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4.07 Lesson Number One

Am frühen Morgen bereitet sich Tasha auf ihre Arbeit vor. Sehr konzentriert legt sie ihre Uniform an und achtet auf jedes Detail ihrer Kleidung. Immer wieder schießen die Erinnerungen aus dem Irak durch ihren Kopf. Sie sieht Kampfsituationen, in denen sie schießen und ihre Kameraden verteidigen muss. Granaten schlagen in Häuser ein, die Splitter fliegen wie Geschosse durch die Menschenmenge. Einige ihrer Kameraden sind getroffen, sie sinken mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Ein kleines irakisches Mädchen läuft verwirrt durch die Kampfszene, im Sand liegen die blutigen Überreste amerikanischer Soldaten…

Der Titelsong beginnt…

Jodie sitzt zufrieden neben Bettes Bett, in dem Bette noch friedlich vor sich hin schlummert. Die Künstlerin hält diesen Anblick in einer Kohlezeichnung fest. Bette erwacht, ihr erster Blick fällt auf Jodie. Glücklich wünscht sie ihr einen guten Morgen, sieht dann auf den Wecker auf ihrem Nachttisch und zieht sich faul die Decke wieder über den Kopf. Sie hat nur 3 Stunden geschlafen, murmelt sie grinsend, Jodie würde sie fertig machen… Wie auf Kommando klingelt auch schon der Wecker, Bette muss zur Arbeit. Doch Jodie möchte sie nicht gehen lassen, wieder soll sie die Regeln brechen, schließlich ist sie der Boss! Sie legt sich zu Bette und unterstreicht ihre Meinung mit einem unfairen Argument in Form eines leidenschaftlichen Kusses. Auf diese Art lässt sich Bette gerne überreden, sie führt die Hand ihrer Partnerin an ihrem Körper herab und zieht sie fest an sich heran. Ihre Zungen spielen berauscht miteinander bis Jodie ihren Kopf auf Bettes Schulter legt und Bette mit ihren Händen unter der Bettdecke fast zur Ekstase bringt. Beide bewegen sich langsam im gemeinsamen Rhythmus. Glücklich flüstert Bette ihr ins Ohr, sie könnte sich glatt in Jodie verlieben… Jodie sieht auf, neugierig möchte sie wissen, ob Bette gerade etwas gesagt hat? Bette dachte nicht an die Taubheit, sie stutzt kurz, möchte den Satz aber lieber noch nicht wiederholen. Sofort führt Jodie ihre Hand tiefer, voller Erregung genießt Bette jede Sekunde, das Verlangen kennt keine Grenzen mehr…

Jenny beerdigt die verbrannten Überreste ihres eingeschläferten Hundes in ihrem Vorgarten. Sie entschuldigt sich bei dem Tier, es so sehr missbraucht zu haben, versichert aber gewissenhaft, es niemals nur benutzt zu haben. Max betritt den Garten, er hält Jennys Story ‚Lez Girls‘ in der Hand. Sie bittet ihn um seine Meinung, die er ihr auch nicht vorenthalten will. Max findet es etwas sehr dick aufgetragen, insbesondere die ‚Beth und Nina‘ Geschichte, die doch sehr beleidigend auf ihn wirkt. Jenny hält dagegen, gerade Bette würde den Schaffensprozess eines Künstlers verstehen. Aber Max glaubt nicht, dass es richtig ist, seine Freunde auf diese Art und Weise bloß zu stellen. Jenny reagiert reserviert, schnippisch schickt sie Max in seinen Trainingsraum, er soll doch lieber ein paar Gewichte heben, da er anscheinend nicht in der Lage ist, ihre Geschichte wirklich zu verstehen! Max feuert ihr das Manuskript entrüstet vor die Füße und verschwindet…

Jodie hat das Frühstück vorbereitet und den Tisch mit viel Liebe gedeckt. Bette ist bei diesem Anblick begeistert. Stolz bemerkt sie, für Jodie ist wohl alles, was sie macht, Kunst. Nein, alles entsteht aus dem Drang heraus, entgegnet ihre Partnerin. Sie achtet nicht auf Verantwortung oder ähnlichen Quatsch! Wieder beginnt sie, Bette mit einem leidenschaftlichen Kuss zu verführen, die sich diesmal, zwar ungern, aber dennoch hartnäckig wehrt, weil sie zur Arbeit muss. Jodie gibt nicht auf. Plötzlich klingelt das Telefon. Bette macht sie zärtlich darauf aufmerksam, steht auf und hebt den Hörer ab. Phyllis sitzt verzweifelt heulend zu Hause, sie hat ihren Geschäftstermin abgesagt. Sie weiß nicht mehr weiter, völlig aufgelöst nippt sie an ihrem Drink. Sie kann nur noch an Alice denken. Bette rät ihr, umgehend ins Büro zu fahren um auf andere Gedanken zu kommen. Jodie beobachtet sie dabei, schüttelt mit dem Kopf und reißt den Hörer an sich. Sie fordert Phyllis auf, zu Hause zu bleiben. Sie wird mit Bette schnellstmöglich zu ihr kommen. Grinsend übergibt sie den Hörer wieder an Bette, die Phyllis verlegen berichtet, Jodie wäre heute morgen schon früh bei ihr erschienen. Die Künstlerin sieht ihr verdutzt in die Augen. Somit gibt Bette betreten zu, die Nacht mit Jodie verbracht zu haben. Phyllis ist erstaunt, dass auch Jodie im Frauenteam (wie Helena so schön sagte) spielt. Bette verspricht, in wenigen Augenblicken mit Jodie zusammen bei Phyllis zu sein. Als Bette den Hörer auflegt, sieht sie Jodie ironisch an, zeigt mit dem Finger auf sie und stellt fest, dass Jodie abgrundtief böse ist! Dann lächelt sie sie an und gibt ihr einen langen Kuss…

