4.03 Lassoed
Ein Saxophonblues schallt durch einen alten, engen Hinterhof einiger Wohnhäuser in L.A. Jenny steht in der Mitte des Hofs und sieht verzweifelt auf einen Balkon im ersten Stock. Mit aller Kraft schreit sie nach der Reporterin, die die Rezension im „Curve-Magazine“ geschrieben hat. Sie ist völlig aufgelöst und den Tränen nahe. Erneut brüllt sie aus voller Lunge nach der Journalistin…
Der Titelsong beginnt… (nun taucht auch Papi auf…)
Nadja wühlt nach einem Schriftstück in der untersten Schublade des Aktenschranks in Bettes Büro. Bette beobachtet von ihrem Schreibtisch aus Nadjas lange, schlanke Beine. Da Nadja einen Minirock trägt, ist die Aussicht erst kurz vor dem Nervöswerden tatsächlich zu Ende. Als ihre blonde Assistentin die gesuchte Akte findet und sie sofort Bette zur Einsicht reicht, legt diese die Bearbeitung dieser vertrauensvoll in Nadjas Hände und reibt sich dabei die gestressten Nacken- und Schultermuskeln. Nadja will helfen, sofort bietet sie Bette eine kleine Massage an und wartet gar nicht erst auf die Antwort. Während Bette vergebens versucht, den Körperkontakt zu verhindern, knetet ihre Mitarbeiterin bereits behutsam und mit viel Gefühl ihre Hals- und Schulterpartie. Bette genießt den Kontakt, kämpft aber wacker dagegen an. Nadja schlägt einen ihr gut bekannten Masseur vor, aber Bette wirft ein, sie würde Frauen bevorzugen. Nadja verstummt und sieht Bette erstaunt an. Wieder lässt sie ihr inzwischen berühmtes „wow“ erklingen, das kann man durchaus arrangieren, bietet sie Bette mit glänzenden Augen an. Bette verschlägt es die Sprache, sie stammelt nur einige Wörter heraus, lacht verlegen und kommt zurück zum Arbeitsthema. Nadja setzt sich mit ihrem Superminirock direkt vor Bette auf die Schreibtischoberfläche, verschränkt die Beine und berichtet vergnügt von den vielen Romanzen, die hier zwischen Lehrkräften und Schülern abgehen. Bette findet das unakzeptabel und ist entrüstet. Nadja verteidigt diese Beziehungen, alle wären erwachsen und eigentlich wäre es absurd, wenn so etwas nicht geschehen würde. Sie selbst kennt nicht weniger als 20 Schüler/innen, die gerne mit Bette anbändeln würden. Bette ist erneut sprachlos, erholt sich aber schnell und reicht Nadja die besagte Akte zur Weiterbearbeitung. Nadja versteht, sie steht langsam auf und verlässt das Büro. Bette sieht ihr verstohlen hinterher. Als die Tür geschlossen ist, atmet sie tief durch und schließt hin und her gerissen ihre Augen mit einem Lächeln…
Shane möchte Shay an der Schule, gleich in der Nähe vom WAX, anmelden. Zögernd blicken beide auf das imposante Eingangstor, sprechen sich gegenseitig Mut zu und erklimmen Hand in Hand die wenigen Stufen hinauf bis zur Tür.
Der Direktor verlangt eine Geburtsurkunde, sowie ärztliche Unterlagen und die letzten Zeugnisse des Jungen, mit denen Shane komplett nicht dienen kann. Auch Shay selbst ist keine große Hilfe, da er sich nicht an seine letzte Impfung oder irgendwelche Allergien erinnern kann. Der Direktor wird ungehalten, streng möchte er wissen, was Shane überhaupt mit dem Kind vorhat. Shane steht von ihrem Stuhl auf, entschuldigt sich für die Zeitverschwendung, nimmt Shay an die Hand und geht aus dem Büro.
Auf dem Flur erwähnt Shay schüchtern, seine Mama war immer stolz auf seine schulischen Leistungen. Shane überlegt einen Moment, deutet ihrem Bruder an zu warten und eilt zurück zum Direktor. In ruhigem Ton versichert sie ihm, sie kennt den Jungen fast gar nicht, obwohl er ihr Halbbruder ist. Sie sind nicht zusammen aufgewachsen, der Vater ist verschwunden und die Mutter mental nicht in der Lage, Shay aufzuziehen. Sie weiß nicht, wo ihre Stiefmutter ist und auch nicht, wann sie zurückkommt. Sie weiß nur, sie will ihren Bruder nicht in irgendein schreckliches Heim geben. Sie will alle Papiere schnellstmöglich zusammen sammeln, wenn der Direktor ihn nur hier zur Schule gehen lassen würde.
