‘ wiederholt. „Ist es eine Frau?“, Henry sieht ihr direkt ins Gesicht. Sie schüttelt den Kopf, schaut ihn niedergeschlagen an und behauptet, es hätte nichts mit ihr zu tun. Jetzt wird Henry richtig sauer, er fragt nach dem Namen. Doch Tina beschwört weiterhin, es ginge hier allein um sie und ihn, um ihre Beziehung. Henry wusste, dies würde eines Tages passieren! Tina sieht ihn verständnislos an, was will er damit sagen? Henry wirft ihr lautstark vor, die Begriffsstutzigkeit jetzt vorzutäuschen. Einmal eine Lesbe, immer eine Lesbe! Er fragt sich selbst, was er eigentlich anderes erwartet hat? „Aber wir mochten uns doch, wir fanden uns anziehend und wir hatten viel Spaß beim Sex!“, entgegnet Tina mit verzweifelter Stimme. Anscheinend brauchte sie gerade zu dem Zeitpunkt in ihrem Leben diese Abwechslung, vermutet Henry. Aus welchen Gründen auch immer! Soviel Wahrheit kann Tina so früh morgens nicht ertragen, sie schreit ihn an, er soll den Mund halten! Er brüllt zurück, was sie denn jetzt von ihm erwarten würde? Gar nichts, antwortet sie mit fiesem Unterton. Er soll das tun, was er immer macht, nämlich gar nichts! Beide starren sich wütend an. „Dann sollten wir es herausfinden!“, schlägt Henry endlich mit ruhiger Stimme vor. „Was herausfinden?“, wieder weiß Tina angeblich nicht, wovon er spricht. Henry hat genug, gereizt wirft er die Pfanne mit den Eiern in die Spüle und lässt Tina allein in der Küche zurück…

Alice erwartet Tasha in ihrer Wohnung. Sie hat einige rote Rosen auf dem Tisch platziert und in deren Mitte das Schmuckkästchen mit der Uhr gelegt. Schnell schreibt sie noch einige Worte in die Karte und versteckt sich dann im Nebenraum als Tasha bereits zur Tür herein kommt. Die hat augenscheinlich nicht so gute Laune, auf ihrem Weg ins Wohnzimmer ruft sie nach Alice. Dort bleibt sie abrupt stehen. Lächelnd betrachtet sie die Blumen, streichelt sanft über die Karte und öffnet sie. Im Hintergrund lugt Alice neugierig hinter dem Türrahmen hervor. Tasha klappt den Deckel der Schatulle auf. Ihr Gesicht wird todernst als sie die Uhr erblickt. Zaghaft nimmt sie sie aus dem Kasten und dreht sie herum. Auf der Rückseite befindet sich eine Gravierung im Armband: „TMW (= To My Wife) WITH LOVE, A.“. Wieder schießen Tasha Erinnerungen an den Irak durch den Kopf. Sie sieht eine Armbanduhr mit einer Gravur vor ihrem geistigen Auge, die ihre Kameradin Lisa weinend in den Dreck wirft. Tasha nimmt sie tröstend in den Arm, sie muss sich zusammenreißen solange sie sich hier im Kampfgebiet aufhält! Sobald sie wieder zu Hause ist, wird sie ihr Kind zurück bekommen, verspricht Tasha. Gedankenblitze unterbrechen ihre Erinnerung, in denen sie Lisa in voller Montur durch Granatenfeuer rennen sieht. Lisa wird getroffen! Tasha stürzt zu ihr und hält ihre sterbende Kameradin panisch in den Armen… Zurück in Alices Wohnzimmer wirft sie schockiert die Uhr auf den Tisch und stürzt aus der Wohnung. Alice versteht nicht, was gerade passiert ist, verblüfft kommt sie aus dem Nebenraum und ruft ihrer Freundin hinterher, doch die kann sie nicht mehr hören…

