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3.12 - Left Hand of the Goddess

Wir starten in Alices Wohnung, Bilder von Dana stehen überall herum. Alice nimmt einige Pillen zu sich und macht einen abwesenden Eindruck. Es klingelt. Lara betritt die Wohnung und beide fangen sofort an, sich auszuziehen und zu küssen. Alice fordert Lara auf sie fest auf dem Rücken zu kratzen, doch Lara möchte ihr nicht wehtun. Aber gerade das möchte Alice, sie will endlich wieder etwas empfinden, Lara soll sie am besten blutig kratzen…

Der Titelsong beginnt…

6 Wochen später. Kit, Bette, Alice, Jenny, Helena und Lara sitzen im Planet zusammen und unterhalten sich über die bevorstehende Hochzeit von Carmen und Shane. Alice witzelt, sie könne es gar nicht glauben, dass Shane die Sache tatsächlich durchzieht, worauf Helena erschrocken betont, dass sie es muss. Schließlich hat Helena 15 Räume in einem Hotel in Whistler (Kanada) für alle gebucht, die Feier dort organisiert und bereits angezahlt.
Jenny berichtet, dass Shanes Vater angerufen hat und sie gerade auf dem Weg ist um sich mit ihm zu treffen. Plötzlich steht Alice vom Tisch auf, sie müsse noch etwas erledigen, und verabschiedet sich mit einem gekünstelten Lächeln. Bette ist irritiert, geht ihr hinterher und fragt, ob alles in Ordnung sei. Einen Moment sieht Alice sie unsicher an, grinst dann und beruhigt Bette, sie hätte wirklich noch viel auf dem Zettel. Beide umarmen sich und Alice geht.

Carmen probiert ein langes, weißes Hochzeitskleid an. Unsicher fragt sie die anwesenden Mädels, ob sie als brave Braut oder lieber etwas wilder gehen soll. Bette meint, es wäre völlig egal solange sich Carmen darin wohl fühlt. Alice reicht ihr ein anderes Kleid zur Anprobe aber Carmen schüttelt den Kopf. Nicht wegen dem Kleid, sie kann nicht glauben, dass sie die unstetigste Person auf diesem Planeten heiraten wird.

Shane wartet ungeduldig vor einem Café und wird dabei von einem Mann mit dunkler Sonnenbrille beobachtet. Er trägt lockere Jeanskleidung und sieht ziemlich verlebt aus. Gerade als sie sich zum Gehen entschließt spricht er sie an, ob sie ihn versetzen will. Sie setzen sich ins Café. Ihr Gespräch besteht eigentlich nur aus seinen Fragen, Shane wirkt nervös und kurz angebunden. Er fordert sie auf auch ihn etwas zu fragen und Shane möchte nur wissen, warum er sie treffen wollte. Ernst antwortet er, dass er es gar nicht wollte aber seine Frau ihn dazu drängte.

Zurück bei der Anprobe möchte Alice von Jenny wissen, was sie bei ihrer Hochzeit getragen hat. Die erinnert sich laut lachend an ihre zerfetzte Nylonstrumpfhose über dem Minirock und an das pinkfarbene Schlabbershirt. Bette grinst und glaubt nicht, dass dieses Outfit genau das wäre, was sich jedes junge Mädchen in ihrer Kindheit für ihre Hochzeit erträumt, doch Jenny hatte nie solche Träume. Bette gerät ins Schwärmen bei dem Gedanken an die wunderschönen Kleider, die Tina und sie getragen hätten wenn Tina ihren Heiratsantrag angenommen hätte. Ironisch betont sie, Tina wollte sich nicht den heterosexuellen, spießigen Gewohnheiten gleichsetzen. Alice wirft ein, dass gerade diese wohl jetzt bei Tina nur so sprießen. Carmen fleht spaßig, Tina möge doch wieder auf ihre Seite wechseln, wozu Bette nur einfällt: „Scheiß’ drauf, sie können sie haben!“

Shanes Vater hat sie auf dem Schulhof manchmal beobachtet, gesteht er. Shane wirkt traurig, er hat sie niemals angesprochen weil er zu beschäftigt mit seinem eigenen wilden Leben war. Bis sein Kumpel Chuck starb. Von da an dachte er über sein Leben nach. Shane erwähnt bedrückt, sie hätte auch erst vor kurzem eine wirklich gute Freundin verloren und starrt traurig auf den Tisch. Er greift nach ihrer Hand und drückt sie kurz zum Trost, dann lädt er Shane zu sich nach Hause zum Essen ein, es sei Zeit seine Frau und seinen Sohn Shay kennen zu lernen.

