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4.02 Livin’ La Vida Loca

Alice hält überall Ausschau nach Papi. Heute Abend sucht sie in einer Disco, die überwiegend von Latinos besucht wird. Die Bude ist gerammelt voll, wohin sie auch sieht wimmelt es von Leuten, die ihre Körper nach dem heißen, südlichen Rhythmus bewegen. Alice fühlt sich leicht deplatziert an diesem Ort, beobachtet aber wacker jedes in Frage kommende Mädchen. Plötzlich wird sie von einer etwas rundlichen jungen Frau angesprochen, ob sie die Alice aus dem Radio wäre. Nachdem sie eine positive Antwort bekommt, fragt sie überzeugend, was Alice von ihr möchte. Alice mustert die lockige, kleine Frau von oben bis unten mit ungläubigen Augen. Sie ist Papi, gibt diese mit einem breiten Grinsen zu als beide Frauen von einem Typen im Fummel unterbrochen werden. Er sei ihr größter Fan und verpasst niemals eine Sendung. Alice lächelt gequält und bemerkt gleichzeitig, wie sich ein anderer Typ mit Sombrero vor ihr auf die Knie schmeißt und ihr mit schmalzigem Grinsen offenbart, ebenfalls Papi zu sein. Ohne Vorwarnung wirft sich eine eifersüchtige, äußerst maskuline Loverin ins Gespräch und warnt den Typen im Fummel, nicht wieder auf Brautschau zu gehen. Der ist erschrocken über so viel Misstrauen, argumentiert auf Spanisch und schnappt sich seine Freundin um mit ihr auf die Tanzfläche zu verschwinden. Alice dreht sich völlig verwirrt zu einem anderen Fummelträger um, sie vermutet, auch die dritte ist mit Sicherheit Papi gewesen. Ihr Gegenüber nickt, ‚Papi’ heißt übersetzt ‚Vater’ und davon würde Alice an diesem Ort eine Menge finden…

Der Titelsong beginnt… (Manche Bette-Bilder sind nun durch Phyllis-Bilder ersetzt…)

Shane telefoniert in der Küche, sie versucht verzweifelt ihren Vater zu finden, der aber keine Spuren hinterlassen hat. Max setzt sich neben sie, mitfühlend schlägt er vor, im Internet nachzusehen. Er hat ein Programm, das unter anderem auch in Polizeiakten nach vermissten Personen suchen kann. Jenny betritt gut gelaunt die Küche, nebenbei erinnert sie Shane daran, dass ihre Freunde sie langsam vermissen würden. Sie glaubt, Shane würde sich absichtlich verstecken, sie vergräbt sich als Vorwand in die Aufgabe, das Kind endlich los zu werden. In diesem Augenblick platzt Shay durch die Hintertür, bleibt geschockt stehen und sieht Shane enttäuscht an. Ohne ein Wort verlässt er das Haus…

Bette tritt ihren neuen Job an, sie wird von ihrer Chefin Phyllis über den großen Campus geführt und ausführlich über ihr Tätigkeitsfeld informiert. Bette bekommt freie Hand bei der Neugestaltung des Geisteswissenschaften-Gebäudes. Allerdings muss sie vorher das nötige Geld dafür organisieren. Bette hat bereits eine Liste zusammengestellt und sieht das als keine allzu große Herausforderung an. Kurz wiederholt Phyllis die Einladung zum Brunch bei ihr zu Hause am Samstag, zu denen die eventuellen Finanzgeber erscheinen werden, sowie ihr Ehemann, der gerade in Stanford weilt. Bette hat ihre Hausaufgaben gemacht, Phyllis’ Mann ist der Dekan der dortigen Ingenieursfachhochschule. Ihre Chefin ist beeindruckt, offensichtlich nicht nur von Bettes Hintergrundwissen. Als sie sich selbst dabei erwischt, Bette bewundernd anzustarren, kommt sie sofort zurück zum Thema. Sie erwartet von Bette eine kurze Präsentation, in denen sie ihre Ziele definiert und wie sie diese Schule zur Nr. 1 der Kunsthochschulen in Kalifornien machen wird. Bette lächelt selbstsicher, dass bekommt sie in knapp 50 Worten hin. Phyllis grinst zurück, sie freut sich auf deren Gesichter wenn sie erfahren, dass Bette all dies für nur ein Drittel des Gehalts des vorherigen Dekans schaffen wird.
Im weiteren Gespräch erfährt Bette, dass bereits mehrere begabte, junge Leute zu einem Vorstellungsgespräch für die begehrten Assistentenstellen geladen sind. Bette muss sich nur die besten heraus picken. Phyllis betont, wie sehr die jungen Künstler durch Bettes „Provocations“ - Ausstellung im CAC beeinflusst wurden. Sie glauben doch tatsächlich, sie können die Welt durch Kunst verändern, lächelt sie ironisch beim Verabschieden. Als Bette ihren Weg alleine fortsetzt grinst sie in sich hinein, auch sie glaubt fest daran…

Tina sitzt vor dem imposanten Schreibtisch ihres neuen Chefs. Sofort fordert er sie in einem harschen Ton auf, ihm den Müll auf seinem Arbeitsplatz zu erklären und zeigt auf den Stapel Ordner mit den aktuellen Filmprojekten. Tina verteidigt sich, das meiste entstand vor ihrer Zeit da sie erst seit 9 Monaten hier arbeiten würde und die Aufgabe gehabt hätte… Nun hat sie neue Aufgaben, fällt ihr Boss ihr ins Wort. Er benötigt Leute mit Ideen, die wissen, was sie tun und neue Stars produzieren können. Tina hört ihm gelassen zu. Er will wissen, welchen Film sie immer schon produzieren wollte. Hochmütig grinst Tina, „Twisted Forrest“. Jeder Affe in diesem Geschäft träumt von diesem Film, wirft er zurück. Aber die Besitzerin der Rechte an diesem Streifen verkauft an niemanden, sie hasst Hollywood. Amüsiert sieht Tina ihn an als sie betont, wie sehr die Dame aber Indische Filme liebt, fast schon besessen von den langweiligen Dingern ist. Sie sprachen über Stunden darüber… Ihr Boss wird hektisch, Tina hat tatsächlich mit ihr gesprochen? Tina grinst, sie genießt den plötzlichen Rollenwechsel in diesem Gespräch sehr. Als sie ihm noch weitere Details erzählt, erwähnt sie nebenbei, dass die Dame nur unter der Bedingung verkaufte, erst einen anderen Film fertig zu stellen, der so bald wie möglich in Produktion gehen soll. Ihr Chef springt von seinem Schreibtischstuhl auf. Völlig aufgeregt fragt er nochmals nach, sie hat die Rechte verkauft? Tina sieht ihm fest in die Augen, deutlich stellt sie fest, sie haben die Rechte an „Twisted Forrest“!
Ihr Boss wird schlagartig wieder ruhig. Wenn das so ist, grinst er, dann darf Tina ihren Job behalten. Erleichtert atmet sie leise aber kräftig aus. Er fährt fort, Tina muss nur noch eine wichtige Sache für ihn erledigen…