Jenny erzählt Alice in deren Wohnung von ihrer Aktion heute Morgen im Hinterhof während Alice überall laut schimpfend Helenas liegen gelassene Sachen wegräumt, die in der ganzen Wohnung verteilt sind. Jenny ist eigentlich nicht mehr so sehr sauer auf die Art, wie die Journalistin sich in ihr Vertrauen geschlichen hat, sondern was sie hinterher daraus gemacht hat. Immerhin hat Jenny all das in ihrer Vergangenheit erlebt, was sie in ihrem Buch veröffentlichte und hat das Recht darauf, genau so zu empfinden. Alice gibt ihr absolutes Recht, glaubt aber dass es besser wäre, wenn Jenny dieses unwichtige, kleine Magazin nicht weiter beachten und sich lieber auf ihre zukünftigen Projekte konzentrieren würde. Um Jenny auf andere Gedanken zu bringen berichtet Alice von ihrem Treffen mit Papi. Jenny hört fasziniert zu als Alice ihr von der weißen Limousine erzählt und dass Papi wirklich genau weiß, wie eine Frau berührt werden möchte. Papi hat sogar in derselben Nacht, bzw. am Morgen danach, mit Helena geschlafen. Jenny fallen fast die Augen aus dem Kopf, das findet sie jetzt doch ziemlich schamlos und unanständig. Doch Alice verteidigt Papi, so ist sie eben.
Helena kommt gestresst nach Hause, sie flucht, es ist eine verdammte Katastrophe! Sie hatte 3 Vorstellungsgespräche, sie war entweder überqualifiziert oder total ungeeignet! Sie bekommt nichtmal einen Job als Rezeptionistin! Dabei ist sie bereit, jeden Job anzunehmen, der keinen Sex oder betatschen lassen beinhaltet. Ansonsten müsste sie sich für immer diese 2-Zimmerwohnung mit Alice teilen! Alice ist dankbar, dass Helena dieses Thema anschlägt. Es ist Zeit für ein ernsthaftes Gespräch zwischen zwei Zimmergenossinnen. Jenny horcht auf, sie will lieber gehen und die beiden alleine reden lassen, doch Alice hält sie zurück. Sie wendet sich wieder Helena zu und deutet auf die eine Raumhälfte des Wohnzimmers. Dieser Bereich gehört ausschließlich Helena, in dem sie tun und lassen kann, was sie will. Sie dreht sich um und deutet auf die andere Raumhälfte, die nur ihr gehören würde, ihr Schreibtisch eingeschlossen. Helena hört ihr gelassen zu, sie hat es sich auf Alices Schreibtischstuhl bequem gemacht und trinkt einen Likör. Zur Demonstration ihrer Worte schnappt sich Alice den Stuhl und rollt ihn samt Helena auf die andere Zimmerseite. Sie legt sehr viel Wert auf Ordentlichkeit, sie ist eine ausgesprochen ordentliche Person, fährt Alice fort. Helena guckt bedrückt zur Seite, sagt aber immer noch nichts. Die Küche, betont Alice, ist ihr gemeinsamer Bereich. Und eine unordentliche Person sollte sich in diesem Fall lieber nach der ordentlichen Person richten!
Das Telefon klingelt, Bette möchte wissen, ob Alice und Helena heute Abend zu der Party im Planet erscheinen werden. Alice stutzt, sie ist für heute Abend bei Tina und Henry zu einer Cocktailparty geladen, von der Bette nichts weiß und erstaunt nachfragt. Alice verrät Bette Tinas Absicht, ihre homosexuellen Freunde mit ihren heterosexuellen Freunden bekannt zu machen. Bette kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Sie berichtet von Kits neuem Eventplan, jede Woche eine ‚verrückte, heiße Nacht für Frauen’ zu veranstalten. In diesem Augenblick betritt ihre Chefin Phyllis das Büro und hört Bettes Worte am Telefon. Schnell legt Bette den Hörer auf um die gute Nachricht entgegen zu nehmen, dass ein Teil ihres Budgets für die Erweiterung des digitalen Mediabereichs genehmigt worden ist. Phyllis möchte wissen, ob sie gerade richtig verstanden hat, dass im Planet eine Frauenparty statt findet. Bette sieht sie zweifelnd an, bestätigt dann aber den regelmäßigen Plan ihrer Schwester im Planet. Entschlossen fragt Phyllis, ob sie Bette dorthin begleiten darf. Bette zögert eine Sekunde mit der Antwort und wird plötzlich von James unterbrochen, Tina sei am Telefon. Phyllis will dann später noch mal wiederkommen, damit Bette ihr Genaueres darüber berichten kann und verlässt das Büro. Bette fühlt sich nicht wohl bei dem Gedanken, heute Abend Phyllis mitzunehmen, hat aber noch keine Idee, wie sie aus der Nummer wieder heraus kommt. In Gedanken nimmt sie den Hörer ab und begrüßt Tina, die sie jetzt doch noch zu ihrer Cocktailparty einladen möchte. Tina ist sich nicht sicher, ob Bette bereits soweit ist und nicht wieder eine Szene machen wird. Bette verteidigt sich, dass Tina sich ja nicht aufs hohe Ross setzen soll, auch sie sei nicht ohne Schuld! Beide beruhigen sich augenblicklich, sie wollen gar nicht streiten. Bette versichert, sie hätte den nötigen Abstand gefunden und es nichts mehr zwischen ihnen geben würde, dass sie zu einem Streit veranlassen könnte. Sie bedankt sich für die Einladung, lehnt sie aber höflich ab. Das Gespräch fällt Bette offensichtlich von Sekunde zu Sekunde schwerer. Mit einem tiefen Seufzer verabschiedet sie sich und legt traurig auf…
Kit ist begeistert über die Wild-West-Aufmachung, die ihre Mitarbeiterinnen dem Planet für heute Abend verpasst haben. Mit einem Cowboyschrei „Yiiiiiiiahhhhhh!“ betritt Angus das Lokal, er ist total aus dem Häuschen und berichtet Kit aufgeregt von dem Erfolg seiner Band, endlich einen Plattenvertrag über 100.000 $ bekommen zu haben. Das Freudengebrüll ist groß…
Max wechselt zusammen mit Shay den Luftfilter in seinem Auto. Geduldig erklärt er ihm die Funktion des Motors und lässt ihn gerne helfen. Shay zeigt großes Interesse und hat Spaß dabei. Shane gesellt sich dazu, sie will Shay abholen, es ist Zeit für die Party bei Tina und Henry. Shay möchte nicht mit weil dort keine Kinder sein werden, mit denen er spielen kann. Max schlägt vor, er könnte bei ihm bleiben und weiterhin das Auto reparieren. Anschließend können sie ein paar Burger essen gehen. Max ist nicht zu der Party eingeladen, Tina und er sind nicht wirklich befreundet. Shay nickt begeistert. Shane stimmt bedenkenlos zu und verabschiedet sich mit einer Umarmung von ihrem kleinen Bruder.