Im Planet isst Bette gemeinsam mit ihrer Anwältin zu Mittag. Sie sieht nicht ein, mit Tina zusammen nach Whistler reisen zu müssen, sie sei schließlich schon seit Tagen bei Henry und könne gefälligst mit ihm fahren. Die Anwältin erklärt, es sähe vor Gericht besser aus, friedlich und engagiert zu sein. Bette soll dort auf gar keinen Fall auch nur irgendeine Art von Streit aufkommen lassen. Und sie darf Tina keinesfalls von ihren Plänen erzählen, das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Tina soll erst nach der Rückkehr davon erfahren, wenn ihr Anwalt sie informiert. Bette sieht bedrückt auf ihren Teller, erklärt sich aber einverstanden. Sie wechselt das Thema auf ihr Vorhaben, den Job in der Kunsthochschule als Direktorin anzunehmen. Wieder betont die Anwältin, dass das vor Gericht sehr gut aussehen wird. Außerdem würde Bette dort bestimmt bald über Tina hinwegkommen, bei den vielen jungen Studentinnen um sie herum wird Bette sich wie ein Kind in einem Süßigkeitengeschäft fühlen. Bette ist entsetzt, das wäre unethisch und käme für sie überhaupt nicht in Frage.
Plötzlich unterbricht Kit das Gespräch und zieht Bette am Arm in den Toilettenraum. Aufgeregt zeigt sie ihr dort einen positiven Schwangerschaftstest. Bette braucht einen Moment um zu begreifen, was Kit ihr sagen will. Ungläubig lächelt sie, Kit sei in der Menopause und kann unmöglich schwanger sein. Außerdem würde ein einziger Test noch gar nichts beweisen. Völlig aufgelöst gibt Kit den Blick auf die Waschfläche frei, neben dem Becken liegt ein ganzer Haufen positiver Tests. Bette lacht hilflos und murmelt: „Scheiße…“

Max und Jenny sind auf der Dinnerparty seines Chefs. Sie sitzen mit ausgewählten Kollegen am Tisch, die Männer unterhalten sich über ihre Arbeit und werfen mit Fachausdrücken um sich herum. Die Frauen sind gelangweilt, Jenny sortiert das Essen auf ihrem Teller nach Größe der Stücke. Die Ehefrau des Chefs wirft ein, dass sie bei diesem Gesprächsthema auch immer über andere Dinge nachdenkt. Jenny denkt an die Geschichte, die sie gerade schreibt. Daran, dass sie als Zwölfjährige an die zwanzig Mal am Tag masturbiert hat und nicht sicher ist, wie sie das in ihre Story einbauen wird. Max sieht beschämt auf den Boden.

Shane bedankt sich in der Küche für das Essen. Shay hat ein Tischfußballspiel aufgestellt und spielt mit Shane. Die Mutter erwähnt die Ähnlichkeit zwischen Shane und ihrem Vater. Sie fragt nach dem Job im WAX, worauf Shane von ihrem Geschäftspartner berichtet, der das alles aufbaute. Auf die Frage, ob er auch ihr Lebenspartner wäre, winkt sie sofort ab und wird nachdenklich. Nach kurzer Zeit offenbart sie ihre Hochzeit in der kommenden Woche. Die Mutter ist begeistert und erinnert sich, wie schwer es war, Shanes Vater dazu zu bewegen, sesshaft zu werden. Immer hätte er irgendwo eine Freundin gehabt, bis er sich für die Ehe entschied. Shane sieht sich zufrieden um. Ihr Vater möchte wissen, was ihr Zukünftiger beruflich macht. Shane wirft einen kurzen Blick zu ihrem Stiefbruder und verkündet lächelnd, SIE ist ein DJ und heißt Carmen. Leichte Überraschung macht sich breit. Nach wenigen Sekunden lächeln alle entspannt, die Mutter vermutete es bereits, als sie Shane das erste Mal sah. Sie schlägt ihrem Mann vor, auch nach Whistler zu fahren um an der Hochzeit teilzunehmen, der aber mit einem neugierigen Blick auf Shane feststellt, dass sie noch gar nicht eingeladen worden sind. Shane holt dies sofort nach.