„Er schickt dich um mich zu feuern?“, Helena sieht Tina mit großen Augen ungläubig an. Tina nickt, ihr tut es wirklich leid, aber der neue Chef ist ein überheblicher Wichtigtuer. Helena kann nicht fassen, dass Tina weiterhin für diesen Typen arbeiten will, aber Tina braucht diesen Job. Helena ist sich keiner Schuld bewusst, mutlos will sie den Grund der Kündigung wissen. Tina vermutet, er muss sich als Boss behaupten und will von vornherein vermeiden, dass es nach außen so erscheint, er würde weiterhin für Helena Peabody arbeiten. Helena versinkt verzweifelt in die Lehne ihres Sitzplatzes zurück. Enttäuscht und deprimiert blickt sie ins Leere. Tina glaubt, es könne aber auch an den schlechten Filmen liegen, die Helena unbedingt produzieren wollte, wie „Zombies im Zug“. Der kam beim neuen Zielpublikum nicht besonders gut an…

Bette schwört in einem Klassenraum ihre potentiellen neuen Assistenten auf den neuen Job ein, bevor sie die Einzelgespräche führt. Sie werden kein Privatleben mehr haben, alles, was sie in der nächsten Zeit zu Gesicht bekämen, wäre diese Schule und ihre Arbeit. Wer sich dessen nicht gewachsen fühlt ist hier absolut fehl am Platz und kann sofort gehen. Eine blonde junge Frau schreibt etwas auf einen Zettel und zeigt es ihrem Tischnachbarn: „Dekan Porter ist heiß!“. Mit Begeisterung beobachtet sie jede Bewegung, die Bette während ihrer Rede macht…

Alice checkt auf ihrem Laptop im Planet erneut ihre Website (Anm.: OurChart.com ist seit dem 08.01.07 online, Alices Chart ist Wirklichkeit geworden!). Sie hat eine P.M. von Papi, die sie heute Abend in einen Billard-Lokal treffen möchte. Tina setzt sich neugierig daneben, sie hörte noch nie von einer Frau mit einem solchen Namen. Verwundert will Alice wissen, warum Tina nichts von der Suche nach Papi weiß. Dann fällt es ihr wie Schuppen von den Augen, sie ist ja so sehr in ihrer vorsintflutlichen, heterosexuellen Welt gefangen… Wie Furcht erregend, zieht Tina Alice auf, aber sie erinnert sich noch gut daran, dass Alice vor wenigen Jahren ebenfalls in dieser Welt wandelte. Alice kontert wie aus der Pistole geschossen, sie kam aber schnell wieder zur Vernunft, was der große Unterschied zwischen ihnen beiden ist. Tina belächelt Alices Spruch ohne zu antworten.
Kit gesellt sich stöhnend dazu, sie hätte nach dem Eingriff gerne ein Glas Rotwein getrunken, sie war einfach so traurig. Auch Helena setzt sich mit an den Tisch. Mitleidig glaubt sie, eine Abtreibung muss sehr hart zu verarbeiten sein. Tina gesteht, sie hatte zwei mit Anfang zwanzig. Alice sieht sie geschockt an. Kit betont, dafür hat sie nun einen kleinen Engel bekommen. Den sie aber nur zu 50% hat, antwortet Tina. Alice stellt fest, dass ihre andere Mutter die Kleine die anderen 50% hat und es genau so auch sein sollte. Tina sieht sie genervt an, doch bevor sie etwas entgegnen kann wirft Kit ein, wie hart es für Bette gewesen ist. Helena prescht auch noch in die Kerbe indem sie Tina direkt ermahnt, sich Angelica gegenüber zu keiner Zeit schlecht über Bette zu äußern. Tina schüttelt energisch den Kopf, das würde sie niemals tun!
Alice traut ihren Augen kaum als sie den neuen Gast zur Tür herein kommen sieht. Shane hat ihren Halbbruder Shay mitgebracht und sucht nun Platz an der Theke. Alice wirft Helena einen ‚Alles klar?’ – Blick zu, die nur wehrlos mit den Schultern zuckt. Sie fragte sich schon lange, wann Shane wieder auftauchen würde.
Kit und Alice erheben sich und gehen auf Shane zu, die sichtlich unsicher und nervös ist. Alice entdeckt die abheilenden Verletzungen des Autounfalls in ihrem Gesicht. Sie vermutet im Spaß, Carmen hätte Shane gefunden… Shane blickt verschämt auf den Boden. Kit wendet sich an Shay, er soll ihr folgen wenn er Hunger hat. Mit Augenzwinkern bemerkt sie, dann kann Shane in Ruhe mit ihren Freundinnen reden…