Tinas neue Freunde stehen in der einen Ecke von Henrys Wohnzimmer und wundern sich, welche der anwesenden Frauen aus der Clique in der anderen Ecke wohl Tinas Exfreundin ist. Henry erwähnt verkniffen lächelnd, sie wird nicht erscheinen. „Gott sei dank!“, stimmt Tina ein. Ein anderer kann gar nicht glauben, dass selbst die wunderschöne Helena den Frauen verfallen ist! Zusammen belächeln sie die etwas nervösen Frauen gegenüber. Als Tina gerade die Getränke ihrer neuen Freunde nachschenkt, blickt einer mit offenem Mund und total fasziniert zum Eingang. Tina dreht sich um und wirft nach einem kurzen Schock ihr freundlichstes Lächeln in ihr Gesicht. Bette hat ihre Meinung geändert und betritt grinsend die Party. Mit einem Wangenkuss begrüßt sie Henry, sieht Tina gar nicht weiter an und fragt nach Angelica, die leider schon schläft. Henry verzieht sich in die Küche. Bette sieht sich interessiert/amüsiert die Einrichtung an und findet sie nett. Es würde sie an Tinas Anfangszeit erinnern, als sie ihren Geschmack noch nicht gefunden hatte. Tina überhört diese Bemerkung mit einem Grinsen. Sie würde die Einrichtung auch etwas anders gestalten, aber sie lebt ja nicht hier. „Noch nicht“, grinst Bette sie breit an und geht zu ihren Freundinnen. Alice fühlt sich total deplatziert, alle starren sie unentwegt an, die Clique ist das Gesprächsthema Nr.1 in aller Munde. Angus umarmt Kit, mit erhobenem Kopf und voller Brust prophezeit er, auch sie würden bald in einem solchen Protzhaus wohnen. Nicht bevor er das Geld mit seiner Musik noch nicht eingespielt hat, wirft Kit zurück.
Tina begrüßt Shane an der Tür und stellt sie zwei Freundinnen in der Küche vor, die Shane belustigt anstarren. Tina erzählte offensichtlich von Shane und ihrem Glück bei Frauen, denn beide bewundern Shanes großartigen Namen (wobei sie ihren Ruf meinen). Shane hält dies für eine nette Konversation und bedankt sich höflich. Weiterhin fixieren die beiden kritisch Shanes ganze Erscheinung, die das nicht mitbekommt und gespannt ins Wohnzimmer schaut. Der Name ist perfekt für sie, erwähnt eine der beiden. Shane bedankt sich erneut, fühlt sich inzwischen nicht mehr so wohl in deren Gesellschaft und sucht ihre Freundinnen.
Später umarmt Helena Shane sitzend auf der Treppe, sie bedankt sich freudestrahlend und verspricht, die beste Mitarbeiterin zu sein, die Shane jemals hatte. Shane warnt sie nochmals, der Job ist beschissen, aber wenn sie ihn haben möchte… Helena nickt begeistert mit dem Kopf.