Alice sitzt in ihrem Radiostudio und spricht zu allen in dieser Welt, die vorhaben zu heiraten. Sie glaubt an die feste Bindung, an die Ehrlichkeit in einer festen Beziehung. Sie wirft die Frage auf, warum so viele Idioten nicht wollen, dass Homosexuelle heiraten dürfen. Sie sollten sich alle ein Beispiel an den Menschen in Kanada nehmen, wo dies legal ist.
Während sie weiter spricht, sehen wir wunderschöne Bilder von der verschneiten kanadischen Landschaft. Eine XXL-Limousine fährt über eine einsame Landstraße. Whistler in Großaufnahme, umgeben von Wäldern und eingeschneiten Bergen, zwischen denen Skigondeln hin und her gleiten.
Die Limousine hält vor einem riesigen Hotelportal. Als erste steigt Peggy Peabody aus, gefolgt von Helena, Alice, Shane und Carmen, die von diesem Hotel und der Umgebung völlig überwältigt ist. In der Lobby traut Carmen ihren Augen kaum als sie ihre komplette Familie dort stehen sieht. Helena grinst wissend und wartet auf ihre Reaktion. Carmen schüttelt fassungslos den Kopf als ihre Mutter langsam auf sie zugeht. Ihr Gesichtsausdruck wechselt von leicht genervt auf ungläubig und dann zu hell erfreut. Die Begrüßung ist stürmisch, ihre Mutter nimmt sie vor Glück weinend in die Arme. Carmens Schwester stellt ihrer Mutter Helena vor, die alles geplant, arrangiert und bezahlt hat. Bei diesen Worten sieht Peggy überrascht Alice an, die mit den Schultern zuckt. Carmen fällt Helena dankend in den Arm bevor sie von ihrer Familie nach draußen gezogen wird mit der Instruktion, Shane bis zur Trauung nicht mehr zu sehen.

Max und Jenny sind bereits auf der Skipiste, Max ist sehr geübt im Umgang mit seinem Snowboard. Jenny sitzt lieber auf der Aussichtsplattform des Restaurants, Skifahren liegt ihr nicht. Am Tisch neben ihr liest eine hübsche Französin einen dicken Wälzer. Diese spricht Jenny an, sie hätte auch keine Lust auf einen Sport, bei dem sie so viele schwere Utensilien benötigt. Ihr liebster Sport wäre Sex. Jenny lässt sich neugierig auf dieses Gespräch ein und findet schnell heraus, dass ihr Gegenüber Journalistin ist und an einem Artikel über Ferienorte, die von Homosexuellen stark frequentiert werden, schreibt. (Ich könnte schwören, dass die Stimme der Frau gehört, die Lara in Paris unter ihrer Schlammpackung angebaggert hat…) Sie möchte aus diesem Grund gerne wissen, warum Max und Jenny ausgerechnet hier Urlaub machen. Jenny ist noch nicht bereit, ihr private Auskünfte zu geben. Die Französin erklärt weiter, sie würde sich wünschen, dass jedes Ferienziel gerne von Homosexuellen besucht wird und sie sich selbst nicht ständig mit diesem bescheuerten Etikett versehen sollten. Jennys Neugier auf die junge Frau wächst, sie tauschen intensive Blicke und lächeln…

Unser Blick schweift über halb leere Teller auf dem Boden eines Hotelzimmers hinauf zum Doppelbett. Jenny zündet sich die ‚Zigarette danach’ an, umarmt von der Journalistin. Sie reden verführerisch miteinander, legen ihre Kippen in den Aschenbecher und küssen sich leidenschaftlich. Mit Blick auf ihre nackten Körper, die sich gegenseitig verwöhnen, verlassen wir die Szene…

Bette und Tina fahren mit Angelica auf einem Pferdeschlitten und haben viel Spaß dabei. Tina sagt, diese Fahrt war für Angelica genauso aufregend wie ihr erster Schritt. Bette stutzt und sieht Tina fragend an. Diese erklärt, dass das während ihrem Aufenthalt im Schweigecamp passiert ist und sie Bette telefonisch nicht erreichen konnte. Bette reißt sich zusammen und bringt ein gequältes Lächeln hervor.