Die Einzelgespräche für die Vergabe der Assistentenstellen haben begonnen. Bette verabschiedet an ihrer Bürotür einen jungen Mann, der augenscheinlich nicht in Frage kam. Sie ruft als Nächste die blonde Frau auf, die vorhin den Zettel geschrieben hat. Am Schreibtisch ihres Vorzimmers sitzt ein alter Bekannter: James! Offensichtlich hat Bette ihn aus dem CAC abgeworben und ihm den Posten ihres Sekretärs gegeben. Die Bewerberin Nadja erzählt flirtend, ihr Nachname käme aus dem Griechischen und ist nicht, wie Bette vermutete, italienisch. Ihr Stiefvater besitzt immer noch ein Haus in Mykonos. Bette lächelt ihr freundlich zu und bittet sie in ihr Büro. Beim Eintreten sieht Nadja zu James mit der „OMG! Ist die heiß!“ – Geste, die Bette verwundert bemerkt. Als sie die Tür schließt wirft sie einen kurzen, checkenden Blick auf Nadjas Hinterteil…

Während Shay am Tresen mit Begeisterung seine Pommes isst, sitzt Shane mit Alice allein an einem Tisch einige Meter entfernt. Shane glaubt, Helena würde sie für ihre Tat hassen. Alice verneint dies, aber abgesehen von Carmen ist Helena die Person, die am heftigsten verletzt wurde. Weiter erzählt Alice, dass Helena inzwischen bei ihr eingezogen ist. Shane möchte sich gerne bei Helena entschuldigen, weiß aber nicht wie. Da schlägt Alice vor, ihr 40 Mio Dollars zu schenken, das würde Helena sicherlich weiterhelfen…

Bette blättert nicht wirklich überzeugt durch Nadjas Bewerbungsmappe. Die junge Frau kommentiert ihre Probearbeiten, sie hat sehr wohl registriert, dass ihre potentielle neue Chefin nicht sehr von ihren Vorlagen überzeugt ist. Schmeichelnd gibt sie zu, von Bettes Ausstellung „Provocations“ inspiriert worden zu sein. Sie kam frisch von der Ostküste und fühlte sich geradezu überwältigt vom Lifestyle und den Möglichkeiten hier in Kalifornien. Bette grinst zurück, sie kann das gut nachempfinden. Gelangweilt widmet sie sich wieder der Mappe zu. Nadja holt tief Luft und lässt ein überzeugendes „Wow“ erschallen, mit der anschließenden Frage, ob Bette eine Sportlerin sei. Bette sieht hoch, verneint die Frage ruhig und will wissen, wie Nadja denn darauf kommt. Sie hat bewundernswerte Arme, betont Nadja mit ernstem Gesichtsausdruck. Bette sieht ihr einen Moment in die Augen. Sofort stoppt sie diese prekäre Situation mit einem entwaffnenden Lachen, steht auf und sucht den schützenden Abstand hinter ihrem Schreibtisch. Nadja gibt nicht auf, auch sie steht auf und berichtet dabei von ihrer Exfreundin, die Boxerin war und in etwa die gleichen Oberarme wie Bette besaß. Bette wird verlegen, sie wäre keine Boxerin und möchte sich auch lieber nicht mit Nadjas Exfreundin anlegen…
Mit einer abschließenden Handgeste beendet Bette geschmeichelt die Flirterei mit einem offenen Lachen. Sie muss am Samstag die Finanziers von ihrem Projekt überzeugen und will für die Präsentation eine Metapher benutzen, die aussagen soll, an einem neuen Ort voller ungeahnter Möglichkeiten zu sein. Wie in diesem Comic, in dem ein kleiner Junge staunend vor den verschiedenen Wegen seiner Zukunft steht, von dem Bette sich aber nicht erinnern kann, wer der Autor war. Nadja weiß sofort, wen Bette meint und nennt den Namen. Bette ist beeindruckt. Augenblicklich sprudeln die Ideen nur so aus Nadja heraus. Mitten im Satz bemerkt sie, dass sie sich gerade unverschämt verhält und verstummt schuldbewusst. Bette gibt ihr Recht, sie ist tatsächlich sehr anmaßend, aber das gefällt ihr. Sie soll ihre Ideen sammeln, damit beide so schnell wie möglich anfangen können damit zu arbeiten. Bette stellt sie lächelnd für dieses Projekt ein, wenn die Zusammenarbeit stimmt, wird man weitersehen. Nadja sieht ihr fest in die Augen. Ruhig und selbstbewusst sammelt sie ihre Mappe zusammen und verlässt das Büro. Allein an ihrem Schreibtisch sieht Bette ihr kurz hinterher und checkt amüsiert ihre ‚muskulösen’ Oberarme…

Max erreicht das Haus seines Chefs. Nervös zieht er seine Kleidung zurecht, hält seinen mitgebrachten Blumenstrauß noch fester und klopft an der Haustür.
Später unterhalten sich die beiden am Swimmingpool während sie mit einem ferngesteuerten Motorboot spielen. Eine brünette junge Frau gesellt sich angespannt zu ihnen, die der Boss als seine Tochter Brooke vorstellt. Schüchtern übergibt Max ihr die Blumen und informiert sie, er hat eine Reservierung im besten Hühnchenlokal der Stadt gemacht. Brooke nickt zustimmend, aber ihr Vater erwähnt bedauernd, er hätte Max vergessen zu sagen, dass seine Tochter Vegetarierin ist. Brooke verneint diese Behauptung, das sei bereits drei Jahre her und ist Vergangenheit.