Die Party verläuft ereignislos und ruhig vor sich hin. Leise klassische Musik im Hintergrund, in jeder Ecke ein paar Leute, die sich mehr oder weniger angeregt unterhalten und Tina, die schwer darauf achtet, dass auch jeder Gast versorgt ist. Bette betrachtet mit strahlenden Augen ein Bild von Angelica. Eine blonde Frau gesellt sich zu ihr. Interessiert fragt sie Bette, was sie tun würde, wenn sich ihre Tochter später einmal dazu entscheiden wird bei ihrem Vater leben zu wollen. Bette sieht sie entgeistert an. Tina mischt sich ein und korrigiert die Dame, sie würden ihn nicht ‚Vater’ nennen, sondern ‚Spender’. Bette ist überzeugt, dass das definitiv nicht passieren wird und wendet sich genervt ab. Ein Mann hält sie auf. Er ist sich sicher, dass Bette davon überzeugt ist, aber Kinder haben nun mal ihre eigene Meinung. Es ist doch schockierend, wenn man plötzlich feststellt, dass die eigenen Eltern Lesben sind. Bette schaut ihm fest in die Augen, ihre Eltern sind tot, die Erfahrung kann sie nicht mehr machen. Tina ist diese Situation unangenehm. Er wäre kein Schwulenhasser, verteidigt sich der Mann mit offenen Armen, Bette bereitet sich gespannt auf ein Wortgefecht vor. Die Clique versammelt sich um den Mann herum, Tina sieht entsetzt zu Henry. Der Mann ist sich sicher, er könnte damit umgehen, wenn sein Sohn ihm eines Tages beichten würde, er sei schwul. Aber, mal ganz ehrlich, zuerst reagiert man doch, bevor man denkt. „Entzückend“, betont Bette, „ein ehrlicher Schwulenhasser!“. Tina bittet Bette, ihn nicht weiter zu beachten. Aber Bette hat Spaß daran, Tina ihre neuen Freunde vorzuführen. Ruhig stellt sie fest, ihn sehr gut verstehen zu können: Er findet homosexuellen Sex abstoßend und achtet eben genauso wenig auf die Weiterentwicklung seines eigenen Wohlbefindens, wie auch auf die seiner Begriffsstutzigkeit. Der Mann verstummt. Ein anderer Mann lenkt schnell ein, er wäre voll dafür. Er hat kein Problem, sich zwei Frauen zusammen vorzustellen. Die Clique sieht sich entrüstet gegenseitig an, Tina wirft Henry einen vorwurfsvollen Blick zu und Bette starrt fassungslos auf den Typen. Er hat nur ein Problem, redet er grinsend weiter, sich zwei Männer zusammen vorzustellen. Angus findet diese Vorstellung gar nicht so schlecht, erwähnt er während er sich am Buffet bedient. Naja, zuerst tat ihm sein Popo schon ein wenig weh, gibt er zu. Die Männer sehen ihn entsetzt an. Bette lächelt ihm belustigt zu. Aber mit einem kleinen Hilfsmittel, genannt ‚Boybutter’ hat es ihm sehr schnell viel Spaß bereitet, fährt Angus fort und bekräftigt seine Aussage mit einigen heftigen Beckenstößen. Bette schleicht sich an Kit vorbei und flüstert ihr zu, sie würde Angus immer mehr lieben. Mit lautem Lachen verabschieden sich Kit und Angus, um ins Planet zur Party zu fahren. Die heterosexuellen Gäste wissen nichts mehr zu sagen und starren betreten durch den Raum. Alice will die Stimmung wieder heben und schlägt das ‚Prominenten-Ratespiel’ vor…
Angus informiert Kit beim Betreten des Lokals, dass seine Bandmitglieder später auch vorbeischauen und den Vertrag feiern wollen. In diesem Moment geht Phyllis durch die Tür, in dicker Jacke und mit dunkler Sonnenbrille auf der Nase. Kaum ist sie im Raum, wird sie unsicher und macht auf dem Absatz kehrt. Sofort stoppt sie aber wieder, nimmt die Sonnenbrille ab und spricht sich Mut zu. Langsam und mit ernster Mine bewegt sie sich in Richtung Bar. Beeindruckt beobachtet sie dabei die ausgelassen tanzenden Frauen in der Mitte des Lokals. An der Theke angekommen wird sie prompt von einer jungen Latino zu einem Drink eingeladen, lehnt ihn aber schüchtern und ängstlich ab. Verwirrt schaut sie sich ein küssendes Pärchen genauer an, wendet ihren Blick dann wieder zur Tanzfläche und sieht intensiv auf die schlanken, schwingenden Hüften zweier Tänzerinnen. Überwältigt von diesen Eindrücken bahnt sie sich immer noch schüchtern und ängstlich ihren Weg weiter durch die Menge…
Das Spiel beginnt, die Gruppe hat die Namen von vielen Prominenten auf Zettel geschrieben und in einer großen Vase gemischt. Alice muss die Stichwörter zur ersten Person geben. Sie ist sich sicher, dieser Name ist kinderleicht zu erraten. Ihr Spielpartner ist der ‚Schwulenhasser’ von vorhin. Sie beginnt mit ‚Schauspielerin’, ‚Moderatorin’, ‚lustige Rollen’ … Die Clique weiß sofort, um wen es sich handelt, darf aber nichts sagen. Der Mann tippt daneben. Alice hilft ihm weiter, die gesuchte Frau ist eine bekennende Lesbe, die im Jahr 2000 ihr Coming Out hatte. Der Mann hat immer noch keinen blassen Schimmer. Die Zeit läuft ab, Alice löst das Rätsel auf. Entrüstet glaubt er nicht, dass diese Schauspielerin eine Lesbe ist und fühlt sich in die Irre geführt. Beschwichtigend wirft eine Frau 2 Plätze neben ihm ein, er war kurz davor es zu erraten, nur der Hinweis ‚lesbisch’ hätte ihn irritiert. Eine unangenehme Stille entsteht. Henry fordert Shane auf, als nächstes einen Zettel zu