Helena sitzt wie ein Häufchen Elend an einem Tisch im Planet. Jenny, Shane, Kit und Alice sitzen neben ihr und versuchen sie aufzubauen. Jenny ist davon überzeugt, dass jeder sich zu gegebener Zeit einmal prostituieren muss. Kit spricht ihr zu, sie muss eben tun, was sie tun muss! Shane wirft ein, dass es sie noch lange nicht zur Hure macht. Alice ist sich nicht so sicher, zögernd hinterfragt sie, ob Helena tatsächlich mit dieser Frau, nur um die Spielschulden zu bezahlen, schlafen will? Helena sieht sie verzweifelt an, sie wüsste nicht, wie sie es sonst begleichen könnte! Jenny erwähnt beruhigend, immerhin ist diese Frau wunderschön… „Umwerfend!“, betont Alice. Helena vermisst die Ernsthaftigkeit in diesem Gespräch, für sie macht es keinen Unterschied, ob sie mit einer mehr oder weniger gutaussehenden Frau für Geld schläft! Fakt ist, sie schläft mit einer Fremden nur um des Geldes Willen! Alice überlegt kurz, stellt dann fest, dass es irgendwie schon einen Unterschied macht… Shane erzählt etwas aus ihrer Vergangenheit, worauf sie wirklich nicht stolz ist und Jenny fühlt sich bestätigt. Mit offenen Armen wiederholt sie ihre Theorie, jeder prostituiert sich irgendwann! Auch Kit erzählt einen Schwank aus ihrer Vergangenheit, doch das lässt Helena nur noch schlechter auf ihr bevorstehendes Schicksal blicken. Shane lächelt, schließlich wäre es nur ein einziger Augenblick in ihrem Leben, dadurch wird sich nichts an Helenas Persönlichkeit ändern! Helena stütz sich mit dem Ellbogen auf dem Tisch ab, lässt ihren Kopf hängen, atmet tief aus und bemitleidet sich selbst…

Tasha hat Papi vor Dienstantritt an einer Imbissbude getroffen, gemeinsam frühstücken sie einen Burrito. Papi schlägt vor, demnächst lieber im Planet zu frühstücken, doch Tasha hat keine Lust auf den Laden. Es wäre aber gut für sie, einmal neue Dinge auszuprobieren, betont Papi. „Das Alice-Ding?“, will Tasha wissen. Darüber ist sie sich noch nicht so sicher, da sie nicht als Experiment dienen möchte, mit dem Alice erfahren kann, wie es ist, mit einer schwarzen Frau zusammen zu sein. Tasha ist eben nicht so wie Papi, die keine Gefühle investiert. Papi glaubt nicht, dass Alice experimentieren will. Ok, vielleicht war sie deswegen mit der Hochschuldirektorin zusammen, vielleicht war sie auch deswegen mit ihr selbst zusammen, aber mit Tasha ist es bestimmt anders! Tasha sieht sie verständnislos an, Papi war mit Alice zusammen? Nein, nicht zusammen in dem Sinne, es war nur die eine Nacht als sie sich kennen gelernt haben, verteidigt sich Papi. So ist sie nun mal, Tasha kennt sie nicht anders, oder? Tasha regt sich plötzlich auf, das hätte Papi ihr auch früher erzählen können! Sie ist wirklich nicht scharf darauf, Papis abgelegte Exfreundinnen aufzuwärmen! Tasha versteht die Art nicht, wie Papi mit Frauen spielt. Wütend fordert sie ihre Freundin auf, endlich erwachsen zu werden! Anscheinend haben sie total verschiedene Wertvorstellungen, stellt Tasha enttäuscht fest und braust mit ihrem Motorrad davon…

Max betritt mit gemischten Gefühlen den Flur zu seinem Arbeitsplatz. Er geht an einigen Kollegen vorbei und stellt sich vor, wie sie ihn gleich auslachen werden, da er sein Geheimnis nun preisgegeben hat. Doch tatsächlich sieht ihn niemand an. Bis auf einen, der unerwartet aus einer Kabine nach Max ruft. Max dreht sich fast ängstlich um. Der Kollege sieht im fest in die Augen, er möchte ihm nur seine Bewunderung aussprechen für das, was Max für die Kollegin und auch für sich selbst getan hat! Max‘ Augen weiten sich, erleichtert und glücklich bedankt er sich. Der Kollege beugt sich vor, mit einem Augenzwinkern flüstert er, auch sein Bruder ist schwul, er macht sich darüber überhaupt gar keine Gedanken…

Helena versucht inzwischen mit einer Münze herauszufinden, ob sie tatsächlich bereit ist, ihren Körper zu verkaufen. Doch das Geldstück landet immer wieder auf derselben Seite, was Helena jegliche Hoffnung nimmt. Jenny unterbricht sie in ihrem Verzweiflungsspiel, Helena soll ihr die Münze geben. Widerwillig gibt Helena auf. Alice checkt derweil auf ihrem Laptop ihre Website ab. Ärgerlich stellt sie fest, dass der Server bereits wieder abgestürzt ist…