Abends sitzt Shay immer noch alleine am Tresen während der Rest der Clique (außer Tina) an einem anderen Tresen schräg gegenüber Helenas Bericht ihrer Kündigung hört. Alice fragt, ob Helena vermutet, Tina hätte etwas damit zu tun, aber Helena glaubt nicht daran, sie hätte keine andere Wahl gehabt. Bette rollt ihre Augen, Tina ist eine verdammte Mitläuferin, betont sie überzeugt. Auch Kit verteidigt Tina, sie hätte ansonsten höchstwahrscheinlich ebenfalls ihren Job verloren. Bette gibt auf und nippt an ihrem Weinglas. Alice bricht auch eine Lanze für Tina, sie zweifelt ehrlich daran, dass auch nur eine hier am Tisch so etwas von Tina denken könnte. Shane ist ebenfalls von Tinas Unschuld überzeugt. Allerdings ist ihr größtes Problem gerade ihr Bruder. Sie hat keinen blassen Schimmer, was sie mit ihm anstellen soll. Bette ermahnt sie, ihn schnellstens an einer Schule anzumelden, immerhin herrscht für Kinder die Schulpflicht. Doch Shane sieht dem gelassen entgegen, sollen sie sie doch verhaften! Kit schlägt eine Pflegefamilie vor, nicht solche schrecklichen Heime, in die Shane in ihrer Kindheit geschickt wurde. In diesem Moment nähert sich der Junge den Frauen, ihm ist schlecht und er glaubt, sich übergeben zu müssen von dem ganzen Kuchen und Shakes. Shane deutet ihm mit dem Zeigefinger den Weg zu den Toilettenräumen. Bette fordert sie auf, mit ihm zu gehen, doch Shane glaubt nicht, ihm helfen zu können. Sie soll seine Haare über dem Klo zurückhalten, flüstert Bette streng. Shane stellt verdutzt fest, dass der Junge aber doch kurze Haare hat. Alice schickt Shane ohne weitere Diskussion zur Herrentoilette, sie soll einfach nur mit ihm gehen. Shane steht auf und folgt ihrem Bruder. Alice dreht sich zu den Mädels um, es ist ein absolutes Desaster, stellt sie fest. Bette glaubt, Shane ist völlig überfordert. Jenny wünscht sich in dieser Situation Carmen herbei, die könnte mit Shay umgehen. Kit bedauert, dass Shane auch mit Carmen anscheinend überfordert war…

Brooke berichtet im Restaurant von einer Schulfreundin, die von einem Typen brutal überfallen worden ist. Der Kerl ist dafür nichtmal verknackt worden aus Mangel an Beweisen, obwohl jeder wusste, dass er es war. Max zeigt sich verständnisvoll, er betont, wie machtlos ein Mädchen sich in einer solchen Lage fühlt. Brooke lächelt ihn überrascht an, sie hat noch nie einen Jungen getroffen, der das so genau verstehen würde. Max fühlt sich geschmeichelt und grinst…

Alice erreicht bei heftigem Regen das Billard-Lokal, in dem sie Papi treffen soll. Als sie die Kneipe betritt wird sie von den zwielichtigen Kerlen darin misstrauisch beäugt. Alice spürt deren Blicke auf ihrem ganzen Körper, mutig geht sie langsam zum Barkeeper. Sie beugt sich lasziv seitlich über den Tresen, sieht den Chef aus den Augenwinkeln an und fragt ganz nebenbei, ob er jemanden mit dem Namen Papi kennen würde. Der Mexikaner fragt erstaunt nach, ob sie wirklich nach Papi sucht. Alice nickt selbstsicher. Der ist am Billardtisch, erfährt sie gleich darauf. Neugierig mustert Alice die Jungs am Spieltisch. Der Dicke mit dem Lotterhemd und der Bierflasche in der Hand nickt ihr fragend zu. Angewidert blickt sie zurück, bedankt sich flüsternd für die Auskunft und schleicht zum Ausgang.
Draußen klingelt ihr Handy. Sie hat kein Bock mehr auf dieses Spiel, sagt sie entschlossen in das Telefon, wird aber im Satz unterbrochen und auf die weiße Limousine aufmerksam gemacht, die keine 5 Meter von ihr entfernt parkt. Leicht genervt steigt sie in den Wagen. Nachdem sie die Tür geschlossen hat, will sie sofort vom Fahrer wissen, wie der weitere Plan aussieht. Die Scheibe zwischen Fahrer und Gastraum fährt surrend herunter. Eine junge, wilde Latino dreht sich amüsiert um und gibt zu, keinen Plan zu haben, da Alice doch auf der Suche nach ihr wäre…

Die Reporterin bedankt sich nervös bei Jenny, dass sie sich trotz des vollen Terminkalenders die Zeit für ein Interview mit ihr nimmt. Jenny fühlt sich wohl, sie genießt die Aufmerksamkeit. Die Journalistin ist ihr nicht unbekannt, sie las bereits einige Artikel aus ihrer Feder und bewundert ihre Arbeit. Allerdings möchte Jenny nach diesem Gespräch keine weiteren Interviews mehr exklusiv für die Schwulen- und Lesbenpresse machen. Sie möchte nicht ausschließlich als lesbische Schriftstellerin definiert werden, sondern einfach nur als Jenny. Die Reporterin kann das gut nachvollziehen. Im Gespräch stellen sie fest, dass sie beide jüdischer Abstammung sind. Jenny gewinnt immer mehr Vertrauen in ihre Gesprächspartnerin. Der einzige Grund, warum sie für das ‚Curve - Magazine’ arbeitet, ist die Tatsache, dass sie selbst die Bücher auswählen darf, die sie rezensiert. Und sie wählt nur die aus, die eine Bedeutung für sie haben. Jennys Buch ist für sie wichtig, da ihre Partnerin ähnliches durchmachte und überlebte.