ziehen. Bette sieht gelangweilt zur Decke, lächelt dann aber Shane zu als sie den Namen auf dem gezogenen Zettel liest. Langsam nennt Shane ihrem Spielpartner einige Songs als Stichwörter. Alice kennt den gesuchten Namen, hält sich aber zurück. Selbst Tina und Helena amüsieren sich über die Unwissenheit des Mannes, der ratlos in die Runde sieht. Shane löst selbst auf, da weitere Stichwörter keinen Sinn machen. Die ‚neuen Freunde’ sehen sich verstört an, sie wollen wissen, wofür diese Frau berühmt ist. Alice klärt sie auf, sie ist die ‚Anführerin’ der ‚revolutionären Frauenmusikszene’. Der ‚Schwulenhasser’ hat davon noch nie gehört und fragt ungläubig nach, erntet aber nur genervte Blicke. Tina fordert nun Jenny auf, einen Zettel zu ziehen. Die sieht auf den Namen und gibt von vornherein zu, nichts mit dem Namen anfangen zu können. Diesmal schauen die Heten belustigt auf und lachen. Henry verrät Tina amüsiert, das ist ein Fußballspieler. Die Frau von vorhin betont, die Gruppe müsse ihn kennen, da er in einem Werbespot für die ‚Desperate Housewives’ erschien. Helena versteht nur Bahnhof, „die desperate was?“. Bette beugt sich zu Shane und flüstert, diese Party ist entsetzlich! Shane flüstert zurück, sie würde am liebsten von hier verschwinden. Beide entscheiden sich abrupt zum Aufbruch, worauf die Clique nur gewartet hat und sich gerne anschließt. Tina registriert, dass ihr Plan nicht funktioniert hat und blickt getroffen ins Leere…
Im Planet geht die Party derweil richtig ab als alle dort eintreffen. Alice ist froh, wieder in ihrer ‚lesbischen Welt’ zu sein. Papi kommt der Gruppe freudestrahlend entgegen und wühlt sich durch die Tanzenden, die fast alle einen Cowboyhut tragen. Helena strahlt Papi an wie ein Honigkuchenpferd, Alice bekommt nur ein schüchterndes „Hi“ heraus. Augenblicklich gesellen sich zwei Mädchen an Papis Seite, die Papi genüsslich umarmt. Bette sieht dem zweifelnd zu, Helenas Lächeln stirbt mit einem Schlag. Alice ruft Shane dazu um ihr Papi vorzustellen. Papi erinnert sich an den Namen, schickt ihre beiden Gespielinnen weg und baut sich demonstrativ auf. Plötzlich wird das Bild schwarz/weiß, wir befinden uns im Wilden Westen und hören die spannende Melodie, die immer gespielt wird, wenn zwei Cowboys sich duellieren. Shane betritt den ‚Saloon’ und geht locker auf Papi zu. Die sieht Shane provozierend in die Augen und greift langsam an ihren Pistolenhalfter. Shane hält ihrem Blick stand, sie geht weiter unbedarft auf Papi zu. Papis Tagtraum endet, als Shane die Gruppe erreicht. ‚Zurück’ im Planet begrüßt Papi Shane mit der enttäuschten Bemerkung, sie sei ja nur ein dünnes, weißes Mädchen. Shane bestätigt dies desinteressiert und greift nach einem Getränk. Papi wirft Alice einen irritierten Blick zu, die Shane deutlich darauf aufmerksam macht, dass dies Papi ist. „Wer?“, will Shane wissen. „Deine Konkurrenz!“, stellt Papi energisch fest. Shane weiß zwar nicht wirklich, worum es geht, lächelt aber höflich zurück und freut sich, Papi kennen gelernt zu haben. Mit diesen Worten lässt sie Alice und Papi stehen und tummelt sich unter die Feiernden. Papi fühlt sich nicht ernst genommen, atmet tief durch geht zurück zu ihren Mädels.
Jenny wartet darauf, dass die Toiletten frei werden. Hinter ihr hängt ein Werbeplakat für ihre Buchsignierung vor wenigen Tagen. Die Frau neben ihr gibt zu, den Termin verpasst zu haben, was sie aber keinesfalls bereut, da das Buch ziemlich schlecht ist. Enttäuscht fragt Jenny, ob sie es gelesen hat. Nein, aber sie las die Rezension im „Curve-Magazine“.
Helena, Bette und Shane sitzen an einem Tisch etwas abseits vom Tumult als Bette am Tresen ihre Chefin Phyllis entdeckt. Entsetzt sieht sie sofort wieder weg, sie kann nicht glauben, dass sie tatsächlich hier erschienen ist. Alice gesellt sich dazu. Phyllis bemerkte Bette bereits und macht sich auf den Weg zu dem Tisch. Ohne Luft zu holen erklärt Bette den Frauen in ihrer Runde in einem endlosen aber ungemein schnell gesprochenen Satz, wer Phyllis ist und was gerade mit ihr passiert. Wiederholt betont sie die Tatsache, dass sie ihr Boss ist! Sie fleht alle an, nett zu ihr zu sein und sie nicht wie einen ‚Lone Star’ zu behandeln. Schon erreicht Phyllis die Gruppe. Alle stehen brav wie auf Kommando auf und geben ihr nacheinander die Hand zur Begrüßung. Als Phyllis Alices Hand schüttelt, verweilt ihr Blick einen Moment.
Angus sitzt mit seinen Bandmitgliedern an einem anderen Tisch. Gerade wird er von ihnen aus der Band geworfen und durch einen anderen Typen ersetzt, weil der Inhaber der Plattenfirma es so möchte. Allerdings könnte er weiterhin Songs für sie schreiben. Kit steht bestürzt daneben und traut ihren Ohren kaum. Angus sagt gar nichts, er wendet nur seinen Kopf ab, steht auf und geht. Kit wird nun richtig sauer. Sie sagt der Band mit absoluter Sicherheit ihren Untergang voraus, wenn sie das tatsächlich durchziehen. Stinkwütend schmeißt sie die Jungs aus ihrem Lokal.