Shay und sein neuer Freund Jared mussten in das Büro des Direktors, der auch Shane und Paige als Erziehungsberechtigte dazu gerufen hat. Shay hat einen anderen Jungen niedergeschlagen, der behauptete, Shay und Jared wären schwul weil ihre Mütter Lesben wären. Die Mutter dieses Jungen sah Paige und Shane zusammen in einer verfänglichen Situation. Da hat Shay einfach zugehauen, gibt der Junge kleinlaut zu. „Gut gemacht, Shay!“, lobt ihn Paige. Shane sieht sie überrascht an. Auch der Direktor findet es nicht hilfreich, Gewalt gut zu heißen. Aber Paige findet es unverantwortlich, dass manche Eltern ihren Kindern beibringen, andersartige Menschen auszugrenzen und zu verurteilen. Jared sieht den Direktor an und stellt fest, seine Mutter ist definitiv nicht lesbisch! Paige antwortet ihm streng, dies würde keinen Unterschied machen. Shay wendet sich schüchtern an Shane, leise will er wissen, ob sie lesbisch ist? Shane sieht ihn direkt an und bejaht die Frage ohne zu zögern. Eine kleine Pause entsteht, die Kinder sehen bedrückt auf den Boden. Der Direktor schickt die Jungs für den Rest des Gesprächs vor die Tür. Ruhig betont er die Notwendigkeit, die beiden Kinder zu einer Entschuldigung zu bewegen, somit sich alle wieder vertragen und der Friede wieder hergestellt werden kann. Shane verspricht, sich mit Shay ernsthaft darüber auseinander zu setzen, doch Paige unterbricht sie entrüstet. Sie verlangt, dass die anderen Jungs sich bei Shay und Jared entschuldigen! Der Direktor hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Bezeichnungen ‚schwul‘ oder ‚lesbisch‘ an seiner Schule gefälligst nicht als Beleidigungen gelten! Der Direktor hält dies für eine Illusion, da die Kinder nur das wiederholen, was sie zu Hause lernen. Shane traut ihren Ohren kaum. Vielleicht sollte man ihnen dann zumindest in der Schule die Wahrheit beibringen, fordert sie aufgebracht. Der Mann lächelt verständnislos. Dies ist eine staatliche Schule, in der sie Regeln befolgen müssen und zu seinen Aufgaben zählt… „Ihre Aufgabe ist es, zu helfen, aus diesen Kindern anständige Menschen zu machen!“, Paige sieht ihm scharf direkt in die Augen. Shane versteht seine Bedenken, den Kindern etwas beizubringen, was gegen die persönlichen Ansichten der Eltern geht. Aber er muss trotzdem einen Weg finden, mit diesem Thema in seiner Schule friedlich umzugehen. Der Direktor sieht beide Frauen völlig überfordert an. Ihm fällt absolut kein Weg dazu ein. „Dann werden Shane und ich es eben tun!“, grinst Paige überzeugt…

Tina und ihr Boss befinden sich an einem Drehort außerhalb der Stadt. Beim Mittagessen möchte er Tina dazu bewegen, die Filmrechte für die Story ‚Lez Girls‘ zu beschaffen, doch Tina glaubt nicht, die geeignete Produzentin für diesen Streifen zu sein. Sie mag nichtmal die Geschichte! „Ach, komm‘ schon, Nina!“, lächelt ihr Boss sie an. Tina wird sauer, fängt sich aber sofort wieder und behauptet, nicht die Nina aus der Story zu sein, da diese frei erfunden ist! Ihr Boss weiß es aber besser, genau wie jeder andere auch. Da die Autorin dieser Geschichte Tinas Freundin ist, soll sie die Rechte erwerben! Tina streitet ab, mit Jenny befreundet zu sein, sie waren nur für eine kurze Zeit Nachbarn, mehr nicht! Außerdem ist ihr dieses Buch sehr unangenehm. „Unangenehmer als arbeitslos zu sein?“, will ihr Boss wissen. Tina ist fassungslos, dazu fällt ihr gar nichts ein. Empört entfernt sie sich einige Meter, aber ihr Chef folgt ihr auf dem Fuß. „Hat dich deine Ex wirklich mit einer Klempnerin betrogen?“, fragt er amüsiert. Tina sieht ihm wutentbrannt ins Gesicht. „Es war eine Tischlerin!“, faucht sie ihn an, „Und außerdem ist es frei erfunden!“…

Phyllis heult sich im Schlafanzug auf ihrer Couch die Augen aus. Tom, der Übersetzer, sitzt verlegen neben ihr, Bette und Jodie über Eck. Auch die beiden sehen sich unsicher an. Bisher hielt sie die Bezeichnung ‚gebrochenes Herz‘ nur für eine Beschreibung eines Gefühls, niemand hat ihr jemals verraten, dass das Herz tatsächlich brechen kann, jammert Phyllis. Bette verspricht, bisher sei noch niemand daran gestorben. Phyllis glaubt ihr kein Wort. Jodie wirft ein, dass ein Herz erst dann weiß, was Liebe ist, wenn es bereits einmal gebrochen wurde. Auch wenn es jetzt kaum zu glauben ist, sie wird aber auf jeden Fall eine neue Liebe finden, dabei schmachtet sie Bette mit einem Schlafzimmerblick an. Bette flirtet zurück. Gerade wollen sie sich küssen, da ruft Phyllis ärgerlich im strengen Ton dazwischen, dies augenblicklich zu stoppen, es geht hier ausschließlich um sie! Kaum haben sich beide Frauen wieder Phyllis zugewandt, jammert diese weinerlich weiter, sie will keine andere, sie will nur Alice! Bette versteht sie, die erste Erfahrung mit einer Frau ist unvergesslich. Dieses Gefühl wird sie noch lange Zeit mit Alice verknüpfen. Alle stimmen ein, zusammen versuchen sie zu erklären, was gerade mit Phyllis geschieht und dass Phyllis erst noch lernen muss, damit umzugehen. Phyllis ist aufgebracht, sie muss tatsächlich lernen, lesbisch zu sein? Bette beruhigt sie, diesen Prozess machen alle durch, die ihr Coming Out bewältigen. Doch ihre Gefühle für Alice sind einzigartig, behauptet Phyllis. Bette spricht dagegen, sie erzählt von ihrer ersten Partnerin Fibi in Yale. Sie war eine brillante Künstlerin, älter als Bette. Sie diskutierten stundenlang über die wichtigsten Themen und betranken sich eines Abends fürchterlich. Fibi nahm sie mit in ihr Appartement, drei Tage lang sind sie nicht aus dem Bett gekommen… Jodie sieht Tom überrascht an, voller Respekt nickt sie Bette zu. Bette hätte für diese Frau alles getan, fährt sie fort, sie war zur Selbstaufgabe bereit als plötzlich diese Schauspielerin an der Tür klopfte, die Fibi kurz zuvor für einen Typen verlassen hatte und sie nun zurück haben wollte. Und blitzartig war Bette für Fibi nur noch wie die peinliche kleine Schwester, die man nicht schnell genug los werden kann. Bette hatte das Gefühl sterben zu müssen. Sie brauchte drei Monate, um überhaupt wieder an etwas anderes als Fibi denken zu können. Phyllis sieht sie mitleidig an, schiebt sich einen Löffel Eiscreme in den Mund und beteuert immer noch unter Tränen, niemals zuvor hätte ihr jemand das Herz so sehr gebrochen…