Abends befindet sich die gesamte Clique in einem separaten Raum des Hotels. Peggy fragt, wo Carmen bleibt. Alice klärt sie grinsend auf, dass Carmen auf Shanes Junggesellinnen-Abschiedsparty ja wohl nichts zu suchen hat.
Kit steht abseits am Buffet und stopft Leckerbissen in sich hinein, wofür sie von Angus aufgezogen wird. Mit vollem Mund gesteht sie ihm ihre Schwangerschaft. Fassungslos sieht er sie mit großen Augen an, nachdem er feststellt, dass er nicht auf den Arm genommen wird. Freudig will er sie umarmen, doch sie wehrt ihn widerwillig ab. Einen Augenblick sammelt er seine Gedanken um dann zu erklären, sie hätte seine volle Unterstützung, egal wie sie sich entscheiden wird.
Alice und Jenny haben für Shane eine kleine Rede vorbereitet. Jenny betont, sie hat von Shane viel über Freundschaft gelernt und bedankt sich, dass Shane ihr damals beim Haareschneiden nicht die gleiche Frisur, die sie selbst trägt, verpasst hat. Die Gruppe lacht als Alice bestaunt, wie schnell es wieder nachgewachsen ist. Alice bedankt sich bei Shane für ihre Hilfe und Unterstützung in so vielen Fällen. Zusammen versichern sie ihr im Namen der gesamten Clique, sie wäre die beste Freundin, die man sich nur wünschen könnte. Darauf wird angestoßen.
Später am Abend wird Shane gefragt, ob sie sich Kinder wünscht. Sie nimmt sich einen Moment Zeit für die Antwort und nickt dann überzeugt. Sie würde es fantastisch finden ein Kind groß zu ziehen, so liebevoll und verantwortungsbewusst wie Bette und Tina es tun. Bette sieht bedrückt auf den Boden, Tina schaut Bette traurig an. Alice ist überrascht von Shanes Kinderwunsch und von der unerwarteten romantischen Ader in ihr. Sie sei in der glücklichen Position, fährt Alice fort, Shane ihr Hochzeitsgeschenk von Carmen überreichen zu dürfen. Sie animiert die Gruppe aufzustehen und ihr zu folgen. Im Nebenraum steht das Duett „God-dess and She“ mit Mikrofonen bewaffnet. Sie werden ein Lied mit dem Titel „Lick It“ vortragen, das Carmen extra für Shane ausgesucht hat. Die Musik erklingt und die Clique bewegt sich rhythmisch mit. God-dess beginnt gesanglich zu erklären, worauf geachtet werden muss wenn Frau ihre Freundin im Bett verwöhnen möchte… Umso weiter der Text voranschreitet, desto roter werden die Ohren der Anwesenden…

Bette und Tina schieben Angelica im Kinderwagen den Hotelflur entlang zu ihren gegenüber liegenden Zimmern. Tina wünscht dem Baby eine gute Nacht, Angie schläft heute bei Bette. Als Tina ihr Zimmer aufschließt dreht sich Bette zu ihr um und bemerkt schüchtern, dass es ein toller Tag war, den sie sehr genossen hat. Tina lächelt erleichtert und geht auf sie zu. Sie wünscht sich für die Zukunft mit Bette und Angelica viele schöne Dinge unternehmen zu können, wie eine richtige Familie. Wenn sie eines Tages soweit wären, würden sie vielleicht sogar zusammen Urlaub machen können. In Bette flammt wieder Hoffnung auf, sie ist unsicher. Beide umarmen sich fest, in Tinas Gesicht lesen wir tatsächlich Schmerz. Doch sobald sie sich voneinander lösen dreht sie sich um und betritt ihr Zimmer. Bette sieht ihr einige Sekunden hinterher und öffnet dann ihre eigene Tür.
Im Zimmer ruft sie umgehend ihre Rechtsanwältin an, erreicht aber nur die Mailbox. Bette möchte den Antrag auf alleiniges Sorgerecht sofort zurückziehen, es wäre nicht zum Besten von Angelica und der Brief an Tinas Anwalt soll auf gar keinen Fall ihre Kanzlei verlassen.