Jenny gesellt sich zu der Runde an Bettes Tisch und beklagt sich wieder über die Journalistin. Phyllis findet es schade, dass Jenny nicht genau das tun könnte, was sie damals tat als sie ihre erste schlechte Rezension bekam. Bette bezweifelt schleimerisch, dass Phyllis jemals eine schlechte Rezension bekam! Für ihr zweites Buch, erzählt Phyllis. Sie hat diese Verleumdungen Punkt für Punkt widerlegen können, dem Journalist wurde deswegen gekündigt. Doch leider kann Jenny nicht beweisen, dass sie in ihrer Rezension verhetzt wurde. Alice stimmt Phyllis zu, das ist wohl unmöglich…
Angus liegt allein auf seinem Bett und starrt die Wand an. Kit betritt langsam das Schlafzimmer, sie setzt sich mitfühlend neben ihn und versichert, die Band sei nichts ohne ihn. Angus ist das fürchterlich egal. Er wird als Musiker nie etwas werden, inzwischen ist er zu alt um nochmals neu anzufangen. Kit erinnert ihn daran, wie er sie vor noch gar nicht allzu langer Zeit dazu gebracht hat, ihren musikalischen Traum zu erfüllen und beschwört ihn, nicht aufzugeben. Aber Angus wehrt sie konsequent ab, er möchte einfach nur in Ruhe gelassen werden. Selbst als Kit ihm zärtlich über die Schulter streichelt zuckt er zurück und weist sie ab. Traurig lässt Kit ihn liegen und schleppt sich den Tränen nahe aus dem Zimmer.
Spät am Abend trainiert Max im Studio hinter dem Haus mit Hanteln. Er hat sich dort einen richtigen kleinen Sportraum eingerichtet um seinen Körper zu formen. Jenny stürzt herein und bittet ihn um einen Gefallen. Max trainiert weiter während Jenny ihm von einer Sommercampfreundin aus dem Jahr 1987 namens Lindsay erzählt, die sie unbedingt finden muss. Ihrer Erinnerung nach ist sie damals überfallen worden und in ein Krankenhaus namens Coldwater Community Hospital eingeliefert worden. Vielleicht erreicht er mit seinem Computerprogramm etwas? Max lässt sich viel Zeit mit der Antwort, legt sich auf die Hebebank und stemmt Gewichte. Er fragt nach dem Grund und Jenny erklärt, sie würde einen Artikel über dieses Krankenhaus für eine Zeitschrift schreiben. Diese ehemalige Freundin soll ihr von ihren Erfahrungen dort berichten. Einige Sekunden vergehen, Max stemmt weiterhin seine Gewichte. Irritiert fragt er irgendwann, ob er sich etwa sofort daran machen soll. Jenny grinst ihn an und nickt…
Im Planet ist die Musik auf voller Lautstärke, alle feiern ausgelassen und wild. Auf der Tanzfläche geben zwei Mädchen eine Extrashow und begießen sich mit Bier. Phyllis steht im Publikum, sie wirkt total entsetzt. Eine der beiden beginnt nun, das Bier lustvoll vom Körper ihrer Partnerin zu lecken. Bette eilt zu ihrer Chefin und entschuldigt sich demütig für diesen Anblick, doch Phyllis hört ihr gar nicht zu. Sie strahlt plötzlich mit glänzenden Augen zu den Frauen auf der Tanzfläche und schreit ihre Begeisterung mit einem lauten Cowboyruf „Yiiiiiiiahhhhhh!“ heraus! Alice redet ihr gut zu, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, wofür sie von Bette strafende Blicke erntet. Phyllis geht nun richtig aus sich heraus und wippt ihren Körper im Rhythmus der Musik…
Am nächsten Morgen bringt Shane ihren Bruder in die neue Schule. Auf dem Treppenabsatz schaut der Junge sich nochmals um und lächelt zufrieden, als er Shane geduldig warten sieht.