Jenny hat Max angerufen und ins Planet bestellt, damit er sich Alices Problem mit der Website einmal ansieht. Max kam gerne, er musste eh aus diesem engen Büro heraus. Helena weiß, dass die Firma ihn aufgrund seines Coming Outs nicht entlassen kann. Auch Max ist sich dessen bewusst, allerdings vermutet er in seinem Kollegenkreis so einige, die ihm das Leben ab sofort richtig zur Hölle machen wollen. Plötzlich erschrickt er bei dem Anblick der Serverstatistik, die er gerade aufgerufen hat. Allein in der letzten Stunde wollten 40.000 User die Website besuchen! Alice benötigt dringend eine Aufrüstung des Servers! Doch Alice wird das zu teuer, sie spielt mit dem Gedanken, die Seite zu verkaufen. Letztens bekam sie ein Übernahmeangebot für 10.000 $. Ihre Freundinnen sind erstaunt über diesen Betrag. Doch Max ist sich sicher, dieses Angebot ist weitaus unter Wert. Er schätzt den tatsächlichen Verhandlungsbetrag auf 10x so viel. Die Frauen können es nicht glauben. Max ist entschlossen, Alice damit auf die Beine zu helfen. Als erstes soll sie anfangen, Werbeflächen zu verkaufen. Bei der Summe an nachweisbaren Hits sind die Werbepreise astronomisch, schwärmt er begeistert. Alice hört ihm angestrengt zu. Weiter soll sie auf ihrer Site Streaming Videos präsentieren, sowie Musik und eigene Blogs integrieren. Auch Instant Messaging ist ein großes Must auf einer solchen Site. Alice stimmt ihm zu, hat aber nicht die leiseste Ahnung, wie dies alles zu bewerkstelligen ist. Max sieht sie erstaunt an, natürlich weiß sie es! Sie hat den schwersten Teil doch bereits erledigt und die Website erstellt, nun muss sie damit nur noch Geld verdienen! Er wird ihr gerne dabei helfen. Alice ist verblüfft über die Möglichkeiten, sie wirft witzelnd in die Runde, bald eine Internetmillionärin zu sein! Kit bittet sie daraufhin, weiterhin das Planet zu beehren und ihren schwarzen Hintern nicht zu vergessen, wenn die Kohle fließt! Papi gesellt sich dazu, sie wird von Jenny sofort als die Verantwortliche aller Probleme betitelt, die durch ihr intensives Sexleben Alices Server regelmäßig zum Absturz bringt. Doch Papi hat ihren Sinn für Humor wohl an der Imbissbude vergessen…

Auch Jodie berichtet nun von ihrem Coming Out. Lucy war ebenfalls taub, deswegen war der Sex einfach unglaublich intensiv. Bette sieht sie ängstlich an, ob der Sex mit einer tauben Person besser ist, will sie wissen. Nein, nicht besser, aber anders, erklärt Jodie. Sie hat sich damals anders auf ihre Partnerin eingestellt. Bette versucht es zu verstehen, zögernd fragt sie nach, ob Jodie bei hörenden Partnerinnen nicht so tief empfinden kann? Jodie bittet um einen Augenblick Geduld um sich genau an heute Morgen zu erinnern. Mit einem verführerischen Lächeln strahlt sie Bette an, sie könnte sich nicht vorstellen, noch tiefer als vorhin gehen zu können… Könnte Bette es etwa? Beide leuchten sich mit einem glücklichen Grinsen an als Phyllis erneut dazwischen geht. Sie will wissen, was mit Lucy passiert ist. Jodie vollendet ihre Geschichte, sie verliebten sich Hals über Kopf in ihrem ersten Studienjahr, sie planten sogar, den Rest ihres Lebens miteinander zu verbringen. Jodie konnte sich niemals vorstellen, dass diese Beziehung jemals enden würde. Dann traf sie Catha, eine Tänzerin. Sie hatten sofort eine unglaublich intensive Verbindung zueinander. Aber sie wollte Lucy nicht verletzen… „Du hast Lucy für Catha fallen gelassen?“, fragt Phyllis misstrauisch nach. Nicht sofort, gibt Jodie zu, aber in diesem Augenblick begriff sie, dass sie niemals jemandem treu sein wird. „Was?“, Bette dreht sich erschrocken zu Jodie um. Jodie berichtet weiter, sie hat zu beiden Frauen zur gleichen Zeit eine Beziehung gehabt. Bette lehnt sich erschüttert zurück, tausend Gedanken schießen ihr durch den Kopf. Im Endeffekt hat Lucy sich von ihr getrennt, weiß Jodie heute, weil sie durch diese Dreiecksbeziehung immer unglücklicher wurde. Phyllis bemerkt Bettes Angstzustand, tröstend reicht sie ihr ein Konfekt. Nicht nur an diesem hat Bette schwer zu schlucken…