Am nächsten Tag wartet Alice ungeduldig in ihrem Auto auf dem Parkplatz der Kaserne auf Tasha. Die vorbeikommenden Soldaten werfen ihr amüsierte Blicke zu. Plötzlich rollt ihre Partnerin auf dem Motorrad heran. Tasha entdeckt sie schon aus der Entfernung, ihr Gesichtsausdruck lässt keine Freude über den Überraschungsbesuch vermuten. Alice steigt aus ihrem Wagen, zielstrebig stolziert sie in ihrem Sommerkleid und High-Heels quer über den Parkplatz auf Tasha zu und stellt sie zur Rede, wohin sie letzte Nacht verschwunden sei? Tasha will hier und jetzt nicht darüber diskutieren, auch will sie Alice auf gar keinen Fall mit in ihr Büro nehmen um dort zu sprechen. Alice sollte eigentlich überhaupt nicht hier sein! Tasha reißt sich zusammen, ruhig erklärt sie ihre derzeit schwierige Lage. Der Soldat auf der Rennbahn hat sie gemeldet und wenn ihr Vorgesetzter nicht so verständnisvoll gewesen wäre, hätte er eine Untersuchung veranlasst, die zweifellos mit ihrer unehrenhaften Entlassung geendet hätte! Alice versteht kein Wort. Welchen Verbrechens hat Tasha sich denn schuldig gemacht? „Homosexuelles Verhalten! Jemals davon gehört?“, wirft Tasha entsetzt zurück. Alice starrt sie sprachlos an. In dieser Sekunde wird Tashas Vorgesetzter gerade aus der Militärbasis chauffiert. Er beobachtet seine Untergebene mit argwöhnischem Blick bevor er den Kopf mit geschlossenen Augen wegdreht. Nochmals bittet Tasha ihre Freundin inständig, das Kasernengelände zu verlassen und macht sich auf den Weg in ihr Büro…

In der Angestelltenküche der Hochschule schält sich Jodie gerade eine Orange als Bette herein kommt um sich einen Kaffee zu holen. Sie werfen sich einen kurzen Blick zu und sehen sofort wieder weg. Ruhig holt sich Bette einen Becher aus dem Hängeschrank, wendet ihren Kopf kurz herum und überlegt, etwas zu sagen. Ihr fehlen aber die Worte, also dreht sie sich schweigend zur Kaffeemaschine. Auch Jodie möchte die Situation klären, sie sieht nun Bette kurz an, entscheidet sich jedoch auch wieder um und widmet sich weiter ihrer Orange. Die Spannung zwischen beiden steigt ins Unerträgliche. Jodie holt eine Plastikflasche aus dem Kühlschrank, auf der ‚Dekan Porter‘ geschrieben steht. Sie dreht sich nochmals zu Bette und fragt, ob sie den Inhalt benutzen darf? Bette ist erschrocken, perplex gestatten sie es ihr, jeder dürfte es verwenden. Unsicher sieht sie zurück auf ihren Kaffeebecher, dabei dreht sie Jodie erneut ihren Rücken zu. Die Künstlerin stutzt, sie kann nicht glauben, dass Bette nicht mit ihr reden will! Tief enttäuscht stellt sie die Flasche zurück an ihren Platz, schnappt sich ihre Orange und flieht aus der Küche. Bette sieht ihr verzweifelt hinterher…

„Mama! Du bist keine Lesbe! Du bist meine Mutter!!!“, grinst Phyllis‘ Tochter Molly sie verständnislos an. Und außerdem könnte sie nicht nach fast 25 Ehejahren aus heiterem Himmel einfach so entscheiden, homosexuell zu sein! Leonard nimmt seine Tochter in den Arm, wendet sich an Phyllis und betont, sie sei ein Teil der Familie und hat das Recht zu erfahren, was hier gerade vor sich geht! Phyllis hätte aber sehr gerne den Zeitpunkt selbst gewählt, ihren Kindern von ihrer Entscheidung zu berichten. Molly interessiert vor allem, wer sich in Zukunft um ihren Vater kümmern wird? Phyllis wird ungeduldig, schließlich ist sie bestimmt keine Krankenschwester, Leonard ist ein erwachsener Mann, der wohl auf sich selbst achten kann! Auch sollte er nicht in der Mitte des Semesters seine Tochter aus der Uni holen, um sie für ihn sprechen zu lassen! Über sie sollte sie sich mal gar keine Sorgen machen, winkt Molly ab, würde sie wahrscheinlich auch gar nicht, ihre Mutter denkt ja eh nur an sich! Diese Worte treffen Phyllis tief. Leonard betont in aller Deutlichkeit, er hätte sein ganzes Leben auf Phyllis aufgebaut, er lebte nur für sie! Phyllis sinkt innerlich zusammen, dieses Gespräch empfindet sie als unfair. Mit feuchten Augen sieht sie ihrer Tochter ins Gesicht, sie sorgt sich um sie und ihre Schwester mehr als um alles andere in dieser Welt. Aber sie kann keine Lüge mehr leben. Leonard ist der beste Mann, den sich eine Frau zum Ehemann wünschen kann, doch nun hat sie endlich herausgefunden, wer sie ist und es wäre tödlich für sie, weiterhin in dieser Ehe zu bleiben! Molly grinst sie wie eine Irre an, die wirres Zeug redet. „Tödlich?“, wiederholt Leonard. Phyllis nickt ihm genervt zu. Die Tochter findet das Verhalten ihrer Mutter typisch, sie war schon immer für große Dramen! Überheblich gibt sie ihr den Tipp, endlich erwachsen zu werden! Phyllis‘ Stimme wird ganz ruhig und ernst als sie sich aufrichtig bei Molly dafür entschuldigt, sie so sehr verletzt zu haben. Aber irgendwann, hofft sie unter Tränen, wird ihre Tochter ihr genauso viel Glück im Leben gönnen, wie sie ihrer Tochter selbst wünscht…