Papi führt Alice in ein mexikanisches Restaurant. Sie betreten das Lokal durch den Kücheneingang, Papi wird von allen begeistert begrüßt. Das gleiche Bild bekommt Alice auch als sie den Gastraum betreten. Dort wird Papi ebenfalls mit lauten Rufen enthusiastisch empfangen. Kaum haben sie an einem Tisch Platz genommen, wird das Essen ohne Bestellung aufgefahren. Alice ist tief beeindruckt, sie witzelt, ob Papi der Papst des Ostens von Los Angeles sei. Sie ist einfach nur Papi, mit einem klaren ‚a’, betont diese. Alice stutzt. Papi beugt sich nah an Alice heran um ihr die richtige Aussprache ihres Namens beizubringen. Dann lehnt sie sich entspannt zurück und möchte nun endlich wissen, warum ein Aufruf im Radio nach ihr gestartet wurde. Es würden doch wohl keine eifersüchtigen, betrogenen Kerle nach ihr suchen, oder? Ups, Alice hofft, sie dadurch nicht in Schwierigkeiten gebracht zu haben, doch Papi sieht keine Gefahr im Ansturm. Alice schaltet ihren kleinen Recorder an und stellt ihn vor sich auf den Tisch. Sie möchte gerne Papis Geheimnis wissen, wie sie es geschafft hat, innerhalb von 2 Tagen zu einer Legende in der Chart zu werden. Die Mädchen würden sie eben mögen, genauso wie sie die Mädchen mag, betont Papi. Sie hat wohl eine bestimmte Gabe, die die Frauen anziehend finden. Aber sie lebt nur ihr Leben. Sie vermutet, die Frauen würden eben merken, dass sie von ihr wirklich geliebt werden. Alice sieht sie zweifelnd an. Papi schaut ihr tief in die Augen, sie liebt ihre Brüste, ihre Augen, ihr Haar, ihre Körper… Alice sieht verlegen an sich herab. Ihr Lachen, ihre Traurigkeit, fährt Papi fort. Eben alles an einer Frau, sie zu berühren, ihre Haut auf ihrer zu spüren… Langsam lehnt sich Papi über den Tisch, nah an Alice. Sie respektiert die Frauen, spricht sie ruhig und verführerisch weiter. Und sie mögen ihre Art zu küssen, grinst sie. Alice hört ihr wie gebannt zu. Papi lehnt sich noch näher an Alice und flüstert, sie kann eine Frau nur durch küssen zum Höhepunkt bringen…

Max begleitet Brooke nach Hause. Sie hofft, ihn nicht zu Tode gelangweilt zu haben, was Max definitiv abstreitet. Er weiß nach diesem Abend so ziemlich alles über sie, sie hat aber so gut wie nichts über ihn erfahren. Diese Informationen hat er sich für das zweite Date aufgespart, grinst Max und sieht ihr tief in die Augen. Langsam kommen sie sich näher, vorsichtig berühren sich ihre Lippen zum ersten Kuss. Auf diesen folgen noch mehrere kleine, harmlose Küsse bis die Außenbeleuchtung des Hauses zu flackern beginnt. Brooke kann sich ein Lachen nicht verkneifen, ihr Vater hat schon in ihrer Teenagerzeit so reagiert wenn ein Junge sie nach Hause brachte. Max gibt zu, niemals von seinen Eltern so kontrolliert worden zu sein. Er ist ja auch ein Junge, sagt Brooke. Nein, er war einfach nur ein ‚braves’ Kind. Brooke sieht ihn erneut ernst an, sie will ihm beibringen, ‚böse’ zu sein und küsst ihn leidenschaftlich. Nach einigen Sekunden beginnt das Licht erneut zu flackern und Brooke entscheidet sich, hinein zu gehen. Max verspricht, sich morgen zu melden und die ganze Nacht an sie zu denken…

Jenny möchte in ihrem Buch keinesfalls die Männer allgemein angreifen, aber sie plädiert dafür, die Gesellschaft etwas mehr zu sensibilisieren, was sie den Jungs in Bezug auf Mädchen beibringen. Im Moment bekommen viele Jungs aufgrund ihrer Erziehung die Meinung mit auf den Weg, Mädchen sind Sexobjekte und sie müssten nur zugreifen. Also beschuldigt sie ihre Eltern, stellt die Journalistin fragend fest. Nein, sie liebt ihre Eltern und will sie nicht als Verbrecher dargestellt wissen. Als ihr damals die Sache in der Scheune passierte waren ihre Eltern zu geschockt um ihr zu helfen. So etwas dürfte nicht geschehen und deswegen haben sie es verdrängt um ihren Glauben an die Welt nicht zu zerstören. Auch sie selbst lernte schnell, das Geschehene zu verleugnen was sie zu der notorischen Lügnerin machte, die sie später geworden ist. Die Reporterin ist von so viel Offenheit absolut überrascht. Aber Jenny glaubt von ihr verstanden zu werden und hat deswegen keine Probleme, ihr dies alles zu offenbaren. Deswegen ist sie Schriftstellerin geworden, sie will alles, was sie jahrelang innerlich gequält hat, heraus lassen und aufschreiben. Jenny hat Tränen in den Augen, noch nie zuvor war sie so ehrlich zu jemandem…

Alice steigt erneut in Papis Limousine ein. Diesmal nimmt Papi direkt neben Alice auf dem Rücksitz Platz, schließt die Tür und schaltet über Fernbedienung die Soundanlage ein. Alice blickt nervös zur Seite. Papi drückt erneut auf einen Knopf ihrer Fernbedienung und die Rücklehne surrt ganz sanft nach hinten. Alice ist nicht wirklich überrascht, sie legt sich gespannt zurück. Papi rückt ganz nah an Alice heran, streichelt ihr zärtlich über das Gesicht und beginnt sofort an Alices Brüsten durch die Kleidung hindurch zu knabbern. Alice schließt die Augen und genießt. Behutsam arbeitet sich Papi mit dem Mund zu Alices Hüften vor und öffnet gekonnt mit einer Hand die störende Bluse. Alice fragt leise, ob das jetzt nicht ein bisschen schnell gehen würde, doch Papi verspricht, sie zu Orten zu führen, an denen sie zuvor noch nie gewesen ist. Alice verdreht ihre Augen, dieses Versprechen hat sie schon oft gehört. Aber Papi kommt mit ihrem Kopf wieder nach oben und küsst sie leidenschaftlich und lang. Alice verliert ihre Kontrolle und lässt sich fallen… Papi verwöhnt Alices gesamten Körper fast gleichzeitig mit Streicheleinheiten der wildesten Art, schiebt dann ihre Hand in den Schoß ihrer Partnerin, die völlig abwesend nachfragt, wie diese Technik heißt. ‚Magische Kreise’, antwortet Papi und wird in ihren Bewegungen immer heftiger. Alice fleht sie in totaler Ekstase an, nicht aufzuhören…