Bette kommentiert die mit einem Tageslichtschreiber an die Wand geworfenen Beispielbilder verschiedener Kunstrichtungen im Eiltempo. Die Stunde ist vorbei, die nicht erwähnten Kunstrichtungen werden nächste Woche erläutert, kündigt sie den Studenten an. Phyllis lehnt entspannt an der Klassenwand und verfolgt Bettes Vortrag. Nadja stellt eine Frage zur Vorbereitung auf die nächste Stunde und spricht sie versehentlich vor versammelter Mannschaft mit ‚Bette’ an. Sofort korrigiert sie sich selbst, sie meint natürlich ‚Dean Porter’. Bette überhört diesen Versprecher souverän und verabschiedet ihre Studenten. Phyllis lobt ihre Dekanin, sie würde sehr gut unterrichten. Bette hat es selbst sehr genossen und wünschte, sie könnte das öfter machen. Phyllis bedankt sich für den vergangenen Abend, den sie wiederum sehr genossen hat. Besonders gefallen hat ihr Alice, gibt sie offen zu. Mit ernstem Ausdruck fragt sie Bette, ob Alice sie wohl auch mögen würde. Bette fällt aus allen Wolken, geschockt sieht sie Phyllis in die Augen, fängt sich aber Millisekunden später und lächelt um eine Antwort verlegen…
Helena tritt poppig gestylt, mit bunten Papiersträhnen im Haar, ihren neuen Job als Aushilfe im WAX an. Shane unterstützt sie, wo sie nur kann. Das Telefon klingelt, Helena nimmt begeistert ab und säuselt eine freundliche Begrüßung in den Hörer. Shane unterbricht sie, hier wird sich einfach nur mit WAX gemeldet, keinen ‚guten Tag’ oder gar der Name! Sofort korrigiert sich Helena und meldet sich beim gleichen Gesprächspartner erneut aber diesmal unhöflich mit ‚WAX!’. Dabei wird sie von einem Kunden angesprochen, der eine Schachtel roten Bohnerwachs von einer bestimmten Firma für sein Board kaufen will. Helena grinst ihn hilflos an, mit diesem Begriff kann sie überhaupt nichts anfangen. Der Kunde dreht sich genervt um und verschwindet…
Alice besucht Bette in ihrem neuen Job und bringt ihr als Einstandsgeschenk einen Blumenstrauß mit. Beeindruckt sieht sie sich in Bettes Büro um. Bette stürmt zur Tür um sie zu schließen, dreht sich zu Alice und betont, sie stecken in ziemlichen Schwierigleiten. Alice ist sich keiner Schuld bewusst und fragt unbedarft nach. Bette stützt sich mit beiden Armen auf ihren Schreibtisch, lehnt sich zu ihrer Freundin herüber und sieht sie mit einem Dackelblick an. Leise gesteht sie ihr, dass Phyllis sich zu Alice hingezogen fühlt. Alice hätte angeblich gestern Abend mehrmals ihren Augenkontakt gesucht und ihr Signale gesendet. Alice ist sich nach wie vor keiner Schuld bewusst, grinsend fragt sie, ob Phyllis tatsächlich glaubt, sie hätte mit ihr geflirtet. Verzweifelt lachend ermahnt Bette sie und sich selbst zur Ernsthaftigkeit. Bette möchte, dass Alice ihr nicht weh tut, wenn sie die Sache richtig stellt. Alice verkneift sich das Lachen und stimmt zu. Bette ermahnt sie nochmals, dass es nicht lustig ist! Nein, natürlich nicht, erwidert Alice und dreht sich grinsend weg…
Max ist bei seinem Boss zu Hause zu einer zwanglosen Grillfete eingeladen. Eigentlich sind außer ihnen nur Freunde von Brooke anwesend. Sein Chef überträgt ihm die ehrenvolle Aufgabe des Grillmeisters. Stolz trägt Max das Tablett voller Fleisch zum Grill als er von Brooke begrüßt wird, die vorher mit ihren Bekannten im Pool war und einen knappen Bikini trägt. Sie entschuldigt sich kurz und geht ins Haus. Max sieht ihr sehnsüchtig aufs Hinterteil während sie sich von ihm entfernt…
Im WAX ist viel zu tun, wieder klingelt das Telefon und Helena will den Kunden erneut freundlich begrüßen, besinnt sich aber sofort und berichtigt sich mit „WAX!“. Ein gut gekleideter junger Mann mit einem Aktenkoffer sieht sich im Laden um, als er Shane sieht, geht er zielstrebig auf sie zu. Er stellt sich als Marketingdirektor für ‚Hugo Boss’ vor, er traf Shane letzte Woche auf der wilden Party bei Cherie Jaffe. Shane erinnert sich nicht an ihn. Er allerdings war sehr von ihr beeindruckt und möchte ihr einen Vorschlag machen…
Max kommt bei seinem Grilljob mächtig ins Schwitzen. Neidisch sieht er zu den anderen, die sich im kühlen Pool erfrischen. Dabei fallen ihm die gut gebauten Jungs mit Waschbrettbauch und einer ‚echten’ Beule in der Badehose auf. Brooke gesellt sich wieder zu ihm und fordert ihn auf, einen Augenblick mit dem Grillen aufzuhören und zur Abkühlung in den Pool zu springen. Ohne Vorwarnung öffnet sie den ersten Knopf seines Hemdes. Max bekommt Panik, erschrocken stößt er sie von sich…
Shane begutachtet eine Hugo-Boss-Damenunterhose während der Marketingdirektor ihr Setfotos unter der Aufsicht von Hugo Boss persönlich verspricht. Shane sieht nicht begeistert aus, lustlos packt sie die Unterwäsche wieder zusammen und lehnt dankend ab, sie wäre kein Model. Der Mann versucht sie umzustimmen, es ist ein lukrativer Job. Aber Shane bleibt bei ihrem nein, sie ist definitiv nicht interessiert. Shay kommt von der Schule, sofort lässt Shane ihren Gesprächspartner stehen und kümmert sich um ihren Bruder.
Max entschuldigt sich bei Brooke für sein rüdes Verhalten. Sie sieht ihn ängstlich mit großen Augen an. Er hat Panik vor dem Wasser, erklärt er ihr unbeholfen. Seine Reaktion war überzogen, sieht er ein. Brooke kauft ihm seine Wasserpanik ab und vergibt ihm lächelnd. Sie kommen sich langsam näher zu einem Kuss, beobachtet von Brooks Eltern, die über die Entwicklung dieser Beziehung sehr zufrieden sind.