Paige holt ihren Sohn von der Geigenstunde ab. Ihm knurrt der Magen, gibt er fröhlich zu. Paige möchte mit ihm gerne zur Feier des Tages in ein Restaurant gehen, heute ist ihr Geburtstag! Jared verzieht seine Mundwinkel, daran hat er überhaupt nicht gedacht… Seine Mama verzeiht es ihm gerne, er darf sich auch aussuchen, wohin es gehen soll. Dem Jungen tut es wirklich leid, zögernd fragt er, ob sich Shane zumindest schon gemeldet hat? Enttäuscht verneint Paige, sie vermutet, Shane hat keine Ahnung von ihrem heutigen Ehrentag. Aber schließlich hat sie es auch nur ein Mal kurz am Rande erwähnt, das kann sich ihre Freundin unmöglich gemerkt haben. Jared möchte im Planet essen, dort waren sie mal zusammen mit Shay…

Bette sitzt weinend auf den Treppen ihrer Terrasse, Tina sitzt neben ihr und legt tröstend einen Arm um sie. Unter Tränen fragt Bette, was zur Hölle sie ständig falsch machen würde? Tina schüttelt den Kopf, sie würde gar nichts falsch machen. Aber Bette fordert eine ehrliche Antwort, warum ist es so hart, mit ihr eine Beziehung zu führen? Tina sieht ihr tief in die Augen. Bette bittet, ihr alles zu erzählen, was Tina jemals gestört hat. Tina atmet schwer aus, denkt einen langen Moment nach und sieht Bette wieder in die Augen. „Du bist ein Kontrollfreak!“ Bette fällt aus allen Wolken. Sie bezweifelt doch sehr, so herrschsüchtig zu sein. Außerdem muss man zwischendurch die Dinge selbst in die Hand nehmen, damit sie erledigt werden, das macht doch jeder! Tina entgegnet sanft, Bette vermittelt ihren Partnerinnen aber ständig das Gefühl, ihre Sorgen seien schwerwiegender als die der anderen. Nur ihre Bedürfnisse zählen, nur ihre Arbeit ist wichtig, nur sie hat immer die einzig richtige Meinung. Wieder laufen Bette die Tränen über die Wangen, das muss schrecklich für Tina gewesen sein, stellt sie reumütig fest. Am Boden zerstört entschuldigt sie sich für ihr abscheuliches Benehmen in ihrer Beziehung. Tina streichelt ihr zärtlich über das Haar, sie würde es inzwischen mit ihrem eigenen, langweiligen Verhalten, das sie ständig an den Tag legt, überdecken… Bette sieht verwundert zu ihr auf, „Würdest du?“. Tina lächelt verlegen. Dann lenkt sie das Thema auf Jodie, in der Bette Ihresgleichen gefunden hat, glaubt sie. Sie ist genauso stark, stellt Tina fest. Es liegt nur an Bette, ob sie damit umgehen kann? Doch Bette will in diesem Augenblick nicht über Jodie reden, sie interessiert viel mehr, was zwischen Tina und Kate Ardin läuft? Tina grinst, sie weiß nicht, worauf Bette anspielen will. „Ti! Kate Ardin?“, lächelt Bette sie neugierig an. Wieder spielt Tina ihre Unschuldsnummer, zögerlich gibt sie zu, sich zu Kate hingezogen zu fühlen. Sie ist sich aber sicher, Kate sei absolut nicht an ihr interessiert. Doch Bette weiß es besser, sie sah Kates Interesse ziemlich deutlich. Tina wird still, mit leerem Blick verrät sie, noch nicht dazu bereit zu sein, sie möchte zurzeit lieber alleine bleiben. Außerdem wäre es unangebracht, da sie mit Kate zusammen arbeitet! Bette schließt wissend die Augen. Ferner hat Tina gerade ganz andere Sorgen, sie muss Jenny feuern, was sie entsetzlich findet. Bettes Wut über Jenny kommt wieder hoch, sie verdient es, gefeuert zu werden! Wenn sie könnte, schwört Bette, würde sie sie liebend gerne für Tina in die Hölle schicken! Bette wird nachdenklich, gerade fing sie an, ihr Leben allein in den Griff zu bekommen… Sie schüttelt enttäuscht den Kopf. „Verfluchte Jodie!“, flüstert sie fast unhörbar. Tina wundert sich gar nicht darüber, dass Bette von Jodie davon läuft. Endlich hat sie jemanden getroffen, der ihren Mist nicht duldet, lächelt sie lieb. „Du musstest meinen Mist nicht dulden!“, behauptet Bette ernsthaft. Tina kann darüber nur lachen, sie grinst Bette breit und mit weit geöffneten Augen an um ihr amüsiert recht zu geben. Bette schießen erneut Tränen über das Gesicht, als sie sich eingesteht, tatsächlich von Jodie davon zu laufen. Tina hat gleich bemerkt, welch unglaubliche Energie zwischen ihnen beiden herrscht, was sie sehr hart getroffen hat, gibt sie kleinlaut zu. Auch ihr steigen nun Tränen in die Augen. Bette nimmt sie behutsam in den Arm, Tina lehnt sich traurig an sie. Zusammen schauen sie auf das glänzende Wasser im Pool…