Alice zieht sich auf dem Weg zu Laras Hotelzimmer schon auf dem Flur die Schuhe aus. Lara begrüßt sie mit einem zärtlichen Kuss, möchte aber endlich mit Alice reden und nicht gleich ins Bett hüpfen. Alice ist von dieser Idee nicht begeistert. Sie will nicht reden und geht.

Shane klopft ungeduldig an Carmens Tür. Sie möchte sich für das Geschenk bedanken und den Anweisungen in dem Lied umgehend Folge leisten. Carmen will sie nicht in den Raum lassen und Shane beginnt vor der Tür an Carmen herumzuknabbern.
Dabei werden sie von Shanes Vater und seiner Frau gesehen, der vorwurfsvoll betont, dass die andere Dame ja wohl hoffentlich Carmen sei! Carmen wird herzlich in der Familie willkommen geheißen. Shanes Stiefmutter schlägt vor, die beiden Turteltauben nicht weiter zu stören, aber Carmen möchte alleine schlafen. Somit schleppt der Vater Shane in die Hotelbar.

Am nächsten Morgen nutzen fast alle noch mal die Chance auf die Skipiste zu gehen. Bette zieht mit Helena los zum Lift, nachdem Helena Shanes Vater hat wissen lassen, er könne mit jeder Bitte zu ihr kommen, sie bezahlt.

Alice steht auf einer Aussichtsplattform und beobachtet die Leute, die sich an einem Stahlseil mit wahnsinniger Geschwindigkeit in luftiger Höhe durch das Tal ziehen lassen. Hinter ihr erscheint eine ältere Dame, die sich als Marilyn vorstellt, und fragt, ob Alice das auch schon ausprobiert hätte. Alice zeigt weiter rechts auf die Skipiste auf Max und Shane, sie würde den beiden beim Snowboarden zusehen und dass die eine von ihnen heute Abend hier heiraten wird. Marilyn ist überrascht, lachend behauptet sie, sie würde Shane demnach trauen, sie ist die Friedensrichterin und traut vorwiegend homosexuelle Paare. Alice mustert sie einige Sekunden und gibt ihr dann lächelnd die Hand.
Später gehen sie über eine kleine Hängebrücke, sie reden über Dana und Alices Gefühle darüber und zu Lara. Marilyn räumt ein, nur einmal in ihrem Leben wirklich verliebt gewesen zu sein, im Jahre 1974. Sie war damals bereits verheiratet und ihr Mann wurde von einer stinkreichen und arroganten Erbin angeheuert, ihre Räume zu dekorieren. Marilyn hatte mit ihr hinter dem Rücken ihres Mannes eine heiße Affäre, bis die reiche Lady ihr das Herz brach. Sie zog nach London und heiratete einen armen Aristokraten. Marilyn blieb verlassen zurück und ordnete sich wieder in die Gesellschaft und in ihre Ehe ein.

Henry hat das Hotel erreicht. Tina und er stehen an der Rezeption. Er redet ihr ins Gewissen, Angelica nicht von Bette adoptieren zu lassen. Das wäre ein nicht wieder rückgängig zumachender Vorgang. Er würde selbst dann niemals in der Lage sein, sie zu adoptieren wenn Tina und er zusammen eine Familie gründen und heiraten würden. Tina ist überrascht, macht ihm aber sehr deutlich, dass sie noch lange nicht an diesem Punkt wären und dass sie, egal was passiert, auf gar keinen Fall den Adoptionsantrag mit Bette zurückziehen wird. Bette ist und bleibt Angelicas zweites Elternteil, damit muss sich Henry abfinden, ob er will oder nicht.
Die Empfangsdame unterbricht das Gespräch und händigt Tina ein Fax aus, das soeben angekommen ist. Tina liest den Brief. Mit jeder Zeile wird ihr Gesicht blasser, ihre Augen kleiner, ihre ernsten Stirnfalten größer, ihr Mund steht vor Entsetzen offen. Sie schnappt nach Luft und starrt ins Leere, Tränen schießen ihr in die Augen.