Tina wird von Kit freudig am Tresen im Planet begrüßt. Sie haben sich lange nicht mehr gesehen. Kit deutet auf den Tisch mit den anderen Frauen, die sich bestimmt auch freuen, sie wiederzusehen, aber Tina ist nur hier um mit Jenny zu reden. Sie haben sich telefonisch verabredet, auf die anderen möchte Tina lieber nicht treffen. Kit sieht sie ernst an, sie wünscht sich, Tina würde öfter vorbei schauen. Tina lächelt verlegen. Zögernd spricht sie Kit ihr Mitleid über die Situation mit Angus aus. Kit aber ist davon überzeugt, dass Angus bald wieder der alte ist, er hatte eben nur ein bisschen Pech. Sie gibt ihm genug Zeit um sich von diesem schlimmen Erlebnis zu erholen. Tina sieht sie verdattert an, schüttelt ungläubig den Kopf und bewundert Kit für ihre coole Sicht der Dinge. Tina ist froh darüber, dass Bette Angus zurecht gewiesen hat. Wenn Angus die Sache nicht umgehend beendet hätte, hätte Tina Hazel ohne zu zögern gefeuert. „Du hättest Hazel gefeuert?“, stottert Kit irritiert. Tina hat es nun doch nicht getan, weil Hazel noch jung ist, gerade nach L.A. zog und noch niemanden hier kennt. Sie wusste es einfach nicht besser, verteidigt sie Hazel. Kit ist immer noch ratlos wovon Tina überhaupt spricht, ahnt aber Schreckliches. Tina ist wirklich beeindruckt von Kits Verständnis für Angus. Mit einem Lächeln dreht sie sich ab und sucht Jenny…

Kit brummt der Schädel, sie kann sich keinen Reim aus Tinas Worten machen. Nachdenklich verschwindet sie in ihr Büro und versucht Angus zu erreichen, doch bei ihm springt nur die Mailbox an. Dann erinnert sie sich daran, dass Tina erwähnte, Bette hätte mit Angus gesprochen. Sofort wählt sie Bettes Nummer. Auch dort springt nur der Anrufbeantworter an. Kit atmet tief durch, leise bittet sie Bette eindringlich um einen schnellen Rückruf…

Jenny und Tina haben sich abseits von den anderen an einen ruhigen Tisch gesetzt. Tina wurde von ihnen anscheinend nicht so freudig begrüßt. Papi fragt unbedarft bei Alice nach, warum die Clique Tina so behandelt? Weil Tina sie alle betrogen hat, indem sie wieder das Ufer wechselte, antwortet Alice. Papi kann es nicht fassen, ihr ganzes Leben lang kämpfen sie um das Recht, nicht danach verurteilt zu werden, mit wem sie schlafen und nun macht die Clique genau dies mit Tina? Alice ist sprachlos. Aber Papi entschuldigt sich sofort für ihren harschen Ton, sie hatte am Morgen eine kleine Auseinandersetzung mit Tasha, die bei ihr Nachwirkungen zeigt. Alice wird neugierig, sie will wissen, worum es ging. Tasha kann die Vorstellung nicht ertragen, erklärt Papi, dass sie zuerst mit Alice zusammen war bevor Alice etwas mit Tasha angefangen hat. Alice wehrt vehement ab, etwas mit Tasha angefangen zu haben, da Tasha sehr ruhig und langsam in dieser Beziehung ist. Aber genau das würde Tasha eben ausmachen, erklärt Papi, sie ist sehr traditionell. „Oh ja! Sie ist in der beschissenen Armee!“, witzelt Alice und schlürft an ihrem Strohhalm im Wasserglas. Papi wird nun richtig sauer. Entrüstet steht sie auf und gibt Alice den guten Rat, sich Tasha lieber aus dem Kopf zu schlagen. Sie ist ihre beste Freundin und kein kleines Experiment auf Alices Weg um herauszufinden, wonach Alice überhaupt sucht…

Tina strahlt Jenny über beide Ohren an, sie findet ihre Geschichte ‚Lez Girls‘ einfach umwerfend! Jenny traut ihr nicht so ganz, gerade Tina muss diese Story doch eigentlich verurteilen. Tina winkt großzügig ab, da steht sie meilenweit drüber! Jenny und sie werden ein großartiges Team abgeben wenn Jenny ihrer Firma die Filmrechte verkauft. Jenny ist sich unsicher, ob sie daraus überhaupt einen Film machen möchte. Tina geht voll und ganz auf Jenny ein, schlägt ihr sogar eine lesbische Drehbuchautorin vor, wenn Jenny sich dabei besser fühlen würde. „Hast du das Buch überhaupt gelesen?“, möchte Jenny zweifelnd wissen. Wieder strahlt Tina sie wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum an und nickt. Dieses Buch handelt nicht hauptsächlich über Lesben, stellt Jenny richtig, sondern in erster Linie über Beziehungen. Sie will es nur nicht in eine gewisse Richtung beschränken, deutet Tina an. Es ist schon schwer genug, einen weiblichen Regisseur in Hollywood zu finden. Jenny findet es wichtig, dass Frauen am Set vertreten sind und sie meint damit nicht unbedingt Tina, die ihr Buch unter Umständen nicht richtig nachvollziehen kann. Da sie nicht mehr lesbisch lebt, kann sie sich vermutlich nicht in die Gefühle der Hauptcharaktere hineinversetzen. Tina muss heftig schlucken, ein erneuter Treffer von Jenny unter die Gürtellinie! Sie reißt sich aber sofort wieder zusammen und denkt an ihren Job. Ruhig dreht sie sich Jenny zu und versucht eine andere Taktik. Jenny kann mit diesem Film ein großes Publikum erreichen, bis hin zu den verängstigten Teenagern, die einen Horror vor ihrem Coming Out haben. Sie würde ihnen mit diesem Streifen so sehr helfen, sogar ihr Leben verändern! Tina setzt ihr überzeugendstes Lächeln auf. Jenny zeigt sich beeindruckt, die Vorstellung gefällt ihr sehr. Spontan sagt sie diesem Projekt zu. Tina fällt ein Stein vom Herzen, erschöpft fasst sie sich an die Stirn und setzt wieder ihr Pokergesicht auf. Jenny benötigt dringend einen Hollywood-Agenten, der ihr mit den Verträgen hilft. Sie weiß auch schon, wer dafür in Frage kommt und bietet Jenny an, diese Dame sogleich anzurufen…