Am Ende des langen Arbeitstags sitzen die verantwortlichen Dekane der Kunsthochschule bei einer Konferenz in Phyllis’ Büro. Phyllis verabschiedet sie mit der Erinnerung, ihre Budgetlisten für die Zusammenkunft mit den Geldgebern spätestens am Freitag abzugeben. Alice kommt lächelnd herein und begrüßt Phyllis. Bette fällt die Kinnlade herunter. Schockiert sieht sie Alice fragend an. Alice möchte Phyllis zum Essen einladen, ihr das ‚lesbische Sushi’ zeigen. Überrascht fragt Phyllis, ob Lesben tatsächlich ihre eigene Art haben, Sushi zu essen. Alice bestätigt dies mit einem lang gezogenen „Oh ja!“. Sie schlägt Phyllis vor, Bette anzuweisen, sich aus ihrem Date heraus zu halten. „Date?“, fragt Bette entsetzt nach. Phyllis kann Bette natürlich nicht eine solche Anweisung geben, aber sie gibt Bette den guten Rat, ihr Privatleben zu pflegen, da der Job ziemlich aufreibend werden kann. Bette bleibt allein im Büro zurück. Mit schüttelndem Kopf verflucht sie Alice für diese Aktion…
Helena hat arge Schwierigkeiten, den Anforderungen des Jobs zu genügen. Verzweifelt streicht sie im Terminbuch falsche Einträge heraus, vergibt falsche Termine, entschuldigt sich erneut und streicht sie wieder aus dem Kalender. Vor ihr warten seit längerem 2 junge Mädchen, die sie genervt ansehen. Während Helena noch mit einem Kunden telefoniert greift sie nach dem Pflegeprodukt für die Mädchen. Versehentlich schubst sie dabei eine offene Flasche um, dessen Inhalt sich über den gesamten Terminkalender ergießt. Voller Panik schnappt Helena einen Lappen, tüpfelt damit über das Buch, gibt einem der Mädchen eine lieblos eingepackte Tüte und wirft ihr den Bon hinterher. Hektisch greift sie erneut zum Telefonhörer, doch der Kunde am anderen Ende wollte wohl nicht länger warten und hat aufgelegt. Deprimiert legt sie den Hörer zur Seite. Shane hat sie in den letzten Minuten beobachtet, mitleidig fragt sie „so schlimm?“. Helena setzt sich enttäuscht auf einen Stuhl, sie muss schweren Herzens zugeben, nicht für diesen Job geeignet zu sein. Shane möchte sie aufbauen, sie ist davon überzeugt, dass es bestimmt etwas gibt, was Helena wirklich liegt und ihr auch Spaß macht. Sie muss sich nur die Zeit nehmen um herauszufinden, was es ist. Helena sieht Shane traurig an und bedankt sich leise für das Vertrauen.
Bette kehrt in ihr eigenes Büro zurück und findet dort Nadja vor, die weiter an ihren Entwürfen für die Präsentation arbeitet. Bette wirft einen Blick auf die Arbeiten. Anerkennend gibt sie zu, dass in Nadja eine Menge Talent steckt. Aus ihrem Mund bedeutet ihr es sehr viel, bedankt sich Nadja.
Später verlassen sie zusammen plaudernd das Fakultätsgebäude. Gerade als Bette sich in Richtung Parkplatz und Nadja sich zur Bushaltestelle begeben will, dreht Bette sich um und möchte wissen wo Nadja wohnt. Spontan antwortet Nadja. Überzeugt bietet Bette ihr an, sie zu fahren und geht zum Parkplatz. Nadja folgt ihr grinsend…
Im Auto (kein blauer Saab mehr) blickt Bette angestrengt stur geradeaus. Nadja wirft ihr vom Beifahrersitz einige verstohlene Blicke zu, sieht aber sofort wieder weg. Sie fasst sich ein Herz und fragt sehr vorsichtig, ob es falsch wäre Bette zu sagen, dass sie ihre Augen einfach nicht von ihr abwenden kann? Bette sieht immer noch stur geradeaus. Kurz und knapp antwortet sie „ja!“. Nadja lässt sich nicht entmutigen. Sie fragt weiter, ob es falsch wäre Bette zu sagen, dass sie die faszinierendste Person sei, die sie jemals getroffen hat? Bette behält ihren Gesichtsausdruck und die Augenrichtung bei, wieder antwortet sie nur mit „ja!“. Jetzt geht Nadja aufs Ganze. Sie fragt, ob es falsch wäre Bette zu sagen, dass sie niemals jemanden so sehr küssen wollte, wie sie Bette küssen möchte? Bette atmet tief durch, beißt sich auf die Lippen und verliert ihren innerlichen Kampf. Sie lenkt das Fahrzeug ohne ein Wort an den rechten Straßenrand, parkt und sieht Nadja tief in die Augen. Mit einem Handgriff löst sie ihren Gurt. Beide Frauen treffen sich in der Mitte der Sitze zu einem heftigen, leidenschaftlichen Kuss. Sofort sind ihre Hände überall auf dem Körper ihrer Partnerin, doch wir werden leider von dem weiteren Verlauf der Szene verbannt…
|