Abends treffen sich fast alle im Planet. Hinter dem Tisch der Clique liegen einige sehr geschmackvoll eingepackte Geschenke bereit. Tina hat Kate Ardin mitgebracht, die sofort die Alleinunterhalterin spielt und der Gruppe lautstark einen Schwank aus ihrer Vergangenheit erzählt. Tina kann ihre Augen nicht von ihr lassen. Jenny flüstert Shane und Alice zu, Kate würde vermutlich gerade alles erfinden. Alice ist ab sofort nicht mehr begeistert von Kates Erzählungen… Shane schaut ständig ungeduldig zur Tür, sie erwartet jemanden. Schon betreten Paige und Jared den Laden. Da hier heute Abend offensichtlich ein Liveauftritt statt findet, schlägt sie ihrem Sohn vor, lieber woandershin zu gehen. Doch bevor sie umkehren können werden sie von Kit herzlich begrüßt, die ihnen offenbart, hier in wenigen Augenblicken die Band ‚Goldfrapp‘ live erleben zu dürfen. Paige ist begeistert, das möchte sie sich auf gar keinen Fall entgehen lassen! Kaum dass sie den Tisch der Clique erreicht, wird sie von fröhlichen ‚Happy Birthday Wünschen‘ empfangen, Shane nimmt sie liebevoll in den Arm um sie stürmisch zu küssen. Paige ist überwältigt…

In der Kunsthochschule findet zu Jodies Ehren eine Abschiedsveranstaltung statt. Viele Lehrkräfte und Studenten haben sich zu diesem Anlass herausgeputzt. Jodie hält ihre Abschiedsrede, die fleißig von Tom übersetzt wird. Ihre Studenten können sich glücklich schätzen, an einer solch grandiosen Schule lernen zu dürfen. Phyllis betritt den Saal und hört interessiert zu. Jodie betont Dekan Porters herausragende Kompetenz, die die überzeugendste und passionierteste Person ist, die Jodie jemals getroffen hat und die bestimmt auch das Leben einiger Studenten für immer veränderte, so wie sie auch Jodies Leben verändert hat. Jodie nickt Phyllis überzeugt zu. Sie zweifelt nicht eine Sekunde daran, dass Dekan Porter auch weiterhin den Studenten viele Grenzen öffnen wird. Jodie erzählt nun von ihrer neuen Herausforderung in New York und von den großartigen Künstlern, mit denen sie dort zusammen arbeiten wird…

Wir hören die Anfangstakte des Songs „Ride a White Horse“ von ‚Goldfrapp‘. Die blonde Sängerin beginnt zu singen, die Menge ist begeistert. Paige bedankt sich mit einem langen Kuss bei Shane, die Jared aufgetragen hat, seine Mutter heute Abend ins Planet zu locken. Alice erkundigt sich bei Papi nach Tasha, sie hat sich immer noch nicht gemeldet. Papi sieht sie ernst an, sie glaubt, Alice und Tasha sollten sich dringend unterhalten! In Alice steigt leichte Panik auf…

Während die Sängerin dem Publikum ordentlich einheizt lehnt sich Jenny zu Kate herüber, sie würde die Sängerin von ‚Goldfrapp‘ gerne als Darstellerin von Jessy in ihrem Film gewinnen. Jenny grinst Kate dabei herausfordernd an. Kate braucht einen Augenblick um Jennys Gedankengängen folgen zu können, nickt dann überzeugt und bestätigt, dies sei eine tolle Idee! Auch Jenny ist von ihrer Eingebung begeistert, provokativ wischt sie Kate eine Haarsträhne aus dem Gesicht…