Bette sitzt schwer beschäftigt zu Hause an ihrem Laptop und arbeitet an ihrer Präsentation als Kit das Haus betritt. Lächelnd setzt sie sich zu ihr, sie hat das Gefühl, ihre Schwester in letzter Zeit selten gesehen zu haben. Bette wendet ihren Blick nicht vom Computer und tippt weiter auf der Tastatur während sie antwortet, sie hätten sich doch gerade am Abend im Planet gesehen. Naja, war nur so ein Gefühl, schwächt Kit ab. Sie darf ja wohl noch fühlen, oder? Bette lässt von ihrer Präsentation ab, sieht Kit an und will wissen, was passiert ist. Ist etwas mit Angus? Kit sieht schweren Herzens auf den Boden, sie fühlt sich so verdammt schuldig. Bette antwortet mit viel Sanftheit in ihrer Stimme, sie und Angus waren sich doch einig darüber. Kit weiß, dass es die richtige Entscheidung war, aber ihr tut es wahnsinnig leid für Angus. Er versucht so sehr stark zu sein, aber im Inneren weiß sie, wie traurig er ist. Kit bricht in Tränen aus. Bette umarmt sie tröstend…

Total erschöpft liegen Alice und Papi auf dem Rücken nebeneinander. Alice möchte wissen, was ‚ich bin fix und fertig’ auf Spanisch heißt, doch Papi glaubt nicht, dass Alice dies schon ist und lehnt sich erneut über sie…

Am nächsten Morgen bereitet sich Helena aufs Joggen vor, auf den Treppen lockert sie ihre Beinmuskulatur als sie von der anderen Straßenseite laute „Papi“ – Rufe vernimmt. Sie sieht eine weiße Limousine gegenüber parken, die verdächtig hin und her wackelt. Neugierig beobachtet sie die junge Frau, die gerade ausgestiegen ist um die Wagentür auf der anderen Fahrzeugseite zu öffnen. Helena bekommt den Mund vor Erstaunen nicht mehr zu, da steigt doch tatsächlich Alice aus dem Auto und sie sieht ziemlich wild mitgenommen aus! Alice möchte Papi mit zu sich nach oben nehmen, die lehnt aber dankend aufgrund ihrer Regel Nr. 1 ab, niemals bis zum Frühstück zu bleiben. Alice ist immer noch nicht ganz Herr ihrer Muskeln, wackelig verabschiedet sie sich und geht auf Helena zu, die aus dem Grinsen nicht mehr heraus kommt. „Harte Nacht?“, fragt Helena. Alice betont, sie hätte die ganze Nacht gearbeitet, was Helena mit einem verhöhnenden Lachen doch sehr bezweifelt bevor sie sich zum Joggen begibt. Alice wirft auf der Treppe noch einen kurzen Blick in die Zeitung und dann noch einen zur Limousine, die noch nicht weggefahren ist. Sie guckt nochmals genauer hin, Papi hat Helena gestoppt um sich bekannt zu machen…

Max wäscht das Geschirr ab und erzählt von Brooke, es würde ihm nicht leicht fallen, sich ihr gegenüber zu outen, doch Jenny ist zu sehr mit ihrem Laptop am Küchentisch beschäftigt. Sie will unbedingt die Rezension lesen, die ihre Gesprächspartnerin vom Vorabend bereits fertig gestellt hat. Max hält es für besser, wenn Jenny die Artikel vor der Veröffentlichung zu lesen bekommt. Doch Jenny vertraut der Journalistin voll und ganz, sie haben sich so gut verstanden. Das liegt wahrscheinlich an der Verbindung, die zwei lesbische Frauen untereinander spüren, vermutet sie. Als sie die richtige Site findet bricht sie in Jubelschreie aus, die Shay auf dem Sofa im Wohnzimmer aufwachen lassen. Laut liest Jenny die ersten Sätze voller Vorfreude vor und wird immer ruhiger, als sie selbst registriert, was sie da gerade liest. Ihr Buch würde Hardcore-Szenen enthalten, sie sei selbstverliebt und verwöhnt und vor allem würde sie in Selbstmitleid ertrinken. Weiterhin sei sie undiszipliniert und würde ihr Leben im Chaos verbringen. Jenny würde ihr kindisches Verhalten ständig mit ihrer Vergewaltigung im Kindesalter entschuldigen und dabei alle verheirateten Frauen in Gefahr bringen, die unter ihren Ehemännern gelitten haben. Jenny zieht anerkennend die Mundwinkel nach unten, starrt einen Moment auf den Bildschirm und klappt lächelnd den Laptop zu. So ist das Leben eben… Doch kaum hat sie die Küche verlassen brüllt sie ihren Ärger heraus. Shay erschrickt so sehr, dass er aus Versehen die Milch verschüttet, die er gerade in seine Cornflakes geben wollte. Max ermahnt Jenny, sich in ihren Flüchen etwas zurück zu halten, solange der Junge anwesend ist. Jenny sieht das Dilemma auf der Küchenablage und rennt zurück um ihre Handtasche aus der Milch zu retten. Shane wundert sich über das Gebrüll als sie die Küche betritt. Shay gibt schuldbewusst zu, gekleckert zu haben. Jenny sagt, das war aber nicht der Grund ihres Wutausbruchs. Es stellte sich heraus, dass die Reporterin von gestern Abend eine verfluchte *pieps* ist… Geschockt hält Shane Jenny den Mund zu, solche Ausdrücke will sie in Gegenwart ihres kleinen Bruders nicht hören. Jenny berichtet ganz ruhig von der fiesen Art, wie sie von ihr dazu gebracht wurde, sich zu öffnen. Dabei wollte sie dieses verdammte… Shane hält ihr wieder den Mund zu und ermahnt sie erneut …Interview gar nicht machen, fährt Jenny fast flüsternd fort. Shane weist Shay an, wie er sich mit Jennys Hilfe am Nachmittag sein Essen warm machen kann. Shay nickt zuversichtlich. Shane verabschiedet sich um zur Arbeit zu gehen. Jenny sieht ihr kurz hinterher und fordert Shay dann auf zu sagen, die Reporterin ist eine verdammte *pieps*! Shane hat dies gehört und dreht sich augenblicklich um, schnappt sich ihren Bruder und wünscht Jenny noch einen schönen Tag…