Alice hat sich auf den Weg zur Militärbasis gemacht um Tasha zu sehen, das Gespräch mit Papi geht ihr nicht aus dem Kopf. Am Einlass bekommt sie bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den Umgangston beim Militär. Als der Wachposten ihr den Weg zu Captain Tasha Williams erklärt, sieht sie bestürzt auf seine Pistole, die griffbereit an seinem Gürtel hängt…

Gut gelaunt und doch etwas nervös betritt Alice Tashas Büro, die eifrig an ihrem Schreibtisch in Akten wühlt. Alice möchte bitte ihre Stimme senken, die Tür hinter sich schließen und ihr dann verraten, was sie den langen Weg hier hinaus getrieben hat, ordnet Tasha mit ruhiger Stimme an. Alice will sie wissen lassen, dass sie nicht einfach nur ein Experiment für sie ist, sie mag Tasha wirklich. Tasha geht ein Licht auf, Alice hat also mit Papi gesprochen! Ob mit Papi oder in ihrer Radioshow, Alice spricht ständig vom Herumexperimentieren. Sie beteuert Tasha aufrichtig, sie würde sie nicht als Erfahrung mit einer knallharten Soldatenbraut sehen. Tasha korrigiert Alice „schwarze Soldatenbraut“. „Ach, du bist schwarz?“, Alice sieht sie verwundert an. Das Eis ist gebrochen, lächelnd lädt Tasha sie auf eine kleine Mission ein…

Kurz darauf erreichen sie den Hubschrauberlandeplatz der Militärbasis. Die weibliche Crew des Helikopters salutiert vor ihrem Captain. Tasha stellt Alice stolz ihre Pilotinnen vor. Eine der Soldatinnen übergibt ihr ein Headset. Alice nimmt es überrascht entgegen, unsicher fragt sie, was sie damit soll? Tasha grinst, Alice wird die Kopfhörer brauchen um sich mit ihr im Hubschrauber unterhalten zu können… Alice fallen fast die Augen aus dem Kopf, stotternd zeigt sie auf das riesige Fluggerät und dann in die Luft. Tashas Grinsen wird breiter als sie zustimmend nickt…

Helena sucht für ihr unfreiwilliges Date die passende Kleidung aus. Mit jedem Kleid, das sie anprobiert, wird sie nervöser und unzufriedener. Das eine sieht zu aufreizend aus, das andere zu keusch, wieder ein anderes besitzt zu viele Knöpfe… Irgendwann stellt sie glücklich fest, abgenommen zu haben, da sie wieder in ältere Klamotten passt! Nach geraumer Zeit findet sie ein elegantes Kleid, das ihr zu diesem Anlass ideal erscheint…

Der Flug in den Himmel über Los Angeles geht los, Tasha greift beruhigend nach Alices Hand und sieht sie zuversichtlich an. Eine der Pilotinnen klärt Alice auf, im Inneren des Helikopters schmelzen alle zu einer Familie zusammen, dabei sieht sie sie erwartungsvoll an. Alice stutzt, durchschaut aber dann die Soldatinnen. Tasha gibt lachend zu, auch am Boden würden sie ständig versuchen, das Frage und Antwort Spiel zu spielen, Alice soll sich darauf gar nicht einlassen. Die schwere Maschine erhebt sich in die Lüfte und wir genießen zusammen mit Alice den Ausblick von oben, bis die Sonne sich senkt und die Lichter der Großstadt den dunklen Nachthimmel erleuchten…

Schüchtern betritt Helena die riesige Hotelsuite. Außer ihr scheint niemand dort zu sein, einsam klacken ihre Absätze auf dem dunklen Holzboden. Da erscheint Catherine Rothberg, die glückliche Pokerspielerin, auf der Treppe und begrüßt Helena mit sanfter Stimme. Helena lässt die Dame deutlich spüren, dass sie nur hier ist weil sie wohl keine Alternative hatte. „Also kommen wir direkt zum Geschäft?“, fragt Catherine leicht enttäuscht. Helena senkt die Augen und bleibt stumm. Da öffnet Catherine eine Seitentür und gibt den Blick auf einen Kartenspieltisch frei. Helena war auf alles gefasst, aber damit hat sie wirklich nicht gerechnet! Ihr fällt ein ganzer Felsbrocken vom Herzen als Catherine verrät, Helena in einem Gin-Rommé Spiel eine weitere Chance zu geben. Allerdings mit einem Haken, betont die Dame des Hauses: Strip Gin-Rommé! Wenn Helena gewinnt ist sie schuldenfrei. Aber wenn sie verliert wird sie heute Abend ihre Schulden begleichen müssen…