Angus beobachtet Kit, die direkt vor seinen Augen von einem jungen Typen etwas Koks angeboten bekommt und es spontan durch die Nase zieht. Sie fühlt sich wieder jung und redet mit dem Dealer im Straßenjargon, der ihr Auftreten aber eher lächerlich findet und sie ‚Mama‘ nennt als er sie auffordert, einen Gang herunter zu schalten. Kit beschimpft den Typen ziemlich ordinär, in dieser Sekunde begreift sie, wie tief sie gefallen ist. Unter Tränen dreht sie sich um und steht direkt vor Angus. Kit ist am Ende, sie kann nicht mehr. Weinend lehnt sie sich an ihn und gibt zu, alleine nicht mehr damit fertig zu werden. Emotionslos möchte er wissen, was sie dagegen tun will? Kit wird gleich morgen zum Treffen der Anonymen Alkoholiker gehen, verspricht sie mit gebrochener Stimme. Sie sieht ihm eindringlich in die Augen, kann er sie morgen dorthin begleiten? Nun kann auch Angus seine Gefühle nicht mehr zurückhalten, nickend nimmt er sie fest in den Arm…

Bette stürmt in die Verabschiedungsfeier auf der Suche nach Jodie. Phyllis bedauert, dass Bette die tolle Rede verpasst hat, in der Jodie sehr liebevoll von Bette gesprochen hat. „Wo ist sie?“, Bette dreht sich hektisch zu allen Seiten. Sie braust in voller Panik wieder aus der Halle als Phyllis verrät, Jodie sei bereits gegangen…

Eilig und besorgt rast Bette über die langen Flure der Schule in Jodies Atelier. Dort findet sie aber nur Tom, der sorgfältig Jodies Arbeitsutensilien zusammenpackt. Auf Bettes Frage, wo Jodie ist, antwortet er nur mit einem finsteren Blick. „Ich weiß, du glaubst ich bin das größte A*loch der Welt, aber sie hat nicht auf eine meiner Nachrichten geantwortet!“, fleht Bette ihn fast an. Tom vermutet, es könnte daran liegen, weil Jodie bereits in einem Flugzeug sitzt. Bette kann nicht glauben, dass Jodie eine solche Eile an den Tag legt! Doch Tom bestätigt ihr nochmals, sie ist definitiv weg! Bette starrt ihn fassungslos an. Niedergeschmettert verlässt sie die Werkstatt und schleppt sich mit Selbstvorwürfen in den Arbeitsbereich des Ateliers. Langsam besteigt sie das Gerüst, auf dem Jodie ihren provisorischen Schlafplatz eingerichtet hat und lässt sich völlig verzweifelt auf die Matratze fallen. Sie hat alles verloren…

Nachts hat sich Tasha in Alices Wohnung geschlichen. Sie sitzt neben ihrer schlafenden Freundin am Fußende des Betts und schweigt. Alice wacht auf, erstaunt möchte sie wissen, warum Tasha einfach nur so dasitzt. „Deine Uhr ist wunderschön“, bedankt sich Tasha mit heiserer Stimme, „ich kann sie aber nicht annehmen.“. Alice möchte den Grund erfahren. Tasha erzählt von Lisa, die auch eine Uhr von ihrem Ehemann bekam, auf der eingraviert war, er würde sie für immer lieben. Als sie aber im Irak ihr Leben riskierte, ging er mit der Nachbarin fremd. Er ließ ihr das Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter per Gericht entziehen mit der Begründung, sie wäre eine schlechte Mutter, die es vorzog in einen Krieg zu ziehen anstatt sich um das Kind zu kümmern. „Sie erhielt bestimmt ihre Tochter zurück als sie wieder nach Hause kam?“, vermutet Alice. Tasha dreht sich nachdenklich weg, steht auf und steckt die Hände in die Hosentaschen. Lisa hat ihre Tochter niemals zurück bekommen, berichtet Tasha mit festem Blick, sie kam nicht aus dem Irak zurück! Tasha schüttelt mutlos den Kopf, sie hatte zu keiner Zeit geplant sich zu verlieben bis sie wieder weg muss… Alice kann ihr nicht folgen, wohin will Tasha denn gehen? Tasha atmet tief durch, sie hat ihren Marschbefehl bekommen und wird in zwei Wochen bereits auf dem Rückweg in den Irak sein…