Bette liest in einigen Akten während sie darin vertieft durch die Flure der Schule läuft. Plötzlich springt Nadja auf sie zu und möchte ihr etwas zeigen. Sie hat das Buch mit dem erwähnten Comic mitgebracht und schon eine Idee dazu vorgezeichnet. Zusammen nehmen sie am Rand des Flures Platz und klappen das große Buch über ihren Knien auf. Stolz präsentiert Nadja ihre Zeichnung, in der sie den kleinen Jungen durch Bette ersetzt hat, die erwartungsvoll auf das neue Gebäude blickt. Bette sieht sich das Bild nur kurz an und sagt einfach „nein“. Nadjas Begeisterung hat schlagartig ein Ende. Bette möchte bei dem Bild des kleinen Jungen bleiben, der nicht nur auf ein einziges Gebäude schauen soll, sondern die ganze Schule betrachtet. Nadja erkennt die Symbolik, bewundernd sieht sie zu Bette, sie wäre einfach erstaunlich. Bette hält ihrem Blick sicher stand, eine Sekunde lang sehen sie sich einfach nur tief in die Augen. Da kommt der Kollege, mit dem Bette eigentlich sprechen wollte, um die Ecke. Schnell beendet Bette die Unterredung mit Nadja und wendet sich dem Herrn zu als Nadja sich noch einmal umdreht um Bette zu fragen, ob sie sie beim Vornamen nennen darf. Der Kollege flüstert grinsend zu Bette, das Mädchen könnte zu ihm alles sagen. Bette stellt aber klar, dass Dekan Porter ihr korrekter Ansprechtitel ist und wendet sich ab.

Shay fährt mit einem Skateboard in der Pipeline im WAX, er hat viel Spaß dabei. Shane hat ihn immer im Auge, muss sich aber gleichzeitig um ihre Arbeit kümmern während ihre neue Aushilfe Martha es vorzieht, sich auf dem Friseurstuhl zu langweilen. Hecktisch bittet Shane sie darum, sich etwas mit ihrem Bruder zu beschäftigen. Martha ist nicht begeistert, genervt erhebt sie sich im Zeitlupentempo aus dem Sessel.

Bette ist inzwischen im Büro von Phyllis und stimmt mit ihr die wichtigsten Termine des Monats ab. In drei Wochen wird Jodie Jacobs ihren Job hier antreten, Bette kann es kaum erwarten, sie kennen zu lernen. Unter anderem hat sie bereits eine Liste mit allen nötigen Arbeitsutensilien zusammengestellt, und so weiter und so fort… Phyllis geht ruhig in ihrem Büro auf und ab, sie scheint Bette nicht wirklich zuzuhören und völlig in Gedanken versunken zu sein. Bette bemerkt ihre geistige Abwesenheit, beunruhigt fragt sie nach. Doch Phyllis entschuldigt sich kurz und fordert Bette auf, ihre Vorschläge weiter auszuführen. Bette beginnt sofort wieder, ohne Luft zu holen, über die unbedingte Notwenigkeit, den digitalen Mediabereich nachzurüsten, zu berichten. Wieder ist Phyllis gedanklich ganz weit weg. Bette sieht sie irritiert an. Lächelnd nimmt Phyllis das Foto ihrer Familie von dem Schreibtisch in die Hand, sie ist nun seit 23 Jahren verheiratet, erwähnt sie kleinlaut. Ihre beiden Kinder gehen inzwischen beide aufs College. Bette weiß nicht, worauf Phyllis hinaus will. Besorgt erkundigt sie sich, ob bei ihr alles in Ordnung ist. Phyllis schlägt einen ernsten Ton an als sie Bette fragt, ob sie jemals das Gefühl hatte ein fremdes Leben zu leben. Bette lächelt verwirrt, schüttelt mit dem Kopf und verneint. Natürlich nicht, antwortet Phyllis, sie ist ja auch mutig. Bette lebt ihr Leben eben ehrlich, was sie für sich selbst auch wünschen würde. Bette versichert Phyllis, sie sei eine Frau, die ihr Leben zielbewusst lebt, was sie wiederum sehr bewundert. Phyllis unterbricht sie im Satz, sie glaubt, sie ist lesbisch…
Sie setzt sich bedrückt auf ihren Schreibtischstuhl. Nein, sie glaubt es nicht nur, sie weiß es seit ihrer Collegezeit. Auch Bette muss sich nun setzten, ihr fehlen die Worte. Phyllis steigen Tränen in die Augen, sie hat es niemals ausgelebt, da es nicht zu ihrem geplanten Leben passte, bereut sie. Nun fließen die Tränen richtig als sie feststellt, es nicht länger verheimlichen zu können. Immer noch ist Bette völlig verdutzt. Phyllis muss unbedingt diese Gefühle erkunden um herauszufinden, was sie in ihrem Leben verpasst hat. Bette schlägt gedankenlos einen Arzt oder Therapeuten vor, doch Phyllis hat schon so viele von denen in den vergangenen Jahren belogen. Nein, sie will mit Bette darüber reden, weil sie ihr so zufrieden in ihrem Leben vorkommt. Lächelnd hofft sie, dass es nicht bereits zu spät für sie wäre, doch Bette weiß, es ist niemals zu spät…

Mit donnerndem Getose stürmt Jenny in die Redaktion des ‚Curve – Magazine’ und will diese Journalistin sprechen. Die Empfangsdame informiert sie aber, dass diese eine freiberufliche Schreiberin ist, die hier kein Büro im Gebäude hat. Jenny nennt sie eine Lügnerin und schnappt sich einen Zettel von ihrem Schreibtisch, auf dem die Raumnummern der Mitarbeiter verzeichnet sind. Sofort rennt sie los, doch die verschlossene Tür ins Innere der Redaktion stoppt sie gezwungenermaßen. Die Empfangsdame erwähnt nochmals, diese Person würde nur einmal in der Woche zu einer Konferenz erscheinen. Wutentbrannt will Jenny wissen, ob sie dieses Stück Dreck in ihrem beschissenen Magazin gelesen hätte. Dabei schleicht sie sich immer näher an den Schreibtisch und greift überraschend zu dem Laptop. Doch die Dame ist schneller und reißt das Gerät blitzartig vom Tisch an ihren Körper. Jenny fordert sie auf, ihre Rezension im Netz aufzurufen. Die Empfangsdame fragt Jenny ganz ruhig, warum sie sich überhaupt darum kümmert, was in diesem Magazin veröffentlicht wird. Weil sie mutwillig und vorsätzlich von ihrer Mitarbeiterin hinters Licht geführt wurde, sie will, dass diese Reporterin gefeuert wird. Außerdem sind ihr Schreibstil sowie ihre Grammatik grottenschlecht, was zumindest von der Redaktion hätte verbessert werden können!