Bette und Helena fahren im Skilift den Berg hoch und plaudern als Bettes Handy klingelt. Ihre Anwältin berichtet, die Mailbox zu spät abgehört zu haben und der Brief bereits per Fax an Tinas Anwalt versandt worden ist. Bette bekommt einen Panikanfall und befiehlt, das Fax umgehend rückgängig zu machen. Doch auch das hat die Anwältin schon versucht, dabei hat sie erfahren, dass das Papier direkt von dem gegnerischen Anwalt an Tina ins Hotel gefaxt wurde. Wütend knallt Bette das Handy zu und schreit ihre Panik heraus. Sofort versucht sie Tina zu erreichen und spricht ihr auf die Mailbox, sie entschuldigt sich für alles und Tina soll das Fax als niemals geschrieben betrachten.

Marilyn hat Alice zu einem Drahtseilflug überredet. Ängstlich sieht Alice zu, wie sie gesichert wird. Marilyn spricht ihr Mut zu und beide schwören sich, etwas in ihrem Leben zu ändern falls sie diesen Flug überleben. Marilyn schwört, dass ihr Liebesleben trotz ihrer 56 Jahre noch nicht vorbei sei und sie sich nach dem heutigen Abend intensiv um eine Partnerin bemüht. Alice schwört, sich ab sofort nicht mehr mit Sex und Drogen heilen zu wollen und wieder Gefühle zuzulassen. Außerdem will sie mit Lara darüber sprechen. Kaum hat sie die Worte ausgesprochen, fliegt sie laut schreiend durchs Tal.

In der Hotelbar sieht Shane entsetzt ihren Vater eine junge Blondine küssen. Wütend stellt sie ihn zur Rede. Ihm tut es leid, aber so ist er nun mal und er ist überzeugt, Shane weiß genau wovon er spricht. Er sieht ihr tief in die Augen und verschwindet dann mit der Blonden. Shane sieht ihm nachdenklich hinterher…

Die Hochzeit findet in einem großen, weißen Zelt statt. Überall flackern Lichter und alles ist sehr festlich hergerichtet. Jenny betritt mit der Französin und Max das Zelt. Marilyn steht vorne und bereitet sich vor. Peggy tritt ihr gegenüber, sie beobachtet sie mit freudig strahlenden Augen. Marilyn bemerkt sie und stutzt. Peggy ist sich sicher, sie beiden würden sich kennen und erwähnt das Jahr 1974. „Oh mein Gott“, flüstert Marilyn völlig perplex…

Bette erreicht das Zelt und geht zielstrebig auf Tina zu, die mit Henry bereits Platz genommen hat. Tina sieht Bette mit Verachtung an als diese ihr alles erklären will. Doch Tina will es gar nicht hören. Henry mischt sich ein und offenbart Bette, sie hat damit alles verloren. Tina bittet ihn, sich da heraus zu halten und wendet sich Bette zu. Sie hat ihre Meinung geändert und wird es nun nicht mehr zulassen, dass Bette ihre Tochter adoptiert. Sie plant mit Henry bald eine Familie zu gründen und Angelica soll ein vollwertiges Mitglied darin sein, sprich Henry wird sie adoptieren. Bette ist geschockt. Sie warnt Tina, dies nicht zu tun und dreht sich um.

Inzwischen sitzen alle Gäste auf ihren Plätzen und warten auf das große Ereignis. Carmen wird von ihrer Mutter in einem wunderschönen, hautengen weißen Kleid und Schleier zum Altar geführt. Sie ist sehr nervös und lächelt verlegen alle Gäste an. Auf dem Weg durch die Mittelgasse wünschen ihr alle viel Glück. Alice kommt eilig nach vorne und zieht Carmen zur Seite.
In diesem Augenblick spricht Marilyn zu den Anwesenden, sie hat soeben mit Shane gesprochen.
Alice flüstert Carmen zu, Shane würde niemals erwarten, dass sie ihr verzeiht, aber sie ist einfach nicht bereit zu heiraten. Sie ist, wer sie ist und kann es nicht ändern. Carmen glaubt, nicht richtig verstanden zu haben und sieht Alice fragend an während Marilyn weiter spricht, Shane würde sich in aller Form bei jedem entschuldigen. Alle Anwesenden schütteln bestürzt den Kopf. Besonders möchte sich Shane bei Carmen und ihrer Familie entschuldigen und hofft, dass ihr irgendwann vergeben wird. Carmen bricht in Tränen aus.

Einige Zeit später sitzt Carmen mit ihrer Mutter alleine im Festzelt und bittet, nach Hause kommen zu dürfen. Sie will nicht nach Shane sehen, sie weiß genau, was mit ihr passiert ist. Carmen will nur weg. Wieder laufen ihr Tränen über die Wangen.