Tasha bringt Alice auf ihrem Motorrad zurück zu ihrem Auto. Beim Verabschieden lehnt sich Alice an ihren Wagen und schwärmt von dem wunderschönen Abend, es war für sie ein tolles Erlebnis. Auch Tasha hat es sehr gefallen, insgeheim ist sie sehr froh, dass Papi heute Morgen ihre Klappe nicht halten konnte. Beide sehen sich tief in die Augen, langsam kommen sie sich näher. Tasha überwindet die letzten Zentimeter und gibt Alice einen zärtlichen Kuss. Darauf hat Alice schon lange gewartet, sie erwidert den Kuss leidenschaftlich während sie Tasha eng an sich heran zieht. Mit ihren Händen öffnet sie bereits die oberen Knöpfe der Uniform. Mitten im Kuss fragt sie, ob sie nicht lieber zu Tasha nach Hause gehen wollen, doch Tasha will heute Abend noch nicht alles riskieren. Sie blickt Alice fest in die Augen. Sie wünscht es sich genauso wie Alice, aber bevor sie diesen letzten Schritt wagt, will sie sich erst ganz sicher über ihre Gefühle sein. „Wann wird das sein?“, möchte Alice traurig wissen. Tasha zuckt mit den Schultern. Schmunzelnd schlägt Alice für den Anfang ein offizielles Date vor, womit Tasha gerne einverstanden ist…

Das Spiel scheint nicht gut für Helena zu laufen. Sie sitzt nur noch in Slip und BH am Spieltisch während ihre Gegnerin noch vollständig angezogen ist. Helena mokiert sich erbittert über die Spielregeln, von denen sie glaubt, dass Catherine sie gerade neu erfunden hat. Doch ihre Mitspielerin verteidigt sich, es sind die festgesetzten Monte Carlo Regeln, die der Gewinnerin nach jedem Stich erlauben, ein bereits abgelegtes Teil wieder anzuziehen. Helena war mehrmals in Monte Carlo, aber diese Regel hat sie dort nie gehört! Catherine sieht sie selbstsicher an als sie zugibt, es tatsächlich gerade erfunden zu haben. Wenn es Helena lieber wäre, könnten sie auch damit aufhören und gleich ins Bett steigen? Helena schluckt. Sie spielt lieber weiter… Schon gewinnt Catherine erneut, Helena muss ein weiteres Kleidungsstück ablegen. Viel Auswahl hat sie nicht mehr, zögerlich öffnet sie ihren BH. Krampfhaft versucht sie mit beiden Händen ihre Brüste zu bedecken, was zu einem richtigen Problem wird, denn Helena ist mit dem Kartengeben dran…

Im weiteren Verlauf des Abends werden Catherines selbst ernannten Regeln zu ihrem eigenen Verhängnis: Das Blatt wendet sich, plötzlich sitzt Helena komplett bekleidet am Tisch während ihre Gegnerin nur noch ihren Slip trägt. Helena genießt die Situation in vollen Zügen, Catherine nimmt es mit Humor. Da gibt Helena ihr den Todesstoß, sie deckt einen Gin breit vor sich auf. Siegessicher grinsend schreibt sie die Punkte auf den Spielbogen, bedankt sich für den netten Abend und schnappt sich ihre Jacke. Catherine gratuliert ihr zum Sieg, langsam zieht sie sich ihr letztes Kleidungsstück aus. Helena sieht ihr dabei angeregt zu. Als Helena sie völlig nackt vor sich stehen sieht, ist sie von ihrem Körper fasziniert. Sie legt ihre Jacke wieder zurück, schreitet auf Catherines Rückseite zu, streichelt ihr gefühlvoll über die Schultern und lässt ihre Hände zärtlich tiefer gleiten…

Am nächsten Morgen haben sich einige Eltern zusammen mit Shays Klasse in deren Klassenraum versammelt. Der Lehrer beginnt gerade eine Ansprache über Toleranz. Er fordert die Kinder auf, jede Person, die eine andere Hautfarbe, andere Rasse, andere Religion oder auch andere sexuelle Orientierung hat, mit Respekt zu behandeln. Schon meldet sich die erste besorgte Mutter, dass sie es nicht für nötig hält, genauer in die Details zu gehen. Damit meint sie die Beziehung zwischen Shane und Paige. Ein Vater mischt sich ein. Er respektiert Paige und Shanes privaten Lebensstil, glaubt aber nicht, dass ihre Kinder in diesem frühen Alter bereits über Homosexualität aufgeklärt werden müssen. Jared dreht sich wütend zu dem Herrn, seine Mama sei nicht homosexuell! Die Klasse lacht. Angestrengt versucht der Lehrer, die Kinder wieder zu beruhigen. Da steht Shay von seinem Platz auf, stellt sich neben den Lehrer, holt tief Luft und sagt überzeugt, seine Schwester ist homosexuell! Dabei dreht er sich zu Shane, die ihn stolz ansieht.

Jodie arbeitet in ihrem Atelier an einer Zeichnung als Bette mit ernster Mine die Halle betritt. Jodie strahlt sie an, sie hat sie in der vergangenen Nacht sehr vermisst… Bette aber antwortet nur, sie muss dringend mit Jodie reden. Nach langer Überlegung kam Bette zu dem Entschluss, dass diese Beziehung für sie nicht funktionieren wird. Jodie gibt zu, eine Menge Frauen getroffen zu haben, aber über eine Sache ist sie sich sicher: Wenn sie sich langweilt wird sie verrückt! Bette fragt sicherheitshalber noch genauer nach, ob Jodie auch zurzeit noch andere Frauen sieht? Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie Bette getroffen hat, stimmt Jodie ihr zu. Im Moment gibt es aber wirklich nur eine Frau in ihrem Leben, das ist Bette. Die grinst sie ungläubig an, das kann sich ja locker morgen ändern, oder? Jodie versteht den Kern der Diskussion nicht. Bette hat sich doch eben erst aus einer achtjährigen Beziehung gelöst. Sie glaubt nicht, Bette sei jetzt schon für eine neue Beziehung bereit. Bette ermahnt Jodie, ihr nicht erzählen zu wollen, wofür sie schon bereit ist und wofür nicht! Jodie zuckt zurück, hebt die Arme und gibt sich geschlagen. Ruhig möchte sie von Bette wissen, was sie nun vor hat? Bette sieht sie enttäuscht an und schüttelt ratlos den Kopf. Zärtlich reicht Jodie nach Bettes Hand, doch die zieht sie wieder zurück…