Im WAX herrscht Hektik, Shane wird an vielen Orten gleichzeitig verlangt. Shay sitzt ruhig in sich gekehrt in einer Ecke und trinkt einen Milchshake. Versehentlich kippt er den Becher beim Abstellen über den Verkaufstresen. Shane reagiert trotz des Stresses sehr gelassen und bittet ihre Mitarbeiterin Martha, ihr einen Wischmopp zu holen. Die ist gerade dabei, ihren Lippenstift nachzuziehen und unterbricht diese wichtige Prozedur nur ungern, aber sie muss wohl. Shane versichert Shay, dass nichts Schlimmes passiert ist, alles ist ok. Doch ihr Kollege schimpft lauthals umher, alles wäre versaut. Shay bekommt Angst und rennt aus dem Laden. Shane schickt Martha hinter ihm her, sie soll ihn zurückholen. Widerwillig macht die sich auf den Weg, bleibt aber auf halber Strecke stehen und kümmert sich weiter um ihren Lippenstift. Shane ist entsetzt und wiederholt ihre Bitte, doch Martha hat Shay auf die Straße rennen sehen. Fluchend stürmt Shane aus dem Laden, dreht sich kurz noch einmal zu Martha um und feuert sie.

Alice, Jenny, Max, Tina und Bette stehen am Straßenrand und warten auf Shane, die auch schon in ihrem Jeep angerast kommt. Mit quietschenden Reifen bleibt sie vor der Gruppe stehen. Bette erzählt ihr durch das offene Fenster, wo sie überall suchen werden und wo sie sich dann wieder treffen sollten. Tina bekommt Helena nicht ans Telefon, versucht es aber weiter. Alice will die Parks durchsuchen. Shane hat bisher noch nicht die Polizei eingeschaltet, darum will Kit sich kümmern. Shane braust wieder davon und die Clique strömt in alle Richtungen auf der Suche nach Shay…

Nachts fährt ein schwerer LKW durch die dunklen Straßen. Im Innenraum neben dem Fahrer sitzt Shay und schweigt. Ängstlich aber doch entschlossen blickt er den fremden Mann an und schaut dann wieder aus dem Fenster…

Shane fährt wie eine Irre durch die Innenstadt von L.A., nebenbei brüllt sie in ihr Handy, sie hätte kein Bild von Shay! Sauer schmeißt sie das Telefon auf den Beifahrersitz…

Jenny und Max suchen die Spielplätze und Aufenthaltsorte der Kids ab. Sie winken einen ca. 15jährigen Skateboarder aus der Pipeline und fragen ihn nach Shay, doch der Junge hat nichts gesehen…

Der Trucker fragt Shay nach seinem Alter. Schüchtern gibt der Junge zu, bald 10 zu werden. Der Fahrer fragt weiter, ob Shay wüsste, was mit 10jährigen passiert, die von zu Hause weglaufen. Shay bleibt stumm.
Der LKW hält auf einem abgelegenen, schlecht beleuchteten Parkplatz. Der Trucker steigt aus und geht zur Beifahrertür. Shay beobachtet furchtsam jede seiner Bewegungen. Der Mann öffnet die zweite Tür, schnallt Shay vom Gurt ab und deutet ihm an, ihm zu folgen. Mit zitternden Knien steigt der Junge aus, er wird sofort von dem Fahrer bauchlängs auf die Schulter gehoben und um das Fahrzeug herum getragen. Mit quietschenden Reifen bremst Shane ihren Jeep auf dem Parkplatz und rennt Shay entgegen. Während Shane ihren Bruder umarmt, betont der Trucker, dass der Junge Glück hatte von ihm mitgenommen zu werden und nicht von irgendeinem Irren. Er hatte arge Schwierigkeiten, Shanes Telefonnummer herauszufinden, da das WAX wohl nicht offiziell eingetragen ist. Shay entschuldigt sich traurig für sein Verschwinden, er wollte nur nach Hause. Shane sieht verzweifelt auf den Boden, greift Shay fest an die Schultern und versichert ihm, er ist bei ihr zu Hause. Sie müssen sich eben beide umstellen und erst daran gewöhnen. Shay nickt nur…

Alice und Bette suchen alle Basketballplätze der Gegend ab. Bette glaubt nicht, ihn hier irgendwo zu finden. Alices Handy klingelt, Shane gibt Entwarnung. Alice gibt ihr den guten Rat, ihrem Bruder einen riesigen Burger zu kaufen und sich Zeit zu lassen. Erleichtert lehnt sich Bette an Alices Schulter, sie dankt Gott für dieses glückliche Ende dieser Aktion. Plötzlich hören sie vor sich im Gebüsch etwas rascheln. Als sie genauer hinschauen, erkennen sie zwei Frauen, die sich gerade die Kleidung wieder zurecht ziehen. Eine der beiden ist Helena! Ungläubig fragt Bette mehr sich selbst, wer die zweite Frau wohl ist, aber Alice kennt die Antwort: Papi!
Etwas wackelig aber völlig ausgeglichen und glücklich lädt Helena Papi ein, mit zu sich nach Hause zu kommen. Die lehnt aber dankend aufgrund ihrer Regel Nr.2 ab, niemals eine Frau nach Hause zu begleiten, mit deren Mitbewohnerin sie die Nacht davor Sex hatte…