Jenny, ihre neue Freundin und Max sind in der Hotelbar und Jenny plant, sich heute Nacht zu betrinken und viel zu tanzen. Max weist empört darauf hin, dass dies eine Hetero-Bar sei und Jenny mit ihrer Freundin unangenehm auffallen wird. Viele Gäste werden sich gestört fühlen. Die Französin stellt mit ernster Mine klar, diese Leute hätten es dann auch verdient, gestört zu werden. Max ist völlig anderer Meinung. Jenny berührt Max ganz sanft an seiner Krawatte. In ruhigem Ton stellt sie fest, die Leute würden sich bereits seit dem Moment, in dem Max die Bar betreten hat, unwohl fühlen. Sie könnten mit ihm nicht umgehen, eine Frau mit Bart, gekleidet wie ein Mann. Max soll sich eingestehen, dass er niemals zu den „Normalen“ gehören wird. Doch Max schüttelt verletzt den Kopf und sieht sich ängstlich um.

Alice und Lara sitzen vor dem Hotel auf einem Treppenabsatz. Lara plaudert von ihrer Familie und bemerkt erfreut, dass Alice Interesse zeigt. Lara nutzt die Gunst der Stunde und möchte Alice etwas Wichtiges erzählen. Doch leider platzen Tina und Henry dazwischen. Alice berichtet von Shanes Vater, der angeblich 10.000 $ gefunden und sich damit aus dem Staub gemacht hat. Peggy und Helena bekommen das mit. Helena erschrickt und ihr schlechtes Gewissen erwacht. Mit einer Unschuldsmine gesteht sie, ihm das Geld gegeben zu haben, damit er ein Hochzeitsgeschenk kaufen konnte. Peggy schüttelt über so viel Naivität nur den Kopf und wendet sich ihrer Tochter zu. Sie verkündet, sie würde sie zu sehr lieben um weiterhin nur zusehen zu können. Deswegen muss sie eine harte Entscheidung treffen, ab sofort entzieht sie Helena die finanzielle Unterstützung. Von jetzt an muss sie sehen, dass sie Freunde findet, die sie um ihrer selbst Willen mögen. Helena ist geschockt, bekommt kein Wort heraus und kann nicht begreifen, was ihre Mutter gerade gesagt hat.
Peggy steigt in ihre Luxuslimousine, in der Marilyn bereits auf sie wartet. Sie küssen sich und der Wagen rollt davon…
Die Chart wird eingeblendet mit den Namen, die wir die ganze Season über verfolgt haben: Marilyn – Teri – Toni – Agatha – Frank – Coleman – Bette – Alice – Dana – Lara – Alice. In wahnsinniger Geschwindigkeit wachsen immer mehr Verbindungen und Namen aus den vergangenen 3 Seasons. In wenigen Sekunden ist der Bildschirm voll.

Flüsternd betreten Henry und Tina ihr Hotelzimmer. Tina kann nicht glauben, was Peggy getan hat und amüsiert sich über Helenas verdutztes Gesicht. Henry knipst das Licht an und Tina bemerkt sofort, dass Angelica nicht in ihrem Bettchen liegt. Auf dem Tisch liegt eine Notiz der Babysitterin, ihre andere Mutter hat Angelica abgeholt. Tina kann es nicht fassen und wählt auf ihrem Handy fluchend Bettes Nummer. Die Mailbox springt an und Tina schreit wütend in das Gerät, sie soll auf der Stelle das Kind zurück bringen. Tina wird immer lauter, das ist nicht Bettes Nacht mit Angelica, es ist nicht ok.

Angelica mault in ihrem Kindersitz auf dem Rücksitz eines Autos. Bette versucht sie mit zarter, ruhiger Stimme zu beruhigen, alles wäre ok, alles wird gut. Sie würde mit Mama nur in ein kleines Abenteuer starten, bis Mama herausgefunden hat, was sie als nächstes machen wird. Bettes Gesicht ist voller Angst. Sie atmet tief aus und beißt sich auf die Lippe. Immer wieder beruhigt sie mehr sich selbst mit den Worten: „Alles wird gut…“
Wir sehen das Auto in der Dunkelheit über die verschneite Landstraße davon fahren…