Shane und Paige haben die Klasse aufgefordert, ihnen Fragen über ihren Lebensstil zu stellen. Shane wird gefragt, ob sie bereits homosexuell geboren wurde? Wahrscheinlich ja, vermutet diese, aber jeder erfährt es für sich selbst auf verschiedene Art und Weise. Paige fügt hinzu, dass wiederum andere Menschen sich einfach nur in die Personen verlieben, unabhängig vom Geschlecht. Da mischt sich der besorgte Vater von vorhin wieder ein. Sein Bruder lebt auch schwul, womit er persönlich überhaupt kein Problem hätte, allerdings möchte er seine kleine Tochter nicht bei seinem Bruder und dessen Partner übernachten lassen. In diesem Augenblick geht der besorgten Mutter ein Licht auf, sie erkennt Shane von diesen schrecklichen Plakaten, auf denen sie völlig nackt in der gesamten Stadt posiert! Shay wirft Shane einen überraschten Blick zu. Das geht dem Direktor jetzt doch ein wenig zu weit. Er glaubt nicht, dass Shane sich darüber hier erklären muss! Aber Shane unterbricht ihn, das möchte sie der Mutter gerne erklären. Die Mutter baut sich erwartungsvoll mit verschränkten Armen auf. Erstens ist sie nicht nackt auf den Plakaten, betont Shane, sie trägt eine Unterhose. Und zweitens war sie nur aus dem einen Grund mit der Werbekampagne einverstanden, weil Shay sich den Arm gebrochen und sie keine Krankenversicherung für ihn abgeschlossen hat. Sie ist im richtigen Leben nämlich keine Großverdienerin. Außerdem hat sie sich vor Shay auch niemals Gedanken um solche Dinge gemacht. Als Shay in ihr Leben trat, war sie ziemlich verängstigt, dieser Belastung nicht gewachsen zu sein. Inzwischen ist sie sich aber sicher, dass ihre Aufgabe, sich um Shay zu kümmern, die wichtigste und erstaunlichste Erfahrung ihres gesamten Lebens ist, die sie für nichts in dieser Welt jemals wieder eintauschen wollen würde! Sie hat ihren Blick dabei immer auf Shay gerichtet. Nun dreht sie ihren Kopf zu der Mutter. Sie sieht sie direkt an als sie betont, ihre Homosexualität spielt dabei gar keine Rolle! Die Eltern sehen bedrückt auf den Boden…

Abends findet an einer Hotelpoolbar eine kleine Party der Filmemacher statt. Fröhlich stoßen sie mit Jenny auf das neue Projekt ‚Lez Girls‘ und das große Rennen um die Filmrechte an. Alle schmieren ihr Honig ums Maul, ihr Buch sei einfach brillant und die Filmwelt in voller Erwartung. Im Hintergrund taucht Tina auf, die überrascht Jenny am Tisch mit bekannten Filmbossen sitzen sieht. Neugierig nähert sie sich dem Tisch und begrüßt ihre Kollegen, wie auch Jenny, die sich peinlich berührt in ihren Händen vergräbt. Lächelnd setzt sie sich bei den Bossen dafür ein, dass auch Tina an dem großen Rennen teilnehmen sollte. Tinas freundlicher Gesichtsausdruck wendet sich abrupt ins Gegenteil, ihr wird bewusst, dass Jenny nicht zu ihrem Wort stehen wird…

Bette sitzt spät abends noch in ihrem Büro am Computer. Plötzlich bekommt sie eine IM von Jodie, sie hat nachgedacht. Bette schreibt zurück, dass sie das auch getan hätte. Prompt kommt eine neue IM: „Ich könnte mich auch in dich verlieben.“ Bette ist überrascht. Also hat Jodie sie gestern Morgen sehr wohl verstanden. Jodie geht offline. Bette atmet tief durch…

Shane und Paige räumen bei Shane zu Hause die Küche auf. Fast die gesamte Klasse war bei ihnen zu Besuch, nun schlafen die Jungs erschöpft. Nach dem Abwasch öffnen sie sich ein Feierabendbier und stoßen auf den heftigen Tag an. Paige bemerkt fast nebenbei, da eh schon alle glauben, sie hätten etwas miteinander… sie funkelt Shane aus den Augenwinkeln an …dann könnten sie ihnen eigentlich Recht geben! Shane lacht, geht auf sie zu und küsst sie. Während der Kuss immer intensiver wird, suchen sie mit den Körpern eine geeignete Stelle zum Niederlassen. Shane drückt Paige sanft auf den Küchentisch und gleitet mit ihr hinauf. Die Oberteile sind schnell ausgezogen, die Hände und Lippen beider Frauen bewegen sich fordernd über den Körper der Partnerin als sie plötzlich die Klospülung hören und ertappt aufhorchen. Einen Moment halten sie inne. Shane fleht, diesmal nicht von einem der Jungs gestört zu werden. Ihr Gebet wird erhört, im Haus ist es wieder still. Erleichtert widmet sie sich wieder voll und ganz ihrer Partnerin…